VSM Verbandsnachrichten 90. Ausgabe/Oktober 2025

VSM Verbandsnachrichten 90. Ausgabe/Oktober 2025

Liebe Leserinnen und Leser,

Dr. Reinhard Lüken„Russland rüstet seine Marine massiv auf – und unsere Antwort ist eine Task Force.“ Mit diesen Worten wurde Bastian Ernst, MdB und Berichterstatter für die Marine im Verteidigungsausschuss, im Juli in einer großen Tageszeitung zitiert. Sofern die aktuelle Nachrichtenlage zutrifft, wird der Druck aus dem Parlament auch bei den Entscheidern im BMVg, in der Deutschen Marine und im Beschaffungsamt geteilt. Die Task Force zur Prüfung der Handlungsoptionen bei der andauernden Misere um die F126, dem mit knapp 10 Mrd.€ bisher größten Beschaffungsprojekt der Deutschen Marine, hat offensichtlich zügig geliefert.

Fest steht: Die Marine braucht Schiffe, um ihren Auftrag erfüllen zu können. Und zwar so schnell wie möglich. Die immer häufigeren hybriden Angriffe lassen über den Zeitdruck keinen Zweifel. Es ist nicht die Zeit für zögerliches Handeln.

Der nun in den Medien berichtete Weg, einerseits an der F126 unter anderer industrieller Führung festzuhalten und zusätzlich die Beschaffung eines fertigen, bewährten Designs zu veranlassen, entspräche dem Vorschlag des VSM. Die Verzögerungen im Produktionsprozess der F126 sind leider weiterhin nicht verlässlich abzusehen. Dennoch wäre es unklug, den bereits geleisteten Aufwand vollständig in den Wind zu schreiben. Zu viele industrielle Akteure sind unverschuldet involviert und könnten existentielle Schäden erleiden. Gleichzeitig ist der Vertrauensverlust gegenüber dem Generalunternehmer irreparabel. Mit einem Wechsel in der Rolle des Generalunternehmers würden die Herausforderungen zunächst nicht geringer. Aber eine vertrauensvolle Zusammenarbeit würde wieder möglich und das ist für pragmatische Problemlösungen von zentraler Bedeutung.

Durch die zusätzlich auszulösende Beschaffung eines bestehenden Designs könnten Schiffe deutlich schneller zulaufen. Die deutsche Schiffbauindustrie verfügt über Kapazitäten, die eine zügige Umsetzung ermöglichen würden. Doch die Rechnung geht nur auf, wenn sich auch die Amtsseite massiv bewegt, denn wollte man all die üblichen deutschen Extrawürstchen (sog. Goldrandlösungen) wieder berücksichtigen, wäre der Zeitgewinn schnell wieder aufgezehrt. Viele Experten hegen nachvollziehbare Zweifel, ob dies trotz notwendiger Eile gelingen kann.

Würden die Entscheidungen in diese Richtung bestätigt, läge darin jedenfalls eine große Chance, in der Beschaffung für unsere Marine tatsächlich der Zeitenwende gerecht zu werden.

Deutschland verfügt über eine hochgradig leistungsfähige Marineschiffbauindustrie. Diese Erkenntnis muss endlich auch bei der Marine, dem BAAINBw und dem BMVg verinnerlicht werden. Doch statt stolz auf den Umstand zu sein, dass hierzulande die besten Marineschiffe und -boote entstehen, werden stets nur die Defizite in den Fokus gerückt. Zugegeben, es läuft auch auf der Industrieseite nicht alles rund. Aber wo ist das schon der Fall. Wer Stärke will, muss sich unterhaken. Das weiß die Marine eigentlich besser als jeder andere.

Viel Spaß beim Lesen unseres Newsletters

Dr. Reinhard Lüken

(VSM-Hauptgeschäftsführer)

 

Inhaltsverzeichnis

Aktuelles

Aufträge/Ablieferungen

Industrie-News

CMT

Forschung & Entwicklung

Information zu Mitgliedern

SMM

Inhaltsverzeichnis / Aktuelles
VSM begrüßt neue Mitglieder!

Wir freuen uns, Ihnen unsere neuen Mitglieder vorstellen zu dürfen:

Alwis Technologies GmbH

Elbtrade Im- und Export GmbH

Gracher Kredit- und Kautionsmakler GmbH & Co. KG

HF Schiffsbedarf und Innenausbau GmbH

KAISER GmbH & Co. KG

Steelpaint GmbH

xpress seals GmbH

Eine ausführliche Übersicht aller VSM-Mitglieder finden Sie auf unserer Webseite www.vsm.de

Auf eine gute Zusammenarbeit!!

Inhaltsverzeichnis / Aktuelles
Termine

 

Wichtige Termine auf einen Blick: 

 

VSM-BuyBlue 2025

 

07.-08.10.2025

Hamburg

Internationale Konferenz zu Maritimen Autonomen Wasserfahrzeugen (ICMASS)

 

08.-09.10.2025

Hamburg

Geschäftsanbahnungsreise Griechenland

 

13.-16.10.2025

Griechenland

VSM Akademie: Update Vergaberecht

 

07.11.2025

Hamburg

Europort 2025

 

04.-07.11.2025

Rotterdam

Geschäftsanbahnungsreise Baltikum

 

10.-14.11.2025

Estland & Lettland

VSM Akademie – Ready for Danish Defence Procurement

 

19.11.2025

Hamburg

27. HANSA-Forum – Connecting Maritime Minds

 

27.11.2025

Hamburg

Geschäftsanbahnungsreise Indien

 

02.-06.12.2025

Indien

Seatrade Cruise Global

13.-16.04.2026

Miami

 

Veranstaltungen des Deutschen Verbandes für Materialforschung und - prüfung e.V. (DVM) finden Sie hier. Weitere Veranstaltungen finden Sie außerdem auf www.vsm.de.

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Sorgenfalten auf der Binnenschiffsmesse STL in Kalkar

Wie immer trug der VSM auch dieses Jahr zum Gelingen der Messe bei durch die Organisation der Eröffnungsveranstaltung und mit 22 Mitgliedern, die ihre Produkte auf Ständen ausstellten.

IHK-Geschäftsführer Ocke Hamann gab die Stimmung vieler Aussteller wieder als er zur Eröffnung der Messe beklagte, wie schädlich die Missachtung der Binnenschifffahrt durch die neue Bundesregierung auf die Branche auswirke.

Auch Staatssekretär Haase aus dem nordrheinwestfälischem Umwelt- und Verkehrsministerium ließ keinen Zweifel aufkommen, dass er sich von der Bundesregierung mehr Unterstützung versprochen hätte.

Binnenschifffahrt braucht wie die Eisenbahn funktionierende Verkehrswege, um funktionieren zu können und da ist es ein fatales Signal, dass die strukturelle Unterfinanzierung der Instandhaltung der Wasserstraßen immer größer anstatt kleiner wird.

Bei den Ausstellern war auch Unverständnis und Sorge zu vernehmen, über das geplante Ende der drei bestehenden Binnenschiffsförderprogramme ab Ende 2026.

Die Vertreter des Bundesverkehrsministeriums, die wieder mit einem großen Stand auf der Messe vertreten waren, haben sicherlich wichtige Eindrücke von der Messe mit in ihr Haus genommen.

Doch die Sorgen standen nicht der guten Stimmung bei der traditionellen Dock&Rock Party am Messeabend entgegen. Bei Bier und Wein und Live-Musik konnte man wieder wunderbar netzwerken.

https://www.vsm.de/de/der-verband/verbandsgremien/fachgemeinschaften/binnenschiffbau

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Royal Caribbean Group secures shipbuilding slots at Meyer Turku Through 2036 as part of new long-term agreement
(c) Meyer Turku

MIAMI, FLORIDA & TURKU, FINLAND - (September 23, 2025) - Royal Caribbean Group (NYSE: RCL), a global vacation leader that is redefining the future of vacations, today announced a long-term framework agreement with Meyer Turku that secures Royal Caribbean Group's rights to build at the yard through the next decade. As part of this agreement, Royal Caribbean Group also confirms an order for Icon 5 to be delivered in 2028, subject to financing, and adds an option to build Icon 7 (in addition to the previously announced option to build Icon 6). This multi-year agreement strengthens Royal Caribbean Group's relationship with Meyer Turku, one of the world's largest and most modern shipyards specializing in cruise ships, and readies Royal Caribbean Group for a new, game-changing class of ship beyond Icon.

"As we continue to reimagine the future of vacations, we are excited to continue collaborating with Meyer Turku to grow the Icon Class - a first-of-its-kind series that delivers exceptional vacation experiences - and position us to usher in a new era of innovation that will disrupt the vacation sector through 2036," said Jason Liberty, president and CEO, Royal Caribbean Group. "This is an exciting time for our company, and we are proud to launch this new stage in our history with our esteemed partners, Meyer Turku, the Finnish government, and the Finnish maritime cluster."

To date, Meyer Turku has built, and Royal Caribbean Group has launched two Icon Class ships with Icon ofthe Seas (January 2024) and Starofthe Seas (August 2025), with the third Icon ship - Legend of the Seas scheduled to sail next year (Summer 2026). Icon 4 is scheduled tobe delivered in 2027.

Meyer Turku CEO Casimir Lindholm added: "With the framework agreement now signed, we announce our common plan for the next decade in cooperation with Royal Caribbean Group and other key partners to build more Icon Class ships and drive the future of shipbuilding over the next decade. 1 am extremely proud of the recognition that these orders bring to the skilled personnel at Meyer Turku and to the Finnish maritime
industry expertise."
Orders beyond Icon 5 are subject to Royal Caribbean Group's exercise of the options and execution of firm construction agreements, which are expected to be subject to customary
conditions induding financing.

Known for its history of delivering best-in-dass ships, the Turku shipyard has built 25 ships for Royal Caribbean Group since mid-1990s. The buildout of each cruise ship of this scale is the largest single industrial project in the country, employing approximately 13,000 people at Meyer Turku and in the shipyard's network which brings Finland more than a billion euros in added value per year. With Meyer Turku and the Finnish maritime industry at the forefront of developing energy and environmental technologies that accelerate green transition, their efforts are strengthening Finland's international competitiveness and reputation as a country with a large network of specialized companies for cruise shipbuilding, extraordinary design capability, cutting edge technology, and demanding project management.

"This new framework agreement is excellent news for Finland. The longstanding collaboration between Royal Caribbean Group and Meyer Turku will continue to have a significant positive impact on Finland's economy, creating jobs across the country and energizing our unique maritime ecosystem," said Petteri Orpo, Prime Minister of Finland. "Our strong shipyards, industrial networks and leading research institutions around them, deliver innovative and sustainable world-class ships, making Finland an attractive destination for future investment," added Sakari Puisto, Minister of Economic Affairs of Finland.

With a differentiated ecosystem that currently indudes a pipeline of nine new ships, seven total land-based destinations by 2028, plus unique experiences and a seamless digital ecosystem, Royal Caribbean Group is in the midst of revealing its multi-year pipeline of new vacation offerings that span ocean, river and land-based vacations, solidifying its position as a vacation innovator.

For more information on Royal Caribbean Group and its leading vacation brands,
visit royalcaribbeangroup.com.

https://www.meyerturku.fi/en/media/index.jsp

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Nächster Meilenstein für die neue Polarstern erreicht: Aufträge für zukunftsweisenden Antrieb vergeben

TKMS hat im Auftrag des Alfred-WegenerInstituts gleich mit drei Anbietern die Verträge zur Beschaffung innovativer Antriebstechnik der neuen Polarstern abgeschlossen. Ziel ist die Nutzung von Spitzentechnik, die besonders geräusch- und emissionsarme Forschung auf See und in den Polargebieten ermöglicht. Der erste Projektmeilenstein ist damit pünktlich erreicht. CEO Oliver Burkhard unterstreicht die Bedeutung dieses Meilensteins für TKMS: „Mit der jetzt getroffenen Auswahl des komplexen Antriebssystems der neuen Polarstern stellen wir sicher, dass wir die hohen Kundenanforderungen an Zuverlässigkeit, Umweltschutz und Nachhaltigkeit erfüllen.“

Antriebstechnik für nachhaltige und emissionsfreie Forschung Für die Energieerzeugung wurden vier Generatorensätze aus dem Hause Wärtsilä ausgewählt. Zwei der Motoren sind Dual-Fuel-fähig, können neben herkömmlichen Diesel also auch mit Methanol betrieben werden. Um ergänzend zur nachhaltigen Energieversorgung auch einen komplett emissionsfreien Forschungsbetrieb zu ermöglichen, wird ein komplexes Batteriesystem in die neue Polarstern integriert. Ein hocheffektiver Dieselpartikelfilter reinigt die im Dieselbetrieb entstehenden Abgase, bevor sie in einem SCR-Katalysator von Wärtsilä behandelt werden. Als Antrieb kommen zwei Ruderpropeller der finnischen Firma Steerprop sowie eine feststehende Mittelpropulsionsanlage vom finnischen Hersteller Aker Arctic zum Einsatz. Die gesamte Antriebsanlage ist auf die Erfüllung der höchsten klima- und umweltschutzspezifischen Anforderungen ausgelegt.

Prof. Dr. Maarten Boersma, kommissarischer Direktor des Alfred-WegenerInstituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) hebt hervor: „Wir freuen uns sehr, dass mit der Bestellung der Antriebseinheit jetzt ein erster wichtiger Schritt auf dem Weg zur neuen Polarstern vollzogen ist. Mich faszinieren besonders die langfristigen Abstimmungen sämtlicher Produktionsabschnitte. Auch wenn es planmäßig noch bis April 2027 dauern wird, bis die ersten Schweißnähte des Schiffes entstehen, muss natürlich parallel die Konstruktion der innovativen Maschinen starten. Toll, dass das Neubauprojekt und die Zusammenarbeit zwischen AWI, TKMS und den Zulieferern nach Plan laufen.“

TKMS investiert in Werftstandort und verzeichnet Rekord-Auftragsbestand Seit Beginn des Jahres werden schrittweise Teile der Werft in Wismar für das Produktportfolio von TKMS ertüchtigt. „In den nächsten Jahren investieren wir einen niedrigen dreistelligen Millionenbetrag in den Standort Wismar und bereiten die Werft auf die Produktion, u. a. der neuen Polarstern, vor. Als TKMS schaffen wir alle Vorbereitungen, um dieses Projekt in Zeit- und Kostenrahmen erfolgreich zu realisieren“, erklärt Oliver Burkhard. Die Übergabe der Polarstern an die Forschungsgemeinschaft vom Alfred-Wegener-Institut ist für 2030 geplant. TKMS ist wirtschaftlich stark aufgestellt, international erfahren und verzeichnet einen positiven Auftragstrend. Ende 2024 erhielt das Unternehmen eine Erweiterung um vier U-Boote aus Deutschland, während die jüngste Vertragsunterzeichnung für die Nachbestellung zweier U-Boote aus Singapur seine Position im internationalen Geschäft weiter festigte.

Diese Erfolge haben das Auftragsbuch (Stand: 30. Juni 2025) auf 18,5 Mrd. € steigen lassen. Technische Daten zum Antriebssystem  Gesamtleistung W31-Viertakt-Generatorensätze: 33,1 MWe  Speicherkapazität Batteriesystem: ca. 12,4 kWh  Leistung SCR-Katalysator (Selektive Katalytische Reduktion): Umwandlung von bis zu 90 % der klimaschädlichen Stickoxidemissionen in elementaren Stickstoff und Wasser  Durchmesser Ruderpropeller (Azimut-Propulsoren SP 160 PULL ARC LM): 4,8 m  Durchmesser Center Propeller: 5,4 m.

https://www.thyssenkrupp-marinesystems.com/en/newsroom/press-releases

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Meilenstein im indischen U-Boot-Programm: TKMS nimmt Vertragsverhandlungen mit Mazagon Dock Shipbuilders (MDL) für P75(I)- Programm auf
  • TKMS und Mazagon Dock Shipbuilders (MDL) begannen offizielle Vertragsverhandlungen über sechs hochmoderne, in Deutschland konstruierte U-Boote.
  • TKMS steht der indischen Marine als zuverlässiger Partner zur Seite und trägt zur Stärkung der „Make in India“-Strategie bei.

