VSM Verbandsnachrichten 64. Ausgabe

VSM Verbandsnachrichten 64. Ausgabe

Liebe Leserinnen und Leser,

Was lange währt, wird endlich gut? Im Fall der Polarstern, dem Flaggschiff der deutschen Polarforschung, muss man schon recht gutmütig sein, um auf diese Frage wenigstens mit „bleibt abzuwarten“ zu antworten. Zehntausende von Arbeitsstunden, Kosten in Höhe zweistelliger Millionenhöhe und jahrelang vorgehaltene Produktionskapazitäten bei Werften und Dutzenden von Systemlieferanten „mal eben für die Katz“, weil der öffentliche Auftraggeber es sich doch noch mal anders überlegt und die Ausschreibung aufgehoben hat.

Dass ein Neubau kommen muss, ist unstrittig. Die aktuelle Forschungsmission der alten Polarstern hat dies gerade wieder eindrucksvoll belegt. „Alte Polarstern“ darf man dabei durchaus wörtlich nehmen: Sie wurde 1982 abgeliefert. Eine Indienststellung der neuen Polarstern wird nun nicht vor 2027 erwartet.

Im Sommer 2016  –  das Projekt lief schon etliche Jahre, denn eigentlich sollte das neue Schiff in dem Jahr schon in Fahrt gehen  –  wurde der VSM regierungsseitig informiert, dass keine der deutschen Werften Interesse an der Ausschreibung bekundet habe. Wir wurden gebeten, für Beteiligung zu werben. Es sei doch schließlich ein besonders exponiertes, prestigereiches Projekt. Gegenüber dem Auftraggeber erläuterten wir, dass deutsche Forschungsschiffe für die Industrie leider wenig attraktiv seien. Wir wiesen auf Ausschreibungsdetails hin und auf außerordentlich hohe Risiken für Auftragnehmer, insbesondere da vergleichbare Projekte der Vergangenheit stets deutlich zu knapp budgetiert waren und zu hohen Verlusten für die Werften geführt hatten. Uns wurde versichert, dies drohe hier nicht, denn der Haushaltsansatz für die Polarstern sei nicht fixiert, sodass die spezifischen Anforderungen und Risiken im Angebotspreis berücksichtigt werden könnten. Zuletzt bestand dem Vernehmen nach dennoch eine Lücke zwischen „Erwartung“ und Angebot in der Größenordnung von etwa 10%. 

Die öffentlichen Erläuterungen zum Ausschreibungsstopp verwiesen auf veränderte technische Anforderungen. Das erscheint nicht unplausibel. Die Polarregionen verändern sich ja leider sehr schnell. Umso mehr müssen aber die Beschaffungsprozesse auf den Prüfstand!

Durch unendliche, immer umfangreichere Bürokratie verlieren wir nicht nur unfassbar viel Zeit. Es werden Unsummen verbrannt in der irrigen Annahme, man könne so Geld sparen. Mit der berühmt-berüchtigten deutschen Gründlichkeit würgen wir gleichzeitig zügige Entwicklung, technischen Fortschritt und Wirtschaftlichkeit ab. Zu beobachten leider nicht nur bei einzelnen zivilen Großprojekten, sondern ebenso auch im militärischen Bereich. Wenn Gerichtsfestigkeit von Vergabeentscheidungen zum zentralen Bewertungsmaßstab für gute Arbeit des Beschaffungsamtes wird, statt das Ziel einer optimalen Ausstattung, so spricht dies Bände.

Es gibt im Schiffbau durchaus positive Beispiele, wie öffentliche Beschaffung auch laufen kann: Mit kurzen Entscheidungswegen und gegenseitigem Vertrauen steht ein optimales Projektergebnis im gemeinsamen Vordergrund. Das ist der Weg, wie die akute Krise in der öffentlichen Beschaffung überwunden kann werden. Ein “Weiter wie bisher“ können wir uns schlicht nicht mehr leisten.


Viel Spaß beim Lesen!

 

Dr. Reinhard Lüken

VSM-Hauptgeschäftsführer

Inhaltsverzeichnis

Aufträge/Ablieferungen

Information zu Mitgliedern

Aktuelles

Industrienews

Forschung & Entwicklung

SMM

GeMaX

Chart of the month

Inhaltsverzeichnis / Aktuelles
VSM begrüßt 5 neue Mitglieder

Wir freuen uns, Ihnen unsere neuen Mitglieder vorstellen zu dürfen:

Eine ausführliche Übersicht aller VSM-Mitglieder finden Sie auf unserer Website.

Auf eine gute Zusammenarbeit!

 

Inhaltsverzeichnis / Aktuelles
Termine

Wichtige Branchentermine auf einen Blick!

10. März 2020

Markterkundungstermin und Projektvorstellung METEOR IV | VSM, Hamburg

11. März 2020

TUTECH Akademy: Harnessing universities for innovation | Tutech Innovation GmbH, Hamburg

11. – 13. März 2020

Sea Japan | Tokio, Japan

13. März 2020

Workshop "Green Ship Recycling - IHM Zertifikate" | VDR, Hamburg
Anmeldung à ebeling@reederverband.de

17. März 2020

Vortrag: „Maritime Müllabfuhr – ein Pilotsystem für Küstengewässer“ | Hamburg

18. – 19. März 2020

Shortsea Shipping Days 2020 | Lübek

23. März 2020

VSM Vorstandssitzung | VSM, Hamburg

23. – 27. März

Geschäftsanbahnungsreise Australien -Schiffbauindustrie, Meeres- und Offshore-Technik

26. März 2020

VSM-Akademie „Schlanke Produktion – Die Transformation“ | LHT-Basis, Hamburg

 

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Keine Rechtfertigung für die geplante Schlechterstellung des Schiffbaus im Rahmen des Großbürgschaftsprogramms des Bundes
Koalitionsvertrag

Hamburg 14.02.2020 | Mit der Einbeziehung des Schiffbaus in das neue Großbürgschaftsprogramm geht der Bund einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung. Leider sehen die Pläne bisher eine ungerechtfertigte Schlechterstellung des Schiffbaus im Vergleich zu allen anderen Industriebranchen vor.

Die Länder Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein weisen hierauf in ihrer heute zur Diskussion gestellten Bundesratsinitiative hin und fordern völlig zurecht die uneingeschränkte Aufnahme des Schiffbaus in das neue parallele Bund-/Länder-Großbürgschaftsprogramm. Die von der Bundesregierung vorgeschlagene Sonderregelung mit einem allein durch die betroffenen Küstenländer zu tragenden Ausfallvolumen von 250 Mio. €, verteile die Bürgschaftsrisiken über Gebühr zu Lasten der (norddeutschen) Bundesländer.

Diese Bedingungen bringen einige Bundesländer insbesondere nach Einführung der Schuldenbremse faktisch an die Grenzen ihrer finanziellen Handlungsspielräume.

Dazu VSM-Hauptgeschäftsführer Dr. Reinhard Lüken:
„Die Wertschöpfung in der deutschen Schiffbauproduktion verteilt sich über das gesamte Bundesgebiet. Der Bund erzielt mit dem Schiffbau allein durch die Gebühren für die unerlässlichen Hermes-Exportgarantien seit vielen Jahren Überschüsse in dreistelliger Millionenhöhe. Von den deutlich engeren Landeshaushalten der Küstenländer nun diese Risikofreistellung einzufordern halten wir für unangemessen und ungerechtfertigt. “

Eigenkapitalschwachen Werften gelingt es oft nur mit größten Anstrengungen, Finanzierungen für die Bauzeit zu gewährleisten. Im schlimmsten Fall könnten Werften - trotz voller Auftragsbücher - in ihrer Existenz bedroht werden, da Ihnen für die eigentliche Auftragsabwicklung keine – bei den ausländischen Wettbewerbern durchaus verfügbaren - Bauzeitbürgschaften zur Verfügung stehen. Aufgrund der bundesweiten Bedeutung der maritimen Industrie ist hier der Bund deutlich stärker gefordert.

Zum Hintergrund:
Die deutschen Werften haben sich nach dem Krisenjahr 2008 erfolgreich auf den Spezialschiffbau fokussiert und produzieren heute hochinnovative Schiffe, die auf dem Weltmarkt stark nachgefragt werden.Mit dieser veränderten Produktpalette erhöhte sich aber auch das von den Werften als Generalunternehmen aufzubringende Finanzierungsvolumen, das sich mittlerweile oft im dreistelligen Millionenbereich befindet. Hinzu kommt der Rückzug vieler Geschäftsbanken aus dem Bereich Schiffsfinanzierung seit der letzten Finanzkrise. Aufgrund von Überkapazitäten in der Frachtschifffahrt konnten Reeder Kredite zum Teil nicht mehr vertragsgerecht bedienen, sodass hohe Verluste bei den Banken entstanden. Dadurch verschloss sich der Kapitalmarkt auch für viele Werften, obwohl die deutsche Schiffbauindustrie Frachtschiffsmärkte seit über 10 Jahren nicht mehr bedient und sich vollständig auf gesunde Nischenmärke fokussiert.

Der Verband für Schiffbau und Meerestechnik e. V. ist die politische und wirtschaftliche Interessenvertretung der deutschen maritimen Industrie mit komplexen Wertschöpfungsketten in diversen maritimen Marktsegmenten. Weitere Einzelheiten zur Entwicklung der deutschen maritimen Industrie finden Sie im Internet unter www.vsm.de.

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Marineüberwasserschiffbau wird Schlüsseltechnologie
Koalitionsvertrag

Hamburg 13. Februar 2020 | Das Bundeskabinett hat gestern das neue Strategiepapier der Bundesregierung zur Stärkung der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie verabschiedet. Der Marineüberwasserschiffbau gehört nun endlich zu den nationalen verteidigungsindustriellen Schlüsseltechnologien.

Das neue Papier ersetzt die vorher getrennten Strategiepapiere zur Verteidigungsindustrie aus dem Jahr 2015 und zur zivilen Sicherheitsindustrie aus dem Jahr 2016. In ihm werden nun auch der Marineüberwasserschiffbau sowie die Elektronische Kampfführung zur Schlüsseltechnologie deklariert.

Mit dieser Erklärung sollen darüber hinaus in den von Schlüsseltechnologien berührten Bereichen Forschung, Entwicklung und Innovationen gestärkt sowie Rahmenbedingungen für eine effiziente Produktion geschaffen werden. Weiterhin sind die Optimierung des Beschaffungswesens, die politische Flankierung von Exporten sowie deren verantwortungsvolle Kontrolle beabsichtigt. Auf diese Art will die Bundesregierung industrielle Kernfähigkeiten und strategisch relevante Entwicklungskapazitäten in Deutschland erhalten und fördern.

Die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie ist damit eine Branche von nationalem und europäischem Interesse. lm Rahmen einer gesamtpolitischen Abwägung strebt die Bundesregierung daher mit dem Strategiepapier an, die Rahmenbedingungen für die Unternehmen dieser Industrie weiter zu verbessern“, heißt es in der Kabinettsvorlage.

Dazu VSM-Geschäftsführer Christian Schilling:
„Der VSM begrüßt diese Entscheidung außerordentlich. Wir haben seit Langem die Aufnahme des gesamten Marineüberwasserschiffbaus in die Liste der Schlüsseltechnologien gefordert. Für künftige Beschaffungsvorhaben und Exportaufträge ist diese Kategorisierung unverzichtbar. Zudem ist unsere innovative, leistungs- und wettbewerbsfähige Marineschiffbauindustrie ein wesentlicher Baustein für die Bündnis- und Kooperationsfähigkeit Deutschlands und der EU.

Wir freuen uns über dieses wichtige Signal der Bundesregierung, um nun den notwendigen Dialog zur Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Bedarfsträger, Beschaffungswesen und Industrie anzugehen und danken dem Parlament, dem Maritimen Koordinator und den Bundesländern für ihren Einsatz und ihre Unterstützung.“

www.vsm.de

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Maritime Industriepolitik: Nationale Politik im europäischen Kontext

Hamburg, 30. Januar 2020 |  Beim traditionellen parlamentarischen Abend des VSM im Januar trafen sich Vertreter aus Politik, Verwaltung und maritimer Industrie in der Landesvertretung Schleswig-Holstein zu einem gemeinsamen Austausch über aktuelle Entwicklungen und zukünftige Herausforderungen für die deutsche Schiffbauindustrie & Meerestechnik.

Der Präsident des Verbandes für Schiffbau und Meerestechnik e.V. HARALD FASSMER (FR. FASSMER GMBH & CO. KG) konnte mehr als 300 Gäste, darunter über 20 Abgeordnete des Deutschen Bundestages, begrüßen und den Anwesenden einen Überblick über die zentralen Themen vermitteln sowie die Anforderungen der Branche an eine erfolgreiche EU-Politik formulieren. 2020 startet Europa mit einer neuen deutschen Kommissionspräsidentin, Deutschland übernimmt im zweiten Halbjahr die Ratspräsidentschaft, und ein thematischer Aufbruch wird deutlich. „Vor allem der Green Deal, ein neues außenpolitisches Selbstbewusstsein verbunden mit der Forderung nach effektiven Gegenmaßnahmen gegen internationale Wettbewerbsverzerrungen sowie der Auf- und Ausbau gemeinsamer europäischer Verteidigungsfähigkeiten werden erhebliche Auswirkungen auch auf Schiffbau & Meerestechnik in Deutschland haben“, erklärte FASSMER.

Die gemeinsame Landesvertretung der Bundesländer Niedersachsen und Schleswig-Holstein stellte nicht nur aus logistischen Gründen einen besonders geeigneten Veranstaltungsort dar. Für die Hausherren betonte Staatssekretär INGBERT LIEBING, Bevollmächtigter des Landes Schleswig-Holstein beim Bund, in seiner Begrüßungsrede die große Bedeutung von Schiffbau & Meerestechnik für beide Länder. Über die Parteigrenzen hinweg hat Schleswig-Holsteins Landtag ein verbindliches Bekenntnis der Bundesregierung zur Zukunft des deutschen Marineschiffbaus gefordert. "Überwasserschiffbau muss Schlüsseltechnologie werden", sagte LIEBING und forderte auch in Berlin ein ausreichendes Bewusstsein für die maritime Wirtschaft.

In seinem Grußwort nahm der Koordinator der Bundesregierung für die Maritime Wirtschaft, NORBERT BRACKMANN, zu der Vergabeentscheidung der MKS 180 Stellung. Als europäische Ziele legte er besondere Betonung auf die Einrichtung einer maritimen koordinierenden Stelle, gemeinsame Fortschritte beim Thema Landstrom, sowie die Schaffung einer High-Level Group.

Im Anschluss waren die Fraktionen des Deutschen Bundestages, vertreten durch RÜDIGER KRUSE (CDU/CSU), JOHANN SAATHOFF (SPD), CLAUDIA MÜLLER (Bündnis 90/Die Grünen), HAGEN REINHOLD (FDP) und JÖRG CEZANNE (Die LINKE), gefordert. In einer Serie von zwei-Minuten-Statements zu den drei Themenblöcken Umwelt & Innovation, internationale Handelspolitik sowie den Defiziten innerhalb des EU-Binnenmarkts insbesondere bei öffentlichen Aufträgen hatten sie Gelegenheit, ihre politischen Positionen dem sachkundigen Publikum zu erläutern. 

Beim anschließenden Get-together hatten die Gäste Gelegenheit, Gedanken und Meinungen zu den angesprochenen Themen bis in die späten Abendstunden in entspannter Atmosphäre zu vertiefen.

www.vsm.de

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VSM und CMT promoten Innovationen in der International Maritime Organization (IMO)

Hamburg, 14. Februar 2020 | Dr. Ralf Sören Marquardt (VSM) und Dipl.-Ing. Matthias Krause (CMT) vertraten den deutschen und europäischen Schiffbau im IMO Sub-Committee „Ship Design und Construction“ (SDC). Auf der 7. Sitzung konnten bei folgenden Themen signifikante Fortschritte erzielt werden:

  • International Code of Safety for Ships carrying Industrial Personnel (IP Code):
    Das Sub-Committee hat die Arbeit am IP Code fortgesetzt, der verbindliche Anforderungen für den Transfer von Personal für Offshore-Anlagen auf Frachtschiffen setzen soll. Der Code und das geplante SOLAS Kap. XV sind jedoch noch nicht beschlussreif, da spezifische Vorschriften für Hochgeschwindigkeitsfahrzeuge (HSC) noch fehlen.
  • Safety measures for non-SOLAS ships operating in polar waters:
    auf empfehlender Grundlage sollen zukünftig einzelne Anforderungen des verbindlichen Polar Codes auch auf Schiffe angewendet, die nicht der SOLAS Konvention unterliegen. Neben Fischereifahrzeugen stehen hier zunächst nicht kommerziell genutzte Yachten größer als 300 GT im Fokus.
  • Second Generation Intact Stability (SGIS):
    es wurden empfehlende Interim Guidelines entwickelt, die – nach Verabschiedung im MSC und Fertigstellung der zugehörigen Explanatory Notes – den verbindlichen Intact Stability Code, 2008 in Hinblick auf die dynamische Intaktstabilität ergänzen sollen.
  • Subdivision and Damage Stability:
    die SDS-Arbeitsgruppe hat Revised Explanatory Notes für die Unterteilung und probabilistische Leckrechnung (Res. MSC.429(98)/Rev.1) sowie Amendments zu MSC.1/Circ.1572 hinsichtlich Anforderungen an wasserdichte Türen gemäß SOLAS Kap. II-1 finalisiert.
     

Die fertiggestellten SDC Beschlüsse zu Leck- und Intaktstabilität erfordern noch die Zustimmung des Maritime Safety Committee (MSC), können jedoch zur Vorabinformation beim Verband angefordert werden. Ansprechpartner für die IMO-Aktivitäten ist Herr Dr. Marquardt.

