VSM fordert entschlossenen Aktionsplan für die maritime Industrie – „Zukunftsbranche mit strategischer Bedeutung für Deutschland und Europa“

Montag, 2. Februar 2026 - 9:45

Pressemitteilung VSM, 29.01.2026

Berlin, 29. Januar 2026 – Die deutsche maritime Industrie steht vor großen Wachstumschancen – benötigt dafür aber verlässliche politische Rahmenbedingungen. Das betonte Harald Fassmer, Präsident des Verbands für Schiffbau und Meerestechnik (VSM), beim Parlamentarischen Abend des VSM in der Landesvertretung Baden-Württemberg in Berlin. Vor Abgeordneten des Deutschen Bundestages, Vertreterinnen und Vertretern von Ministerien, Diplomatie, Marine, Wirtschaft und Medien rief Fassmer zu entschlossenem politischem Handeln für den maritimen Industriestandort Deutschland auf. 

„Schiffbau und Meerestechnik sind nicht nur traditionsreich, sondern vor allem eine Zukunftsbranche: hochinnovativ, exportstark, sicherheitsrelevant und unverzichtbar für die Souveränität Deutschlands“, erklärte Fassmer. Deutsche Unternehmen behaupteten sich weltweit mit hochkomplexen Marineschiffen, Spezial- und Forschungsschiffen sowie maritimen Systemlösungen – trotz eines zunehmend verzerrten internationalen Wettbewerbs. 

Die Branche steht heute an einem entscheidenden Punkt. Der Bedarf in den relevanten Märkten ist groß und vielfach strategisch begründet, etwa durch sicherheitspolitische Anforderungen, Energie- und Forschungsfragen. Gleichzeitig sind diese Chancen keine Selbstläufer. „Damit Wachstum und Innovation in Deutschland stattfinden können, brauchen wir Bewegung auch auf staatlicher Seite – bei Finanzierung, Beschaffung, Forschungsförderung, Exportregeln und auf dem Arbeitsmarkt“, so Fassmer. 

Der VSM habt gemeinsam mit Partnern wie dem VDMA, dem BDSV und der IG Metall Eckpunktepapiere für einen Aktionsplan Maritime Industrie vorgelegt. Diese müssen nun zügig aufgegriffen und umgesetzt werden. Reformen am Industriestandort sind dringlich, aber machbar: „Meckern löst keine Probleme. Entscheidend ist, die eigenen Stärken zu nutzen und ins Handeln zu kommen“, betonte der VSM-Präsident. 

Mit Blick auf die veränderte geopolitische Lage warnte Fassmer vor sicherheitspolitischen und wirtschaftlichen Abhängigkeiten. Eine regelbasierte Weltordnung könne nicht länger als gegeben vorausgesetzt werden. Umso wichtiger sei ein starker europäischer Rahmen für die maritime Industrie.  

Der VSM erwartet mit Spannung die neue europäische maritime Industriestrategie der EU-Kommission im Februar. 

Ausdrücklich begrüßte Fassmer jüngste Signale aus Brüssel für eine stärkere „Made in Europe“-Orientierung: „Wann immer Steuergeld eingesetzt wird, muss dies auch zur Wertschöpfung in Europa beitragen. Das ist längst international selbstverständlich und gängige Praxis – und ein wichtiger Schritt für stärkeres Wachstum in Europa“, so Fassmer. 

Mit Blick auf die 14. Nationale Maritime Konferenz (NMK) im April in Emden formuliert der VSM eine klare Erwartung: „Die NMK muss mehr sein als ein Branchentreffen. Sie muss ein Meilenstein maritimer Politik mit konkreten Ergebnissen und einem klaren Kurs für die Zukunft werden.“ Parlament, Regierung und Wirtschaft sind gemeinsam gefordert, die maritime Industrie in Deutschland und Europa nachhaltig zu stärken. 

Der Verband für Schiffbau und Meerestechnik e. V. ist die politische und wirtschaftliche Interessenvertretung der deutschen maritimen Industrie, der See- und Binnenschiffswerften wie auch der Zulieferer. Weitere Einzelheiten zur Entwicklung der deutschen Schiffbauindustrie und der Meerestechnik enthält der Jahresbericht 2011 des VSM. Sie können ihn beim VSM anfordern oder finden ihn im Internet unter http://www.vsm.de.

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Henning Beermann

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