 

Das indische U-Boot-Programm geht in die nächste Phase: TKMS und Mazagon Dock Shipbuilders (MDL) beginnen die offiziellen Vertragsverhandlungen mit der indischen Beschaffungsbehörde für das Projekt 75(I). Damit setzt Indien ein deutliches Zeichen in seinen Bestrebungen, die eigenen Marinekapazitäten auszubauen und den internationalen Technologietransfer zu stärken.


Im Rahmen des Projekts 75(I) sollen sechs in Deutschland entwickelte U-Boote in Zusammenarbeit mit Mazagon Dock Shipbuilders Limited (MDL) gebaut werden. Die Initiative soll die strategischen und industriellen Beziehungen zwischen Indien und Deutschland vertiefen und das Engagement beider Nationen für technologische Zusammenarbeit und maritime Sicherheit unterstreichen.


Oliver Burkhard, CEO von TKMS, betont: „Ich bin überzeugt, dass sich Indien zu einem globalen Zentrum für U-Boot-Technologie und -Fertigung entwickeln
wird. Unsere Partnerschaft mit MDL basiert auf Vertrauen, Innovation und gemeinsamen Zielen, die weit über einzelne Verträge hinausgehen. Gemeinsam
– mit der Unterstützung beider Regierungen – können wir Indien befähigen, Weltklasse-U-Boote für seine Marine und für befreundete Flotten weltweit zu
liefern.“


Für Indien ist dies ein bedeutender Fortschritt im Ausbau seiner heimischen Marinefähigkeiten. Für Deutschland zeigt sich damit das Engagement, eines der
größten konventionellen U-Boot-Programme Asiens zu unterstützen. So steht die Partnerschaft im Einklang mit Indiens Anspruch, seine Flotte zu
modernisieren, die regionale Expansion der Marine zu stärken und die Initiative „Make in India“ durch Technologietransfer sowie lokale Fertigung voranzutreiben.

Über das Projekt 75(I)
Im Projekt 75(I) wurden bereits wichtige Meilensteine erreicht: Dazu zählen alle Leistungen für das Concept Design Agreement (CDA), die MDL und TKMS bis
zum 31. August 2025 abschließen konnten. Darüber hinaus hat TKMS verbindliche Angebote für Ingenieurleistungen, fortschrittliche TKMS-U-Boot-
Komponenten – einschließlich AIP-Systemen (Air Independent Propulsion) – und flexible Lösungen für das Führungs- und Einsatzwaffensystem vorgelegt. Nach
hochrangigen Delegationsbesuchen wollen TKMS, MDL und Regierungsvertreter nun die indisch-deutsche Zusammenarbeit im Marinebereich auf eine neue Ebene heben und die indische Verteidigungsindustrie grundlegend stärken.


Der Start der Vertragsverhandlungen in Indien setzt ein weiteres positives Zeichen in der wirtschaftlichen Entwicklung von TKMS. Ende 2024 erhielt TKMS
einen Auftrag über vier weitere U-Boote aus Deutschland, während die kürzlich erfolgte Unterzeichnung eines Vertrags über zwei weitere U-Boote aus Singapur
die Position auf dem internationalen Markt weiter stärkte. Der Auftragsbestand (Stand: 30. Juni 2025) hat sich somit auf 18,5 Milliarden Euro erhöht.

https://www.tkmsgroup.com/#c462

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Zweites Flottendienstboot startet früher in die Fertigung
  • In Anwesenheit von Vertretern der Bundeswehr und den beteiligten Werften der Unternehmensgruppe Lürssen erfolgte  am Wolgaster NVL-Standort Peene-Werft der zeremonielle Brennbeginn des zweiten Flottendienstbootes der Klasse 424
  • Durch Ausnutzung aller vorhandenen Fertigungskapazitäten der Unternehmensgruppe Lürssen mit verstärkter Einbindung der Peene-Werft als Produktionsstandort startet die NVL den Stahlbau für das zweite Schiff mehrere Monate früher als geplant
  •  Die insgesamt drei neuen Schiffe werden künftig die Einheiten der OSTE-Klasse ersetzen

 

„Nur zehn Monate nach dem Fertigungsstart des ersten Schiffes setzen wir  die Serie mit dem feierlichen Brennbeginn der zweiten Einheit erfolgreich fort. Durch Anpassungen unserer verfügbaren Ressourcen und die damit verbundene verstärkte Einbindung der Peene-Werft in den Fertigungsprozess des zweiten Flottendienstbootes ist es uns gelungen, den Start des Stahlbaus um mehrere Monate vorzuziehen. Damit reagieren wir auch auf die Notwendigkeit einer Beschleunigung von Rüstungsvorhaben aufgrund der aktuellen
geopolitischen Herausforderungen“, sagte Tim Wagner, CEO der NVL. „Solche Umstellungen und Anpassungen erfordern immer auch ein hohes Maß an Flexibilität und guter und vertrauensvoller Zusammenarbeit aller am Projekt beteiligten Akteure, insbesondere mit unserem Auftraggeber, dem Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr, was uns beim Flottendienstboot gut gelingt.“


Die rund 130 Meter langen Flottendienstboote der Klasse 424 werden der Bundeswehr als Aufklärungsplattformen zur seegestützten Informationsgewinnung dienen und sind mit modernster Sensorik ausgerüstet. Ihre Auslegung erfüllt die neuesten militärischen Anforderungen an zukunftsfähige Marineschiffe.

https://nvl.de/de/presse

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Höegh Autoliners bestellt erstmals Ammoniakmotoren für PCTC-Schiffe

Mit einem bedeutenden Schritt in Richtung Dekarbonisierung der Schifffahrt hat Höegh Autoliners eine wegweisende Bestellung für mit Ammoniak betriebene Everllence B&W ME-LGIA-Motoren aufgegeben. Vier Dual-Fuel-Motoren des Typs 7S60ME-LGIA (Liquid Gas Injection Ammonia) werden an eine nicht genannte Werft in Asien für den Bau von vier Pure Car/Truck Carriers (PCTCs) der „Aurora”-Klasse mit einer Kapazität von je 9.100 CEU (Car Equivalent Unit) geliefert.

Dieser Auftrag ist für Everllence ein klares Zeichen für eine neue Ära sauberer Antriebe in der globalen Schifffahrt. Die Neubauten sind für Höegh Autoliners bestimmt, ein bedeutender Betreiber von PCTC-Schiffen und Teil der Reederei Leif Höegh & Co. HD Hyundai Heavy Industries Co. Ltd. wird die Motoren in Südkorea bauen.

Sebjørn Dahl, Chief Operations Officer, Höegh Autoliners, sagt: „Die Motoren sind das Herzstück unserer Schiffe, und wir betrachten es als klares Zeichen des Vertrauens, dass Everllence uns ausgewählt hat, einige der weltweit ersten Zweitakt-Ammoniakmotoren in den vier Schiffen der Aurora-Klasse zu installieren. Höegh Autoliners kann auf fast 100 Jahre Erfahrung zurückblicken und ist stolz darauf, zu den ersten Unternehmen zu gehören, die ausgewählt wurden, um als Pioniere gemeinsam mit Everllence diesen wichtigen Wandel voranzutreiben. Diese Zusammenarbeit unterstreicht das Vertrauen, das Everllence uns als zuverlässigen Vorreiter bei der Umstellung auf emissionsfreie Schifffahrt entgegenbringt. Netto-Null heißt das gemeinsame Ziel und Everllence spielt eine entscheidende Rolle dabei, dass wir unsere großen PCTC-Schiffe ab 2027 mit kohlenstofffreien Kraftstoffen betreiben können.“

Bjarne Foldager, Head of Two-Stroke Business, Everllence, sagt: „Dieser Auftrag – einer von mehreren Ammoniak-Pilotprojekten, die wir in China, Japan und Südkorea durchführen – bestärkt uns darin, dass wir auf dem richtigen Weg sind, ebenso wie das breite Interesse der Branche an unseren Fortschritten. Aufgrund des besonderen Risikoprofils von Ammoniak haben wir bei der Entwicklung dieses Motors einen verantwortungsbewussten Ansatz verfolgt, bei dem Sicherheit an erster Stelle steht. Wir sind zuversichtlich, dass Ammoniak neben Methanol und Methan zu einem der drei wichtigsten alternativen Kraftstoffe auf dem Markt werden wird.“

Christian Ludwig, Head of Two-Stroke Sales and Promotion, Everllence, fügt hinzu: „Unser Zweitakt-Ammoniakmotor ist nun seit 2023 im Einsatz und wir können bestätigen, dass die Verbrennung des ME-LGIA genau unseren Anforderungen entspricht. Das Konzept des ME-LGIA-Motors basiert auf dem Dieselprinzip und verfügt über viele der gleichen Vorteile wie unsere anderen Dual-Fuel-Motoren, die bereits vor über einem Jahrzehnt in Betrieb genommen wurden. Inspiriert von diesen Motoren verwenden wir unter anderem das gleiche Dichtölkonzept für die FBIV-Einspritzventile, da sich dieses als besonders wichtig und effizient erwiesen hat. Bis Ende 2026 rechnen wir vorläufig mit einigen wenigen Demoprojekten auf dem Wasser, um eine kommerzielle Markteinführung der ME-LGIA-Motoren mit G50-, S60-, G60-, G70- und G80-Bohrung auf der Grundlage positiver Betriebserfahrungen zu ermöglichen.

Aurora-Klasse

Bei der Aurora-Klasse von Höegh handelt es sich um die größten und umweltfreundlichsten PCTC-Schiffe, die jemals gebaut wurden. Damit werden die Bemühungen von Höegh Autoliners zur Dekarbonisierung weiter vorangetrieben und ein neuer Standard für einen nachhaltigere Hochseeschifffahrt gesetzt. Darüber hinaus sind die Aurora-PCTCs die ersten Schiffe dieses Segments, die die DNV-Zertifizierungen „ammoniakfähig“ und „methanolfähig“ erhalten haben, und werden auch die ersten Schiffe sein, die mit dem von Everllence entwickelten Hauptmotor für den kohlenstofffreien Ammoniakbetrieb ausgerüstet sind.

https://www.man-es.com/de/unternehmen/pressemitteilungen

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Rolls-Royce liefert mtu-Motoren und - Automation für neue Catalina-Express-Fähre in Kalifornien

• Rolls-Roye liefert EPA-Tier-4-zertifizierte Motoren mit SCRAnlage und Dieselpartikelfilter
• Die neue Fähre ist Teil vom US-LA-MER-Projekt, das das Ziel verfolgt, Emissionen zu reduzieren 
• Die mtu-Motoren des Typs 12V 4000 M65L mit einer Gesamtleistung von 7463 kW Treiben 42-Meter-Fähre an

Rolls-Royce hat von der Reederei Catalina Express den Auftrag erhalten, vier mtu-Motoren der Baureihe 4000 und ein mtuÜberwachungs-und Steuerungssystem für eine neue Hochleistungsfähre nach San Pedro, Kalifornien zu liefern. Die 42 Meter lange Fähre wird mit einer Geschwindigkeit von ungefähr 37
Knoten bis zu 500 Passagiere transportieren und drei ältere Schiffe von Catalina Express ersetzen.

Das Schiff soll als Flaggschiff der nächsten Generation dienen und das Engagement des Unternehmens für einen nachhaltigen Betrieb unterstreichen. Die mtu-Motoren 12V 4000 M65L mit einer Gesamtleistung von 7463 kW Kilowatt treiben die Fähre an und sind bekannt für ihre hohe Zuverlässigkeit, Effizienz, Laufruhe und Umweltfreundlichkeit, wobei sie fortschrittliche Abgasreinigungstechnologien zur Reduzierung von Stickoxiden und Partikeln verwenden. Die Auslieferung der mtu-Motoren ist für das vierte Quartal 2025 geplant, die Fertigstellung des Schiffes wird für Ende 2026 erwartet.

Jeff Sherman, Senior Commercial Marine Sales Manager bei Rolls-Royce, sagt: „Wir sind sehr stolz darauf, dass die neueste Fähre von Catalina Express wie ihre Vorgänger mit mtu-Motoren angetrieben wird. Dieses jüngste Projekt zeigt, wie Rolls-Royce seinen Kunden leistungsstarke Antriebssysteme liefert, die Leistung und Umweltverantwortung in Einklang bringen, während das Unternehmen seine strategischen Wachstumsziele im Schiffsmarkt weiter vorantreibt.“

Die EPA-Tier-4-zertifizierten Motoren bieten eine erstklassige Emissionsleistung und werden mit einem selektiven katalytischen Reduktionssystem (SCR) und einem Dieselpartikelfilter (DPF) kombiniert, sobald diese von der California Air Resources Board (CARB) für die CARB-Vorschriften für gewerbliche Hafenfahrzeuge sowie von der US-Küstenwache für die Sicherheit zugelassen sind.


„Seit über 43 Jahren ist Catalina Express umweltbewusst und erfüllt oder übertrifft die Bundes- und Landesvorschriften zur Emissionsreduzierung“, sagt Greg Bombard, Präsident und CEO von Catalina Express. „Wir sind bestrebt, in allen Bereichen unseres Betriebs umweltfreundlich zu bleiben. Wir sind stolz darauf, erneut mit Rolls-Royce zusammenzuarbeiten, um einen neu entwickelten Tier-4-mtu-Motor in unser neues Schiff einzubauen und damit unser Engagement für Nachhaltigkeit und saubereren
Seeverkehr weiter voranzutreiben.“


Das neue Schiff wurde von Incat Crowther aus Lafayette (Louisiana, USA) entworfen und wird von Marine Group Boat Works aus Chula Vista (Kalifornien, USA) gebaut. Die Schiffsmotoren werden mit einem mtuÜberwachungs-und Steuerungssystem sowie Wasserstrahlantrieben der Marke Hamilton ausgestattet. Die MSHS Pacific Power Group aus Kent, Washington, fungiert als Vertriebspartner für das Projekt und wird die kundenspezifische Konfiguration, Installation und Erprobung des Antriebssystems auf See
überwachen. Die Auslieferung der mtu-Motoren ist für das vierte Quartal 2025 geplant, die Fertigstellung des Schiffes wird für Ende 2026 erwartet.


MSHS Pacific Power und Rolls-Royce werden gemeinsam den Service und die Wartung der Motoren während ihrer gesamten Lebensdauer übernehmen. Dieses kontinuierliche Engagement gewährleistet, dass Marinekunden wie Catalina Express nach der Installation von einer zuverlässigen und sorgenfreien Leistung profitieren und die langfristigen Kundenbeziehungen gestärkt werden.


https://www.mtu-solutions.com/eu/de/news-and-media/media-center.html

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Mazagon Dock und die indische Küstenwache erteilen Rekordauftrag über High-Speed-Motoren

Mazagon Dock Shipbuilders Ltd. mit Sitz in Mumbai, Indien, hat bei Everllence für 14 Schiffe je 3 16V175D-MM High-Speed-Motoren bestellt. Die Motoren werden 14 FPVs (Fast Patrol Vessels) antreiben, die derzeit für die indische Küstenwache gebaut werden. Die Motoren haben jeweils eine Leistung von 2.960 kW und sollen zwischen Dezember 2025 und Dezember 2027 ausgeliefert werden.  

Die FPVs werden mit Wasserstrahlantrieben ausgestattet und sind für Geschwindigkeiten von über 33 Knoten ausgelegt. Sie werden für die Küstenüberwachung, den Schutz der Fischerei sowie die Seenotrettung eingesetzt und können in Krisenzeiten auch für militärische Einsätze genutzt werden.