Im Verlauf von SDC 7 wurden auch Ziele und Ergebnisse der EU-Forschungsvorhaben RAMSSES (Realisation and Demonstration of Advanced Material Solutions for Sustainable and Efficient Ships) und FIBRESHIP (Integral Fibre Ship) präsentiert, die auf die Weiterentwicklung und Nutzung von Faserverbundwerkstoffen im Schiffbau abzielen. In Hinblick auf die Vorschriftenentwicklung der IMO hat sich RAMSSES das Ziel gesetzt, ein überarbeitetes Verfahren der Zulassung von innovativen Werkstoffen, einen sogenannten „Smart Track to Approval“ (STA), zu entwickeln.

Im Rahmen von RAMSSES werden mehrere Demonstratoren gebaut, die quantitative Messungen nach den bestehenden Vorschriften durchlaufen, die auch für Stahlkonstruktionen gelten. Parallel zu Brandtests, werden auch Computersimulationen durchgeführt. Diese Ergebnisse könnten die Zulassung beschleunigen, wenn standardisierte Risikoszenarien und Testverfahren durch IMO-Instrumente anerkannt werden.

Die vorgestellten technischen und regulatorischen Fortschritte trafen auf reges Interesse der IMO-Delegierten und können einen wichtige Grundlage für die Überarbeitung und Erweiterung des MSC.1/Circ.1574 (Interim guidelines for use of Fibre Reinforced Plastic elements within ship structures) bilden. Nähere Auskünfte erteilt Herr Krause.

www.vsm.de

www.cmt-net.org

 

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Gegen den Trend

Der europäische Schiffbau hat in der zurückliegenden Dekade große Widerstandskraft gegen den globalen Abwärtstrend unter Beweis gestellt. Der dadurch geschaffenen Handlungsspielraum muss jetzt genutzt werden, um die neuen Herausforderungen weiter meistern zu können.

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GORCH FOCK-Sanierung: Neustart unter Lürssen-Regie

Bremen, 03. März 2020 | Mit dem nun in Kürze abzuschließenden Änderungsvertrag zwischen dem Öffentlichen Auftraggeber und der Fr. Lürssen Werft erfolgt die Fertigstellung des Segelschulschiffes GORCH FOCK auf der Grundlage einer umfassend neubewerteten Leistungsbeschreibung mit entsprechend verbindlich formulierten Zielvorgaben und realistischem Zeithorizont. Unter den in Zusammenarbeit mit dem Kunden definierten Rahmenbedingungen plant Lürssen einen Abschluss dieses anspruchsvollen Projektes bis spätestens 31. Mai 2021.

„Für den öffentlichen Auftraggeber, aber natürlich auch für uns, war es wichtig, eine umfassende Bestandsaufnahme durchzuführen, um einen neuen, seriösen Startpunkt zu setzen“, sagte Tim Wagner, Geschäftsführer der Fr. Lürssen Werft. „Entsprechend haben wir mit dem Kunden und allen Beteiligten einen Änderungsvertrag vereinbart, der die Leistung klar spezifiziert und einen entsprechenden Terminplan festlegt.“

Mit der Übernahme der Elsflether Werft durch die norddeutsche Unternehmensgruppe Lürssen Anfang Oktober vergangenen Jahres zeichnet das Bremer Familienunternehmen auch für die Sanierung der GORCH FOCK verantwortlich.

„Wir haben die Arbeiten an der Bark übernommen, weil wir unserem Kunden in dieser schwierigen Situation gerne helfen wollen. Fakt ist aber auch: Infolge der Insolvenz der bisher verantwortlichen Werft erfolgte über Monate ein nahezu umfassender Baustopp, gleichzeitig mussten wir noch zahlreiche Korrekturen an den schiffbaulichen Arbeiten des vorherigen Auftragnehmers vornehmen“, betonte Wagner, und fügte hinzu: „In der Summe erfolgte an dem Schiff über viele Monate kein nennenswerter Baufortschritt. Entsprechend haben wir nun mit dem Kunden auf der Grundlage einer seriösen Planung vereinbart, die GORCH FOCK spätestens Ende Mai nächsten Jahres wieder an die Marine zu übergeben. Wir als Werft werden nun alles daransetzen, dieses Ziel in enger Zusammenarbeit mit dem Kunden zu erreichen.“

www.luerssen.de

Inhaltsverzeichnis / Aufträge/Ablieferungen
ARGE F125 übergibt zweite Fregatte der Klasse F125 an das BAAINBw

Kiel, 03. März 2020 | Am 3. März 2020 wurde die Fregatte NORDRHEIN-WESTFALEN von der ARGE F125 an das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) übergeben. Im Anschluss an die Übergabe werden die „vollständigen Voraussetzungen für die Betreibbarkeit des Schiffes“ durch die Marine geschaffen sowie die zukünftige Mannschaft an Bord weiter ausgebildet. Die NORDRHEIN-WESTFALEN ist das zweite von vier Schiffen der Klasse F125, die in Federführung von thyssenkrupp Marine Systems für die Deutsche Marine gebaut werden. Das Typschiff der Fregattenklasse F125, die BADENWÜRTTEMBERG, wurde Ende April 2019 übergeben und im Juni 2019 in Dienst gestellt. Es ist geplant, das dritte Schiff noch in diesem Jahr und das vierte Schiff im Jahr 2021 zu übergeben.

Rolf Wirtz, CEO von thyssenkrupp Marine Systems: „Die F125 ist die modernste Fregatte Deutschlands und eine der modernsten Fregatten der Welt. Wir setzen hier erstmals das Konzept der Intensivnutzung um. Das ist weltweit einzigartig. Wir sind stolz darauf, mit den Schiffen einen erheblichen Beitrag zur Einsatzfähigkeit unserer Marine und der Verteidigung unseres Landes zu leisten.“

Das Abnahmezeremoniell fand im Marinestützpunkt Wilhelmshaven statt. Dort war das Schiff, von der Werft in Hamburg kommend, tags zuvor eingelaufen. An Bord der NORDRHEINWESTFALEN unterzeichneten Vertreter der Arbeitsgemeinschaft F125 und des Bundesamtes die Abnahmedokumente. Für das Koblenzer Bundesamt waren dies Projektleiter Marc Steffens und der Leiter der Abnahmekommission Wolfgang Lotz vor Ort, die Industrieseite repräsentierte ARGE-Projektleiter Christian Rogge von thyssenkrupp Marine Systems. Auch Vertreter der deutschen Marine nahmen an den Abnahmefeierlichkeiten teil.

Durch die Umsetzung des Konzeptes der Intensivnutzung können die Schiffe der Klasse F125 bis zu zwei Jahre in ihrem Einsatzgebiet verbleiben. So kann die Anzahl der sonst sehr langen Transitfahrten erheblich reduziert werden. Die von Grund auf neu konzipierten Schiffe weisen mit ihren hochkomplexen Systemen und rund 28.000 Messstellen einen sehr hohen Automatisierungsgrad auf. Dadurch konnte die Besatzungsstärke im Vergleich zu vorherigen Fregattenklassen etwa halbiert werden. Rund 90 Prozent der Systeme an Bord der Fregatten wurden eigens für diesen Schiffstyp neu entwickelt.

Die Schiffe sind neben den traditionellen Aufgaben der Landes- und Bündnisverteidigung insbesondere für die Konfliktverhütung und Krisenbewältigung sowie für Eingreif- und Stabilisierungsoperationen im internationalen Rahmen konzipiert. Neben der Fähigkeit zur Bekämpfung von Zielen an Land und auf dem Wasser, verfügen sie zudem über Flugabwehrsysteme und speziell für die U-Boot-Jagd ausgerüstete Hubschrauber.

Die ARGE F125 setzt sich aus thyssenkrupp Marine Systems als dem federführenden Unternehmen und der Bremer Fr. Lürssen Werft zusammen. Die Fertigung der Vorschiffe mit entsprechender Vorausrüstung erfolgte auf den Werftstandorten der Lürssen-Gruppe in Bremen und Wolgast. Die Fertigung der Hinterschiffe, der Zusammenbau der Schiffshälften, die weitere Endausrüstung, sowie die Inbetriebnahmen und Erprobungen erfolgten unter Leitung von thyssenkrupp Marine Systems auf der Hamburger Werft Blohm+Voss.

Hauptdaten der F125:
Länge: 149 m
Breite: 18 m
Höchstgeschwindigkeit: >26 kn
Verdrängung: ca. 7.200 t
Besatzung: max. 190 Personen
(davon 126 Personen Stammbesatzung)

www.thyssenkrupp-marinesystems.com

Inhaltsverzeichnis / Aufträge/Ablieferungen
AIDAcosma

Rostock, 24. Februar 2020 |Heute früh hieß es auf der Neptun Werft in Rostock-Warnemünde „Leinen los!“ für das 140 Meter lange, 42 Meter breite und vier Decks hohe schwimmende Maschinenraummodul von AIDAcosma. Die sogenannte Floating Engine Unit (FERU) des bereits zweiten Kreuzfahrtschiffes von AIDA Cruises, das zukünftig emissionsarm mit LNG betrieben wird, ist auf dem Weg in die MEYER WERFT nach Papenburg. Im Mai 2021 startet ab Kiel die Premierensaison von AIDAcosma mit Reisen nach Nordeuropa und in der Ostsee. Bereits 2023 wird das Kreuzfahrtunternehmen das dritte LNG-Kreuzfahrtschiff in Dienst stellen.

Herzstück des Maschinenraum-Moduls von AIDAcosma sind die vier Dual-Fuel-Motoren sowie die drei LNG-Tanks mit einem Fassungsvolumen von insgesamt 3.550 Kubikmeter.

Der Einsatz von emissionsarmem Flüssiggas (LNG) als Brückentechnologie ist für AIDA Cruises ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur emissionsneutralen Kreuzfahrt. Durch die Nutzung von LNG werden die lokalen Schiffsemissionen nachhaltig reduziert. Das Unternehmen investiert außerdem bereits heute gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Wissenschaft in die zukünftige Nutzung von synthetischem Flüssiggas sowie regenerativen Treibstoffen, wie z.B. Biofuels. Noch in diesem Jahr wird an Bord von AIDAperla das aktuell größte Batteriespeichersystem in der Passagierschifffahrt in Betrieb genommen. 2021 starten die ersten Praxistests mit Brennstoffzellen auf AIDAnova.

Start der Premierensaison von AIDAcosma ist im Mai 2021. Bis Oktober 2021 wird das Schiff ab Kiel im wöchentlichen Wechsel Kurs auf die norwegischen Fjorde und auf einige der schönsten Städte an der Ostsee nehmen. In der Wintersaison 2021/2022 wird AIDAcosma Reisen ab Dubai und Abu Dhabi im Persischen Golf anbieten. Alle Reisen sind bereits im Reisebüro, im AIDA Kundencenter unter der Telefonnummer 0381/202 707 07 oder auf www.aida.de buchbar.

www.neptunwerft.

Inhaltsverzeichnis / Aufträge/Ablieferungen
OCEAN Industries ordert Antriebspakete von MAN für Schlepper der Royal Canadian Navy

Kopenhagen, 21. Februar 2020 | OCEAN Industries Inc., eine Werft in Quebec, hat acht IMO Tier III-konforme 12V175D-MM-Motoren von MAN geordert. Der Auftrag steht in Verbindung mit dem Bau von vier ASD-Schleppern für die Royal Canadian Navy, jeder mit einer Länge von 24 Metern. Die Schiffe gehen an die großen kanadischen Marinebasen in Esquimalt, British Columbia, und Halifax, Nova Scotia, wobei jede Marinebasis zwei der Schlepper erhält.

Der Vertrag umfasst darüber hinaus die Lieferung schiffstauglicher Dieselaggregate sowie der zugehörigen SCR-Technologie durch MAN Energy Solutions. Die SCR-Technologie (Selective Catalytic Reduction – selektive katalytische Reduktion) dient zur Einhaltung der Tier III-Emissionsrichtlinien. Die Arbeiten an diesen Bauteilen werden im MAN-Werk in Dänemark stattfinden, während der kanadische Unternehmenszweig die Integration der Systeme sowie darüber hinaus die Schulungen, die Tests und den Support während der Abnahmetests im Hafen und auf See übernimmt.

Der neue Auftrag geht auf die kanadische National Shipbuilding Strategy zurück, die den Neuaufbau eines starken, nachhaltigen, lokalen Schiffbausektors anstrebt. Mit dieser Strategie will der kanadische Staat Unternehmen im ganzen Land bedeutende Geschäftschancen erschließen und auf diese Weise Wachstum und Erfolg des kanadischen Schiffbausektors fördern.

Dazu Kamen Stoykov, Marine Sales & Projects Manager von MAN Energy Solutions, Kanada: „MAN ist sehr erfreut über die Zusammenarbeit mit der Ocean Group im Rahmen der kanadischen National Shipbuilding Strategy. Für die neuen großen Marineschlepper der Royal Canadian Navy liefern wir MAN 175D-Schnellläufer-Antriebsmotoren und Stromgeneratoren auf dem neuesten Stand der Technik. Diese modernen Motoren werden mit der neuesten Umwelttechnik von MAN ausgestattet und erfüllen die neuesten Umweltvorschriften. Darüber hinaus sorgen digital gesteuerte Kraftstoffanlagen für optimale Kraftstoffeffizienz.“

Stoykov weiter: „MAN Energy Solutions betrachtet diesen Vertrag – zusammen mit den kürzlich erteilten Aufträgen über AOPS (Patrouillenschiffe für arktische Gewässer) und JSS (Einsatztruppen-Unterstützungsschiffe) – als Vertrauensvotum der Royal Canadian Navy in unsere Technologie und unseren Support. Im Gegenzug setzen wir unser Engagement und unsere Geschäftstätigkeit in Kanada fort, indem wir weiterhin in unsere Werke an der Atlantik- und der Pazifikküste investieren und qualifizierte Arbeitsplätze schaffen. MAN sieht der künftigen Zusammenarbeit mit der Royal Canadian Navy mit Freude entgegen.“

MAN hat bereits erfolgreich in Aspin Kemp and Associates – spezialisiert auf Stromversorgung, Energiemanagement und Antriebssysteme – auf Prince Edward Island (PEI) investiert und unterstützt damit das Ziel des kanadischen Staats, die maritime Industrie Kanadas neu zu begründen, ihr Wachstum zu fördern und kanadischen Unternehmen den Zugang zu den Weltmärkten zu öffnen.

Die neuen IMO Tier III-Schiffe gehören zum Naval Large Tug-Projekt (NLT-Projekt) und beruhen auf dem bewährten RAmparts 2400-Konzept der Robert Allan Ltd.

Daten des ausgewählten NLT-Konzepts:
• Antrieb: 2 IMO Tier III-konforme 12V175D-MM-Motoren von MAN
• Gesamtlänge: 24,40 m
• Breite auf Spanten: 11,25 m
• Tiefgang: 5,40 m
• Pfahlzug: 60 t
• Geschwindigkeit: 12 Knoten
• Besatzung: 6

Über OCEAN Industries
OCEAN Industries Inc. ist eine kanadische Werft und gehört zur Ocean Group, einem führenden Unternehmen für integrierte maritime Dienstleistungen in Kanada und international.

Über Robert Allan
Die Robert Allan Ltd. ist eine international renommierte Schiffbaufirma aus Vancouver, Kanada, die sich seit 1930 mit innovativen Konzepten für Schiffe nahezu jeden Typs, von Hochleistungsschleppern über Fähren bis zu hochmodernen Forschungsschiffen, einen Namen gemacht hat.

www.man-es.com

Inhaltsverzeichnis / Aufträge/Ablieferungen
Weltweit erste Bestelloption zur LPG-Nachrüstung für vier weitere Motoren

Kopenhagen, 20. Februar 2020 | MAN Energy Solutions hat bekanntgegeben, dass das in Oslo notierte Unternehmen BW LPG, der erste Schiffseigner, der Nachrüstungsaufträge für den MAN B&W ME-LGIP-LPG-Motor erteilt hat, nun eine Option aus dem ursprünglichen Vertrag ausgeübt und vier weitere Nachrüstungen bestellt hat.

Der ursprüngliche Vertrag umfasste die weltweit erste Nachrüstung von vier MAN B&W 6G60ME-C9.2-HFO-Verbrennungsmotoren auf 6G60ME-C9.5-LGIP-Dual-Fuel-Motoren mit LPG-Betrieb. BW LPG hat die zusätzlichen Nachrüstungen auf der Grundlage eines erfolgreichen TAT-Verfahrens (Type Approval Test) für den ersten ME-LGIP-Nachrüstmotor (Liquid Gas Injection Propane) bestellt, der kürzlich in Korea im Werk der STX HI Corporation, einem Zweitakt-Lizenznehmers von MAN Energy Solutions, durchgeführt wurde.

Der ursprüngliche Vertrag wurde vor der offiziellen Markteinführung des ME-LGIP-Motors durch MAN B&W im September 2018 in Kopenhagen unterzeichnet. Der Vertrag wurde im Rahmen einer Veranstaltung öffentlich übergeben.

