Schiffbau Industrie

In unserem halbjährlichen Verbandsmagazin informieren wir Sie über die neuesten Trends und Entwicklungen in Schiffbau und Meerestechnik sowie der maritimen Branche insgesamt. In jeder Ausgabe beleuchten wir die aktuellen Erfolge unserer Industrie und stellen einzelne Mitgliedsunternehmen und ihre Geschäftsbereiche sowie erfolgreiche Projekte vor.

 

Donnerstag, 17. Juli 2014 - 12:11

Schiffbau Industrie II/2005

Ausgabe II/2005 des VSM Magazins "Schiffbau Industrie" erschienen
Diese Ausgabe der ?Schiffbau Industrie? erscheint unter ungewöhnlichen Bedingungen. Am 18. September 2005 waren die Wählerinnen und Wähler aufgerufen, in vorgezogenen Wahlen einen neuen Bundestag zu bestimmen. Der Verband für Schiffbau und Meerestechnik e.V. (VSM) möchte daher die Gelegenheit nutzen, alle neuen und alten politischen Entscheidungsträger zu begrüßen und wünscht Ihnen, viel Erfolg bei ihrer Arbeit. Auch wenn Politik und Wirtschaft in der Vergangenheit nicht immer dieselbe Auffassung davon hatten, was zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen notwendig war, so ist die Schiffbauindustrie stets an einem guten Verhältnis zur Politik interessiert. Dieses enge und vertrauensvolle Verhältnis zwischen Politik und Industrie ermöglichte auch in schwierigen Zeiten ein kooperatives Zusammenwirken zugunsten des gesamten maritimen Wirtschaftsstandortes Deutschland.
Die deutsche Werftindustrie profitierte im ersten Halbjahr 2005 von der anhaltend starken Nachfrage im Weltschiffbaumarkt. In- und ausländische Auftraggeber bestellten 98 Schiffe mit 1,8 Mio. BRZ bzw. 1,5 Mio. GBRZ im Wert von 3,7 Mrd. Euro. Obwohl ein deutlicher Schwerpunkt auf der Nachfrage nach Containerschiffen liegt, spiegeln auch die zahlreichen Aufträge für Flüssiggas- und Öl-Produktentanker, Ro-Ro-Frachter, Passagierschiffe, Schlepper und Yachten die Vielfalt der deutschen Werften und der Zulieferindustrie wider. Die Auftragsbestände erhöhten sich zum Ende Juni 2005 auf 206 Schiffe mit 4,1 Mio. BRZ bzw. 3,7 Mio. GBRZ im Wert von 9,42 Mrd. Euro. Damit ist rein rechnerisch ein Beschäftigungsvolumen für mehr als drei Jahre gesichert. Die Entwicklung des Weltschiffbau 2005 ist auf S. 8 im Detail dargestellt.
Die derzeitige außerordentliche gute Auftragslage der deutschen Werft- und Zulieferindustrie darf aber nicht über den harten internationalen Wettbewerb hinwegtäuschen, in dem sich die deutschen Werften befinden. Welche ersten Schritte zur Schaffung von wettbewerbsfähigen Rahmenbedingungen in Deutschland auf der politischen Seite notwendig sind, fasst der VSM auf S. 4 zusammen.
Im Bereich des Spezialschiffbaus beweist unter anderem die Ablieferung der ?MARIA S. MERIAN? durch die Lürssen-Kröger-Werft in Rendsburg die Leistungsfähigkeit der deutschen Schiffbauindustrie. Dieses eisfähige und multidisziplinäre Forschungsschiff stellt derzeit das modernste seiner Art dar und wird schon bald Forschungsaufträge in Nord- und Ostsee und im Nordatlantik bis zu seinen Eisrandbereichen durchführen (S. 16).
Der Bau der neuen Korvettenklasse K 130 für die Deutsche Marine macht bemerkenswerte Fortschritte. Die Kiellegung der Korvette Nr. 3 erfolgte im September, die von Nr. 4 im Oktober. Ab Mai 2007 werden insgesamt fünf dieser Korvetten in Dienst gestellt. Durch diese Einheiten stellt die Marinebranche erneut ihre herausragende Kompetenz im Hochtechnologiebereich unter Beweis (S.20).
Den großen internationalen Erfolg der deutschen Zulieferindustrie zeigt beispielhaft das Hamburger Unternehmen Becker Marine Systems, das sich mittlerweile zum Marktführer für Ruderanlagen für große Containerschiffen entwickelt hat (S. 36).
Weitere Themen dieser Ausgabe:
S. 12 Peene-Werft GmbH ? Eine moderne Kompaktwerft
S. 24 Lindenau GmbH Kiel-Friedrichsort ? Bisher größter Neubau abgeliefert
S. 28 Schiffswerft Hermann Barthel GmbH- Vermessungsschiff ?HYDRO? für Kamerun abgeliefert
S. 30 MaK - Verkauf und Service aus einer Hand
S. 34 Imtech ? Auf Erfolgskurs mit Elektronik und Elektrotechnik
Auch diese Ausgabe der ?Schiffbau Industrie? kann Ihnen nur einen kleinen Eindruck von der Leistungsfähigkeit und der Vielfalt der deutschen Schiffbauindustrie geben. Ein Blick auf die Homepage des VSM (www.vsm.de) wird manche Fragen beantworten können. Darüber hinaus stehen wir Ihnen aber jederzeit unter der Telefonnummer 040 ? 28 01 52 0 für persönliche Auskünfte zur Verfügung
Werner Lundt
Hauptgeschäftsführer
Verband für Schiffbau und Meerestechnik e.V.
November 2005