Ben Andres, Head of Sales at Everllence, sagt: „Dieses Projekt für die indische Küstenwache – ein äußerst strategischer und anspruchsvoller Kunde – ist ein wichtiger Meilenstein für Everllence und unseren Eintritt in den indischen Markt. Wir können unsere langjährige Partnerschaft mit Mazagon Dock mit einem weiteren bedeutenden Auftrag weiter ausbauen. Wir sind stolz darauf, Teil dieser Zusammenarbeit zu sein, die nicht nur unsere Präsenz in der Region stärkt, sondern auch das Vertrauen in unseren 175D-Motor unterstreicht.“

Waldemar Wiesner, Vice President, Head of Marine and PrimeServ Marine & Power, Middle-East/Africa bei Everllence, ergänzt: „Der 175D hat sich für dieses Projekt als die richtige technische Wahl erwiesen. Die enge Zusammenarbeit mit den Technik- und Vertriebsteams von Mazagon Dock war entscheidend für den erfolgreichen Vertragsabschluss. Unser Dank gilt auch der indischen Küstenwache für die zeitnahe Prüfung und Freigabe der technischen Unterlagen.“

Der Auftrag folgt unmittelbar auf einen weiteren Großauftrag aus Indien, den Everllence im April 2025 erhalten hat. Damals hatte die indische Marine bei Hindustan Shipyard Ltd. komplette Antriebspakete für fünf neue FSS-Schiffe (Flottenunterstützungsschiffe) bestellt, bestehend aus je 2 20V32/44CR-Motoren.

Über den 175D-Motor

Everllence hat die Motorenreihe 175D entwickelt, um sein Produktportfolio im maritimen Bereich zu ergänzen und zu vervollständigen.

Die drei Motorvarianten mit 12, 16 und 20 Zylindern sind mit einer Leistung von 1.500 kW bis 4.400 kW erhältlich und für den Antrieb von Fähren, Offshore-Versorgungsschiffen, Schleppern und anderen Arbeitsschiffen optimiert. Für andere Marktbereiche wie Superyachten und militärische Marineanwendungen sind zusätzliche, spezielle Modellvarianten verfügbar.

Der 175D ist ein äußerst umweltfreundlicher Motor, da er auf einen niedrigen Kraftstoffverbrauch ausgelegt ist, die neuesten Emissionsstandards erfüllt und auch künftige Kraftstoffanforderungen berücksichtigt, da er bereits für den Betrieb mit Biokraftstoffen wie FAME und HVO zugelassen ist.

https://www.man-es.com/de/unternehmen/pressemitteilungen

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Von TAMSEN MARITIM gebautes und abgeliefertes Fischereiaufsichtsboot für das Land Mecklenburg-Vorpommern getauft

Das von der Werft TAMSEN MARITIM in Rostock-Gehlsdorf gebaute und abgelieferte neue Fischereiaufsichtsboot (FAB) des Landesamtes für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern (LALLF) ist am 07.08.2025 im Sassnitzer Stadthafen auf den Namen „Goldbutt“ getauft worden. Für TAMSEN MARITIM handelt es sich um den ersten Neubau im Auftrag des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Das von der Werft eigenentwickelte, 17,3 Meter lange und 4,9 Meter breite Patrouillenboot wird künftig zur Fischereiaufsicht in den Küstengewässern Mecklenburg-Vorpommerns eingesetzt. Vom Standort Sassnitz aus erfolgen die Kontrollfahrten vor allem zur Überwachung der Berufs- und Freizeitfischerei. Taufpatin der „Goldbutt“ ist Franziska Mars, Dezernatsleiterin/Abteilung 7 Fischerei und Fischwirtschaft im LALLF MV in Rostock.

Das FAB ist für eine Besatzungsstärke von drei bis sechs Personen konzipiert. Der Rumpf und die Aufbauten wurden aus Aluminium gefertigt. Zwei jeweils 588 kW starke Schiffsmotoren verleihen dem Boot eine Höchstgeschwindigkeit von circa 30 Knoten. „Als regionales Unternehmen freuen wir uns sehr, mit dem Fischereiaufsichtsboot zum ersten Mal einen Neubauauftrag für das Land Mecklenburg-Vorpommern realisiert zu haben“, sagt Christian Schmoll, Geschäftsführer der TAMSEN MARITIM GmbH. „Mit diesem Neubau unterstreicht die TAMSEN MARITIM GmbH ihre schiffbauliche Expertise zum Bau von Behörden-, Bundeswehr- und Spezialschiffen.“ In jüngerer Vergangenheit hatte der Schiffbaubetrieb an der Warnow unter anderem zwei neu gebaute STS-Arbeitsboote für die Bundeswehr und zwei Patrouillenboote für die deutsche Generalzolldirektion abgeliefert. Alle drei Schiffstypen sind von der Engineering-Abteilung der Werft entwickelt und konstruiert worden.

Neben dem Neubaugeschäft ist TAMSEN MARITIM seit Jahrzehnten als Reparaturwerft für mittelgroße Spezialschiffe gefragt. Im Reparatursektor zählt die Werft jährlich bis zu 50 Dockungen, vornehmlich von Marineschiffen, Behördenbooten, Seenotrettungskreuzern, Fahrgastschiffen sowie von Spezialschiffen für die Offshore-Industrie. TAMSEN MARITIM kooperiert mit dem Marienstützpunkt Hohe Düne in der Sofort-Instandsetzung von Korvetten sowie mit dem neuen Marinearsenal Warnowwerft, wo regelmäßig Marienschiffe zur Wartung und Instandsetzung gedockt werden. Das Unternehmen beschäftigt aktuell rund 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter 17 Auszubildende. Von der Industrie- und Handelskammer zu Rostock ist das Unternehmen wiederholt als „TOP-Ausbildungsbetrieb“ gekürt worden, so auch im Jahr 2025. Für das weitere Wachstum der Werft sind in allen Arbeitsbereichen qualifizierte und motivierte Fachkräfte herzlich willkommen.

Fakten zum Fischereiaufsichtsboot

Länge:                         17,3 Meter

Breite:                           4,9 Meter

Tiefgang:                       1,0 Meter

Geschwindigkeit: ca.  30 Knoten

https://www.tamsen-maritim.de/en/news/

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COSMOS: A New Definition of Exploration

Lürssen launched COSMOS, a masterpiece that breaks away from conventional yachting norms. Measuring just over 114 metres in length, COSMOS is one of the largest yachts to slip into the water this year. With her ambitious and unique architectural and interior design by Marc Newson, she is poised to become an instant icon.

“This is a rather special project to coincide with our 150th anniversary,” says Peter Lürssen. “While it is true that as a custom shipyard, no two yachts that leave our halls are ever the same, there are some that leave an indelible mark on our history – COSMOS is undoubtedly one of those yachts.” COSMOS was commissioned by a visionary owner with a desire for something truly special – something unique – with which to discover the world. The cohesive, strikingly elegant and futuristic exterior and interior are both by Marc Newson, who executed the brief with his signature refinement. His approach brought a fresh, daring perspective to yacht design, resulting in a sleek, sculptural vessel unlike anything before her.


“Working with an immensely creative client has enabled rare opportunities to push the boundaries,” Marc Newson comments. “Everything from the smallest detail to the silhouette – outside, inside, and everything in between – is our design. We have, therefore, been able to exploit and explore every creative possibility uninhibited. This liberating free rein afforded the project a joyful, organic evolution, one which resulted in a satisfying novelty and coherence, the aesthetic of which remains very much within our lexicon.”


One of the most striking and immediately recognisable features of COSMOS is the large, glassdomed private owner’s study, complete with a sky terrace. The study itself was a complex feat of glass engineering. Lürssen developed a custom solution to bend large sections of thick glass, free of imperfections and with crystal clarity, creating undisturbed 360-degree panoramic vistas from this commanding perch atop the vessel. The adjoining sky terrace offers the owner a personal al fresco space directly connected to the study.
The glass theme is just as prominent on the cabin deck, where a continuous glass band surrounds the entire upper level for uninterrupted views. Located forward in the bow, beneath the helipad, is a glass-encased observation lounge, while aft lies an open balcony with a glass balustrade, which overlooks the spacious main deck.
The open aft deck seamlessly blends utility with comfort. Its centrepiece is a swimming pool and Jacuzzi arrangement, flanked by comfortable seating, and aft lies a dry dock, which operates with a sledge to launch and retrieve her largest supporting tender.


Engineered for long-range, remote cruising, COSMOS spans six decks and is reinforced to Ice Class 1D, enabling safe operation in light ice conditions. Her capabilities open up the possibility of exploring all five major oceans and all seven continents. As part of the owner's commitment to innovation, they have agreed to a research installation of a methanol fuel cell. This system utilises methanol to produce hydrogen, which is then converted into electricity. A technologically challenging and complex procedure.

https://www.lurssen.com/de/news-media-friends/press-releases/

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Ampereship rüstet erstmals Fahrgastschiff komplett auf Elektroantrieb um

Der Stralsunder Schiffbaubetrieb Ampereship, spezialisiert auf den Neubau von Elektro-Solar-Schiffen und -Fähren für Binnengewässer, hat zum ersten Mal den Umbau eines dieselbetriebenen Fahrgastschiffes auf vollelektrischen Antrieb abgeschlossen. Dieser Tage absolvierte auf dem Zürichsee in der Schweiz das umgebaute Fahrgastschiff „Uetliberg“ seine erste emissionsfreie Fahrt. Das im Jahr 1999 gebaute und jetzt als Elektroschiff klassifizierte 42,4 Meter lange Schiff ist das gegenwärtig größte batteriegetriebene Passagierschiff der Schweiz. Es gehört zur Flotte der Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft (ZSG). Die Reederei hatte Ampereship damit beauftragt, die Umrüstung auf Elektroantrieb zu planen und zu projektieren.

„Mit dem Auftrag von ZSG erweitern wir unser Geschäftsfeld der maritimen E-Mobilität auf Bestandsschiffe“, betont Ingo Schillinger, Business Unit Manager bei Ampereship. „Die Premierenfahrt des vollelektrischen Fahrgastschiffes ,Uetliberg‘ zeigt, dass es inzwischen möglich ist, ein bereits seit Jahren im Einsatz befindliches Fahrgastschiff mit einer Beförderungskapazität von bis zu 300 Personen zukunftsträchtig auf den alternativen Elektroantrieb umzurüsten.“ Einen entscheidenden Schlüssel dafür liefert die rasant fortgeschrittene Entwicklung der Batterietechnologie. Noch vor wenigen Jahren hätte der Einbau des 3,6-MWh-Batteriepacks auf der „Uetliberg“ ein Gewicht von 40 Tonnen bedeutet, statt der aktuell 22 Tonnen.

Das Projekt wurde in enger Kooperation mit ZSG realisiert. So fertigten die Schiffbauer in Stralsund mehrere Stahlsektionen für das Fahrgastschiff, das einen neu geformten Wulstbug, ein verlängertes Heck und zusätzliche Schotten erhielt. Die Stahlsektionen sind an die ZSG-eigene Werft am Zürichsee geliefert worden, wo der Schiffsumbau unter der Bauleitung von Ampereship erfolgte. Das elektrotechnische Equipment haben die Stralsunder Ingenieure komplett geplant und projektiert. Von der Automations- und Steuerungstechnik über die Elektromotoren bis zum Batteriepack. Insgesamt wurden 7200 Batteriezellen installiert. Mit der Energieleistung von 3,6 MWh können jährlich 113.000 Liter Dieselkraftstoff eingespart, kann der Ausstoß von 300 Tonnen CO2 pro Jahr vermieden werden. Geplant ist, auch die baugleichen ZSG-Fahrgastschiffe „Albis“ und „Pfannenstiel“ bis 2027 auf den vollelektrischen Antrieb umzurüsten. Die Reederei hat dafür Ampereship ebenfalls den Auftrag erteilt.

Bereits im Jahr 2021 hatte die Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft auf die Expertise von Ampereship im Elektroschiffbau gesetzt. Damals orderte die Reederei drei baugleiche je 22,5 Meter lange Elektro-Solar-Fahrgastschiffe. Die Neubauten wurden speziell für den Einsatz auf dem Fluss Limmat konzipiert, der aus dem Zürichsee abgeht und die größte eidgenössische Stadt Zürich durchquert.

Bei der Umrüstung von Binnenschiffen auf alternative Antriebe hat Ampereship erste Projekte auch auf dem regionalen Markt verwirklicht. Beispielweise wurden 2024 im Auftrag der Reederei Weiße Flotte die beiden Warnow-Fähren in Warnemünde mit einem Hybrid-Antrieb ausgestattet. Mit einer solchen Nachrüstung ist Ampereship von der Weißen Flotte auch für die Wittower Fähre auf der Insel Rügen beauftragt worden. „Der Flottenbestand an Binnenfahrgastschiffen und -fähren bietet ein erhebliches Potenzial, durch die Umrüstung konventioneller Antriebe auf alternative Technologien die Schadstoffemissionen auf Seen und Flüssen effektiv zu reduzieren“, resümiert Ampereship-Manager Ingo Schillinger.

https://ampereship.com/news/#aktuelles

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Acht DP-optimierte SCHOTTEL SRP-D für zwei neue SOVs

„Nach einer gründlichen Bewertung der verfügbaren Antriebsoptionen für unsere zukünftigen Service Operation Vessels (SOVs) hat sich Louis Dreyfus Armateurs für eine Konfiguration mit vier identischen RudderPropeller Dynamic entschieden“, erklärt Arthur Barret, Head of Engineering, Projects and Innovation bei Louis Dreyfus Armateurs. „Diese Konfiguration gewährleistet dank ihrer fortschrittlichen Funktionen eine optimale Leistung beim dynamischen Positionieren – ein entscheidender Faktor für maximale Einsatzfähigkeit. Zudem setzen wir großes Vertrauen in die bewährte Zuverlässigkeit der SCHOTTEL-Antriebssysteme.“

Präzises Positionieren  

Jedes SOV wird mit vier SCHOTTEL RudderPropeller Dynamic vom Typ SRP 430 D (jeweils 1.660 kW Eingangsleistung) ausgestattet, um eine präzise Positionierung während anspruchsvoller DP-Einsätze zu gewährleisten. Der SRP-D zeichnet sich durch verbesserte Propeller-Beschleunigungs-/Verzögerungszeiten sowie eine Hochgeschwindigkeits-Azimutsteuerung mit verstärkten Getriebekomponenten aus, die eine schnellere Schuballokation als herkömmliche Ruderpropeller ermöglicht. Dank der kürzeren Reaktionszeiten kann schneller und gezielter auf externe Kräfte wie Wind, Wetter und Strömung reagiert und eine höhere Positioniergenauigkeit des Schiffs erzielt werden. Darüber hinaus überzeugt der SRP-D durch ein kompaktes Design mit vertikal integriertem Elektromotor (LE-Drive). Zudem sorgt eine zusätzliche Neigung der Propellerwelle um acht Grad für geringere Wechselwirkungen zwischen Antrieb und Rumpf sowie zwischen den Antriebseinheiten bei gegenseitiger Anströmung – und somit zu geringeren Schubverlusten.

Hohe Nachfrage nach SRP-D für SOVs
Der SRP-D wurde speziell für anspruchsvolle Offshore-Einsätze entwickelt und erfüllt die wachsenden Anforderungen an einen effizienten und zuverlässigen Betrieb von SOVs. Er hält Schiffe auch bei rauen Wetterbedingungen in Position und verlängert so die Einsatzzeit über das gesamte Jahr hinweg. Zudem werden

durch den optimierten Schubausstoß Kraftstoffeinsparungen erwartet. Seit seiner Markteinführung im Jahr 2023 ist die Nachfrage hoch: Über 50 verkaufte Einheiten spiegeln die große Akzeptanz am Markt wider.