Pontus Berg, Executive Vice President Technical and Operations bei BW LPG, erklärte: „Die Aufstockung der Gesamtinvestition von BW LPG auf nunmehr acht Dual-Fuel-Motoren ist Teil unseres unternehmerischen Engagements für eine nachhaltige Entwicklung des Unternehmens. Durch Investitionen in diese bahnbrechende Antriebstechnologie modernisiert BW LPG seine bestehende Flotte und reduziert die im Betrieb entstehende Umweltbelastung. BW LPG freut sich über die Zusammenarbeit mit MAN Energy Solutions, und wir gratulieren dem Team zum erfolgreichen Abschluss des TAT-Verfahrens, dessen Ergebnisse die Erwartungen übertroffen hat. Wir sind davon überzeugt, dass BW LPG durch solche Partnerschaften in der Lage sein wird, einen branchenführenden Kundenservice zu bieten und bessere Erträge für unsere Anteilseigner erzielen kann. Wir können damit auch eine führende Rolle beim weltweiten Übergang zu sauberer Energie übernehmen.“

Wayne Jones, Chief Sales Officer und Mitglied des Vorstands von MAN Energy Solutions, ergänzte: „BW LPG ist offensichtlich mit den Ergebnissen des TAT-Verfahrens sehr zufrieden, mit dem das große Potenzial des ME-LGIP-Motors unter Beweis gestellt wurde. Seine Entwicklung erfolgte im Rahmen unserer 'Maritimen Energiewende', unserem Aufruf, Maßnahmen zur Reduzierung von Emissionen und zur Etablierung grüner Treibstoffe in der globalen Schifffahrt einzuleiten. Mit dem Dual-Fuel-Motoren-Portfolio von MAN Energy Solutions konnten bisher insgesamt über 400 Projekte mit sauberen Kraftstoffen wie LNG und LPG realisiert werden. Dies unterstreicht die führende Position des Unternehmens in diesem kritischen Marktsegment.“

Jens Seeberg, Leiter des Bereichs Retrofit & Upgrades Zweitaktmotoren bei MAN Energy Solutions fügte hinzu: „Die Ergebnisse des TAT-Verfahrens sind sehr ermutigend. Das Eintreffen der ursprünglichen Bestellung noch vor der offiziellen Markteinführung der ME-LGIP-Motoren, war ein deutliches Anzeichen dafür, wie zeitgemäß diese Technologie ist. BW LPG wird als wichtige Referenz dafür dienen, dass Dual-Fuel-Motoren mit LPG optimal betrieben werden können.“

Brian Østergaard Sørensen, Vice President und Leiter des F&E-Bereichs für Zweitakt-Motoren bei MAN Energy Solutions, führte aus: „Wir sehen auch im BW LPG-Tankersegment ein großes Potenzial für weitere Nachrüstungen der großen Flotte des Unternehmens. Von der Nachrüstung werden die BW LPG-Schiffe sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch profitieren, da sie durch die Nutzung der von ihnen beförderten LPG-Fracht, die im Vergleich zu HFO ein günstiges Preisniveau hat, Zugang zu schwefelkonformem Brennstoff erhalten. Die geringeren Emissionen der nachgerüsteten Schiffe werden sich ebenfalls erheblich auswirken. Hinzu kommt, dass eine weltweit wachsende LPG-Infrastruktur das Bunkern zukünftig erheblich erleichtern wird. Ich möchte unserem Lizenznehmer STX HI für die Unterstützung und Zusammenarbeit bei diesem erfolgreichen TST-Verfahren für den ersten MAN B&W ME-LGIP-Motor danken.“

Über die BW LPG
BW LPG ist der weltweit führende Eigner und Betreiber von LPG-Schiffen. Das Unternehmen besitzt und betreibt derzeit 51 VLGC- (Very Large Gas Carrier) und LGC-Tanker (Large Gas Carrier), darunter zwei VLGC-Neubauten mit einer Gesamttragfähigkeit von 4.159.213 cbm. Mit vier Jahrzehnten Betriebserfahrung in der LPG-Schifffahrt und erfahrenen Seeleuten und Mitarbeitern bietet BW LPG seinen Kunden einen flexiblen und zuverlässigen Service. BW LPG ist in neun Ländern vertreten, operiert von Singapur aus und ist auf den Bermudas ansässig.

www.man-es.de

Inhaltsverzeichnis / Aufträge/Ablieferungen
Erstbebunkerung des Forschungsschiffes „Atair“ bildet den Auftakt für die Zusammenarbeit von Nauticor und Fassmer

Hamburg, 14. Februar 2020 | Der Hamburger LNG-Lieferant Nauticor und Fr. Fassmer mit Sitz in Motzen/Berne starten die Zusammenarbeit bei Neu- und Umbauten von Schiffen mit LNG-Antrieb. Beide Unternehmen sind führend in der Etablierung von LNG als Treibstoff für Schiffe, Nauticor mit seiner flächendeckenden Versorgung von Schifffahrtskunden mit LNG in Nordwesteuropa und Fassmer als erfahrene Werft für Schiffe mit alternativen Antrieben. Durch die Zusammenarbeit erhoffen sich beide Unternehmen Synergieeffekte bei der Inbetriebnahme von Neu- oder Umbauten, die mit LNG-Antrieb und den entsprechenden Systemkomponenten ausgestattet wurden.

Richard Schröder, Geschäftsführer von Nauticor, zeigte sich zuversichtlich, dass "die Zusammenarbeit der beiden Unternehmen entscheidende Vorteile für die Kunden der Werft bringt. Zusätzlich zur Erfahrung der Werft beim Bau und Umbau von Schiffen mit LNG-Antrieb können die Kunden auch von Nauticor's Expertenwissen in Bezug auf Einkauf, Lagerung und Transport bis hin zur Bebunkerung von Schiffen mit LNG profitieren. Die erfolgreiche Erstbebunkerung der "Atair" verdeutlicht die Bedeutung einer Kooperation bei zukunftsweisenden Projekten wie diesem ersten deutschen Forschungsschiff mit LNG-Antrieb."

Eine erste Zusammenarbeit der beiden Unternehmen gab es bereits 2015, als der Fährneubau "Helgoland", das erste in Deutschland gebaute Fährschiff mit LNG-Antrieb, auf dem Gelände der Fassmer Werft von Nauticor (damals noch unter dem Namen Bomin Linde LNG) erstmals mit LNG bebunkert wurde.

Dementsprechend erfreut zeigte sich auch der Projektleiter Herr Schmidt von der Firma Fassmer: "Als einer der wenigen Werftstandorte in Europa mit Erfahrung im Bau von Schiffen mit LNG-Antrieb sehen wir eine steigende Nachfrage nach Neu- und Umbauten mit dem umweltfreundlichen Antrieb. Durch die gute Zusammenarbeit mit Nauticor bei diesen Projekten, konnte der gesamte LNG Bunkervorgang effizient und sicher geplant und umgesetzt werden. Dadurch entstehen zusätzliche Anreize für Schifffahrtsunternehmen, LNG zu nutzen und neben den Vorteilen für die Umwelt, auch ökonomisch von der Nutzung des alternativen Kraftstoffes zu profitieren."

Den Auftakt für die Kooperation bildete die Inbetriebnahme und erstmalige LNG-Bebunkerung des Forschungsschiffes "Atair" am 06. Februar 2020. Fassmer erhielt den Auftrag für den Bau des neuen Vermessungs-, Wracksuch- und Forschungsschiffes vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH). Das Schiff soll 2020 in Dienst gestellt werden und die bisherige "Atair" ersetzen. Die Experten von Nauticor kümmerten sich um Einkauf und Transport des LNG für die erstmalige Befüllung der Tanks der "Atair" und unterstützten Fassmer bei der Erstbefüllung. Außerdem stellen sie während der gesamten Erprobungsphase die LNG-Versorgung sicher.

www.fassmer.de

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Ausdocken der IONA für P&O Cruises

Papenburg, 10. Februar 2020 | Voraussichtlich in der Nacht von Donnerstag, den 13. Februar 2020 auf Freitag, den 14. Februar 2020 wird die IONA für die britische Reederei P&O Cruises das überdachte Baudock II der MEYER WERFT verlassen. Das Schiff ist mit etwa 184.000 BRZ vermessen, 344,5 Meter lang, 42 Meter breit und bietet mehr als 5200 Passagieren Platz.

Das Ausdocken des Schiffes beginnt etwa um Mitternacht. Nachdem die IONA  ausgedockt wurde, wird das Schiff an der Ausrüstungspier der Werft anlegen und erhält dort seine Schornsteinverkleidung. Das Anlegen an der Ausrüstungspier ist für etwa 3:30 Uhr geplant.

Bis zur Emsüberführung Richtung Nordsee, die voraussichtlich Ende März stattfindet, liegt das Schiff im Werfthafen. Dort wird der Innenausbau fortgesetzt sowie weitere technische Erprobungen an Bord durchgeführt.

Zeitliche Veränderungen beim Ausdocken sind aufgrund von Wetterbedingungen möglich.

Um das Anlegen der IONA an der Pier zu ermöglichen, wird das zurzeit am Ausrüstungskai liegende Schwimmteil für ein weiteres Kreuzfahrtschiff zuvor an einen anderen Liegeplatz im Werfthafen verholt. Nach dem Ausdocken der IONA  wird Schwimmteil für die Odyssey oft he Seas, die im Herbst 2020 fertiggestellt wird, für den weiteren Bau in das dann freie Baudock II manövriert. Dort ist in den vergangenen Monaten bereits der vordere Teil des Kreuzfahrtschiffes in Blockbauweise entstanden.

Alle Zeiten vorbehaltlich der Wetterbedingungen.

www.meyerwerft.de

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Erster 11G90ME-GI-Dual-Fuel-Motor läuft mit 100 % Gas im Werkstatttest

Kopenhagen, 28.01.2020 | Das Unternehmen HHI-EMD (Hyundai Engine Machinery Division) hat den Abschluss des ersten Werkstatttests für den ersten von sechs ME-GI-Motoren bekannt gegeben, die für eine Reihe von Containerschiffen bestimmt sind. Die Schiffe sollen auf Schifffahrtsrouten im Ostpazifik mit dem Heimathafen Singapur eingesetzt werden. MAN Energy Solutions berichtet, dass der Motor während der Tests erfolgreich mit 100 % Last im Gasbetrieb lief.

Bei den sechs Einheiten handelt es sich um MAN B&W 11G90ME-GI-Dual-Fuel-Konfigurationen, die mit LNG betrieben werden und die in den Jahren 2020 bis 2022 ausgeliefert werden sollen. Die Containerschiffe der Neo-Panamax-Klasse werden von der Werft Hyundai Samho Heavy Industries (HSHI) gebaut.

Kapitän Anil Singh, Chief Operating Officer bei Eastern Pacific Shipping, erklärte: „EPS ist stolz darauf, mit MAN zusammenzuarbeiten und wir freuen uns, die ME-GI-Motoren des Unternehmens in unsere übergroßen LNG-Dual-Fuel-Containerschiffe einzubauen. Anstatt eine abwartende Haltung bei den Bemühungen zur Dekarbonisierung und größeren Anstrengungen für den Umweltschutz einzunehmen, entschied sich EPS für die Verwendung von LNG als Schiffsbrennstoff und installiert in diesen Neubauten den MAN Zweitakt-ME-GI-Motor. Wenn die ME-GI-Motoren mit LNG betrieben werden, lässt sich der CO2-Fußabdruck dieser Schiffe durch eine deutliche Senkung der CO2-, NOx- und SOx-Emissionen erheblich reduzieren. Der Erfolg des Werkstatttests bestärkt uns in unserer Entscheidung, und wir freuen uns auf die Aufnahme dieser umweltfreundlichen Schiffstonnage in unsere vielfältige Flotte.“

Markteinführung
Der Werkstatttest erfolgt im Rahmen der Einführung der neuen PBIV-Technologie (Pilot Booster Injection Valve) von MAN Energy Solutions, die je nach verwendetem Brennstoff kleinere oder größere Zerstäubungsbohrungen für die Kraftstoffeinspritzung der Motoren verwendet. Im Gasbetrieb reduziert die Verwendung kleinerer Bohrungen den Verbrauch von Pilotöl auf nur 1,5 %. Dies reduziert den Ölverbrauch auf etwa die Hälfte. Im Dieselbetrieb werden die größeren Bohrungen verwendet.

Die PBIV-Ventile stellen die neueste Piloteinspritztechnologie von MAN Energy Solutions dar, die durch die SPOC-Optimierung (Specific Pilot Oil Consumption) einen Dual-Fuel-Betrieb ermöglicht.

Bjarne Foldager, Senior Vice President und Leiter des Bereichs Zweitaktmotoren bei MAN Energy Solutions, erläuterte: „Dieser Werkstatttest ist aus mehreren Gründen bemerkenswert. Auch hier hat der ME-GI-Motor gezeigt, dass er über eine ausgereifte Technologie verfügt. Er läuft stabil bei 100 % Last im Gasbetrieb und die Einführung unserer PBIV-Technologie hat den Verbrauch von Pilotöl im Vergleich zu früheren Verfahren um die Hälfte reduziert. Der Test zeigte auch, dass der ME-GI-Motor in der Lage ist, Lastwechsel zu bewältigen und einen tadellosen Zylinderzustand aufrechterhalten kann. Damit hat der ME-GI-Motor die Messlatte für den Dual-Fuel-Antrieb noch höher gelegt und ist de facto der Branchenstandard.“

MAN Energy Solutions berichtet, dass über 200 ME-GI-Einheiten in den Auftragsbüchern stehen oder bereits in Betrieb sind, mit Referenzen in jedem wichtigen Marinesegment. Das ME-GI-Konzept hat sich darüber hinaus in über 750.000 Dual-Fuel-Betriebsstunden als bewährte Technologie etabliert.

Der ME-GI-Motor setzt nach wie vor den Standard für umweltfreundliche und zuverlässige Antriebstechnik mit nahtloser Umschaltung zwischen Brennstoffen und Eliminierung von Methanschlupf.

Das Unternehmen gibt auch an, dass es innerhalb seines gesamten Portfolios von Dual-Fuel-Motoren über 250 Verkäufe getätigt hat. Alle Motoren werden mit LNG oder anderen sauberen Kraftstoffen wie LPG und Methanol betrieben. Dies unterstreicht seine Führungsrolle in diesem kritischen Marktsegment.

Der ME-GI-Motor – der neue Industriestandard
Der erfolgreiche ME-GI-Motor (Gas Injection) von MAN Energy Solutions hat einen neuen Industriestandard für Zweitaktantriebsmotoren an Bord von LNG-Tankern, Containerschiffen und weiteren Schiffstypen gesetzt. Die umweltfreundliche und hocheffiziente Zweitakttechnologie löst zudem das Problem des sogenannten Methanschlupfes.

Mit dem ME-GI-Motor geht die Zweitaktentwicklung noch einen Schritt weiter und kombiniert die herausragenden Eigenschaften einer Mehrstoffverbrennung mit der bekannten Zuverlässigkeit der ME-Motoren von MAN Energy Solutions. Das Diesel-Antriebskonzept verleiht dem ME-GI-Motor seine einzigartige Betriebsstabilität und Effizienz. Dies gilt auch für Last- und Kraftstoffwechsel, bei denen eine stabile Umstellung von Brennstoff auf Gas ohne Kraftstoffeinbußen gewährleistet werden kann. Der ME-GI-Motor nutzt die umweltfreundlichste Technologie im Zweitaktmotorsegment.

Darüber hinaus hat MAN Energy Solution einen ME-LGI-Dual-Fuel-Motor (Liquid Gas Injection) entwickelt, der das Dual-Fuel-Portfolio des Unternehmens erweitert und den Einsatz von nachhaltigeren Kraftstoffen wie Methanol und Flüssiggas (LPG) ermöglicht.

Die Maritime Energiewende
MAN Energy Solutions ist davon überzeugt, dass es an der Zeit ist, saubere und dekarbonisierte Lösungen für den Seehandel und den Seeverkehr einzusetzen, die als „Maritime Energiewende“ bezeichnet werden können. Grundsätzlich handelt es sich um den Aufruf des Unternehmens, Emissionen zu reduzieren und Erdgas als bevorzugten Kraftstoff in der globalen Schifffahrt zu etablieren. Es fordert in erster Linie eine globale „Wende zum Gasantrieb“, die von der IMO vorangetrieben wird, und einen gemeinsamen Ansatz der Schifffahrtsindustrie und der Politik im Hinblick auf Investitionen in den Ausbau und die Modernisierung der entsprechenden Infrastruktur.

Über Eastern Pacific Shipping
In einer über 60 Jahre langen Unternehmensgeschichte hat sich die Eastern Pacific Shipping Pte. Ltd. (EPS) zu einem branchenführenden Unternehmen für Schiffsmanagement entwickelt, das sich dem umweltgerechten und technologieorientierten Wachstum der Branche verschrieben hat. EPS hat seinen Hauptsitz seit 30 Jahren in Singapur und folgt seiner Mission, der sichere und effiziente Transportdienstleister der Wahl für die Schifffahrtsindustrie zu sein. Dazu stehen dem Unternehmen 5.000 qualifizierte Mitarbeiter auf See und an Land zur Verfügung, die eine vielseitige Flotte von 14 Millionen Tonnen Tragfähigkeit, bestehend aus Container-, Chemie-, Trockenmassengut-, Gas-, Roh- und Produktölfrachtern sowie Auto- und Lkw-Transportschiffen, betreuen. Das an Land arbeitende Mitarbeiterteam von EPS verfügt über Abteilungen für Innovation, Meerestechnik, Schiffsbetrieb, Schiffsbesatzungen, IT, Recht, Finanzen und Handel.

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MAN Cryo: Brenngasversorgungssystem für eisbrechende RoRo-Schiffe

Kopenhagen, 22.01.2020 | MAN Cryo, eine Tochtergesellschaft von MAN Energy Solutions und Hersteller von LNG-Brenngasanlagen für die Schifffahrt, hat einen Vertrag über die Lieferung von LNG-Brenngasversorgungssystemen an die schwedische Reederei Wallenius SOL im Zusammenhang mit dem Bau von zwei RoRo-Schiffen auf der chinesischen Werft Yantai Raffles unterzeichnet. MAN Energy Solutions wurde auch beauftragt, zwei 9L28/32DF-Dual-Fuel-Hilfsmotoren für jedes Schiff zu liefern. Wallenius SOL erklärt, dass die Schiffe mit LNG betrieben werden, wodurch sie zu den umweltfreundlichsten Schiffen in diesem Teil der Welt gehören werden. Nach der Fertigstellung wird es sich um die größten Schiffe handeln, die den finnisch-schwedischen Eisklassestandard 1A Super erfüllen und einen ganzjährigen Betrieb im zugefrorenen Bottnischen Meerbusen gewährleisten können.