SOVs der nächsten Generation
Die neuen Schiffe stellen die nächste Generation der SOVs „Wind of Change“ und „Wind of Hope“ von LDA dar, die ebenfalls mit vollständigen SCHOTTEL-Antriebspaketen ausgestattet sind. Die Designverbesserungen konzentrieren sich auf die Maximierung der Effizienz und Einsatzzeiten sowie auf die Optimierung des Energieverbrauchs. Darüber hinaus werden die Schiffe über ein fortschrittliches Gangway-System und einen 3D-bewegungskompensierten Kran verfügen.

Das erste SOV soll 2027 in den deutschen Offshore-Windparks DanTysk und Sandbank in Betrieb gehen. Das zweite Schiff wird seinen Dienst – ebenfalls 2027 – in den deutschen Windparks Nordlicht 1 und Nordlicht 2 aufnehmen. Ein drittes, optionales SOV ist für zukünftige Projekte von Vattenfall in der Nordsee vorgesehen.

https://www.schottel.de/medien-events/presseinfos

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TESVOLT OCEAN Batteriesystem erhält Zulassung für die Schifffahrt

Das Batteriesystem „Kaptein NMC Compass Core“ des Lübecker Herstellers TESVOLT OCEAN wurde durch die multinationale Ingenieurberatungs-, Inspektions- und Zertifizierungsgruppe RINA für die Binnen- und Seeschifffahrt zugelassen. Die Batterie hat alle Funktions- und Stresstests erfolgreich bestanden und ihre Sicherheit sowie Robustheit unter Beweis gestellt. Der Compass Core wurde als E-Antrieb speziell für kleinere Schiffe entwickelt und eignet sich auch für den nachträglichen Einbau in Schiffen, die sehr wenig Platz an Bord haben. Mit nur 5,9 kg pro kWh ist das Batteriemodul deutlich leichter als marktübliche Batterien in der Schifffahrt und lädt zudem besonders schnell. Der Compass Core wurde für Schiffsprojekte optimiert, bei denen das Budget sehr limitiert ist.

Besonders sicher durch modulintegrierte Schutzmechanismen

„Das Batteriemodul Kaptein Compass Core hat alle RINA-Tests für die Typgenehmigungszertifizierung von Lithium-Batteriesystemen bestanden“, berichtet Patrizio Di Francesco, North Europe Special Projects Manager und Leitender Ingenieur bei RINA Deutschland in Hamburg. „Die Schutzkonzepte von TESVOLT OCEAN sind durchdacht integriert und leisten einen wichtigen Beitrag zur Systemsicherheit an Bord. Bei kritischen Temperaturen der Batterie greift ein mehrstufiges Schutzsystem. Das Batteriemodul hat sich auch als äußerst robust erwiesen.“

Lädt sehr schnell und ist besonders leicht

„Die RINA hat hohe Standards und arbeitet für über 100 Flaggenbehörden weltweit, ist also sehr erfahren in der technischen Überprüfung von Schiffskomponenten. Umso mehr freuen wir uns, dass der Kaptein Compass Core die Zulassung für die Binnen- und Seeschifffahrt durch die RINA erhalten hat und ab sofort quasi in See stechen kann“, sagt Frank Richter, Portfolio Manager bei TESVOLT OCEAN. „Tatsächlich ist der Bedarf nach passenden, sicheren Batteriesystemen für saubere Schiffsantriebe sehr groß, weil immer mehr Häfen Schiffen ohne sauberen Antrieb die Einfahrt nicht mehr erlauben. Es gibt zwar etliche Batteriesysteme auf dem Markt, aber sie sind alle schwerer als der Kaptein Compass Core und laden meistens sehr langsam.“ Der Kaptein Compass Core bietet mit 4 C die höchste C-Rate, die es in der maritimen Industrie bislang gibt.

Optimiert für Schiffe mit wenig Platz 

Die Compass Core Batteriemodule können – wie auch die anderen Batteriemodule von TESVOLT OCEAN – einzeln und in jedem Winkel im Schiff montiert werden. Mit ihren 60,5 cm Länge und einer Höhe von 14,9 cm passen sie in nahezu jede Nische. Auch auf dem Boden können die vibrationsfesten Batteriemodule verlegt und anschließend betreten werden. Dank ihres geringen Gewichts lassen sich die Compass Core Batteriemodule von zwei Personen tragen und so – ohne Kran – in schwer zugänglichen Schiffsbereichen installieren. Für das Batteriesystem reicht außerdem eine Kühlung durch die Umgebungsluft aus – auch das vereinfacht die Installation und sorgt für geringere Wartungskosten.

 

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Everllence bestätigt erfolgreichen Betrieb des weltweit ersten ethanolbetriebenen Zweitaktmotors

Everllence hat den erfolgreichen Betrieb eines ME-LGIM-Motors (Liquid Gas Injection Methanol) mit 90 cm Bohrung in Japan bestätigt – mit Ethanolbetrieb bei allen Lastpunkten.

Bereits vor über einem Jahrzehnt leistete Everllence mit der Entwicklung der ME-LGIM-Plattform Pionierarbeit. 2016 wurde dann der erste kommerzielle Methanolmotor im Tankersegment in Betrieb genommen. Aufgrund der Erfahrungen mit diesen Motoren hat Everllence im Jahr 2021 sein Portfolio an Methanolmotoren erweitert – mit dem ersten ME-LGIM-Motor für ein Schiff außerhalb des Methanol-Carrier-Segments. Damit unterstreicht der ME-LGIM seine vorherrschende Stellung als meistverkaufter Methanolmotor in allen Schiffssegmenten mit mehr als 225 Bestellungen für Neubauten und mehr als 50 Motoren im Betrieb.

Nach dem erfolgreichen Testbetrieb mit Ethanol verfügt Everllence nun über eine weitere Erweiterung der ME-LGIM-Plattform: einen voll funktionsfähigen Motor, der die Einsatzfähigkeit von Ethanol eindrucksvoll belegt.

Ole Pyndt Hansen – Senior Vice President, Head of Two-Stroke R&D, Everllence – sagt: „In den letzten Jahren ist das Interesse des Marktes an Ethanol stetig gewachsen. Wir setzen alles daran, diese Signale wahrzunehmen und arbeiten daher bereits seit geraumer Zeit an entsprechenden Konzepten, was uns heute eine solide technische Grundlage bietet. Mit dieser neuesten Entwicklung verfügen wir nun über technische Praxiserfahrung mit einem Motor im Betrieb, was uns einen Schritt weiterbringt. Unsere Daten bestätigen unsere frühere Annahme: Der ME-LGIM-Motor funktioniert einwandfrei mit Ethanol.“

Bjarne Foldager – Head of Two-Stroke Business, Everllence – fügt hinzu: „Es ist ein stolzer Moment, eine weitere Weltneuheit bei Everllence zu erleben und erneut auf die langjährige Tradition und Ingenieurskunst unseres Unternehmens zurückgreifen zu können. Wir haben bereits fünf Dual-Fuel-Technologien im praktischen Einsatz sowie einen mit Ammoniak betriebenen Motor, der kurz vor der Markteinführung steht. Unsere internationale Führungsposition in der Entwicklung von Zweitakt-Schiffsmotoren verpflichtet uns in besonderer Weise, neue Technologien zu entwickeln und Präsenz auf allen Märkten zu zeigen, um unsere Bemühungen für die Dekarbonisierung der globalen maritimen Industrie voranzutreiben. Nun benötigen wir neben einer Gesetzgebung, die Ethanol als Kraftstoff berücksichtigt, auch eine entsprechende Nachfrage. Bei Everllence werden wir den Markt genau beobachten.“

Michael Petersen – Senior Vice President, Head of PrimeServ Denmark – Everllence ergänzt: „Der erfolgreiche Abschluss der Testphase in Japan bedeutet, dass wir einer Nachrüstungslösung mit Ethanol als Kraftstoff sehr viel näher gekommen sind, insbesondere für die S90-Motoren, die bereits mit der ME-LGIM-Motorentechnologie ausgestattet sind, genau wie unsere erfolgreichen ME-GI-, ME-LGIP- und ME-LGIM-Nachrüstungen. Daher erwarten wir mit Spannung wie der Markt auf Ethanol reagieren wird, nicht nur hinsichtlich Rentabilität, sondern auch hinsichtlich Betrieb und Bunkerungsmöglichkeiten. Im Allgemeinen wird die Einführung einer ethanolbasierten Nachrüstungslösung auch jenen Kunden, die sich auf ihrem Weg zum Erreichen des Netto-Null-Ziels nach IMO für Alkohol als alternativen Kraftstoff entschieden haben, eine ähnliche Technologiereife und Leistungsfähigkeit bieten wie denen, die direkt aus unserem bestehenden Motorenportfolio wählen.“ 

https://www.everllence.com/company/press-releases

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Effiziente Seeraumüberwachung durch neues Betreibermodell der NVL
  • Mit dem speziell entwickelten Betreibermodell ISR as a Service by NVL (ISR – Intelligence, Surveillance, Reconnaissance) bietet die NVL den Sicherheitsbehörden Deutschlands und weiterer NATO-Staaten sowie kommerziellen Kunden eine effektive und schnell verfügbare Lösung zur gezielten und dauerhaften Überwachung vordefinierter Seegebiete durch marktverfügbare unbemannte Boote (USV – Unmanned Surface Vessels)
  • Die mit modernster Sensorik erfassten Daten werden durch die NVL in einem Datenzentrum zusammengeführt und dem Kunden im Anschluss für eine umfassende Lagebilderstellung und Anomalieerkennung zur Verfügung gestellt
  • Beschaffung, Betrieb und Wartung der USVs werden von der NVL gewährleistet und reduzieren entsprechend den Personal- und Materialbedarf auf Kundenseite
  • Mit dem ISRaaS-Betreibermodell bietet die NVL dem Kunden eine gezielte Unterstützung bei der Erstellung eines umfassenden Lagebildes und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland, der NATO-Staaten und der Zivilbevölkerung

 

Die Bedrohungslage durch Sabotage- und Spionageaktivitäten in der Nord- und Ostsee nimmt massiv zu. Um den Seeraum effizient und kontinuierlich 24/7 zu überwachen und insbesondere die Schifffahrtsrouten und die kritische Infrastruktur zu schützen, ist die Erstellung eines umfassenden Lagebildes notwendig. Dies erfordert von der Bundesrepublik Deutschland und kommerziellen Kunden enorme Kapazitäten und personelle Ressourcen, die künftig vor allem mithilfe unbemannter Systeme entlastet werden sollen.

Ein vielversprechender Lösungsansatz ist das ISRaaS-Betreibermodell: Die NVL nutzt marktverfügbare USVs, welche für die Bedarfe von Kunden in den Bereichen Militär, Sicherheitsbehörden und kritischer Infrastruktur konfiguriert sind. Über ein intelligentes Einsatzmodell patrouillieren die durch die NVL betriebenen USVs in Gebieten, die vom Auftraggeber vorab festgelegt wurden. Parallel zeigen sie Präsenz, erkennen Anomalien und sammeln sensorische Daten. Die von den USV erfassten Daten werden dem Kunden zur Erstellung eines umfassenden Lagebildes über standardisierte Schnittstellen oder einem Kundenportal zur Verfügung gestellt. Das innovative ISRaaS-Betreibermodell leistet einen essenziellen Beitrag zum Schutz kritischer Infrastruktur sowie für Schifffahrtsrouten und damit für die Landes- und Bündnisverteidigung. Nach Vertragsabschluss ist das ISR as a Service by NVL bereits nach weniger als zwölf Monaten einsatzbereit. Mit diesem Modell wird die NVL auch dem Umstand gerecht, eine schnell umsetzbare Lösung für die sich zusehends verschärfende Bedrohungslage zu entwickeln.

Als langjähriger und zuverlässiger Partner der Deutschen Marine ist die NVL mit seinen Werftstandorten in allen deutschen Küstenländern und den bewährten NVL Services optimal für dieses Vorhaben ausgerüstet. Das ISR as a Service by NVL bietet eine schnelle Einsatzfähigkeit und eine hohe Verfügbarkeit der Systeme durch einen zuverlässigen Partner der Deutschen Marine. Spätere Ausbaustufen könnten zum Beispiel mit Hilfe von künstlicher Intelligenz ein integriertes Multi-Domain-Lagebild liefern. Zudem lässt sich das Modell auch für zivile Betreiber von Offshore-Windparks oder Ölplattformen anwenden, die gesetzlich verpflichtet sind, für den Schutz ihrer Anlagen Sorge zu tragen. Die USVs werden in der EU hergestellt und sind dort auch bereits im Einsatz.

„Als führendes Systemhaus im Überwasserschiffbau sind wir bereits seit Jahren in der Erforschung und Entwicklung unbemannter und autonom fahrender Systeme aktiv. Unsere Erkenntnisse und Erfahrungen setzen wir gezielt dazu ein, das ISRaaS-Betreibermodell in kürzester Zeit auszuarbeiten, hochzufahren und unsere Sicherheitsbehörden effektiv beim Schutz unseres Landes zu unterstützen“, erklärt Tim Wagner, CEO der NVL. „Wir kooperieren auf diesem Gebiet bereits heute mit deutschen und europäischen Technologiepartnern und verfügen über ein entsprechend umfassendes Netzwerk und das notwendige Know-how, um diese kosteneffektive Lösung für unbemannte Systeme zügig in die Umsetzung zu bringen.“

Zur Veranschaulichung finden Sie unter folgendem Link ein Video zum ISR as a Service by NVL: https://nvl.de/de/isr-service-nvl

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Lürssen verkauft Marinesparte NVL an Rheinmetall – Bewusster Schritt zur Stärkung der deutschen Verteidigungsindustrie
(c) NVL

Wie das Unternehmen heute bekanntgegeben hat, plant Rheinmetall alle Standorte und Mitarbeitenden der NVL zu übernehmen und sie mitsamt ihrem bisherigen Management als eigene Division in den Rheinmetall-Konzern zu integrieren und weiterzuentwickeln. Mit dem Verkauf, der in den nächsten Wochen – vorbehaltlich der Genehmigung durch die Wettbewerbsbehörden – formal abgeschlossen werden soll, möchte Lürssen ein Zeichen der Stärke setzen und den Weg für die politisch seit langem gewünschte Konsolidierung in der deutschen Verteidigungsindustrie ebnen.
Friedrich Lürßen, Geschäftsführender Gesellschafter der Lürssen Maritime Beteiligungen GmbH & Co KG, erklärt: „Insbesondere vor dem Hintergrund der verschärften Bedrohungslage halten wir eine Konsolidierung innerhalb der Verteidigungsindustrie für notwendig und sinnvoll. Nur so lässt sich eine schnelle Wehrfähigkeit unseres Landes sicherstellen. Mit dem Verkauf der NVL an Rheinmetall schaffen wir nun die Voraussetzung für einen leistungsfähigen Defence-Champion mit breit gefächerter Systemkompetenz. Wir freuen uns, mit Rheinmetall einen vertrauensvollen und starken Partner gefunden zu haben, der NVL und ihren Mitarbeitenden eine erfolgreiche Zukunft sichern kann.“
Sein Vetter Peter Lürßen, ebenfalls Geschäftsführender Gesellschafter der Lürssen Maritime Beteiligungen GmbH & Co KG, ergänzt: „Die Gespräche der letzten Wochen haben gezeigt, dass die Chemie zwischen unseren Unternehmen stimmt und wir ähnliche Werte haben. Uns ist es wichtig, unsere Marinesparte, unser technologisches Know-How und vor allem die rund 2.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der NVL in gute und verlässliche Hände zu geben.“
In den vergangenen Jahren hat sich die Komplexität der Führungs- und Waffensysteme massiv erhöht, vor allem, da die Schiffe immer mehr im Verbund mit anderen Einheiten vernetzt und durch autonome Einheiten in der Luft, auf dem Wasser und unter Wasser ergänzt werden. Das erfordert eine weitreichendere Integration solcher Waffensysteme als bisher. Mit der Übernahme entsteht ein Nukleus für eine neue, wachstumsstarke Marine-Division von Rheinmetall.
Lürssen wird sich nach dem NVL-Verkauf weiter dem Yachtbau widmen und dort gezielt die technologischen Entwicklungen vorantreiben.

https://nvl.de/de/presse

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DNV: Energiewende erreicht Schlüsselmoment: Flotte drückt bei Umrüstung aufs Tempo – Versorgung hinkt hinterher

Bis 2030 könnte die mit alternativen Treibstoffen betriebene Flotte jährlich bis zu 50 Millionen Tonnen Öläquivalent (Mtoe) emissionsarmer Kraftstoffe verbrauchen – das Doppelte dessen, was laut Schätzungen nötig wäre, um das Emissionsziel 2030 der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) zu erreichen. Aktuell liegt der tatsächliche Verbrauch an emissionsarmen Treibstoffen bei lediglich 1 Mtoe. Diese wachsende Kluft zwischen Kapazität und tatsächlicher Nutzung zeigt, wie stark sich die Branche engagiert und wie dringend Treibstoffhersteller und Infrastrukturentwickler die Versorgung ausbauen müssen, um mit der Einsatzbereitschaft der Flotte Schritt zu halten.

„Die Weichen für die nächste Phase der maritimen Energiewende sind gestellt“, sagt Knut Ørbeck-Nilssen, CEO von DNV Maritime. „Das ‚Net-Zero Framework‘ der IMO hat Schwächen und es braucht dringend mehr Klarheit, wie die eingenommenen Gelder verwendet werden. Dennoch beeinflusst es bereits Investitionsentscheidungen, operative Weichenstellungen und Treibstoffstrategien in der gesamten Branche. Reeder werden ihre strategischen Prioritäten basierend auf dem IMO-Treffen im Oktober anpassen, das die Grundlage für die kommenden Jahre und Jahrzehnte legen wird.“

Die neunte Ausgabe des „Maritime Forecast to 2050“ von DNV liefert eine umfassende Analyse der Kraftstoffe, Technologien und Vorschriften, die die Zukunft der Schifffahrt prägen, und unterstützt Entscheidungsträger dabei, die nächste Phase der Energiewende zu meistern.

Der Bericht schlägt mehrere Lösungen vor, die dazu beitragen können, die Lücke zwischen Flottenbereitschaft und Kraftstoffversorgung zu schließen: 

Die Nutzung der bestehenden Infrastruktur für emissionsarme Kraftstoffe wie Biodiesel und Bio-LNG in Verbindung mit flexiblen Modellen zur Rückverfolgung entlang der Lieferkette kann den Zugang zu diesen Kraftstoffen erheblich erleichtern und die Herstellung und ihren Einsatz fördern und beschleunigen.

·    An Neubauten werden verstärkt Energieeffizienz-Maßnahmen durchgeführt, was die Emissionen umgehend senkt und neue Infrastruktur- oder Lieferketten-Anpassungen überflüssig macht.

·    Die CO2-Abscheidung an Bord (OCC) gewinnt an Bedeutung, vor allem bei großen Schiffen mit ausreichend Platz. Wie Modellrechnungen in unserem Bericht zeigen, ließen sich jährlich bis zu 75 Millionen Tonnen abgeschiedenes CO2 entfernen, wenn 20 große Häfen mit der entsprechenden CO2-Entladeinfrastruktur ausgestattet würden. So könnte der Bedarf an 25 Mtoe an emissionsarmen Treibstoffen wegfallen – die Menge, die das IMO-Basisziel für 2030 verlangt.

·    2025 könnte die maritime Windenergie ihren Durchbruch feiern: Windunterstützte Antriebe (WAPS) werden immer häufiger kommerziell genutzt und sollen den Kraftstoffverbrauch bestimmter Schiffe um 5–20 % reduzieren, berichten Eigner, Betreiber und Hersteller.

„Die Branche hat in den vergangenen Jahren echte technische Fortschritte erzielt“, sagt Eirik Ovrum, Hauptautor des Berichts. „Bislang agieren diese Lösungen aber getrennt voneinander. Um Wirkung zu erzielen, müssen sie in Flottenstrategien integriert, durch Infrastruktur unterstützt und in den Compliance-Rahmenwerken anerkannt werden. Genau darauf sollte sich die nächste Phase der Arbeit richten.“

Der diesjährige „Maritime Forecast to 2050“ ruft alle Branchenakteure dazu auf, sich frühzeitig vorzubereiten und alle kosteneffizienten Wege zu prüfen – im Wissen, dass die Compliance-Strategien je nach Schiffstyp, Einsatzprofil und regulatorischem Umfeld unterschiedlich ausfallen werden.

https://www.dnv.com/maritime/maritime-forecast/?utm_source=pressrelease&utm_medium=german&utm_campaign=ma_25q3_glob_publ_maritime_forecast&utm_id=701bH00000Ny35rQAB

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Alternative fuels orderbook shows resilience amid overall decline in newbuild market

A total of 151 alternative-fuelled vessels were ordered in the first half of 2025, slightly behind the 179 orders placed during the first six months of 2024. Even so, the overall GT has increased markedly, showing a 78% year-on-year growth driven mainly by activity in the container segment, but with notable orders also in the bulker, tanker and RoPax segments. This concentration suggests that some of the industry’s most commercially exposed and operationally complex segments are now leading the charge, reinforcing the view that alternative fuels are no longer a fringe strategy, but a mainstream investment decision.

Knut Ørbeck-Nilssen, CEO Maritime at DNV, commented: “We’re seeing a broader shift take hold across the industry. The energy transition is no longer driven solely by first movers, it’s now being shaped by a second wave of shipowners who are integrating alternative fuels and technologies into their core strategies. Even in a slower newbuild market, fuel choices are diversifying, and decarbonization is becoming embedded in everyday decision-making. We expect that fuel choices and energy efficiency investments will accelerate as the regulatory framework becomes clearer over the next 4-10 months."

LNG was the clear fuel of choice, accounting for 87 new vessels ordered, totaling 14.2 million GT so far in 2025. The fuel remains dominant in the container segment, with 13.6 million GT (81 vessels). Methanol has also shown strong momentum, with 4.6 million GT (40 vessels) ordered across the container, RoPax, tanker, offshore, and car carrier segments. 

Ammonia and hydrogen, while still niche, continue to register activity, suggesting early-stage confidence in their long-term potential. Three ammonia-fuelled were added to the orderbook, primarily in the tanker and general cargo segments (37.000 GT total). Hydrogen made a return with four vessels (114.000 GT) currently on order.

Jason Stefanatos, Global Decarbonization Director at DNV, added: “The data reflects a sector that is actively recalibrating. We’re not seeing a slowdown in ambition, but rather a more measured approach to investment—one that balances optionality, compliance readiness, and long-term fuel strategy. As shipowners weigh compliance strategies, the upcoming fuel intensity rules, which form part of the IMO’s Net-Zero Framework, are expected to accelerate this shift. We’re watching closely to see how this will be reflected in future ordering behavior, particularly as fuel availability and infrastructure evolve, and we get further regulatory clarity when IMO’s lifecycle assessment guidelines are decided.”

Supporting infrastructure is also evolving in parallel with vessel investments. In the first half of 2025, 13 LNG bunkering vessels were ordered, compared to 62 in operation globally, with February marking the strongest month for this segment with eight orders. This growth reflects a steady alignment between alternative-fuelled vessel orders and the supporting logistics required to scale their use, particularly for LNG, where bunkering capacity is becoming a critical enabler of continued adoption.

DNV’s AFI platform is free to use. https://www.dnv.com/maritime/

Inhaltsverzeichnis / Industrie-News
Rolls-Royce bringt neues flexibles mtu-Abgasnachbehandlungssystem für Schiffe auf den Markt
  • mtu Flex SCR ermöglicht Yachten, Schleppern und Fähren Einfahrt in emissionsgeschützte Gebiete
  • Platzbedarf der neuen SCR-Generation um 42 % verringert, Gewicht um 40 %, LCC um 15 %
  • Start in Kombination mit mtu-Motoren 16V 4000 M65L, weitere Versionen folgen

Rolls-Royce führt ab sofort neue noch flexiblere und kompaktere Abgasnachbehandlungssysteme in Kombination mit dem 16-Zylinder mtu-Motor der Baureihe 4000 für Yachten, Schlepper und Fähren ein. Der Platzbedarf konnte bei der neuen Generation der mtu-SCR (Selektive Katalytische Reduktion) -Systeme um bis zu 42 Prozent verringert werden und das Gewicht um knapp 40 Prozent. Weitere Vorteile sind eine erhöhte Lebensdauer des keramischen SCR-Materials (Substrate) auf 18.000 Betriebsstunden (abhängig vom Lastprofil) und um 15 Prozent verringerte Life-Cycle-Kosten. Rolls-Royce wird die neue Generation des mtu Flex SCR-Systems nach und nach auch für weitere mtu-Motoren anbieten.

„Dieses modulare neue Abgasnachbehandlungssystem kann noch besser auf den jeweiligen Bedarf unserer Kunden angepasst werden und bietet ihnen für ihre Fahrten in emissionsgeschützten Gebieten viele Vorteile“, erklärt Denise Kurtulus, Senior Vice President Global Marine bei Rolls-Royce Power Systems. Rolls-Royce hat sich in seiner Strategie das Ziel gesetzt, seine Kunden bei ihrem Geschäft mit nachhaltigen und effizienten Lösungen zu unterstützen.

Schiffe mit den integrierten Antriebssystemen (mtu-Motoren und SCR-Anlagen) in den Leistungsbereichen zwischen 2.176 bis 2.560 Kilowatt können damit in besonders emissionsgeschützten Gebieten (IMO Tier III) betrieben werden. Zu den IMO Tier III-emissionskontrollierten Zonen (ECA) gehören zum Beispiel die Ost- und Nordsee und die nordamerikanische Küste. Mit dem mtu-SCR-System werden die Stickoxid-Emissionen um 75 Prozent gegenüber den IMO-II-Grenzwerten reduziert.

Rolls-Royce ermöglicht seinen Kunden maximale Einbau-Flexibilität: Schiffsbetreiber können gegenüber dem bisherigen mtu-System mit der neuen Flex SCR bis zu 42 Prozent an Platz einsparen. Die Komponenten können je nach Bedarf horizontal, vertikal, stehend oder hängend im Maschinenraum installiert werden. Rolls-Royce hat auch das Gewicht des neuen Abgasnachbehandlungssystems um knapp 40 Prozent gegenüber dem bisherigen mtu Cube-Box-Produkt reduziert.

In puncto Flexibilität profitieren Werften und Schiffseigner außerdem von der Möglichkeit, die Dosierung des Reduktionsmittels ein- und ausschalten zu können. Das kann der Fall sein, wenn sie von einem emissionsregulierten Gebiet in ein anderes fahren. Es handelt sich um das bewährte aktiv geregelte System, in dem die Emissionen vor und hinter dem SCR-System laufend gemessen werden. Dadurch wird der optimale und vorschriftsgemäße Betrieb der Abgasnachbehandlung sowie eine minimale Dosierung des erforderlichen Reduktionsmittels sichergestellt.

Über Rolls-Royce Holdings plc

Rolls-Royce bewegt die Welt: Das Unternehmen entwickelt hochmoderne Energie- und Antriebssysteme, die Menschen verbinden, schützen und voranbringen. Ob in der Luft, zu Wasser oder an Land – die Lösungen von Rolls-Royce decken den steigenden Energiebedarf in einer zunehmend vernetzten Welt. Sie unterstützen Regierungen bei der technologischen Ausstattung ihrer Streitkräfte und liefern effiziente Technologien für die Industrie, Luftfahrt und Schifffahrt. 

Zum Konzern gehört auch Rolls-Royce Power Systems mit Sitz in Friedrichshafen. Unter der Marke mtu bietet das Unternehmen innovative Lösungen für die Energie- und Antriebstechnik – darunter schnelllaufende Motoren und Systeme für Schiffe, schwere Land- und Schienenfahrzeuge sowie für militärische Anwendungen. Das Portfolio reicht von fortschrittlichen Diesel- und Gasmotoren über Batterielösungen bis hin zu integrierten Energiesystemen für sicherheitskritische Anwendungen, Dauerstromversorgung, Kraft-Wärme-Kopplung und Microgrids. Mit mehr als 10.000 Mitarbeitenden weltweit treibt Power Systems aktiv die Energiewende voran.

Rolls-Royce ist heute in 48 Ländern vertreten und beliefert Kunden in über 100 Ländern. Dazu zählen Fluggesellschaften, Leasingunternehmen, Streitkräfte sowie Industrie- und Schifffahrtskunden. Durch ein mehrjähriges Transformationsprogramm stärkt das Unternehmen seine Wettbewerbsfähigkeit, Widerstandskraft und Zukunftsfähigkeit – und schafft die finanziellen Freiräume, um nachhaltige Technologien gezielt zu entwickeln und zur Marktreife zu bringen.

Zum 31. Dezember 2024 erzielte Rolls-Royce plc einen Jahresumsatz von rund 21 Milliarden Euro* (17,8 Milliarden brit. Pfund Sterling) und einen bereinigten operativen Gewinn von rund 2,9 Milliarden Euro (2,46 Milliarden brit. Pfund Sterling). Die Aktie ist an der Londoner Börse notiert (LSE: RR., ADR: RYCEY, LEI: 213800EC7997ZBLZJH69).

* Angaben in € informativ, umgerechnet mit konstantem Wechselkurs (Wechselkursfaktor 1,1812), Verbindlich sind die Angaben in brit. Pfund Sterling.
Mehr unter: www.rolls-royce.com

Inhaltsverzeichnis / CMT
Forschungsprojekt BIGBOND: Nachhaltige Klebtechnologien für maritime Großstrukturen

Mit dem Projekt „BIGBOND – Life-Cycle-Prozesse und Design-Konzepte für geklebte maritime Großstrukturen“ startete am 01. Juni 2025 im Rahmen des Maritimen Forschungsprogramms des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) ein innovatives Verbundvorhaben. Ziel ist es, den Einsatz von Klebtechnologien im Schiffbau deutlich zu erweitern und dadurch maritime Großstrukturen leichter, nachhaltiger und kreislauffähiger zu machen.

Die Center of Maritime Technologies gGmbH (CMT) bearbeitet im Projekt das Teilvorhaben „Modularisierung, Standardisierung und Process Engineering“. Hier werden Methoden zur Identifikation besonders geeigneter Bauteilarten entwickelt, standardisierte Bauteildesigns entworfen und branchentypische Fertigungs- sowie Logistikprozesse gestaltet. Ergänzend erfolgt eine umfassende Wirtschaftlichkeitsanalyse der Standardelemente und Demonstratoren. Weitere Aspekte umfassen die Analyse von Geschäftsszenarien für geschlossene Materialkreisläufe und den Austausch mit der maritimen Leichtbau-Community.

BIGBOND leistet einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung der maritimen Wirtschaft. Prognosen zufolge können durch die entwickelten Konzepte jährlich mehr als 17.000 Tonnen CO₂-Emissionen eingespart werden. Darüber hinaus trägt das Projekt zur Kreislaufwirtschaft bei, indem es Lösungen für das Recycling und die Wiederverwendung von Verbundwerkstoffen entwickelt.

Mehr Informationen zu BIGBOND finden Sie hier.