Die 242 Meter langen Neubauten werden eine Geschwindigkeit von 20 Knoten erreichen und über eine Kapazität von 5.800 Lademetern verfügen. Die Auslieferung der Schiffe ist für 2021 geplant. Der Vertrag beinhaltet eine Option für zwei weitere Schiffe. Zur Reederei Wallenius SOL gehören die schwedischen Unternehmen Wallenius Lines und Svenska Orient Linien (SOL).

Louise Andersson, Leiterin MAN Cryo, erklärte: „Diese RoRo-Schiffe werden in einem sensiblen, schwefelreduzierten Gebiet und unter harten Winterbedingungen eingesetzt, in denen ein zuverlässiges LNG-Brenngasversorgungssystem von größter Bedeutung ist. Wir freuen uns sehr über das Vertrauen, das uns sowohl die Werft als auch der Reeder mit diesem Auftrag zur Lieferung des Brenngasversorgungssystems für diese einzigartigen Schiffe entgegenbringen.“

Der Lieferumfang von MAN Cryo umfasst:
•             Zwei 685-m3-Vakuumtanks mit Tankverbindungsräumen (TCS) und LNG-Brenngaspumpen

•             Bunkerstationen mit einer Kapazität von 500 m3/h

•             Automatisierungsfunktionen, Notabschaltungs- und Gaswarnsysteme.

Unter Deck montierte Tanks mit Luftschleusen ermöglichen es, die Menge der in die Tankkammern angesaugten Frischluft auf ein Minimum zu reduzieren. Da unter den harten Winterbedingungen die Menge an kalter Luft in den Schiffen auf ein Minimum reduziert werden muss, handelt es sich dabei um einen wichtigen Aspekt.

Reduzierte Umweltbelastung
Die neuen Schiffe werden im Vergleich zu herkömmlichen, mit Schweröl betriebenen RoRo-Schiffen die Umweltbelastung durch einen niedrigeren Brennstoffverbrauch und geringere Emissionen erheblich reduzieren:
•             50 % geringerer Brennstoffverbrauch pro Tonnen-Kilometer durch größere Schiffe, effizientere Motoren und optimiertes Schiffsdesign

•             60 % weniger Treibhausgasemissionen in CO2-Äquivalenten pro Transporteinheit

•             98 % weniger Schwefeldioxidemissionen (SOx)

•             85 % weniger Stickoxide (NOx)

•             95 % weniger Partikelemissionen.

Über Yantai Raffles Shipyard
Die Yantai CIMC Raffles Shipyard gehört zur CIMC Group, einem globalen Energie- und Logistikunternehmen, das sowohl in Shenzhen als auch in Hongkong notiert ist. Das Unternehmen verfügt über drei Werften und vier Entwicklungszentren, von denen sich zwei (Bassoe Technology AB und Brevik Engineering AS) in Skandinavien befinden. Es hat mehrere internationale Offshore- und Schiffsprojekte realisiert. Die mit Eisklasse eingestuften RoRo-Schiffe sind die ersten Schiffe, die die Werft für einen europäischen Betreiber baut.

Über Wallenius SOL
Wallenius SOL ist ein Joint-Venture-Seefrachtunternehmen und besteht aus den Unternehmen Wallenius Lines und Swedish Orient Linien (SOL). Es betreibt Liniendienste von den wichtigsten Häfen im Bottnischen Meerbusen nach und von Europa/Großbritannien und befördert hauptsächlich Papierprodukte sowie Stahl, Lkw-Auflieger und Container. Wallenius SOL hat zwei RoRo-Schiffe mit Flüssiggasantrieb bestellt, die in den Jahren 2019 bis 2021 von Wallenius Marine gebaut werden. Es besteht eine Option für zwei weitere Schiffe. Die Neubauten im Rahmen dieses Auftrags werden die aus fünf RoRo-Schiffen bestehende Flotte des Unternehmens ergänzen.

Über MAN Cryo
AN Energy Solutions hat 2015 den Brenngasspezialisten Cryo AB übernommen und vollständig in sein Geschäft integriert. Unter der Marke MAN Cryo bietet das Unternehmen Systeme zur Lagerung, Verteilung und Handhabung von Flüssiggasen an.

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Der MAN 175D-Motor Königlich-Thailändischen Marine

Copenhagen, 23.01.2020 − MAN Energy Solutions hat den Auftrag zur Lieferung der Hauptantriebsmotoren für zwei neue 41 m lange Patrouillenschiffe der Königlich-Thailändischen Marine erhalten. Jedes Schiff wird von zwei MAN 16V175D-MM-Motoren angetrieben. Sie entsprechen dem IMO Tier II-Standard und verfügen über eine Leistung von jeweils 2.960 kW bei 1.900 U/min. Die Neubauten werden von der Marsun-Werft in Thailand gebaut und sollen im August 2020 ausgeliefert werden.

Die Königlich-Thailändische Marine setzt bereits Motoren von MAN Energy Solutions auf ihren Offshore-Patrouillenschiffen der Krabi-Klasse ein. Ein zweites Schiff dieser Klasse wurde im vergangenen September in Betrieb genommen.

Barend Thijssen, Leiter Four-Stroke Marine Sales & Licensing bei MAN Energy Solutions, erklärte: „Wir freuen uns, unsere Präsenz in der Flotte der Königlich-Thailändischen Marine mit diesen beiden neuen Schiffen zu erweitern. Der 175D-Motor wird aufgrund seiner hervorragenden Leistung und der effizienten Betriebskosten zunehmend bei Behördenschiffen eingesetzt.“

Mit ihrem umfassenden Motorenportfolio kann MAN Energy Solutions Antriebslösungen für ein breites Spektrum von Marine- und Behördenanwendungen anbieten, von schnellen Patrouillenbooten bis hin zu großen Amphibien- und Hilfsschiffen.

Der MAN 175D-Motor
MAN Energy Solutions hat die Motorenreihe MAN 175D entwickelt, um sein Produktportfolio im maritimen Bereich zu ergänzen und zu vervollständigen. Die 12-, 16- und 20-Zylinder-Varianten des Motors sind mit einer Leistung von 1.500 bis 4.000 kW erhältlich. Sie wurden für den Antrieb von Fähren, Offshore-Versorgungsschiffen, Schleppern und anderen Arbeitsschiffen optimiert.

Andere Marktbereiche, wie Superyachten und militärischer Schiffbau, werden ebenfalls durch diesen Motortyp bedient. Es handelt sich beim MAN 175D um einen äußerst umweltfreundlichen Motor, der von Anfang an für die Erfüllung neuester und zukünftiger Anforderungen an die Abgasemissionen ausgelegt wurde. Der Motor besitzt ein sehr kompaktes und flexibles SCR-System, das es Schiffskonstrukteuren ermöglicht, den an Bord verfügbaren Platz zu optimieren.

 Über die Marsun-Werft
Der Standort der 1980 gegründeten Marsun Public Company Ltd. liegt geografisch günstig an der Mündung des Chao Phraya Flusses in der Nähe von Bangkok. Die Werft hat über 300 Schiffe verschiedener Typen, darunter Marine- und Zivilschiffe, ausgeliefert. Die Marsun-Werft bietet thailändischen und internationalen Kunden auch Beratungsdienstleistungen bei Design, Konstruktion und Reparatur von Schiffen an.

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Abeking & Rasmussen übergibt die nächste Superyacht ihrem Element

Lemwerder, 18. Januar 2020 | Abeking & Rasmussen in Lemwerder hat heute die brandneue 68m Megayacht „SOARING“ eindrucksvoll zu Wasser gelassen. Bereits Anfang dieser Woche kam die elegante Superyacht aus ihrer Halle und wurde auf den Syncrolift verfahren, bevor sie heute Morgen zum ersten Mal Weserwasser unter dem Kiel verspürte.

Benannt nach dem majestätischen Aufschwung eines Adlers, wird die Yacht nun für ihre Hafen- und Seeversuche vorbereitet und pünktlich im April an ihren Eigner übergeben.

Wie bei allen Yachten aus dem Hause Abeking & Rasmussen handelt es sich bei „SOARING“ um eine Sonderanfertigung, die keine Wünsche des Eigners unerfüllt lässt. Für Inneneinrichtung und Außendesign zeigt sich das Bremer Design-Studio „FOCUS Yacht Design“ verantwortlich. „Wir sind sehr begeistert, wie großartig unsere Konzepte für Innen- und Außendesign umgesetzt worden sind. Die Werft funktioniert wie ein Uhrwerk und die Möglichkeit für uns, das äußere Erscheinungsbild auf die Inneneinrichtung abzustimmen, ermöglicht einen ganzheitlichen Ansatz. So erscheint die Yacht gleichzeitig modern und zeitlos. “ sagte Thomas Mühe, Geschäftsführer FOCUS Yacht Design.

"Superyacht Technical Services" hat den Bauprozess für die Eignerseite sorgfältig in enger Zusammenarbeit begleitet.

Mit einer Größe von mehr als 1.500 GT ist die Yacht für die Erkundung der schönsten Reiseziele der Welt geeignet.

Die vielfältige Abeking & Rasmussen Flotte wird mit dieser Megayacht erweitert um eine klassische „Gentleman´s Yacht“ mit eleganter Silhouette und exquisitem Interieur.

Nach Cloudbreak, Aviva, Elandess und Excellence beweist A&R mit diesem Neubau einmal mehr ihr Können, die unterschiedlichsten Eignerwünsche in die Realität umzuwandeln.

"SOARING" wird nicht nur dem Eigner selbst, sondern auch als Charter-Yacht zur Verfügung stehen. Das Management sowie auch die Vercharterung der MY SOARING werden vom renommierten Yachtbüro Ocean Independence mit Sitz in Zürich koordiniert.

www.abeking.com

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Das Projekt SeaClear: Saubere Meere dank Roboter und AI

Hamburg, 03. März 2020 | In den Ozeanen befinden sich schätzungsweise zwischen 26-66 Millionen Tonnen Müll, von denen sich über 90% auf dem Meeresboden sammeln. Bislang konzentrieren sich Bemühungen, diesen Müll wieder einzusammeln, vor allem auf den Abfall an der Wasseroberfläche. Aufgrund des technischen Aufwands wurden bisher nur wenige Anstrengungen zur Sammlung von Unterwasserabfällen unternommen. Noch gibt es keine Lösung, die autonome Roboter für die Sammlung von Unterwasserabfällen einsetzt. Ein Forscherteam in einem Konsortium von acht europäischen Partnern aus Deutschland, den Niederlanden, Kroatien, Frankreich und Rumänien arbeitet nun an der Entwicklung von autonomen Robotern für das Einsammeln von Unterwasserabfällen. Das Ziel von SeaClear - ein Akronym für "SEarch, identificAtion, and Collection of marine LittEr with Autonomous Robots" - ist es, die Roboter autonom und ohne menschliche Ferneingriffe zu betreiben. Das Konsortium plant neue Entwicklungen in der Müllkartierung, -klassifizierung und in der Robotersteuerung. Wenn das SeaClear-System voll einsatzfähig ist, soll es Unterwasserabfälle mit einer Erfolgsquote von 80% erkennen und klassifizieren und diese mit einer Erfolgsquote von 90% sammeln.

Im Rahmen des SeaClear-Projekts wird eine gemischte Auswahl unbemannter Unterwasser-, Oberflächen- und Luftfahrzeuge zusammengestellt, um Abfall am Meeresboden zu finden und zu sammeln. Das Projekt plant den Einsatz autonomer Drohnen zur Untersuchung der Korrelation zwischen Oberflächen- und Unterwasserabfällen. Die Unterwasserfahrzeuge werden mit speziellen Sauggreifern für kleine und große Abfälle ausgestattet. Das entwickelte System wird in zwei Fallstudien getestet: im Hamburger Hafen und in einem touristischen Gebiet in der Nähe von Dubrovnik. Neben dem Fraunhofer CML und den beiden Endnutzern umfasst das Konsortium ein KMU, das bewährte Hardware für die Plattform liefert, sowie drei akademische Einrichtungen mit komplementären Fachkenntnissen in den Bereichen Unterwasser- und Luftrobotik, Sensorik, Kartierung und Steuerung. SeaClear erhält 5 Millionen Euro Finanzierung aus dem Forschungs- und Innovationsprogramm Horizon 2020 der Europäischen Union.

Die wichtigste Aufgabe des CML ist das Management und die Umsetzung der „Systemintegration“. In diesem Arbeitspaket werden die Hard- und Softwareinfrastruktur sowie die Schnittstellen für den Datenaustausch zwischen den Roboterfahrzeugen und einem Landkontrollzentrum entworfen und implementiert. Die zuverlässige und robuste Übertragung von Informationen ist eine entscheidende Voraussetzung dafür, dass das Landkontrollzentrum später den Einsatz, die Navigation und die Überwachung der unbemannten Fahrzeuge steuern kann.

www.cml.fraunhofer.de

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MEYER WERFT und Partner spenden 25.000 Euro

Papenburg, 22. Januar 2020 | Im Namen der MEYER WERFT übergaben Klaus Lübbers (Mitglied der Geschäftsleitung Einkauf und Logistik) und Paul Bloem (Mitglied der Geschäftsleitung Corporate Public Affairs, Corporate Social Responsibility, Corporate Communications) symbolische Spendenschecks in Höhe von 15.000 Euro an die IFI Kinderheim Leer gGmbH und 10.000 Euro an den Verein zur Förderung aufsuchender kirchlicher Jugendarbeit (AukiJu) Papenburg e.V

Gesammelt wurde das Geld im Rahmen der weihnachtlichen Aktion „Spenden statt Geschenke“. Mit der Aktion ruft die MEYER WERFT Partner und Zulieferer seit 2015 dazu auf, auf weihnachtliche Aufmerksamkeiten für die Mitarbeiter der Werft zu verzichten und stattdessen Hilfsorganisationen zu unterstützen.

Viele Partnerfirmen kamen der Bitte nach und spendeten insgesamt 18.500 Euro. Die Geschäftsleitung der MEYER WERFT entschied sich, die Summe auf 25.000 Euro aufzurunden. Nachträglich sind sogar noch weitere Spenden eingegangen.

„Das Engagement und die wohltätige Arbeit der beiden Vereine ist beeindruckend und von großer Bedeutung. Daher freue ich mich besonders, dass so viele Partner unserer Bitte nachgekommen sind und die beiden Vereine mit dieser Spende unterstützt werden können“, so Klaus Lübbers.

www.meyerwerft.de

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GERMAN NAVAL YARDS KIEL leitet juristische Schritte gegen MKS 180- Vergabe ein

Kiel, 20.01.2020 | Die Kieler Werft German Naval Yards (GNYK) wird gegen die Entscheidung des Bundesverteidigungsministeriums zur Vergabe des Mehrzweckkampfschiffes MKS 180 an ein niederländisch geführtes Konsortium rechtlich vorgehen.

„Nach gründlicher Prüfung haben wir uns entschieden, die Vergabeentscheidung zu rügen“, sagte ein Sprecher der Werft. Er fügte hinzu: „Wir haben erhebliche Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Entscheidung und werden deshalb alle juristischen Möglichkeiten, die uns zur Verfügung stehen, ausschöpfen.“

Damit macht GNYK von seinem im Vergaberecht bestehenden Recht Gebrauch, die Entscheidung überprüfen zu lassen.

www.germannaval.com

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New DNV GL joint industry report offers recommendations for enhanced battery safety on vessels

Oslo, 7 January 2020 | In collaboration with the Norwegian, Danish and US maritime authorities, battery manufacturers, system integrators, suppliers of fire extinguishing systems, shipyards and shipowners, DNV GL has released a new report on battery safety in ships. The report assesses explosion and fire risks in maritime battery installations and the effectiveness of fire extinguishing systems in the event of a battery fire.

 Batteries onboard ships are both environmentally friendly and cost-effective solutions that we wish to see more of in the future. This project has been important in learning the risks of these systems and using the new insight to improve safety requirements,” says Lars Alvestad, Acting Director of the Norwegian Maritime Authority.

A battery fire can produce very hot fires, as well as the risk of explosion due to gases produced by the battery. DNV GL’s new report presents the results of research on what happens during a fire in a battery compartment, the release of gases, and the usefulness of various extinguishing systems in combatting the fire and preventing explosions. One of the most important findings concerns ventilation systems, which are critical to avoiding an accumulation of explosive gas. The report concludes that ventilation alone will not adequately mitigate gas accumulation if a significant portion of the battery system ignites.

"In addition to fire suppression and ventilation, the battery design must have preventative safety barriers so that the fire and gas emissions are limited to as small a part of the battery system as possible," says Henrik Helgesen, Project Manager for the research project and Senior Consultant at DNV GL.

The report provides new recommendations on ventilation systems, based on a newly created model which identifies the appropriate size and type of ventilation system based on a vessel’s battery installation. Early fire and gas detection are also essential, meaning that the gas sensor should be located as close to the battery as possible.

Launched in 2017, the research project draws on the experience of a wide range of maritime stakeholders. “It is very important for us to work closely with all parts of the industry and understand the full picture as we work to promote safety in our regulatory development work,” says Denis Cederholm-Larsen, Senior Ship Surveyor at the Danish Maritime Authority.