 

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ICMASS: Hochkarätige Konferenz zur autonomen Schifffahrt erstmals in Deutschland

Am 8. und 9. Oktober 2025 findet die 8. Internationale Konferenz zu Maritimen Autonomen Wasserfahrzeugen (ICMASS) in Hamburg und damit erstmals in Deutschland statt. Sie wird vom Fraunhofer-Center für Maritime Logistik und Dienstleistungen CML sowie der Deutschen Gesellschaft für Ortung und Navigation e.V. (DGON) gemeinsam veranstaltet.

Die zweitägige Konferenz bietet ein vielseitiges Programm mit einer großen Bandbreite zur Forschung und Entwicklung autonomer Wasserfahrzeuge. Als Keynote-Speaker wurden Jörg Kaufmann, Direktor des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH), Dr. Andreas Mues, Director Engineering bei der Anschütz GmbH sowie Lennart Swoboda, Leiter des Bereichs Autonomie bei der Bernhard Schulte GmbH & Co. KG gewonnen. Über 90 Präsentationen decken Themen von den technischen und regulatorischen Anforderungen für den Betrieb autonomer Schiffe bis hin zu den Herausforderungen für Häfen und Terminals sowie bei der Navigation im Umgang mit anderen Schiffen und Objekten im Wasser ab. Darüber hinaus werden Hindernisse für die Einführung von Maritime Autonomous Surface Ships (MASS) und Anforderungen an die Cybersicherheit erörtert, ebenso wie die Förderung einer guten (autonomen) Seemannschaft an Bord.

Forschung & Entwicklung trifft auf Industrie

Die Konferenz wird sich insbesondere auf MASS Technology und MASS Operations konzentrieren, aber auch spezielle Sessions zu den Themen MASS Business und Intelligent Ships and Smart Shipping (ISSS) bieten. Das ISSS ist Teil der ICMASS und hat einen eigenen Fokus: So wird es die neuesten Entwicklungen im Bereich digitaler maritimer Systeme hervorheben, darunter verbesserte Positionsresilienz, Sensorfusion für Situationsbewusstsein, die Integration von Schiff und Land über digitale Zwillinge und die Entwicklung intelligenter Navigationshilfen. Außerdem wird thematisiert, wie moderne digitale Technologien die Navigation, Sicherheit und Effizienz verändern und verbessern können.

Im Themenschwerpunkt MASS Technology werden die wichtigsten und neuesten Lösungen für die Umsetzung von Sensorik, Navigation und Betrieb vorgestellt und diskutiert. Wird sich schließlich eine Technologie durchsetzen oder werden sich unterschiedliche Ansätze nebeneinander behaupten können? Und nicht zuletzt: Wie kann die Sicherheit der autonomen Systeme gewährleistet werden?

Im Fokus des Betriebs autonomer Schiffe (MASS Operations) werden konkrete Ergebnisse von Tests, der Entwicklung und Gestaltung von Mensch-Maschine-Schnittstellen (MMS) sowie der Einbindung der Steuerung von Land vorgestellt. Besondere Schwerpunkte bzw. aktuelle Forschungsergebnisse betreffen die Anforderungen an Häfen, Antriebstechnologien, aber auch die Option der Steuerung und Lotsung von Land.

Praxisnahe Themen und Vernetzung

Wirtschaftliche Aspekte werden im Themenschwerpunkt MASS Business in Vorträgen zum kurzfristigen, aber auch strategischen Potenzial des Einsatzes von MASS sowie der Frage der Überleitung von singulären Entwicklungslösungen in einen innovativen Markt mit Zugang zu Investitionskapital adressiert.

Das neue Forum ISSS (intelligente Schiffe und smarte Schifffahrt) startet stark neben MASS Technology als zweitgrößter Bereich – mit neuen digitalen Entwicklungen in maritimen Systemen: Lösungen zu sicherer Positionierung, Situationsbewertung und Navigationsunterstützung streben danach, die Seeschifffahrt leichter und sicherer zu machen, als sie es heute ist.

Die Veranstaltung findet im Forschungsgebäude des Fraunhofer CML im Harburger Binnenhafen statt, das Einblicke in seine Labore ermöglicht, ergänzt durch eine Ausstellung innovativer Technologieanbieter. Ein Highlight der ICMASS 2025: Ein Teil der Konferenz findet auf einem Schiff statt, das am CML-Kai liegt und zum Abschluss der Konferenz in Richtung Hamburger Landungsbrücken ausläuft.

Rund 200 Teilnehmer aus Forschung und Wissenschaft, der maritimen Industrie, Technologieanbietern sowie Regulierungsbehörden und politischen Entscheidungsträgern werden zu dieser hochkarätigen Veranstaltung erwartet, die zahlreiche Möglichkeiten zum Austausch und Vernetzen bietet.

Eine Anmeldung ist noch bis einschließlich 19. September 2025 möglich.

Weitere Informationen: https://www.dgon-icmass.org/en/home
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Neuer Anschub für emissionsarmen Frachtsegler

Ein internationales Projekt zur Förderung der nachhaltigen Schifffahrt unter Beteiligung der Hochschule Emden/Leer wird fortgesetzt: Der emissionsarme Segelfrachter „Juren AE“, der als Versorgungsschiff zwischen den Marshallinseln im zentralen Pazifik im Einsatz ist, soll weiterentwickelt werden „Das Projekt wird verlängert, um weiter an der Technologie und Validierung des Konzeptes arbeiten zu können“, so Prof. Kapt. Michael Vahs vom Fachbereich Seefahrt und Maritime Wissenschaften der Hochschule.

„Wir werden die innovativen Elemente des Schiffes, insbesondere das Segelrigg sowie das batterie-elektrische System messtechnisch analysieren und verfeinern, um eine optimale Effizienz und betriebliche Robustheit zu erzielen. Dazu werden unsere Wissenschaftler im Pazifik an Bord gehen und die Reederei unterstützen“, so Vahs. Das Schiff wurde im Maritimen Technikum der Hochschule in Leer entwickelt, unter Aufsicht der Hochschule in Korea gebaut und im vergangenen Jahr für die erste Fahrt freigegeben. Durch sein neuartiges Konzept, das ein von der Brücke fernbedientes Drei-Mast-Indosail-Rigg, ein Photovoltaik-Batteriesystem, einen redundanten Propellerantrieb mit Rekuperationsfähigkeit sowie ein Ladungsumschlagssystem umfasst, ist das Schiff ideal für die Gegebenheiten auf Atollen und Inseln geeignet, wo die Treibstoffkosten hoch, die Hafeninfrastruktur begrenzt und zuverlässige Transportleistungen unerlässlich sind. „Leistungsmodelle zeigen ein Einsparpotenzial von Emissionen von bis zu 80 Prozent im Vergleich zu herkömmlichen Schiffen ähnlicher Größe“, so Vahs, der seitens der Hochschule mit dem Projekt betraut ist.

Besondere Aufmerksamkeit erfuhr es in der vergangenen Woche (15.08.2025). Der Generalsekretär der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO), Arsenio Domínguez, hatte im Zuge seiner offiziellen Mission im Pazifik eine Fahrt auf der Juren AE unternommen. Die Republik der Marshallinseln (RMI) hatte Domínguez in Majuro empfangen. In enger Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Verkehr, Kommunikation und Informationstechnologien und der Marshall Islands Shipping Corporation (MISC) sowie mit technischer Unterstützung durch das von der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) beauftragte Projekt „Low Carbon Sea Transport“ unterstrich der Besuch die besondere Rolle der Marshallinseln als globaler Vorreiter im Klimaschutz und regionaler Pionier im Bereich des nachhaltigen Seeverkehrs.

„Dieses Projekt zeigt, dass wir auf dem Weg zur Dekarbonisierung sind, dass die Technologie vorhanden ist und skaliert werden kann“, wird Domínguez in einer Mitteilung der GIZ zitiert. Als Prototyp für die zukünftige Insel-zu-Insel-Schifffahrt fungiert die Juren AE auch als Ausbildungsplattform und verdeutlicht die ehrgeizigen Klimaziele der Marshallinseln. Bei einem Treffen mit Hilda C. Heine, Präsidentin der Marshallinseln, betonten sie und Domínguez laut GIZ die Dringlichkeit, die globale Schifffahrt mit den Zielen des Pariser Abkommens in Einklang zu bringen. Wie es weiter in der Mitteilung heißt, bekräftigte Heine die Entschlossenheit ihrer Republik, die Emissionen der inländischen Schifffahrt bis 2030 um 40 Prozent zu senken und bis 2050 eine vollständige Dekarbonisierung zu erreichen.

Das Projekt „Low Carbon Sea Transport“ (LCST) wurde vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) in Auftrag gegeben und von der GIZ in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Verkehr, Kommunikation und Informationstechnologien der Marshallinseln, dem Finanzministerium, der Marshall Islands Shipping Corporation sowie regionalen und internationalen Partnern, zu denen auch die Hochschule Emden/Leer gehört, umgesetzt.

https://www.hs-emden-leer.de/quicklinks/fuer-alle/news

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Kompetenzen im Offshore-Sektor stärken

Angesichts der wachsenden Bedeutung der Offshore-Energieerzeugung und der damit verbundenen Herausforderungen für die Stromübertragung auf See haben die Hochschule Emden/Leer und die Amprion GmbH, einer der vier Übertragungsnetzbetreiber in Deutschland, eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Ziel der Partnerschaft ist es unter anderem, die Mitarbeitenden von Amprion im Bereich maritimer Wissenschaften weiterzubilden, um insbesondere Quereinsteigern einen Einblick in die speziellen maritimen Herausforderungen des Betriebes von komplexen Netzinfrastrukturen auf hoher See zu gewähren und einen optimalen Einstieg in den Beruf zu ermöglichen.

Die Energiewende setzt zunehmend auf Windkraftanlagen und andere Erzeugungsanlagen auf dem Meer. Die Übertragung der auf See erzeugten Energie an Land stellt jedoch besondere Anforderungen an die Netzbetreiber. Fragen der Logistik im regulären Betrieb sowie im Schadensfall, der Charterung spezialisierter Schiffe, der Anforderungen an Personal und Material sowie der Sicherung von Seekabeln gegen äußere Einflüsse sind wesentliche maritime Faktoren.

„Die Stromübertragung auf See ist ein komplexes Feld, das spezifisches Know-how erfordert", erklärt Prof. Dr. Marcus Bentin, Dekan des Fachbereichs Seefahrt und Maritime Wissenschaften. „Mit dieser Kooperation stellen wir sicher, dass die Mitarbeitenden von Amprion die bereits vorhandenen Kompetenzen um spezifische Kompetenzen im maritimen Bereich erweitern.“ Die Hochschule Emden/Leer bietet hierfür die ideale Expertise. Die Weiterbildungsmaßnahmen zielen darauf ab, das Verständnis für die spezifischen Bedingungen und Anforderungen der Seefahrt bei den Mitarbeitenden von Amprion zu vertiefen.

„Wir freuen uns sehr über diese Zusammenarbeit", so Hochschulpräsident Prof. Dr. Gerhard Kreutz. „Sie unterstreicht die Relevanz unserer maritimen Expertise für die Zukunft der Energieversorgung in Deutschland. Es ist eine Win-Win-Situation: Unsere Studierenden profitieren von den praxisnahen Einblicken, die Amprion bietet, und Amprion erhält hochqualifiziertes Personal mit dem nötigen maritimen Sachverständnis."

Besonders freute man sich über die Rückkehr eines ehemaligen Studenten: Philipp Bentrott, der vor fast zehn Jahren sein Nautikstudium an der Hochschule Emden/Leer abgeschlossen hat. „Für uns ist es eine große Freude, den Absolventen eine vielfältige und spannende berufliche Perspektive in der Welt des Übertragungsnetzes bieten zu können“ bekräftigt Bentrott. Seine Karriere verdeutlicht, dass sich die Möglichkeiten der beruflichen Weiterentwicklung für Nautiker nicht nur auf die Seefahrt beschränken.

Die Kooperation zwischen der Hochschule Emden/Leer und Amprion ist ein wichtiger Schritt, um die notwendigen Kompetenzen für den Ausbau der Offshore-Infrastruktur in Deutschland zu sichern und die Energiewende erfolgreich voranzutreiben.

https://www.hs-emden-leer.de/generische-seiten/dev/news

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FH Kiel entwickelt innovativen Entwicklungsprozess für Last-Drohnen

Lastdrohnen haben das Potenzial, das Transportwesen zu revolutionieren: Schon heute transportieren sie – wenn es besonders schnell gehen soll - Blutkonserven und Laborproben. Langfristig könnten sie Schiffe und Hubschrauber ergänzen, um Material auf Offshore-Plattformen, Windparks oder Bohrinseln zu bringen. Der Markt für Lastdrohnen wächst rasant. In einem gemeinsamen Projekt wollen die Fachhochschule Kiel und die TECCON Consulting & Engineering GmbH einen neuen integrierten Entwicklungsprozess entwickeln, mit dem sich Lastdrohnen mit einer Nutzlast bis zu 100 Kilogramm schnell und anwendungsorientiert konzipieren und produzieren lassen.
Baukastensystem soll Entwicklungskosten deutlich reduzieren


„Unser Ziel ist es, den gesamten Entwicklungsprozess – von der Konzeption über die Konstruktion bis hin zur Fertigung – so zu gestalten, dass er sich flexibel an wechselnde Anforderungen anpassen lässt“, sagt Projektleiter Prof. Dr.-Ing. Jochen Immel, Fachhochschule Kiel. „Dafür kombinieren wir simulationsgestützte Entwicklung, virtuelle Prototypen, intelligentes Softwaregenerierung und additive Fertigungstechnologien.“ Virtuelle Modelle ermöglichen bereits im Entwicklungsstadium Feedback der Kund*innen und fließen in die weitere Konstruktion ein: „Ein deutlicher Innovationssprung gegenüber herkömmlichen Entwicklungsverfahren“, so Immel.


Projektteam entwickelt zwei autonom operierende, flugfähige Prototypen


Im Rahmen des Projekts entstehen zwei flugfähige Prototypen: Einer in klassischer Bauweise aus carbonfaserverstärktem Kunststoff, ein zweiter in hochwertigen 3D-Druck-Verfahren mit neuartigen Faserverbundwerkstoffen. Damit testen die Entwickler*innen auch neue Leichtbaukonzepte, die die Energieeffizienz und Reichweite der Drohnen verbessern können - ein wichtiger Erfolgsfaktor für den wirtschaftlichen Betrieb in der maritimen und logistischen Branche.


Kombination von leichten Faserverbundstoffen und additiven Fertigungsverfahren


Die TECCON Consulting & Engineering GmbH bringt dabei fundiertes Know-how ein: von der aerodynamischen Fluggeräteentwicklung bis hin zu modernen Werkstoffen und Fertigungstechniken. Jörg Manthey, Director Business Development: „Unsere Aufgabe bei TECCON ist es, Innovationen aus der Materialforschung und Fertigungstechnik schnell in die Anwendung zu bringen. Die Entwicklung moderner leichter Faserverbundwerkstoffe und additive Fertigungsverfahren schafft hier völlig neue Möglichkeiten für die maritime und logistische Branche in Schleswig-Holstein. Unsere Erfahrungen aus Drohnenentwicklung und Luftfahrt werden diesem Projekt neue Impulse geben. Gemeinsam mit der FH Kiel gehen wir einen wichtigen Schritt, um Unternehmen in der Region für die Zukunft der Luftlogistik zu rüsten – mit praxistauglichen, nachhaltigen Lösungen.“


Regionale Bedeutung und Ausbildung


Mit der Schaffung von Kompetenzen im Bereich CO₂-neutraler Lufttransportlösungen stärken die FH Kiel und ihr Projektpartner die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen in Schleswig-Holstein. Zudem werden die gewonnenen Erkenntnisse systematisch in die ingenieurwissenschaftlichen Studiengänge von Schleswig-Holsteins größter Hochschule für angewandte Wissenschaften integriert und fördern so die Ausbildung qualifizierter Fachkräfte am Standort Kiel. „Das Projekt leistet einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Mobilität in Schleswig-Holstein, indem es praxisnahe und flexible Lösungen für Anwendungen in der Region – von der Offshore-Versorgung bis hin zur medizinischen Logistik – entwickelt“, ist Prof. Immel überzeugt. „Gleichzeitig fördern wir damit den Technologietransfer in eine wachstumsstarke Zukunftsbranche.“

https://www.fh-kiel.de/pressemitteilungen/

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Zeppelin Power Systems GmbH erhält BSFZ-Siegel

Hamburg, 01. Oktober 2025. Für den Brennstoffzellen-Stromerzeuger, den das Unternehmen erst im Mai im Beisein des Ersten Bürgermeister Hamburgs, Dr. Peter Tschentscher, offiziell eingeweiht hatte, hat Zeppelin Power Systems nun das BSFZ-Siegel erhalten. Mit diesem Siegel bestätigt die Bescheinigungsstelle Forschungszulage die Forschungs- und Innovationskompetenz des Unternehmens.