The following partners have contributed to the research:

•             The Norwegian Maritime Authority
•             The Danish Maritime Authority
•             The Maritime Administration (MARAD)
•             Norwegian Defence Research Establishment (FFI)
•             Corvus Energy, supplier of maritime battery systems
•             FIFI4MARINE, supplier of Lithium-ion fire extinguishing systems
•             Nexceris, developer of technology for battery gas sensors
•             Kongsberg Maritime (former Rolls Royce Marine AS), supplier of propulsion technology
•             ABB, supplier of propulsion technology
•             Stena, ship owner and ferry operator
•             Scandlines, ship owner and ferry operator
•             Damen, ship yard
•             Marioff, supplier of fire extinguishing systems
•             Leclanche, supplier of battery systems
•             Super-B, supplier of battery systems
•             DNV GL

The report can be downloaded here.

www.dnvgl.com/maritime

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Rolls-Royce-Geschäftsbereich Power Systems steigert im Jahr 2019 Umsatz und Gewinn

FRIEDRICHSHAFEN, 02. März 2020 | Der Geschäftsbereich Power Systems von Rolls-Royce ist im Jahr 2019 trotz schwieriger Marktbedingungen erneut gegen den generellen Trend gewachsen und hat vor diesem Hintergrund ein starkes Jahresergebnis erreicht. Der bereinigte Umsatz stieg um 4 Prozent auf 3,55 Mrd. £ (4,04 Mrd. €, alle €-Beträge auf Basis konstanter Wechselkurse) und überstieg damit umgerechnet erstmals die Vier-Milliarden-Euro-Schwelle. Der bereinigte Betriebsgewinn wuchs um 15 Prozent auf 357 Mio. £ (407 Mio. €), was einer bereinigten Umsatzrendite von 10,1 Prozent (2018: 9,2 Prozent) entspricht. Mit 23 Prozent Anteil am Gesamtumsatz des britischen Technologiekonzerns Rolls-Royce bleibt Power Systems der zweitgrößte Geschäftsbereich.

„Wir haben vor allem die Position unserer Produkte und Lösungen der Marke MTU in einem zurückgehenden Markt erneut ausgebaut. Das ist eine solide Basis, um immer stärker als Anbieter integrierter klimaschonender und umweltfreundlicher Antriebs- und Energielösungen aufzutreten. Mit ihnen treiben wir die Energiewende voran und setzen unsere Strategie PS 2030 konsequent um“, sagt Andreas Schell, CEO von Rolls-Royce Power Systems.

Energieumsatz erstmals Nummer 1 – Marineumsatz steigt leicht
Vor allem der global wachsende Energiebedarf zeigt, welchen Stellenwert die umwelt- und klimaschonende Energiebereitstellung hat. Das Geschäft mit Lösungen zur Energiegewinnung wurde mit einem Anteil von 35 Prozent (2018: 30 Prozent) am bereinigten Umsatz im Jahr 2019 erstmals zum umsatzstärksten Segment. Der Umsatz mit Marinelösungen stieg nur leicht, weshalb sich ihr prozentualer Anteil am Umsatz auf 28 Prozent (2018: 29 Prozent) verringerte. Bei den Industrieantrieben für Landmaschinen und Baufahrzeuge sowie für die Eisenbahn sank der Umsatzanteil von 31 auf 25 Prozent. Kunden verwendeten im Jahr 2019 Motoren aus ihren Lagerbeständen, die sie bis Jahresende 2018 vor Inkrafttreten neuer Abgasregeln aufgebaut hatten. Verteidigungstechnik und andere Produkte kommen auf 12 Prozent. Bei den Neuprodukten sind von den Kunden zunehmend Gesamtsysteme gefragt. „Das zeigt, dass wir mit der Strategie, uns vom Motorenlieferanten zum Lösungsanbieter zu entwickeln, genau richtig liegen“, so Schell weiter.

Die Umsatzerlöse für Serviceleistungen und -produkte stiegen über alle Segmente hinweg um 4 Prozent und tragen zu etwa 33 Prozent zum Umsatz des Geschäftsbereichs bei.

„Alle Finanzkennzahlen zeigen einen solide aufgestellten Geschäftsbereich, der im dritten Jahr in Folge profitables Wachstum erwirtschaftet hat. Der bereinigte Umsatz von erstmals über 4 Milliarden Euro und das erfolgreiche Abschneiden im Vergleich zu den Wettbewerbern haben 2019 zu einem starken Jahr gemacht“, analysiert CFO Louise Öfverström.

Der Auftragsbestand lag Ende 2019 mit 2,93 Mrd.£ (3,44 Mrd. €) nur 5,6 Prozent unter dem Vorjahreswert. Dazu trugen auch große Aufträge aus Fernost bei, wo der Geschäftsbereich Power Systems neue Märkte erschließt.

Für das Jahr 2020 erwartet der Geschäftsbereich Power Systems eher moderates Wachstum. Im ersten Halbjahr 2020 setzt sich die gesamtwirtschaftliche Schwäche des zweiten Halbjahres 2019 fort und könnte sich weiter verschärfen. Grund dafür sind die wirtschaftlichen Konsequenzen aus der Verbreitung der Covid-19-Krankheit. In der zweiten Hälfte des Jahres 2020 scheint eine wirtschaftliche Erholung möglich. „Das Geschäftsjahr 2020 erfolgreich zu bestreiten wird zu einer großen Herausforderung“, fasst Öfverström zusammen.

Der derzeit geringeren Nachfrage begegnet das Unternehmen mit einer Reihe von Maßnahmen: verstärkter Einsatz von Instrumenten zur Flexibilisierung von Arbeitszeit, stringente Kostenkontrolle und effizienter Steuerung des Umlaufvermögens.

Zukunftsprogramm FIT2X begonnen – SuB bis 2023 abgeschlossen
Längerfristig angelegt ist das Zukunftsprogramm „FIT2X“, mit dem sich der Geschäftsbereich Power Systems auf die Aufgaben der weiteren Transformation zum Anbieter integrierter Lösungen vorbereitet. „Wir befinden uns im Spannungsfeld zwischen sich verschärfenden Marktbedingungen und dem Umbruch zu neuen Lösungen“, sagt Louise Öfverström, die das Programm verantwortet. Das Programm soll sowohl profitables Wachstum als auch effizientere Prozesse ermöglichen, beispielsweise durch Digitalisierung. Die im Jahr 2019 abgeschlossene Standort- und Beschäftigungssicherung (SuB) für die Werke in Friedrichshafen bietet dafür den flexiblen Rahmen.
Gleichzeitig hat FIT2X auch die Aufgabe, innerhalb des Geschäftsbereichs den Wandel zu einer agilen und eigenverantwortlichen Arbeitskultur herbeizuführen.

Strategische Überprüfung von Bergen Engines
Die Weiterentwicklung des Geschäftsbereichs beinhaltet auch, Produktprogramm und Strategie ständig aufeinander abzustimmen. Die Tochtergesellschaft Bergen Engines, Hersteller von mittelschnelllaufenden Gas- und Dieselmotoren für die Schifffahrt und die Energiegewinnung, wird deshalb einer strategischen Überprüfung unterzogen. „Wir sind zum Ergebnis gekommen, dass sich Bergen Engines mit seinem attraktiven Produktportfolio in einem anderen Umfeld besser entwickeln wird als im Geschäftsbereich Power Systems von Rolls-Royce“, begründet Andreas Schell diese Entscheidung.
Ab dem Geschäftsjahr 2020 zählen die Ergebnisse von Bergen Engines nicht mehr zum Geschäftsbereich Power Systems.

Lösungen für die Energiewende und gegen den Klimawandel
Vor einer stärkeren Ausrichtung in Richtung Umweltschutz und Klimaneutralität steht auch das Portfolio der Produkt- und Lösungsmarke MTU. „Die Herausforderungen der Energiewende und des Klimawandels packen wir technologieoffen und ohne Dogma an“, sagt Schell. „Denn wir entwickeln eine Vielzahl von Technologien, um die Umwelt zu schützen und die weitere Erderwärmung zu bremsen. Diese Technologien werden wir in unseren integrierten Lösungen auch in Kombination einsetzen, um Antriebsleistung und Energie möglichst klimaneutral und umweltschonend bereitzustellen. Daran arbeiten wir mit Nachdruck.“ Schell betont: „2020 wird das erste Jahr sein, in dem wir nicht ausschließlich Produkte ausliefern, die Verbrennungskraftstoff benötigen.“ Im Sommer steht die Auslieferung des ersten Batteriecontainers für einen Solarpark in Brandenburg an.

Microgrid-Kompetenzzentrum in Berlin
Die kürzlich erworbene Mehrheitstochter Qinous in Berlin wird zum Kompetenzzentrum für das Geschäftsfeld Microgrids ausgebaut, in dem sämtliche Funktionen rund um die autarken, umweltfreundlichen Netze gebündelt werden - mit Mitarbeitern aus den Standorten Berlin, Friedrichshafen, Augsburg und Ruhstorf. Derzeit laufen Verhandlungen mit mehreren potenziellen Kunden für Microgrids, die erneuerbare Energiequellen, klassische dezentrale Stromerzeugung und Batteriespeicher mit einer intelligenten Steuerung verbinden.

Umweltschonende Hybrid- und Gasantriebe gehen in Betrieb
Als umwelt- und klimaschonende Serienprodukte sind beispielsweise Hybridantriebe und Gasmotoren erhältlich. Das MTU Hybrid-PowerPack für Triebwagen speichert Energie, die normalerweise beim Bremsen an die Umwelt abgegeben wird, in Batterien und verwendet sie wieder für den Antrieb. Das spart bis zu 25 Prozent Kraftstoff und ermöglicht lokal emissionsfreies und leises Fahren. Das erste Serienmodell wird im Mai an einen Kunden im Vereinigten Königreich ausgeliefert.

Die erste Personenfähre mit MTU-Gasmotoren geht im Mai im holländischen Wattenmeer in Betrieb. Die erste Binnenfähre mit MTU-Gasmotor entsteht derzeit am Bodensee für die Stadtwerke Konstanz. Mobile Gasmotoren stoßen keine Partikel und 80 Prozent weniger Stickoxide aus als Dieselmotoren.

Wasserstoff: Forschung für Power-to-X
Eine zentrale Rolle in den Zukunftsszenarien des Unternehmens spielt die Wasserstofftechnologie. „Wir sind überzeugt, dass Wasserstoff ein Schlüssel zur Energiewende ist“, sagt Schell. Dazu müsse er aber klima- und ressourcenschonend mit Energie aus erneuerbaren Quellen hergestellt sein. Deshalb befasst sich das Unternehmen in mehreren Projekten mit Partnern mit der klimaneutralen Herstellung von Wasserstoff. Dieser ist die Basis, um damit Energie zu gewinnen oder synthetische gasförmige oder flüssige Kraftstoffe daraus herzustellen, auch Power-to-X genannt. „Mit solchen Kraftstoffen können wir Verbrennungsmotoren so gut wie klimaneutral und rohstoffsparend betreiben“, so Schell.

Auch der direkte Einsatz von Wasserstoff als Kraftstoff ist ein Thema für Forschung und Entwicklung für Rolls-Royce. Deshalb entwickelt der Geschäftsbereich Power Systems Einsatzmöglichkeiten von wasserstoffbetriebenen Brennstoffzellen. Bis Ende des Jahres 2020 entsteht im Friedrichshafener Werk ein Demonstrator mit mehreren Brennstoffzellen aus einer Kooperation mit Daimler.

www.rrpowersystems.de

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1. Bewerbertag auf der NEPTUN WERFT

Rostock, 19. Februar 2020 | Die NEPTUN WERFT in Warnemünde ist weiter auf der Suche nach neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Deshalb veranstaltet das Schiffbauunternehmen am 21. März 2020 erstmals einen Bewerbertag auf dem Werftgelände an der Warnow. In der Zeit von 10 Uhr bis 17 Uhr haben Bewerber an diesem Tag die Möglichkeit, die NEPTUN WERFT kennenzulernen sowie mit ihren möglichen künftigen Kollegen ins Gespräch zu kommen.

Die NEPTUN WERFT hat bereits im vergangenen Jahr ihr Team um rund 100 neue Mitarbeiter auf nun 700 Beschäftigte erhöht. Am Bewerbertag werden weitere Fachkräfte für die gewerblichen Berufe im Schiffbau gesucht. Dazu gehören unter anderem Rohrschlosser, Maschinenbauer und Schweißer. Eine Übersicht aller bei der NEPTUN WERFT ausgeschriebenen Stellen gibt es unter

www.neptunwerft.de/de/karriere/index.jsp

Jugendliche, die an einer Ausbildung auf der NEPTUN WERFT interessiert sind, können sich am Bewerbertag über die Ausbildungsberufe auf der Werft informieren. Dazu wird der Bereich Ausbildung mit einem Infostand für die künftigen Fachleute präsent sein. Aktuell werden für den Ausbildungsstart im Jahr 2020 noch junge Leute gesucht. Nach einer Erhöhung der Ausbildungsquote im vergangenen Jahr stellt die NEPTUN WERFT nun jährlich 18 neue Auszubildende ein. Auf sie warten in Rostock-Warnemünde spannende Aufgaben beim Bau von modernen Flusskreuzfahrtschiffen und hochkomplexen Maschinenraum-Modulen für Hochseekreuzfahrtschiffe, die auf der MEYER WERFT in Papenburg und bei MEYER TURKU in Finnland gebaut werden.

Anmeldungen für den Bewerbertag der NEPTUN WERFT sind ab sofort bis zum

20. März online auf www.neptunwerft.de möglich. Während der Anmeldung können auch direkt Bewerbungsunterlagen hochgeladen werden. Zu beachten ist, dass ohne Anmeldung und Bestätigung durch die NEPTUN WERFT am Bewerbertag kein Zutritt zum Werftgelände gestattet werden kann. Bewerber, die bereits bei der Anmeldung ihre Unterlagen hochgeladen haben, können während des Bewerbertages ein Vorstellungsgespräch führen.

www.neptunwerft.de

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Auszubildende absolvieren Abschlussprüfung

Papenburg, 10. Februar 2020 – Die MEYER WERFT verstärkt ihre Mannschaft weiter mit jungen Fachkräften und übernimmt die Absolventen des aktuellen Ausbildungsjahrgangs. 45 Auszubildende und vier Duale Studenten der MEYER WERFT, ein Auszubildender von EMS Maritime Services sowie ein Auszubildender von RE Interior haben ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen.

„Sie haben in Ihrer Ausbildungszeit ein unglaublich spannendes Arbeitsumfeld kennengelernt und sich wichtige Fähigkeiten für den Bau komplexer Schiffe angeeignet. Es freut mich, so gut qualifizierte Facharbeiterinnen und Facharbeiter weiter auf der MEYER WERFT zu haben“, so Tim Meyer.

Im Auditorium der MEYER WERFT übergaben Tim Meyer (Geschäftsführer), Anna Blumenberg (Mitglied der Geschäftsleitung Personal), Erwin Siemens (Ausbildungsleiter) und Nico Bloem (Betriebsratsvorsitzender) nun den Absolventen ihre Zeugnisse, gratulierten den jungen Fachkräften zu ihrem Erfolg und wünschten ihnen für die Zukunft alles Gute.

Die MEYER WERFT beschäftigt aktuell rund 220 Auszubildende in zehn Berufen. Im vergangen Jahr hat das Unternehmen die Ausbildungsquote noch einmal erhöht und stellt nun jährlich rund 75 neue Auszubildende und duale Studenten ein. Aktuell sucht das Unternehmen weiter nach Auszubildenden, dualen Studenten mit Ausbildungsstart in 2021 sowie weiteren Fachkräften. Alle Stellenangebote und weitere Informationen zur Ausbildung und dualen Studiengängen  auf der MEYER WERFT gibt es unter www.meyercareer.com und https://www.meyerwerft.de/de/karriere/ausbildung/

 

Die neuen Fachkräfte wurden von der MEYER WERFT in den folgenden Berufen ausgebildet:

Konstruktionsmechaniker Schiffbau: Markus Buß, Domenik Dirksen, Maven Esders, Jonas Griepenburg, Jann-Niclas Trauernicht

Konstruktionsmechaniker Ausrüstung: Nils Brake, Nils Eiken-Lücken, Kevin Freesemann-Voskamp, Joshua Reinke, Tammo Spieker, Tobias Walker, Ralf Siemen Gerdes

Konstruktionsmechaniker Schweißtechnik: Sinan Akbulut, Lukas Feesche, Amed Gecer, Hasan Kadir, Tim Lüppens, Tristan Walker

Elektroniker für Betriebstechnik: Fabian Cordes, Niels Eden, Hauke Janssen, Sebastian Nintemann, Malte Rudnick, Fabian Sinnigen, Jannes Muising

Industriemechaniker Maschinen- und Anlagenbau: Martin Hinrichs, Timo Kok, Manuel Leemhuis, Marc Meyer, Elias Milou, Nils Roeden, Barnd Schlichting, Leon Tischner

Mechatroniker: Mirco Becker, Jannes Beekmann, Kai Koenen, Tobias Scheiermann, Simon Tülp

Werkstoffprüferin: Cosma Luna Jansen

Technische Produktdesigner: Sven Ole Andrees, Janine Geisemeyer, Nina Huisinga, Markus Kaltwasser, Jana Krallmann, Lina Luikenga, Vanessa Smidt, Marius Timmer

Duales Studium Maschinenbau und Design – Ausbildung Industriemechaniker: Julius Rettberg

Duales Studium Maschinenbau und Design – Ausbildung Technische Produktdesignerin:  Stefanie Strenge

Duales Studium Schiffbau und Meerestechnik – Ausbildung Konstruktionsmechaniker Schiffbau: Finn Graf

Duales Studium Schiffbau und Meerestechnik – Ausbildung Technischer Produktdesigner: Malte Gleim

EMS Maritime Services
Konstruktionsmechaniker Ausrüstung:
Ingo Borchers

RE Interior
Technischer Produktdesigner:
Nils Behrends

www.meyerwerft.de

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MAN Energy Solutions bietet Kunden MAN Fluid Monitor für Schmieröl

Augsburg, 06.02.2020 | Der MAN Fluid Monitor für Schmieröl ist ein leichtes und robustes System, das von MAN Energy Solutions für Industrieanlagen, bei denen eine hohe Schmierölqualität entscheidend ist, entwickelt wurde. Er ermöglicht den Betreibern, die Verschlechterung und Verschmutzung des Schmieröls aktiv und kontinuierlich zu überwachen und ihre Industrieanlagen somit zu schützen. Der in der Praxis bereits bewährte Fluidmonitor erkennt selbst kleinste Abweichungen in den Schmierölsystemen von Vier-Takt-Motoren, Turbomaschinen und Hilfsgeräten in Sekundenschnelle.

Wie MAN Energy Solutions berichtet, erfüllt der Fluidmonitor die CE-Normen und hat bereits über 18.000 Teststunden in industriellen Pilotanlagen zu verzeichnen. Das System ist auch vom Bureau Veritas für den Schiffsbetrieb verifiziert. MAN Energy Solutions hat bereits seinen ersten Auftrag für Geräte von Drittanbietern in der Pazifikregion erhalten.

Arnauld Filancia, Vizepräsident von MAN Energy Solutions, sagte: „Wir wissen, dass Schmieröl das Lebenselixier eines Motors ist und dass 70 % der größeren Schäden auf Schmierölverunreinigungen zurückzuführen sind. Wir wollten eine globale Überwachungslösung entwickeln, die in der Lage ist, den Anforderungen aller rotierenden Maschinen − wie Vier-Takt-Motoren und Turbomaschinen − gerecht zu werden und das unabhängig von der Anwendung, egal ob Schifffahrt, Kraftwerke oder ähnliche. Dieses neue Produkt ist das Ergebnis gezielter Forschung im Bereich der Betriebssicherheit und ist Teil der kontinuierlichen Bemühungen von MAN Energy Solutions, einfach zu implementierende Lösungen zu entwickeln, die die Installationsleistung und Sicherheit verbessern.“

Filancia fügte hinzu, dass das innovative System derzeit der Patentanmeldung unterliegt.

Der neben Laboranalysen eingesetzte MAN Fluid Monitor für Schmieröl warnt das Bedienpersonal mit Alarmen und Stoppempfehlungen, sobald er eine Verschlechterung der Schmierölqualität feststellt und deckt damit einen bereits geringen Verschleiß der mechanischen Teile auf. Die rasche Erkennung von Abweichungen ermöglicht dem Bediener, die Wartung zu antizipieren, wichtige Komponenten zu schützen und den Verschleiß von Teilen vor deren Ausfall zu erkennen, wodurch letztlich die Maschinenverfügbarkeit erhöht wird. Dies ist vor allem in so sensiblen Motorphasen wie dem Neustart wichtig, bei dem 50 Prozent der Schäden auftreten.

www.man-es.com

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PrimeServ stellt MAN EngineVault vor

Kopenhagen, 02. Februar 2020 | MAN PrimeServ, der After-Sales-Service von MAN Energy Solutions, hat ein neues digitales Produkt als Ergänzung seines Nachrüstportfolios vorgestellt. Die neue Initiative mit der Bezeichnung „MAN EngineVault“ soll es Schiffseignern ermöglichen, sich auf die Entwicklungen im Bereich der maritimen Cybersicherheit vorzubereiten, da diese zunehmend an Bedeutung gewinnt. Im Zusammenhang damit planen IMO, SIRE und SOLAS die Einführung neuer Richtlinien ab dem 1. Januar 2021, sodass sich die Verantwortlichen mit der Thematik auseinandersetzen müssen.

MAN EngineVault dient dem gezielten Schutz wichtiger Hauptmotorennetzwerke vor physischen und Online-Cyberangriffen und revitalisiert auf diese Weise vorhandene Motoren, Maschinen, Instrumente, Hilfs- und Steuersysteme, die bereits jahrelang in Betrieb sind.

Als einziges Produkt für die maritime Industrie setzt MAN EngineVault auf eine Kombination aus modernster Software und Hardware. Es bietet Firewall-Schutz sowie umfassenden Whitelisting-Schutz und Schutz auf der Anwendungsschicht und schottet Motorennetzwerke auf diese Weise gegen Bedrohungen praktisch aller Art ab – unter anderem auch gegen Angriffe an Bord mittels USB-Sticks oder anderer physischer Medien, die Schadsoftware enthalten könnten.

Dazu Michael Petersen, Vice President und Head of PrimeServ, Kopenhagen: „Daten prägen die Zukunft der Schifffahrtsindustrie. Motordaten sind für unsere Kunden als Grundlage intelligenterer Entscheidungen und besserer Prognosen besonders wichtig. Uns ist bewusst, dass die Anfälligkeit für Cyberangriffe, die potenziell ganze Unternehmen lahmlegen können, durch die zunehmende Digitalisierung und die wachsende Zahl vernetzter Systeme steigt. Die Implementierung von Verteidigungsbarrieren – nicht zuletzt für die Hauptmotoren der Schiffe – muss daher als unverzichtbares Element eines proaktiven Cybersicherheitsmanagements gelten.“

Neben umfassenden internen Tests unterzog MAN PrimeServ das MAN EngineVault-System auch erfolgreichen Feldtests an Bord der „Adriatic Gas“, einem Semi-Kühlschiff im Eigentum der internationalen Reederei UltraShip.

Kaj Pilemand, Chief Technical Officer von UltraShip, kommentierte: „Unseren Kunden als vertrauenswürdiger Partner gegenüberzutreten, das ist der Schlüssel zu unserer Geschäftstätigkeit. Infolgedessen steht Cybersicherheit in unserer Agenda weit oben. Wir müssen sicherstellen, dass Besatzung, Schiff und Ladung vor physischen und Online-Cyberangriffen geschützt sind, um unseren Verpflichtungen gegenüber unseren Stakeholdern weiterhin nachkommen zu können.“

Petersen fuhr fort: „Eins der Ziele von MAN PrimeServ ist es, dort einen Beitrag zu leisten, wo wir unseren Kunden in ihrer Geschäftstätigkeit einzigartige Vorteile bieten können. Letztendlich optimiert MAN EngineVault die Verfügbarkeit und Effizienz von Bordinstallationen. Es ist unsere feste Überzeugung, dass eine brachenübergreifende Kooperation für den Erfolg des digitalen Wandels, den die Industrie derzeit durchläuft, unverzichtbar ist. In diesem Sinne danken wir der Reederei UltraShip für ihre Unterstützung bei der Markteinführung von MAN EngineVault.“

 Kritische Komponenten

MAN EngineVault beruht auf drei wesentlichen Sicherheitskonzepten:

  • Vollständige Absicherung des Netzwerks (Netzwerk-Hardening) mittels Port-Schutz, Verschlüsselung aller eingehenden und übertragenen Daten sowie modernste Netzwerksegmentierung und Trennung
  • Schutz kritischer Hardware anhand von Hauptbedienkonsolen auf dem neuesten Stand der Technik für Motorsteuerungs- und Managementsysteme
  • Modernster Schutz auf der Anwendungsschicht und umfassender Whitelisting-Schutz, der ausschließlich MAN-zertifizierte Software im Motorennetzwerk zulässt

Selbst im Fall eines erfolgreichen Angriffs kann MAN EngineVault ein Motorennetzwerk unverzüglich wieder in den letzten bekannten sicheren Zustand zurückversetzen.

Ab Mai 2020 werden neue ME-Motoren serienmäßig mit MAN EngineVault ausgestattet.

www.man-es.de

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Jungfacharbeiter schließen Ausbildung bei MV WERFTEN erfolgreich ab

Rostock, 31. Januar 2020 | Sechzehn Azubis – sieben Konstruktionsmechaniker, sieben Anlagenmechaniker und zwei Fertigungsmechaniker – aus Wismar, Rostock und Stralsund erhielten heute ihre Abschlusszeugnisse. Dreieinhalb Jahre Ausbildung liegen hinter den jungen Frauen und Männern.

Auf der Feierstunde anwesend waren Peter Fetten, Geschäftsführer von MV WERFTEN, die Ausbilder der drei Standorte, die Betriebsräte sowie Vertreter der Berufsschulen und der Industrie- und Handelskammern zu Schwerin und Rostock. Besonderen Grund zur Freude gab es in diesem Jahr durch zwei Auszubildende aus Stralsund. Sie haben ihre Ausbildung früher, nach zweieinhalb Jahren, und mit einem sehr guten Ergebnis abschließen können.

„Wir sind stolz auf Sie alle und gratulieren Ihnen recht herzlich. Den ersten Meilenstein Ihrer beruflichen Laufbahn haben Sie heute gelegt“, sagte Peter Fetten während der Übergabe und weiter „Sabine mit einer glatten 1,0 in der Berufsschule und Erik als unser Vertreter bei der Besten-Ehrung der IHK Schwerin verdienen zudem ein Extra-Lob.“ Björn Cleven, Direktor Personal bei MV WERFTEN ergänzte „Top ausgebildete Mitarbeiter sind das Fundament unseres Unternehmens. Dabei genießt die Ausbildung eigener Nachwuchskräfte bei uns einen besonders hohen Stellenwert.“

Bereits am kommenden Montag beginnt für die frisch gebackenen Facharbeiter ein neuer Lebensabschnitt: Sie alle werden von MV WERFTEN in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen, ein Azubi wird seine berufliche Entwicklung bei einem anderen Unternehmen fortsetzen.

Zum Start des neuen Ausbildungsjahres im September 2020 stellt MV WERFTEN weitere 70 Azubis und Dualstudenten an den Standorten Wismar, Rostock und Stralsund ein. Das Bewerberportal ist auf der Unternehmensseite weiterhin geöffnet. Bewerbungen für Industriemechaniker, Konstruktionsmechaniker, Fertigungsmechaniker, Elektroniker für Betriebstechnik, Fachkräfte für Lagerlogistik, Produktdesigner, Industriekaufleute sowie Dualstudenten sind unter www.mv-werften.com möglich.

Derzeit lernen 223 Azubis und 32 Dualstudenten an den drei Standorten der MV-WERFTEN-Gruppe.

www.mv-werften.com

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Abend der Ausbildung auf der MEYER WERFT

Papenburg, 20. Januar 2020 | Die MEYER WERFT veranstaltet auch in diesem Jahr anstelle des Zukunftstages einen „Abend der Ausbildung“. Dieser Abend findet am Dienstag, den 10. März 2020 von 17 bis 21 Uhr statt.

Mädchen und Jungen ab der 8. Klasse, die Interesse an einer Ausbildung bei der MEYER WERFT haben, sind herzlich eingeladen, den Abend der Ausbildung alleine oder gemeinsam mit ihren Eltern zu besuchen und dabei die spannende Arbeitswelt auf der Werft aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln kennenzulernen.

Informiert wird über folgende Berufe:

  • Konstruktionsmechaniker in den Einsatzgebieten Schiffbau, Ausrüstungstechnik oder Schweißtechnik
  • Industriemechaniker
  • Mechatroniker
  • Technischer Produktdesigner
  • Werkstoffprüfer
  • Vermessungstechniker
  • Elektroniker für Betriebstechnik
  • Fachkraft für Lagerlogistik
  • Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechnik
  • Duales Studium in den Fachrichtungen Schiffbau, Maschinenbau, Elektrotechnik oder Wirtschaftsingenieurwesen

Die Anmeldung erfolgt bis zum 29. Februar 2020 über die E-Mail-Adresse birgit.borchers@meyerwerft.de. Bei der Anmeldung bitte unbedingt Name und Alter des Teilnehmers sowie Namen der Begleitpersonen (maximal zwei) angeben. Nach der Anmeldung erhalten die Teilnehmer eine Bestätigung mit weiteren Informationen zum Ablauf.

www.meyerwerft.de

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Dieter Dehlke verstärkt Pella Sietas GmbH als Chief Financial Officer

Hamburg, 07. Januar 2020 | Dieter Dehlke wird ab dem 1. März 2020 die Funktion des Chief Financial Officers übernehmen und dabei das Führungsteam der Hamburger Schiffswerft um Natallia Dean bei der weiteren Neuausrichtung unterstützen.

Dieter Dehlke verfügt über langjährige Erfahrungen als Bereichsleiter, Geschäftsführer und Finanzvorstand bei überwiegend international tätigen Unternehmen u.a. in den Bereichen Maschinen- und Anlagenbau, Windenergieanlagen, eCommerce sowie im Schiffbau bzw. bei Werften. Er war bereits für die HDW in Kiel, für die Volkswerft in Stralsund sowie die Peene-Werft in Wolgast sowie für Blohm+Voss in Hamburg tätig.

„Die Werft wird durch Herrn Dehlke mit einem Manager verstärkt, der über umfangreiche Kenntnisse und langjährige Erfahrungen verfügt, die er insbesondere in zahlreichen Unternehmen der Werftindustrie häufig in schwierigem wirtschaftlichem Umfeld gesammelt hat. Diese werden für Pella Sietas im Rahmen der weiteren konsequenten Ertüchtigung der Fertigungsanlagen des Standortes und bei der Neuausrichtung des Produktportfolios sehr wertvoll sein. Auch bin ich davon überzeugt, dass wir mit ihm gemeinsam die Chance haben werden, zahlreiche vielversprechende Initiativen umzusetzen, die dem Unternehmen weitere Effizienzsteigerungen und dabei Kostensenkungen bringen werden.”, so Natallia Dean, Pella Sietas GmbH.

In seiner letzten beruflichen Station war er seit Juni 2016 Geschäftsführer bei Blohm+Voss und verantwortete nach dem Verkauf der Gesellschaft federführend deren organisatorische und finanzielle Anbindung an die neue Eigentümergruppe. Dabei wurde nach einer tiefgreifenden Restrukturierung die Gesellschaft wirtschaftlich wieder nachhaltig aufgestellt und bereits in 2018 die Gewinnzone erreicht.

Bei Pella Sietas wird Herr Dehlke als deren Chief Financial Officer die Abteilungen Finanzen, Rechnungswesen, Controlling, Einkauf, IT sowie Qualitätssicherung verantworten.

www.pellasietas.com

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German Naval Yards Kiel stellt sich personell auf

13. Januar 2020 | Bei der Kieler German Naval Yards hat Andreas Schnautz die Position des Chief Financial Officers übernommen. Der 1967 geborene, an der Ruhr Universität Bochum diplomierte Wirtschaftswissenschaftler Andreas Schnautz, war bisher für die mittlerweile zu thyssenkrupp Marine Systems (tkMS) gehörenden Atlas Elektronik tätig. Von 2013 bis 2019 als Chief Commercial Officer, vordem, ab 2008, als Executive Director Finance.

Es handelt sich um einen bei German Naval Yards Kiel (GNYK) neu geschaffenen Dienstposten. Was die Ausrichtung der Werft auf künftige Aufgaben untermauert. „Ich freue mich, dass wir mit Andreas Schnautz einen versierten Experten für uns gewinnen konnten, der für unsere künftigen Herausforderungen eine wertvolle Unterstützung sein wird“, so Jörg Herwig, Geschäftsführer und CEO der German Naval Yards Kiel GmbH.

German Naval Yards Kiel, aus dem Überwasser-Schiffbau der Howaldtswerke-Deutsche Werft GmbH hervorgegangen, blickt in der 180-jährigen Geschichte des Unternehmens auf eine lange Marine-Tradition zurück. Viele Schiffe der aktuell in Dienst stehenden Fregattenklassen sind in der Kieler Werft entstanden. Zur leistungsfähigen Infrastruktur zählen unter anderem das größte Trockendock im Ostseeraum (426 Meter lang) und ein 900-t-Portalkran. Zurzeit bewirbt sich die Werft (mit tkMS als Unterauftragnehmer) als letzter verbliebener deutscher Generalunternehmer um die europaweit ausgeschriebenen Mehrzweckkampfschiffe 180 (MKS) für die Bundeswehr. German Naval Yards Kiel gehört mit der Rendsburger Nobiskrug und der Kieler Lindenau zur Privinvest-Gruppe (Sitz Beirut, Libanon).

Interessante Parallelen: Von 2013 bis April 2018 gehörte Jörg Herwig der tkMS-Geschäftsführung an, verantwortlich für Projekte im Marine-Überwasserschiffbau. Dr. Rolf Wirtz, Chief Executive Officer und Vorsitzender des Executive Board von thyssenkrupp Marine Systems hatte von 2016 bis 2017 die Position des CEO bei Atlas Elektronik inne.

Im November 2019 hatte bei einem Medientag tkMS die künftige Aufstellung des Unternehmens erläutert (ESuT berichtete).

Artikel von Hans Uwe Mergener (Quelle: https://esut.de/2020/01/meldungen/industrie/17865/german-naval-yards-kiel-stellt-sich-personell-auf/)

www.germannaval.com

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Andreas Rieve heuert bei der MTG an

Hamburg, Januar 2020 | Andreas Rieve wechselt zur MTG Marinetechnik GmbH. Zuvor hatte er fast 25 Jahre bei IBM Deutschland gearbeitet, wo er zuletzt als Client Executive für Kunden im Bereich der äußeren Sicherheit zuständig war. Military Command & Control als sein Steckenpferd macht ihn zur perfekten Ergänzung für das Ingenieurhaus, das die Deutsche Marine bei der Beschaffung unterstützt. Seine Erfahrungen bezüglich Führungs-, Waffeneinsatz-, Überwachungs- und Aufklärungssysteme ebenso wie dem Informationssystem Unterstützung Bundeswehr werden insbesondere auch der Kostenschätzung für zukünftige Marinefahrzeuge nützen.

Zwölf Jahre Zugehörigkeit bei der Deutschen Marine, Maschinenbau-Studium mit Vertiefungsrichtung Waffentechnik und eine Position als Dezernent im MUKdo II (ehem. KdoMFüSys), Fachbereich Planung und Unterstützung Einsatzführungssystem, bildeten den Grundstein für seine Karriere. Es folgten vertiefende Ausbildungsprogramme an der London Business School (UK) sowie der INSEAD in Fontainebleau (Frankreich), die Rieve parallel zu seiner Arbeit als Key Account Manager für Softwarelösungen umsetzte. Cyber Security, Systemsafety und Systemarchitekturen werden ebenso zu seinen Arbeitsbereichen gehören wie die strategische Umsetzung von Führungssystemen für Marinefahrzeuge.