Das BSFZ-Siegel gilt als Beleg für unternehmerische Innovationskompetenz. Es wird an Unternehmen vergeben, deren Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten durch mindestens eine Bescheinigung als förderbar bestätigt wurden. Zeppelin Power Systems hat diese durch die Entwicklung eines baustellen- und seetauglichen Brennstoffzellen-Stromerzeugers erreichen können, der im Mai offiziell am Standort Hamburg eingeweiht wurde.

Das entwickelte Stromaggregat, ein halber 20-Fuß-Container, ausgestattet mit einer PEM-Brennstoffzelle, einer Lithium-Ionen-Batterie und Stromabgängen für CEE-Steckergeräte oder Festverdrahtung, wird mit Wasserstoff betrieben und bietet so eine emissionsfreie Art der Stromerzeugung. Als hybrides Brennstoffzellen- und Batterie-System ist es für zahlreiche Industrieanwendungen geeignet und kann unter anderem im stationären und maritimen Bereich oder auch im Bereich der Notstromversorgung zum Einsatz kommen.

Im Zusammenhang mit weiteren Forschungsprojekten wurde hiermit das Know-how für die Anwendung von Brennstoffzellensystemen auch in anderen Bereichen geschaffen. Damit unterstreicht Zeppelin Power Systems seine Mission, den technologischen Wandel zu gestalten.

„Seit rund drei Jahren arbeiten wir an dieser Lösung“, so Keno Leites, Leiter des Brennstoffzellenkompetenzzentrums bei Zeppelin Power Systems. „Dass wir in diesem Jahr nicht nur den Meilenstein der offiziellen Einweihung erreicht, sondern auch dieses Siegel erhalten haben, ist eine tolle Leistung.“

„Mit dem Siegel können wir nun auch nach außen deutlich zeigen, wie viel Innovationskraft in uns steckt“, ergänzt Frank Hartmann, Leiter Produktmanagement bei Zeppelin Power Systems. „Es belegt die innerbetriebliche FuE-Leistung unseres Unternehmens – eine Teamleistung, auf die wir stolz sein können.

Über Zeppelin Power Systems

Zeppelin Power Systems ist einer der führenden Anbieter für Antrieb und Energie. Das Unternehmen gehört zum international erfolgreichen Zeppelin Konzern. Zeppelin ist weltweit in 29 Ländern mit über 12.000 Mitarbeitenden vertreten. Im Geschäftsjahr 2024 hat Zeppelin einen Umsatz von 3,8 Milliarden Euro erwirtschaftet. Mit einer im Jahr 2025 abgeschlossenen Akquisition konsolidiert sich der Umsatz auf über 5 Milliarden Euro. Seit 1954 ist Zeppelin Power Systems exklusiver Vertriebs- und Servicepartner für Motoren von Caterpillar. Mehr als 2.000 qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bieten individualisierbare, hocheffiziente und langlebige Systemlösungen und umfassende Serviceleistungen für die Bereiche Industrie- und Marineanwendungen, Öl- und Gasindustrie, Schienenfahrzeuge sowie Strom- und Wärmeerzeugung. Digitale Produkte, Systemkomponenten und fertige Lösungen zur Behandlung von Ballastwasser komplettieren das Portfolio.

Über den Zeppelin Konzern

Der Zeppelin Konzern bietet umfassende Lösungen in den Bereichen Bau, Agrar, Recycling, Energie und Industrie: vom Vertrieb und Service von Maschinen bis hin zu Miet- und Projektlösungen sowie zu Engineering, Anlagenbau und Antriebssystemen. Zeppelin ist weltweit in 29 Ländern mit über 12.000 Mitarbeitenden vertreten. Im Geschäftsjahr 2024 hat Zeppelin einen Umsatz von 3,8 Milliarden Euro erwirtschaftet. Mit einer im Jahr 2025 abgeschlossenen Akquisition konsolidiert sich der Umsatz auf über 5 Milliarden Euro. Der Konzern organisiert seine Zusammenarbeit in vier Strategischen Geschäftseinheiten (Baumaschinen, Rental, Power Systems, Anlagenbau). Die Zeppelin GmbH ist die Holding des Konzerns mit juristischem Sitz in Friedrichshafen und der Zentrale in Garching bei München. Die Zeppelin Stiftung ist neben der Zeppelin Luftschiffbau GmbH Gesellschafter der Zeppelin GmbH.

Weitere Informationen unter zeppelin.com.

 

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Everllence, ABB und OceanWings bündeln Kräfte, um gemeinsam nachhaltige Antriebskonzepte zu entwickeln

Absichtserklärung mit Schwerpunkt auf Konzept für LNG-Tanker

Auf der GasTech 2025 in Mailand hat Everllence zusammen mit ABB, einem weltweit führenden Technologieunternehmen im Bereich Elektrifizierung und Automatisierung, und OceanWings, einem weltweit führenden Anbieter von windunterstützten Antriebssystemen, eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding, MoU) unterzeichnet. 

In der Absichtserklärung wird als Ziel die gemeinsame Entwicklung eines optimierten Antriebskonzepts formuliert, das auf dem vorhandenen (drehzahlvariablen dieselelektrischen) DFE+-Konzept von Everllence und ABB basiert und Folgendes ermöglicht:

  • Hohe Motoreffizienz, auch bei Teillast
  • Flexibilität im Betrieb durch mehrere Motoren
  • Zukünftige Integration nachhaltiger Energiequellen wie Batterien und Brennstoffzellen

Angesichts zunehmend strengerer Emissionsvorschriften sowie steigendem Kostendruck und der technologischen Reife windunterstützter Antriebssysteme (WAPS) möchten die Partner die Vorteile der Kombination von WAPS mit DFE+ aufzeigen.

Die bewährte Flügelsegel-Technologie von OceanWings verfügt über eine Adaptive Trimming-Funktion. Diese optimiert die Segelposition kontinuierlich, indem sie das aerodynamische Profil jedes Schiffes und alle aerodynamischen Wechselwirkungen berücksichtigt.

Romain Grandsart, COO von OceanWings, sagt: „LNG-Tanker sind schnelle Schiffe und verbringen in der Regel 70 % ihrer Zeit auf See. Dies ist ideal, um den Wind und das volle Potenzial der starren Flügelsegel von OceanWings zu nutzen. In Kombination mit einem optimierten Antrieb mit einem hocheffizienten, drehzahlvariablen DFE+-Motor ermöglicht dies eine Kraftstoffersparnis im hohen zweistelligen Bereich und eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen.“

Rune Lysebo, Strategische Marktentwicklung bei ABB Marine & Ports, fügt an: „Wir bei ABB sind der Ansicht, dass die Flexibilität unseres hybriden elektrischen Antriebssystems gut zum variablen Beitrag der Windenergie passt. Durch den Einsatz der fortschrittlichen Strom- und Energielösung von ABB können wir die Betriebseffizienz des Schiffes optimieren.“

Dominik Thoma, Global Manager LNG Cargo, Everllence, ergänzt: „Während das WAPS aufgrund schwankender Windverhältnisse einen stark variablen Antriebsbedarf mit sich bringt, bietet der DFE+-Antrieb eine präzise Laststeuerung und operative Flexibilität und ist hervorragend geeignet, die variablen und intermittierenden Leistungsbeiträge von windunterstützten Systemen nutzbar zu machen. In Verbindung mit intelligenten Energiemanagementsystemen und Adaptive Trimmung sehen wir ein erhebliches Potenzial für weniger Emissionen und geringere Betriebskosten.

Der Schwerpunkt der Zusammenarbeit wird zunächst auf einem zukunftsfähigen Konzept für LNG-Tanker liegen, wobei weitere Anwendungen im Frachtsegment geplant sind. Die Partner erkennen ein erhebliches Potenzial im Langstreckenbetrieb, für Schiffe mit ausreichender Deckfläche für Flügelsegel sowie für Antriebssysteme, die hochflexibel sein müssen. Die Zusammenarbeit möchte darüber hinaus auch eine erhebliche Senkung der OPEX- und CAPEX-Kosten für Schiffdesigns der nächsten Generation erzielen.

Über ABB

ABB ist ein führendes Technologieunternehmen in den Bereichen Elektrifizierung und Automation, das eine nachhaltigere und ressourceneffizientere Zukunft ermöglicht. Durch die Verbindung von technischer Expertise und Digitalisierung sorgt ABB dafür, dass Industrien hohe Leistungen erbringen und gleichzeitig effizienter, produktiver und nachhaltiger werden, um ihre Ziele zu übertreffen. Bei ABB nennen wir das «Engineered to Outrun». Das Unternehmen blickt auf eine über 140-jährige Geschichte zurück und beschäftigt mehr als 110.000 Mitarbeitende weltweit. Die Aktien von ABB sind an der SIX Swiss Exchange (ABBN) sowie an der Nasdaq Stockholm (ABB) kotiert.
www.abb.com

Über OceanWings

OceanWings ist ein Industrieunternehmen, das windunterstützte Antriebssysteme (WAPS) entwickelt und liefert. Diese ermöglichen der Schifffahrtsindustrie, Emissionen zu reduzieren, Betriebskosten zu senken und den langfristigen Wert ihrer Investitionen zu schützen. Die innovativen und skalierbaren Lösungen von OceanWings reduzieren Kraftstoffverbrauch und Emissionen zwischen 15 % und 50 %, je nach Schiffstyp, Route und Betriebsbedingungen. Es ist keine spezielle Infrastruktur erforderlich: OceanWings nutzt den kostenlosen Wind und bietet eine erstklassige Amortisationszeit von maximal fünf Jahren, abhängig von Schiff und Kraftstoff.

www.oceanwings.com

www.everllence.com/de/company/pressemitteilungen

 

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Spatenstich für neues HVDC-Qualifizierungs-zentrum in Winterbach - PFISTERER investiert 30 Millionen Euro in Zukunftstechnologie

Winterbach, Deutschland - Die PFISTERER Holding SE hat im September mit einem feierlichen Spatenstich den Bau eines neuen HVDC-Qualifizierungszentrums am Hauptsitz in Winterbach gestartet. Mit einer Investition von rund 30 Millionen Euro schafft das Unternehmen eine hochmoderne Einrichtung zur Entwicklung und Prüfung von Kabelgarnituren und -systemen. Die Fertigstellung ist für das erste Halbjahr 2027 geplant.

SCHLÜSSELKOMPONENTE FÜR ZUKUNFTSTECHNOLOGIE
Das neue HVDC-Qualifikationszentrum, bestehend aus Hochspannungsprüffeld und Materialentwicklungslabor, ermöglicht Entwicklungs-, Typ- und Routineprüfungen, um Kabelgarnituren und -systeme für den Einsatz in den höchsten Spannungsebenen zu qualifizieren. Damit verkürzt PFISTERER Innovationszyklen, stärkt seine HVDC-Kompetenzen und unterstützt weltweit den schnellen Ausbau zukunftsfähiger Energienetze.

„Die Hochspannungsgleichstromtechnik ist das Rückgrat der Energieversorgung von morgen. Mit dieser Investition sichern wir unsere technologische Führungsrolle und leisten einen wichtigen Beitrag zur Energiewende“, betont Dr. Konstantin Kurfiss, Mitglied des Vorstands der PFISTERER Gruppe.

STÄRKUNG FÜR REGION UND STANDORT DEUTSCHLAND
Das Projekt sichert bestehende Arbeitsplätze, schafft Perspektiven für hochqualifizierte Fachkräfte und unterstreicht die Bedeutung des Standorts Winterbach im internationalen Wettbewerb. Landrat Dr. Richard Sigel sagte dazu: „Unsere Industrie ist ein Garant für hohe Lebensqualität im Rems-Murr-Kreis. Geht es ihr nicht gut, leidet auch alles andere: Arbeitsplätze, Kaufkraft und nicht zuletzt die kommunale Daseinsvorsorge. Die Firma PFISTERER setzt mit ihren Investitionen in den Standort Winterbach ein ermutigendes Zeichen in schwierigen Zeiten. Das stärkt die Innovationskraft im Rems-Murr-Kreis und eröffnet neue Chancen. Das ist nicht nur für den Rems-Murr-Kreis ein Gewinn, sondern für die gesamte Region Stuttgart.“

PARTNER FÜR INTERNATIONALE MÄRKTE
Als unabhängiger Anbieter positioniert sich PFISTERER mit dem neuen Qualifikationszentrum noch stärker als Partner internationaler Kabelhersteller bei der Entwicklung von HVDC-Systemlösungen. Kunden profitieren von schnelleren Entwicklungsprozessen, geprüfter Verlässlichkeit und höherer Wettbewerbsfähigkeit.

ÜBER PFISTERER
PFISTERER ist ein weltweit führendes und unabhängiges Technologieunternehmen mit Hauptsitz in Winterbach bei Stuttgart. Das Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt Lösungen für das Isolieren und Verbinden elektrischer Leiter für die Schnittstellen in Stromnetzen – von der Erzeugung und der Übertragung bis hin zur Verteilung elektrischer Energie – zu Lande, zu Wasser und in der Luft. Mit seiner Innovationskraft, seiner State-of-the-art-Produktion und seinem weltweiten Vertriebsnetz bietet PFISTERER fortschrittliche Lösungen für die Herausforderungen der Elektrifizierung. Seit seiner Gründung im Jahre 1921 hat sich PFISTERER international als Vorreiter für moderne Energieinfrastruktur etabliert und ist ein attraktiver Arbeitgeber in einer zukunftsorientierten Branche mit spannenden Entwicklungsmöglichkeiten für mehr als 1.200 Mitarbeitende. Weltweit ist die PFISTERER Holding SE mit 17 operativen Standorten in 15 Ländern vertreten.

www.pfisterer.com

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SCHOTTEL UK: Neue Niederlassung intensiviert Marktbearbeitung im Vereinigten Königreich und Irland

Mit diesem strategischen Schritt stärkt das Unternehmen seine Marktpräsenz in Großbritannien und Irland und legt den Grundstein für eine noch engere Zusammenarbeit mit lokalen Kunden. SCHOTTEL UK wird sich vorrangig auf den Verkauf von Neubauten und Retrofits konzentrieren. Ziel ist es, den Kundensupport durch direkte Betreuung vor Ort zu intensivieren und Designer, Werften und Eigner während des gesamten Spezifikations- und Beschaffungsprozesses individuell zu unterstützen.

Die Nachfrage des britischen Marktes bedienen

„Der britische Markt bietet erhebliches Wachstumspotenzial – insbesondere in den Segmenten Offshore-Schiffe, Dredger, Fähren, Schlepper und Schiffe für Marinen“, erklärt Roland Schwandt, stellvertretender CEO von SCHOTTEL. „Die Branche sucht zunehmend nach innovativen Technologien, um den Übergang zu einer klimaneutralen Schifffahrt zu unterstützen. Entsprechend steigt die Nachfrage nach hybriden und elektrischen Antriebssystemen sowie nach maßgeschneiderten Retrofit-Lösungen zur Flottenmodernisierung.“ Mit seinem umfassenden Portfolio an nachhaltigen, effizienten und leistungsstarken Antriebssystemen ist SCHOTTEL optimal aufgestellt, um diese wachsende Nachfrage zu bedienen und zur erfolgreichen Weiterentwicklung des britischen Marktes beizutragen.