Dipl.-Ing. Guido Gerdemann, Geschäftsführer der MTG, freut sich über den Mitarbeiterzuwachs: „Besonders Führungssysteme gestalten sich komplex, müssen regelmäßig erneuert sowie überarbeitet werden und sind mit erheblichen Kosten verbunden. Dies beeinflusst die Planungen und Ausgaben für ein Projekt auf die nächsten Jahrzehnte gesehen enorm. Wir müssen dies greifbar und kalkulierbar machen. Andreas Rieves Erfahrungen stärken das Fundament unserer Entwurfsarbeit und der damit verbundenen Kostenschätzung. Er stellt eine große Bereicherung für unser Beraterteam dar.“

Über die MTG Marinetechnik GmbH
Die MTG Marinetechnik GmbH wurde 1966 in Hamburg gegründet. Der unabhängig agierende und interessenneutrale Ingenieurdienstleister entwickelt nicht nur in sich geschlossene, funktionierende Schiffsentwürfe, sondern erstellt ebenso Anforderungsanalysen, Kostenschätzungen, Simulationen, Schallprognosen sowie Lösungskonzepte für die Einzelbereiche eines Schiffes. Heute arbeiten bei der MTG mehr als 50 Experten aus den Bereichen Schiffbau, Schiffsmaschinenbau, Elektrotechnik, Waffentechnik, Nachrichtentechnik, Wirtschaftswissenschaften und Informatik.

www.mtg-marinetechnik.de

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225 Jahre Pioniergeist auf der MEYER WERFT

Papenburg, 24. Januar 2020 | Die MEYER WERFT feiert Geburtstag: Am 28. Januar 2020 jährt sich die Gründung der Werft in Papenburg an der Ems zum 225. Mal. Im Januar 1795 wurde die Werft als Thurm Werft von Willm Rolf Meyer in der heutigen Stadtmitte gegründet. Die MEYER WERFT ist heute in der siebten Generation im Familienbesitz.

„Es ist sehr außergewöhnlich, dass wir auf 225 Jahre Schiffbau zurückblicken dürfen. Wir haben es geschafft, unser Familienunternehmen mit Pioniergeist und Mut stetig weiterzuentwickeln und an den Markt anzupassen, so dass wir uns gegen staatliche und teilweise staatliche Konkurrenten behaupten“, so Bernard Meyer.

Das Team in Papenburg, das gemeinsam aktuell drei Kreuzfahrtschiffe im Jahr fertigstellt, ist auf 3625 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewachsen. Zusätzlich sind hunderte Lieferanten und Partnerfirmen mit tausenden Mitarbeitern beteiligt, bei denen die MEYER WERFT somit ebenfalls Beschäftigung sichert.

Im Jubiläumsjahr ist die MEYER WERFT weiterhin auf Wachstumskurs und knackt die Marke von 400.000 BRZ bei den abgelieferten Schiffen. Mit der Iona (P&O Cruises), Spirit of Adventure (Saga Cruises) und Odyssey of the Seas (Royal Caribbean International) werden im Jubiläumsjahr wieder drei internationale Kunden abgeliefert. Die Iona wird zudem das 50. Kreuzfahrtschiff aus Papenburg sein.

„Wir investieren unsere Gewinne seit jeher nachhaltig in unsere Mitarbeiter, den Standort Papenburg und unsere modernen Werftanlagen, um die Arbeitsplätze vor Ort zu sichern. Diese Kontinuität, gepaart mit unserem Schiffbau-Know-how, zeichnet uns aus“, so Tim Meyer.

An diese Größenordnungen war nicht zu denken, als Willm Rolf Meyer vor 225 Jahren die Werft als Thurm Werft am Papenburger Hauptkanal gründete. An diesem Standort befindet sich heute das Hotel Alte Werft und die Stadthalle Papenburg. Früh zeigte die MEYER WERFT diesen Pioniergeist, als sie als erste und einzige Werft der Region begann, Schiffe aus Eisen zu bauen und mit Dampfmaschinen auszurüsten. Zuvor waren alle Schiffe aus Holz gebaut worden. Der Raddampfer Triton war 1872 das erste Schiff der neuen Bauart. Joseph Lambert Meyer prägte als dritte Generation das Familienunternehmen diese Zeit, in der die Werft etwa 90% eines Schiffes selbst baute.

Im Jahr 1913 baute das Unternehmen mit der Graf Goetzen ein Schiff, das bis heute im Einsatz ist. Dieses Kombischiff für Passagiere und Fracht wurde nach dem Bau wieder in seine Einzelteile zerlegt, in Kisten verpackt, an den Tanganyikasee im heutigen Tansania transportiert und dort wieder zusammengesetzt. In ihrer mehr als 100 Jahre langen Geschichte lieferte das Schiff Stoff für zahlreiche Legenden, die in Bücher und Filmen verarbeitet wurden.

Die beiden Weltkriege sowie die Weltwirtschaftskrise führten die Werft in eine schwierige Zeit. Aufgrund der früheren Entscheidung gegen den Bau von Marineschiffen, konnte die Werft den Wiederaufbau erfolgreich gestalten. Mit dem Feuerschiff Elbe 1 (Bürgermeister Oswald) lieferte die MEYER WERFT 1948 einen Neubau ab, der eine insgesamt neun Jahre lange Bauzeit mit vielen Unterbrechungen hinter sich hatte. Die Ablieferung der Elbe 1 erfolgte 1948.  Die Fertigstellung des Schiffes erwies sich als wichtig für die gesamte Region, denn für die Überführung über die Ems wurden Brücken und Eisenbahnlinien wieder funktionsfähig gemacht.

In der Nachkriegszeit konnte Joseph-Franz Meyer internationale Märkte erschließen. Das Kombischiff Mauritius war Anfang der 50er Jahre ein wichtiger Auftrag des britischen Commonwealth. Die Mauritius war nach den Vorschriften des Britischen Lloyds und des Ministry of Transport für den Einsatz in der damaligen britischen Kolonie Mauritius gebaut worden.

Ende der 50er Jahre begann eine langjährige Partnerschaft mit dem südostasiatischen Inselstaat Indonesien, der viele neue Passagierschiffen in Auftrag gab. Insgesamt wurden 34 Schiffe für Indonesien gebaut. Zudem waren sowohl der Bau vieler Fähren für skandinavische Reedereien als auch der Einstieg in den Gastankermarkt ein Verdienst von Joseph-Franz und Godfried Meyer. Und wiederum war es ein ungewöhnlicher und mutiger Schritt, der 1974 die Weiterentwicklung des Unternehmens maßgeblich beeinflusste: Mitten im Kalten Krieg nahm die Werft den Auftrag zum Bau von sechs Gastankern für die damalige Sowjetunion an – und gleichzeitig baute sie die dazu erforderliche neue Werft am Stadtrand Papenburgs direkt an der Ems auf.

„Die Randlage Papenburgs führte sehr frühzeitig zu einer starken internationalen Ausrichtung der Werft auf den Export und auf komplexe Spezialschiffe wie z.B. Kreuzfahrtschiffe. Heute verfügen wir mit der MEYER WERFT, NEPTUN WERFT UND MEYER TURKU über ein internationales Netzwerk von Werften, die zusammen unsere Wettbewerbsfähigkeit steigern“, so Jan Meyer.

Mit der neuen Kompaktwerft am heutigen Standort und dem erfolgreichen Einstieg in den Kreuzfahrtmarkt zu Beginn der 80er Jahre begann die Entwicklung zu einem der führenden europäischen Schiffbauunternehmen. In zahlreichen Investitionsschritten gelang es dem mittelständischen Unternehmen, stetig die Werftanlagen und das Know-how der Mitarbeiter kontinuierlich weiter zu entwickeln.

Mit zwei großen Baudockhallen, einem innovativen Laser- und Rohrzentrum sowie einer großen und hochspezialisierten Lieferantenstruktur konnte die Werft ihre Marktstellung etablieren. Aktuell entsteht ein hochmodernes Logistikzentrum.

Die Homeric war 1986 das erste anspruchsvolle Großprojekt im Kreuzfahrtmarkt, das die Papenburger MEYER WERFT fertigstellte. Mit diesem Schiff erfolgte eine zentrale Weichenstellung der jüngeren Vergangenheit. Der anhaltende Boom im Kreuzfahrtmarkt tat seinen Teil dazu. Der Standort an der Ems, der auch manchmal kontroverse Diskussionen lieferte, war offenkundig ein richtiger Standort, um über Jahrhunderte erfolgreich Kreuzfahrt- und andere Spezialschiffe zu bauen.

Die jüngste Pionierleistung der MEYER WERFT ist die AIDAnova, die 2018 als erstes Kreuzfahrtschiff der Welt mit einem emissionsarmen Flüssiggas-Antrieb an AIDA Cruises abgeliefert wurde. Bis 2023 baut die MEYER WERFT weitere sieben Kreuzfahrtschiffe mit dem umweltfreundlichen Antrieb in Papenburg.

Heute ist die MEYER Gruppe ein Familienunternehmen mit drei Werften in Papenburg, Rostock-Warnemünde und Turku (Finnland). Weitere Unternehmen der MEYER Gruppe sind als Spezialisten bei der Konstruktion und beim Bau der Schiffe auf den drei Werften beteiligt.

In der Unternehmensgeschichte der MEYER WERFT spielen seither auch soziale Aspekte eine wichtige Rolle. So ist die Werft Mitbegründer der Berufsgenossenschaft Metall, gründete früh eine Betriebskrankenkasse und war mit der Gründung der Berufsschule Papenburg ein Pionier der beruflichen und schulischen Ausbildung. Die betriebliche Mitbestimmung durch einen Betriebsrat gibt es im Unternehmen bereits seit mehr als 90 Jahren. Heute ermöglicht es die Kita Nautilus den Werftmitarbeitern, Familie und Beruf miteinander zu kombinieren.

Für die Belegschaft, die Stadt und die gesamte Region ist die Werft in Papenburg immer von Bedeutung gewesen.

Weitere Informationen zur umfangreichen Unternehmensgeschichte und zum Jubiläum findet man online auf www.meyerwerft.de. Die Website hat jetzt ein vollständig neues Design erhalten.

Ab sofort ist auch das Buch "Schiffbauer aus Leidenschaft" in Handel erhältlich, das vom Hamburger Verlag planet c herausgegeben wird. Auf 228 Seiten zeigt das Buch die Geschichte der Werft, stellt die Menschen hinter den Schiffen vor und veranschaulicht den hochkomplexen Kreuzfahrtschiffbau.

Eine Jubiläumsfeier zum Geburtstag am 28. Januar 2020 findet nicht statt, sondern die Belegschaft wird sich zu einer kurzen Betriebsinformation an diesem Tag versammeln.

www.meyerwerft.de

Inhaltsverzeichnis / Information zu Mitgliedern
Mehr als 700 Mitarbeiter auf der NEPTUN WERFT

Rostock, 27. Dezember 2019 | Im Jahr 2019 hat die NEPTUN WERFT die Zahl ihrer Mitarbeiter kräftig aufgestockt. In den Bereichen Fertigung, Qualitätssicherung, Arbeits-vorbereitung sowie Transport und Logistik wurden in den zurückliegenden zwölf Monaten insgesamt 100 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen. Damit sind aktuell mehr als 700 eigene Mitarbeiter in Rostock-Warnemünde beschäftigt. „Der Zuwachs an qualifizierten Arbeitskräften hat es uns ermöglicht, die anspruchsvollen Aufgaben als strategischer Partner der MEYER Gruppe zur Fertigung von Maschinenraum-Modulen für Kreuzfahrtschiffe sowie beim Bau von Flusskreuzfahrtschiffen in hoher Qualität und zuverlässig zu erfüllen“, blickt Manfred Ossevorth, Geschäftsführer der NEPTUN WERFT, auf 2019 zurück. Zusätzlich sichert die NEPTUN WERFT zahlreiche Arbeitsplätze bei Partnerfirmen und Lieferanten in Mecklenburg-Vorpommern und Umgebung.

Der NEPTUN WERFT gelang es erstmals, binnen eines Jahres vier jeweils 140 Meter lange Maschinenraum-Module, so genannte FERU (Floating Engine Room Unit), an die MEYER WERFT in Papenburg und an MEYER TURKU in Finnland abzuliefern. Bestimmt waren diese für die derzeit im Bau befindlichen Kreuzfahrtschiffe Iona (P&O Cruises), Mardi Gras (Carnival Cruise Line), Odyssey of the Seas (Royal Caribbean International) und Costa Toscana (Costa Crociere). Im Jahr 2020 wird die NEPTUN WERFT die Produktivität weiter steigern und zudem neue bis zu 180 Meter lange FERU-Prototypen fertigen. „Damit stellen wir nach der erfolgreichen Einführung der umweltschonenden Flüssiggas-Technologie in den Maschinenraum-Modulen einmal mehr unter Beweis, auf Kundenwünsche flexibel reagieren zu können“, so Ossevorth.

Gefragt war 2019 auch die Expertise der NEPTUN WERFT zum Bau von modernen Flusskreuzfahrtschiffen. Im März wurden zeitgleich sechs neue Viking Longships mit einer Länge von 135 Metern getauft und an die Reederei Viking River Cruises abgeliefert. In den folgenden Monaten sind weitere sechs Flusskreuzfahrtschiffe auf Kiel gelegt worden. Sie werden zum Saisonstart im Frühjahr 2020 an den Auftraggeber übergeben. Um auch in der Flusskreuzschifffahrt die Emissionen weiter zu reduzieren, laufen gegenwärtig auf der NEPTUN WERFT mehrere Forschungsprojekte zum Einsatz von Brennstoffzellen auf diesen Schiffen.

Nach umfangreichen Investitionen in jüngerer Vergangenheit in die Erweiterung der Produktionskapazitäten, wie dem Neubau einer 180 Meter langen Schiffbauhalle, entsteht derzeit ein neues Sozialgebäude für 10 Millionen Euro. Für die Mitarbeiter werden darin unter anderem Pausenräume, eine weitere Kantine sowie moderne Sanitär- und Duschanlagen geschaffen.

Auf dem YouTube-Kanal der Neptun Werft finden Sie einen Jahresrückblick 2019:
https://youtu.be/I4wkGUUTcw8

www.neptunwerft.de

Inhaltsverzeichnis / Forschung & Entwicklung
DNV GL launches venture fund inspired by “decade of transformations”

Høvik, Norway, March 02 2020 | DNV GL, the risk management and system assurance company, has launched a venture fund in response to the challenges of the “decade of transformations,” which will be defined by the energy transition and the fourth industrial revolution.  DNV GL Ventures will build a portfolio of between 15-20 startups in the next four years, taking stakes of up to 20% in the companies. 

“We have entered a decade of transformation where the pace of the energy transition will be set and digital technologies underpinning industry 4.0 will mature from experimentation into large-scale application.  Therefore, operating like it is business as usual is not an option,” said Klas Bendrik, Chair of DNV GL Ventures investment committee and DNV GL’s Chief Digital Transformation Officer.  “The launch of DNV GL Ventures is an acknowledgment that even a company of experts like ours must look beyond its own four walls to stay relevant.”

DNV GL’s Energy Transition Outlook forecasts a rapid decarbonization of the global energy system and by midcentury fossil fuels and renewables will almost equally share the energy mix.  DNV GL’s services are already reflecting this shift and since the new year DNV GL has announced it will monitor the largest solar farm in Europe and launched FuelBoss, a platform that facilitates LNG bunkering for ships.  DNV GL has also explored how industry 4.0 is likely to impact society and industry in its recent publication Technology Outlook 2030, which examines subjects as wide as precision medicine and the new space race.

With these factors in mind, DNV GL Ventures is looking to invest in companies that reflect these important transformations.  Although DNV GL Ventures has a wide remit, it will also focus on DNV GL’s strong industry categories, especially the maritime and energy sectors.  DNV GL is also a leading certification body and has developed digital solutions and ecosystems together with the blockchain technology provider VeChain, in which DNV GL bought a stake in 2018. The venture fund will continue to explore opportunities that boost customer trust and supply chain transparency, particular in the food & beverage, healthcare and automotive sectors.

DNV GL Ventures will invest in startups in the seed to series A phase, meaning they have their first customer or in other ways validated their product-market fit.  In addition to capital, the startups will gain access to DNV GL’s wide spectrum of technical expertise, customer base of 100 000 clients and brand value.   

“With our purpose to “safeguard life, property and the environment” and deep technical expertise we offer an alternative investment option than traditional investors,” said Kaare Helle, Venture Director at DNV GL Ventures. “Over the last 150 years we have accumulated a massive amount of knowledge and a customer base to match, and any startup we invest in will be able to tap into this.”

DNV GL Ventures calls for 90 second video pitches

In keeping with the rapid pace of change, DNV GL is inviting startups to send their ninety second video pitches directly to the venture team.  Each video will be reviewed, and feedback given within fifteen working days.

“Startups will have enough time in the future to make PowerPoint presentations, we want them to be focused on developing their product and building their customer base.  The video pitch is an opportunity to demonstrate their business case in a way that is time efficient for both parties,” said Kaare Helle.

www.dnvgl.de

Inhaltsverzeichnis / SMM
SMM 2020: Safe und Smart

Hamburg, 03. März 2020 | Spezielle Werkstoffe, ausgeklügelte Ortungstechnik, effiziente Kampf- und Waffensysteme: Marineschiffbau ist komplex und setzt ein hohes Maß an Know-how voraus. Um die heimische Industrie zu stärken, hat die deutsche Bundesregierung den Marine-Überwasserschiffbau und die elektronische Kampfführung (EloKa) jüngst zur Schlüsseltechnologie erklärt. „Wir wollen industrielle Kernfähigkeiten und strategisch relevante Entwicklungskapazitäten in Deutschland wie auch in der EU erhalten und fördern“, sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier. Deutsche, europäische und internationale Marinezulieferer und Werften finden auf der SMM in Hamburg die ideale Plattform, um sich zu präsentieren. Von der Piratenabwehr über den Schutz von Häfen und Seewegen bis zur Cybersecurity: Die sicherheitsrelevanten Innovationen der Aussteller können Fachbesucher sowie Delegationen von Marinen und Küstenwachen auf der SMM 2020 unter anderem entlang der Security & Defense Route erleben. Die 29. Ausgabe der Weltleitmesse steht ganz im Zeichen des Wandels, der sich in der maritimen Industrie vollzieht. „Unser Leitmotiv ‚SMM 2020 – Driving the maritime transition‘ umfasst vier Segmente: Digitales, Umwelt, Energie und Sicherheit. Die ‚Security Transition‘ legt den Schwerpunkt auf maritime Sicherheits- und Verteidigungstechnologien. Völlig neue Möglichkeiten für die Branche ergeben sich auf diesem Feld beispielsweise durch die Nutzung künstlicher Intelligenz und den Einsatz autonomer Systeme“, sagt Claus Ulrich Selbach, Geschäftsbereichsleiter Maritime und Technologiemessen bei der Hamburg Messe und Congress GmbH. Wie die konkrete Umsetzung aussehen kann, erfahren Besucher der SMM an den zahlreichen Ausstellungsständen sowie in Einzelgesprächen mit Fachexperten.

Fortschrittlicher Marine-Markt
Effizienter, schneller, weniger Personal an Bord: US-Präsident Donald Trump hat allein für das Haushaltsjahr 2021 ein Budget von rund 207 Milliarden Dollar für den Ausbau und die Modernisierung der US-Flotte bewilligt. Ein Teil davon steht für die unbemannte Überwassertechnologie zur Verfügung. Geplant ist der Bau von insgesamt 17 autonomen Kampfschiffen. Mit dem bereits 2016 fertiggestellten Drohnen-Marineschiff ‚Sea Hunter‘ sind die Amerikaner weltweit Vorreiter auf diesem Gebiet. Das Roboterschiff hat zwei große Vorteile: Da es ohne Crew auskommt, werden an Bord keine Menschenleben gefährdet. Und es ist deutlich günstiger im Betrieb als ein konventioneller Zerstörer. Mittels autonomer Lösungen kostet ein Einsatztag laut der amerikanischen Forschungseinheit DARPA statt 700.000 USD etwa 20.000 USD. „Die Regierung ist sich einig, dass unsere Marine wachsen muss – insbesondere im Segment der unbemannten Kampfschiffe. Damit gehen aber auch schwierige technische und politische Fragen einher. Darauf gilt es noch die richtigen Antworten zu finden“, sagt der US-Admiral Michael Gilday, Chief of Naval Operations. Die australische Royal Navy nutzt ebenfalls neue Technologien, um Betriebs- und Personalkosten zu reduzieren: An Bord der Fregatte ‚HMAS Parramatta‘ wurden während eines Einsatzes erstmals Ersatzteile mit 3D-Druck gefertigt. „Wir waren in der Lage, fehlerhafte Teile zu replizieren und so die volle Funktion der Maschinen wiederherzustellen. Das ist ein großer Erfolg für das Team", sagt Nathan Little, erfahrener Marinesoldat und Electronic Communications Manager bei der Royal Australian Navy. Das Thema 3D-Druck wird auch auf der SMM eine dominierende Rolle einnehmen: „Wir geben dieser spannenden Technologie mit der ‚Maritime 3D-Printing Show Area‘ erneut eine eigene Bühne. Um dem großen Interesse im Markt gerecht zu werden, haben wir die Fläche im Vergleich zu 2018 verdoppelt“, sagt Carin Steinbach, stellvertretende Projektleiterin der SMM.

Digitale Bedrohung
Je fortgeschrittener die Digitalisierung und je vernetzter die Flotte, desto größer die Gefahr durch Cyberattacken – nicht nur für Marineschiffe. „Wenn es um Cybersecurity geht, sind wir nur so gut geschützt wie das schwächste Glied", sagte Margrethe Vestager, Vizepräsidentin der EU-Kommission und Kommissarin für Digitales Mitte Februar auf der Münchner Sicherheitskonferenz 2020. Dass die Abwehr von Cyber-Gefahren an Bord von essenzieller Bedeutung ist, wissen auch die Führungskräfte in der Schifffahrt. Für 83 Prozent von ihnen ist Cybersecurity nach wie vor ein ‚wichtiges‘ oder gar ‚sehr wichtiges‘ Thema. Das ist das Ergebnis des aktuellen SMM Maritime Industry Report (CLICK).

Fachkonferenz für Sicherheitsfragen
Wie können sich Reeder am besten für die digitale Bedrohung wappnen? Anti-Viren-Systeme, Rund-um-die-Uhr-Schutz durch IT-Experten, wirksame Maßnahmen gegen Systemmanipulationen: Die internationale Konferenz für maritime Sicherheit und Verteidigung, MS&D, liefert dazu am 10. und 11. September 2020 im Rahmen der SMM ganz konkrete Lösungen. Renommierte Referenten aus Wissenschaft, Verteidigungsorganisationen,

Marineindustrie und hochrangige Marinevertreter werden sich zu diesem und zu anderen sicherheitsrelevanten Themen austauschen. Wie die 6. US-Flotte zur Stabilisierung der Lage im östlichen Mittelmeer und im Schwarzen Meer beiträgt, ist das Thema von Lisa Franchetti. Die Vizeadmiralin ist Kommandeurin einer der mächtigsten Marineverbände der Welt. Ihre Konferenzteilnahme zeigt das inzwischen erreichte internationale Renommee der MS&D.

Möglichkeiten, die das European Defence Industrial Development Programme (EDIDP) bietet, loten Carsten Stawitzki, Vizeadmiral der Deutschen Marine und Abteilungsleiter Ausrüstung im Bundesministerium der Verteidigung, und Dr. Hans Christoph Atzpodien, Hauptgeschäftsführer beim Bundesverband der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (BDSV), aus.

Außerdem im Fokus: die Auswirkungen des Klimawandels insbesondere auf die Küstenregionen und die Verschiebung der geostrategischen Kräfteverhältnisse – etwa durch die zunehmende Dominanz Chinas in Asien und im Pazifikraum.

„Wir freuen uns, dass erneut viele hochrangige Marinevertreter bei der MS&D dabei sein werden – darunter etwa Vizeadmiral Andreas Krause, Inspekteur der deutschen Marine. Er wird zum Auftakt der MS&D eine Einschätzung zur maritimen Sicherheit weltweit geben und künftige Herausforderungen skizzieren“, sagt Jan Wiedemann, Konferenz-Chairman und Herausgeber von NAVAL FORCES. Das Fachmagazin ist erneut Konferenzpartner der MS&D, die am Donnerstag, den 10. und Freitag, den 11. September 2020 in den Hamburger Messehallen stattfindet. Weitere Informationen zum Programm unter https://www.smm-hamburg.com/programm/msd/

www.smm-hamburg.com

Inhaltsverzeichnis / SMM
Maritime Energiewende: SMM mit grüner Agenda

Hamburg, 30. Januar 2020 | Die Forderung kommt von höchster Stelle: „Ohne Nachhaltigkeit können wir in Zukunft nicht überleben. Wir müssen das Schifffahrtsgeschäft nachhaltiger betreiben und herausfinden, welcher der alternative Brennstoff der Zukunft ist“, sagt Kitack Lim, Generalsekretär der International Maritime Organization (IMO). Die Schifffahrtsbranche stellt sich dieser Aufgabe. So hat die International Chamber of Shipping (ICS) kürzlich einen milliardenschweren Fonds ins Leben gerufen, um die Forschung zu alternativen Brennstoffen voranzubringen. „Die Schifffahrt allein kann die Herausforderung nicht meistern – das liegt außerhalb unserer Möglichkeiten. Aber wir wollen eben nicht die Hände in den Schoß legen und abwarten“, sagt Alfred Hartmann, Präsident des Verbands Deutscher Reeder. Unterstützung kommt dabei aus der Industrie. Motoren, Antriebssysteme, Energietechnik: Die Unternehmen arbeiten bereits mit Hochdruck an emissionsarmen Technologien. Ihre innovativen Produkte und Konzepte präsentieren sie im September auf der SMM – unter anderem in der „Green Propulsion“ Halle A5 und entlang der ‚Green Route‘. Die Weltleitmesse der maritimen Wirtschaft bildet den aktuellen Stand der Forschung ab und gibt damit wichtige Impulse für Umwelt- und Klimaschutz. „Es gehört zur DNA der SMM, bei der maritimen Energiewende Vorreiter zu sein“, sagt Claus Ulrich Selbach, Geschäftsbereichsleiter Maritime und Technologiemessen bei der Hamburg Messe und Congress GmbH (HMC). Dafür stehe auch das neue Leitmotiv ‚SMM 2020 – Driving the maritime transition‘, das vier Segmente umfasst. Eines davon ist die ‚Green Transition‘ mit dem Schwerpunkt auf umweltfreundlichen Lösungen – vom Ballastwassermanagement über spezielle Rumpfbeschichtungen bis zu komplexen Hybridantrieben.

Der Stoff, aus dem die Zukunft ist
Das Ziel ist ambitioniert: Bis 2050 will die Schifffahrt ihren CO2-Ausstoß halbieren. Bis zum Jahr 2100 sollen Schiffe völlig emissionsfrei unterwegs sein. Als tragfähige Brückentechnologie gilt der Einsatz von LNG – das belegt der aktuelle SMM Maritime Industry Report (MIR). Demnach plant knapp die Hälfte der Reeder bei Investitionen mit Flüssigerdgas. Vorbilder sind Kreuzfahrtschiffe wie die ‚AIDAnova‘ und die ‚Costa Smeralda‘. Mit der Bestellung einer Neubauserie von neun LNG-betriebenen 23.000 TEU Megaboxern hat die Container-Reederei CMA CGM Maßstäbe gesetzt. Die Antriebstechnik liefert das Unternehmen Winterthur Gas & Diesel Ltd. (WinGD). Was die Nachrüstung auf LNG bringt, lotet Mitbewerber Hapag-Lloyd aktuell beim Frachter ‚Sajir‘ aus. Derzeit stehen knapp 200 Schiffe mit dem sauberen Antrieb in den Auftragsbüchern der Werften. Der neue Schwefelgrenzwert im Rahmen von ‚IMO 2020‘ lässt sich damit leicht einhalten. Doch auch LNG ist ein fossiler Brennstoff. Um das Zero-Emission-Ziel zu erreichen sind deshalb weitere Technologiesprünge gefragt. „Innovation ist unerlässlich, wenn wir die ‚vierte Propulsion-Revolution‘ vorantreiben wollen“, sagt der ICS-Vorsitzende Esben Poulsson.

Die Quelle des Fortschritts
Viel Potenzial attestieren Experten der Batterie- und Brennstoffzellentechnik. Noch sind rein elektrische Fahrten bislang nur im kleinen Maßstab und auf kurzen Strecken möglich. So pendeln etwa zwischen Helsingborg (Schweden) und Helsingör (Dänemark) täglich zwei E-Fähren der Reederei ForSeas. Im Hafen versorgt sie ein vollautomatischer Roboterarm des Schweizer Technologiekonzerns ABB mit Strom. Im Projekt ‚Pa-X-ell2‘ forschen Partner wie die Meyer Werft und Thyssen Krupp Marine Systems am maritimen Einsatz der Brennstoffzelle. 2021 geht die Technik auf der ‚AIDAnova‘ in den Praxistest. Zudem feiert ein Klassiker sein Comeback: die Windenergie. So lässt die Reederei Scandlines ihre Hybridfähre ‚Copenhagen‘ künftig mit Unterstützung eines 30 Meter hohen Flettner-Rotors fahren. „Inzwischen experimentiert eine Reihe von Unternehmen und Konsortien mit windgestützten Antrieben für die kommerzielle Schifffahrt. Mehrere Technologien haben ihre Machbarkeit bewiesen, andere sind auf dem Weg dahin“, sagt Hasso Hoffmeister, Senior Principal Engineer beim DNV GL. Die Klassifikationsgesellschaft hat auf diese Entwicklung reagiert und ihr Regelwerk entsprechend ergänzt.

Die Frage nach dem Game-Changer
Wie sich Weltraum- und Meeresforschung erfolgreich verbinden lassen, zeigt beispielhaft die Kooperation, die Oldendorff Carriers als weltweit führende Massengutreederei mit dem renommierten Center for Bits and Atoms des Massachusetts Institute of Technology (MIT) eingegangen ist. Dabei sollen Erfahrungen aus der Raumfahrt genutzt werden, um die hydrodynamische Effizienz der Schiffe zu steigern. „Noch ist offen, welche Technologie der Game-Changer wird. Auf der SMM haben Entscheider die einzigartige Chance, sich einen Überblick über die gesamte Brandbreite der technischen Möglichkeiten zu verschaffen“, sagt Claus Ulrich Selbach. Als größte maritime Innovationsplattform leiste die SMM einen wichtigen Beitrag, damit die emissionsfreie Schifffahrt Realität werden könne. Auch das parallel stattfindende Konferenzprogramm steht im Zeichen der maritimen Energiewende. Beim gmec (global maritime environmental congress) diskutieren renommierte Experten aus aller Welt in drei Panels über aktuelle Herausforderungen und visionäre Ideen. Dabei geht es etwa um die ersten Erfahrungen mit IMO 2020 und um die Entwicklung alternativer Brennstoffe. Spannende Debatten verspricht die Podiumsdiskussion zum Thema Klimaschutz. Hier treffen NGO-Vertreter wie Sönke Diesener vom NABU auf Verantwortliche aus der Schifffahrt.

Mehr Informationen zum gmec-Konferenzprogramm gibt es hier.

Über die SMM
Die SMM (Shipbuilding, Machinery & Marine Technology) ist die Weltleitmesse der maritimen Wirtschaft und findet alle zwei Jahre auf dem Gelände der Hamburg Messe und Congress GmbH statt. Vom 8. bis 11. September 2020 werden mehr als 2.200 Aussteller und rund 50.000 Besucher in der Hansestadt erwartet. Die SMM bildet auf über 90.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche die gesamte Wertschöpfungskette der Branche ab. Vor Ort treffen sich Entscheider, Experten und Multiplikatoren aus allen Teilen der Welt. Die SMM ist damit die Plattform für Innovationen in der maritimen Branche.

www.hamburg-messe.de

Inhaltsverzeichnis / GeMaX
GeMaX begleitete weitere internationale Schiffbauprojekte

Hamburg, Januar 2020 | Mit seinem maritimen Sitz in Hamburg ist der DNV GL eine der weltweit führenden Klassifikationsgesellschaften und anerkannter Berater der maritimen Industrie. Er investiert kontinuierlich in Forschung und Entwicklung, um gemeinsam mit der Industrie Lösungen für die neuen strategischen operativen und/oder regulatorischen Herausforderungen zu finden. Durch die verstärkte Zusammenarbeit mit dem Bereich DNV GL- Maritime Advisory werden Synergien freigesetzt, die den GeMaX- Mitgliedern echten Mehrwert bieten.

Durch den Anschluss an GeMaX erhöht auch das jüngste Mitglied seine Attraktivität gegenüber internationalen Bestellern und profitiert gleichzeitig von der zusätzlichen globalen Vermarktung unter der Dachmarke GeMaX. Diese wurde als private Industrieinitiative von renommierten Unternehmen der maritimen Zulieferindustrie in Kooperation mit der KfW IPEX-Bank und dem Verband für Schiffbau und Meerestechnik e.V. auf den Weg gebracht. Heute zählt die Initiative 26 Mitglieder.

Aufgrund der Bedeutung zulieferbasierter Projektfinanzierung stellt GeMaX ein ergänzendes Absatz- und Marketinginstrument für seine Mitglieder dar und konnte auch 2019 einige internationale Schiffbauprojekte begleiten. Darunter eine Serie spezialisierter Containerschiffsneubauten für Royal Arctic Line, zwei Zementfrachter für das mittelständische Hamburger Unternehmen Baltrader Capital sowie vier Produktentankerneubauten für Vista Shipping. Durch besondere Finanzierungsanreize unter Bündelung von Zulieferanteilen aus Deutschland ist es bei diesen Projekten gelungen, die deutschen Zulieferanteile zu gewährleisten bzw. im Einzelfall auf 30 Mio. US$ zu erhöhen.

Die Initiative hat sich ebenfalls zum Ziel gesetzt, ihren Mitgliedern weitere Absatzchancen zu bieten und neue Türen zu öffnen. Ein Angebot dazu war 2019 das, gemeinsam mit dem VSM durchgeführte, sehr erfolgreiche Matchmaking-Event BuyBlue, das sich an Werft- und Reedereieinkäufer sowie deutsche Zulieferunternehmen und maritime Dienstleister richtete. Es bot auch kleineren Unternehmen ideale Möglichkeiten, auf kurzem Wege ins Gespräch zu kommen, Kontakte zu knüpfen und die Einkäufer von Werften und Reedereien kennenzulernen. Rund 500-zehnminütige Gespräche dienten dem Erstkontakt oder der Kontaktauffrischung. Um bei verstärktem Interesse den Austausch zu intensivieren, gab es zusätzlich ausreichend Zeit für vertiefende Gespräche. Ein Networking-Dinner am Vorabend rundete das Programm ab.

Darüber hinaus war GeMaX zusammen mit dem VSM erneut Partner und/oder Organisator von Delegationsreisen und Informationsveranstaltungen zu verschiedenen Zielmärkten (u.a. Australien, Malaysia, Singapur oder Griechenland).

www.german-maritime-export.de