Jordan Soltys bleibt Ansprechpartner für Kunden

Die Geschäftsführung von SCHOTTEL UK übernimmt Sebastian Sachs, der seit 2016 bei der SCHOTTEL GmbH tätig ist und seither verschiedene Führungspositionen innehatte. Seit dem 1. April 2024 ist er Geschäftsführer von SCHOTTEL Nederland – diese Funktion wird er weiterhin parallel zu seinen neuen Aufgaben ausüben. Unterstützt wird er von Sales Manager Jordan Soltys, der auch zukünftig zentraler Ansprechpartner für Kunden bleibt. Der studierte Schiffsdesigner und Schiffbauingenieur war viele Jahre als Schiffsmakler tätig, bevor er im Juni 2024 in das Unternehmen eintrat.

„Ein klares Bekenntnis zu unserem langfristigen Engagement“

„Mit diesem strategischen Schritt möchten wir näher an unsere Kunden rücken, die Beratung und Unterstützung bei Neubau- und Retrofit-Projekten stärken und weiteres Potenzial in diesem dynamischen Markt erschließen“, betont Sebastian Sachs. Jordan Soltys ergänzt: „SCHOTTEL UK ist weit mehr als nur ein 

kommerzieller Standort – es ist ein klares Bekenntnis zu unserem langfristigen Engagement. Unser Ziel ist es, vertrauensvolle und nachhaltige Partnerschaften im britischen maritimen Sektor aufzubauen und aktiv zur Gestaltung seiner Zukunft beizutragen.“

Servicegeschäft verbleibt bei Stone Marine Services

Während SCHOTTEL UK sich künftig vor allem auf Neubau- und Retrofit-Projekte fokussiert, setzt das Unternehmen im After-Sales-Service weiterhin auf den langjährigen Partner Stone Marine Services mit Sitz nahe Edinburgh. „Durch die enge Zusammenarbeit mit dem erfahrenen Team von Stone Marine Services stellen wir sicher, dass unsere Kunden im Vereinigten Königreich eine kompetente lokale Betreuung in den Bereichen Service, Ersatzteile und Reparatur erhalten – basierend auf fundiertem technischem Know-how und einer etablierten Reputation in der britischen Schifffahrtsbranche“, fasst Jordan Soltys zusammen.

https://www.schottel.de/medien-events/presseinfos

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Stärkung lokaler Partnerschaften: TKMS unterzeichnet Absichtserklärung mit dem indischen Rüstungsunternehmen VEM Technologies Pvt. Ltd.

TKMS hat eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding (MoU)) mit dem in Hyderabad ansässigen Unternehmen VEM Technologies Pvt. Ltd. unterzeichnet, einem renommierten indischen Rüstungsunternehmen, das auf die Konstruktion, Entwicklung und Fertigung von Waffen- sowie luftgestützten Systemen spezialisiert ist. Die Vereinbarung bildet die Grundlage für die in Indien basierte Entwicklung, Produktion, Integration, Erprobung und Modernisierung von Schwergewichtstorpedos – dies mit Unterstützung von TKMS und seinem Segment ATLAS ELEKTRONIK.


Oliver Burkhard, CEO von TKMS, verdeutlicht: „Die Absichtserklärung sendet ein klares Signal: TKMS steht der indischen Marine als zuverlässiger Partner zur
Seite. Mit unserem technischen Know-how treiben wir die Strategie ‚Make-in-India‘ voran und stärken die Verteidigungsindustrie vor Ort langfristig.“


Zusätzlich zu der Absichtserklärung intensiviert TKMS auch die Zusammenarbeit mit dem indischen Unternehmen CFF Fluid Control Limited,
ein Spezialist für mechanische und elektronische Waffensysteme für die indische Marine. Ziel ist es, die Entwicklung und Produktion modernster U-Boot-Abwehrsysteme (ASW) für Überwasserschiffe und diverse andere strategische Anwendungen voranzubringen.


Beide Parteien prüfen derzeit weitere Möglichkeiten zur Intensivierung ihrer Zusammenarbeit mit TKMS. Dazu gehören die Beteiligung am U-Boot-Programm
P75(I), die Zusammenarbeit mit der DRDO (Defense Research and Development Organization) und anderen indischen Organisationen sowie die Errichtung
erweiterter Produktionsstandorte. Diese Zentren sollen künftig sowohl indische als auch internationale Kunden bedienen.


https://www.thyssenkrupp-marinesystems.com/en/newsroom/press-releases

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Everllence startet Bau des neuen Hauptsitzes in Dänemark

Mit einer feierlichen Grundsteinlegung in Roskilde, Dänemark, wurde der Bau des dänischen Hauptsitzes von Everllence offiziell gestartet. Das Projekt mit dem Namen „The Valley“ ist ein Joint Venture von Everllence und Volkswagen Immobilien, ein 100%iges Tochterunternehmen der Volkswagen AG.

Laut Everllence hat sowohl der aktuelle Standort im Großraum Kopenhagen als auch der Standort in Holeby im Süden Dänemarks zahlreiche Innovationen für den klimaneutralen Schiffsverkehr hervorgebracht, darunter Weltneuheiten wie den Hochdruck-Dual-Fuel-Zweitaktmotor, Methanol-Motoren sowie den ersten mit Ammoniak betriebenen Zweitaktmotor.

Insbesondere der Standort Kopenhagen ist jedoch nicht mehr zeitgemäß und bedarf einer Modernisierung. Die Entscheidung für den Umzug ist strategisch: The Valley bietet Raum für Wachstum – sowohl hinsichtlich Personal als auch Produktionskapazität – in einem industriellen Umfeld, das die Erforschung neuer Kraftstofftechnologien optimal unterstützt und gleichzeitig eine sicherere Logistik gewährleistet.

An der Zeremonie nahmen Mitglieder des Vorstands von Everllence sowie eine Reihe prominenter Gäste teil, darunter: Dr. Uwe Lauber, CEO von Everllence; Hardy Brennecke, Geschäftsführer von Volkswagen Immobilien; Bjarne Foldager, Head of Two-Stroke Business und Country Manager Dänemark bei Everllence; sowie Tomas Breddam, Bürgermeister von Roskilde.

Dr. Lauber sagt: „Die heutige Veranstaltung markiert einen historischen Meilenstein in der Entwicklung von Everllence. Mit dem ersten Spatenstich für dieses spannende Projekt legen wir den Grundstein – nicht nur für einen neuen Campus, sondern auch für ein neues Kapitel in der Geschichte unseres Unternehmens. Wir haben unseren aktuellen Einrichtungen in Dänemark viel zu verdanken, sie wurden jedoch nicht für die Zukunft konzipiert, die wir uns vorstellen. Dieser Campus schafft eine Atmosphäre für Spitzenleistungen und ist auf die besonderen Bedürfnisse unserer Mitarbeitenden, unserer Technologien und unserer Dekarbonisierungsziele zugeschnitten. Die Zukunft beginnt hier – und sie beginnt jetzt.“

The Valley befindet sich auf dem Gelände einer ehemaligen Kiesgrube, 40 km westlich von Kopenhagen, und wird einen 70.000 m² großen Gebäudekomplex umfassen, der Büroflächen für mindestens 1.500 Arbeitsplätze, eine Academy, ein Tagungszentrum und einen After-Work- und Fitness-Club beherbergen wird. Das Bauunternehmen DS Flexhal wird darüber hinaus auch eine Produktionsstätte, ein Lager sowie ein Forschungszentrum mit Testanlagen errichten.

Hardy Brennecke von VW Immobilien ergänzt: „Die traditionelle Grundsteinlegung für „The Valley Campus“ markiert den Beginn der Bauarbeiten für ein besonderes Immobilienprojekt. In den nächsten Jahren werden auf dem rund 175.000 m² großen Gelände moderne, nachhaltige Büro- und Produktionsgebäude, eine Academy sowie Besprechungsbereiche errichtet. Mit diesem nachhaltigen Bauprojekt unterstreicht Everllence seine erfolgreiche Geschäftsentwicklung. Wir wünschen allen am Projekt Beteiligten eine erfolgreiche und unfallfreie Bauzeit.“

Foldager fügt an: „Dieses Projekt ist auch eine strategische Konsolidierung unserer Teams aus Kopenhagen und Holeby an einem Standort. So wird ein Umfeld geschaffen, in dem Fachwissen auf Teamwork und Zweitakter auf Viertakter trifft – und das alles mit Raum für Wachstum, ohne die Einschränkungen einer Wohngegend. Hier können wir sicher, effizient und verantwortungsbewusst an innovativen Technologien entwickeln – insbesondere, da wir mit neuen Kraftstoffen wie Ammoniak arbeiten. Gemeinsam schaffen wir mehr als nur einen Hauptsitz für Everllence in Dänemark; wir schaffen ein Vermächtnis.“

Die Fertigstellung des gesamten Projekts ist für das Jahr 2028 vorgesehen.

https://www.everllence.com/company/press-releases

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Neues Personal: REINTJES holt zwei Bereichsleiter für Finanzen und Service

Personelle Verstärkung für die REINTJES GmbH: Das Hamelner Unternehmen hat Anfang September zwei
entscheidende Positionen neu besetzt.

Powilleit übernimmt als Leiter den Bereich Vertrieb und Service. Und Christian König kümmert sich fortan, ebenfalls als Bereichsleiter, um Finanzen und Controlling. Während Powilleits Posten zuletzt vakant war, folgt König auf Andreas Mühle. Dieser ist seit sechs Jahren kaufmännischer Leiter des Getriebeherstellers und verabschiedet sich Ende September in den Ruhestand. Vorher arbeitet er seinen Nachfolger noch ein.


„Mit Christian König und André Powilleit haben wir zwei ausgewiesene Fachleute mit jahrelanger Erfahrung in ihren jeweiligen Bereichen für uns gewinnen können. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit“, resümiert REINTJES Geschäftsführer Klaus Deleroi zufrieden.


Fachleute aus Hannover und Kiel


Vertriebs- und Serviceneuchef André Powilleit ist 40 Jahre alt. Er kommt aus Kiel und hat dort zuletzt bei Anschütz gearbeitet. Vorher war er unter anderem für Plath und die Flensburger Schiffbau-Gesellschaft im Einsatz.
„Er kennt die Branche und sich rund um Vertrieb und Sales für Schiffsbauzulieferer hervorragend aus“, berichtet Klaus Deleroi und fügt an: „Die Bewerbung von André Powilleit zeigt aufgrund der Entfernung zwischen Hameln und seinem Wohnort einmal mehr, dass wir mittlerweile weit über unsere Region hinaus
einen exzellenten Ruf genießen.“


Den Bereich Finanzen und Controlling leitet nun Christian König. Dieser ist 49 Jahre alt und lebt in Hannover. Seine letzten beruflichen Stationen: die Maschinenbauer Pfaff Industriesysteme und Sonotronic. Davor war er mehrere Jahre in unterschiedlichen Funktionen und Unternehmensbereichen im
Konzernverbund der Continental AG beschäftigt.
„Christian König ist ein Finanz- und Controllingprofi, sehr erfahren – und das auch im Umgang mit IKS und Prozessberatung. Zudem ist er nicht nur in Deutsch und Englisch verhandlungssicher, sondern auch in Italienisch. Das hilft uns sehr“, sagt Klaus Deleroi.


Bereichsleiterteam komplett


Mit König (Finanzen und Controlling) und Powilleit (Vertrieb und Service) hat Getriebehersteller REINTJES sein Bereichsleiterteam nun wieder komplett.
Neben den beiden Neuen gehören Dr. Rainer Golloch (Entwicklung und Konstruktion), Vanessa Martens (Personal), Jörg Zahmel (Materialwirtschaft), Nadine Weber (Qualität), Dirk Heusing (Produktion) und Alex Choe (globales Netzwerk) zum Management. Alle Bereichsleiterinnen und Bereichsleiter berichten direkt an Geschäftsführer Klaus Deleroi, der sich sicher ist: „Mit dieser Führungsmannschaft sind wir für die Zukunft hervorragend gerüstet.“

https://reintjes-gears.de/presse

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TGE Marine Celebrates 45 Years of Innovation and Collaboration in Bonn

TGE Marine marked a significant milestone this month, celebrating 45 years of excellence in the maritime industry. 

Bonn, Germany – September 11, 2025: The anniversary event, held in Bonn, welcomed over 130 guests from across the global shipping community to honour the company’s legacy and explore the future of marine technology and sustainability. Befitting for the organisation, the whole event was held on rover cruise boat (“Rhein Fantasie”) on the River Rhine, close to the headquarter of the company. 

The event featured a dynamic program of keynote presentations, expert panel discussions, and networking opportunities. Attendees included industry leaders, partners, and colleagues who came together to reflect on TGE Marine’s journey and share insights on the evolving challenges and opportunities in maritime transport.

Panel discussions focused on some of the most critical topics shaping the industry today such as:

The development of CO₂ carriers and TGE Marine’s work with LCO2 carriers

Innovations in gas carriers and future fuels

The collective path toward achieving net zero emissions by 2030 and beyond

A recurring theme throughout the day was the importance of collaboration. Speakers emphasised that reaching net zero is a shared responsibility that demands open communication, strong partnerships, and a commitment to knowledge exchange across the sector.

The event was not only a celebration of TGE Marine’s 45-year history but also a forward-looking dialogue about building a sustainable future. Guests enjoyed a warm and engaging atmosphere, with thoughtful conversations and excellent hospitality underscoring the spirit of the occasion.

As the company looks ahead to its next chapter, it remains committed to driving innovation and fostering collaboration in pursuit of a greener maritime industry.

www.tge-marine.com

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Start des Ticketverkaufs für MS&D Conference 2025

Der Ticketverkauf für die MS&D Conference 2025 – Maritime Security & Defence Conference, die am 25. November 2025 erstmals als eigenständige Veranstaltung im Internationalen
Maritimen Museum Hamburg stattfinden wird, ist eröffnet.
Mit Admiral a.D. Joachim Rühle, ehemals Chef des Stabes im Alliierten Hauptquartier SHAPE und Vizeadmiral Carsten Stawitzki, Abteilungsleiter Ausrüstung im Bundesministerium der Verteidigung, konnten zwei hochrangige und profilierte Vertreter aus Militär und Verteidigung als Keynote-Speaker gewonnen werden. Sie werden zentrale Impulse zu sicherheitspolitischen Herausforderungen und aktuellen Beschaffungsstrategien in Europa geben.
Die Konferenz widmet sich den sicherheitspolitischen Herausforderungen und neuen Chancen der maritimen Beschaffung in Europa. Unter dem Motto „Zeitenwende? It’s all about
Procurement!“ bietet die MS&D Conference 2025 ein hochkarätiges Programm mit Keynotes, Panels und Fachgesprächen rund um unbemannte Systeme, Dual-Use-Innovationen und
europäische Verteidigungskooperationen.
Die Teilnahme ist limitiert, um einen exklusiven Austausch zwischen Industrie, Streitkräften, Politik und Forschung zu ermöglichen.
Ticketpreise im Überblick:
• Early Bird Ticket: 250 € (bis einschließlich 25. September 2025)
• Reguläres Ticket: 350 € (ab 26. September 2025)
Jetzt vormerken:
• MS&D Conference 2025
• 25. November 2025 | 12:00 – 20:00 Uhr
• Internationales Maritimes Museum Hamburg
Tickets & Informationen http://www.smm-hamburg.com/msd-conference