VSM Verbandsnachrichten 84. Ausgabe/Dez. 2023

VSM Verbandsnachrichten 84. Ausgabe/Dez. 2023

Liebe Leserinnen und Leser,

was für ein Trauerspiel! Die aktuellen Wirrungen in der Haushaltspolitik, ausgelöst durch das für die Verantwortlichen keineswegs völlig unerwartete Verfassungsgerichtsurteil, sind ein politisches Desaster. Sie erschüttern das ohnehin schon schwache Vertrauen der Menschen in die Handlungsfähigkeit des Staates. Nachdem das Gericht nicht nur Änderungen für die Zukunft verlangt, sondern auch das bestehende Gesetz für den laufenden Haushalt für nichtig erklärt hat, ist die Einordnung als Staatskrise aus meiner Sicht keine Übertreibung. Die dadurch notwendig gewordene Haushaltsperre macht vielen Vorhaben aus dem Nichts einen Strich durch die Rechnung.

„Es gibt keinen Grund zur Panik. Rechtsverpflichtungen werden ohnehin eingehalten.“ ruft der Finanzminister der Wirtschaft zu. Wer im Vertrauen auf Aussagen der Regierung und der Verwaltung notwenige Förderungen oder Entlastungen fest eingeplant hat, weil der Förderbescheid nur noch Formsache sei, wird das etwas anders sehen. Leider haben wir davon eine ganze Reihe auch in unserer Branche.

Der Kanzler gibt sich derweil mal wieder wortkarg. Dabei hat er selbst als Finanzminister den nun krachend gescheiterten Plan A veranlasst. Es werde noch in diesem Jahr daran gearbeitet, dass Bundesregierung und Bundestag alle Beschlüsse zum Haushalt 2024 schnell treffen könnten. Will heißen: Wir fangen dann schon mal an, Plan B zu erarbeiten. Toll…! „Wer bei mir Führung bestellt, bekommt sie auch.“ Das hatten wir uns irgendwie anders vorgestellt.

Rekordsteuereinnahmen und die niedrigste Staatsschuldenquote der G7 zeigen: Deutschland hat weder ein Einnahme- noch ein Schuldenproblem. Was wir brauchen, sind Investitionen, und zwar jede Menge! Bundeswehr, Infrastruktur, Digitalisierung, Schulen und Universitäten, Energiewende – der Investitionsstau bremst das Land aus. Die Industrietransformation und die Sicherstellung der technischen Souveränität kommen obendrauf. Je länger wir zögern, desto höher fällt die Rechnung aus. Gerade die jungen Leute machen Generationengerechtigkeit keineswegs allein an der Haushaltslage fest.

Dass die Schuldenbremse so nicht praktikabel ist, müsste doch eigentlich längst politischer Konsens sein. Die Einrichtung von Schattenhaushalten ist seit ihrer Einführung unabhängig von der Parteifarbe vielfach praktiziert worden. Sollte die letztlich platte und ziemlich willkürliche Fixierung von 0,35 Prozent des nominellen Bruttoinlandsprodukts als Obergrenze für die Neuverschuldung wirklich Verfassungsrang genießen? Bloß weil das Parlament sich offenbar selbst nicht traut? Ausgaben auf den Prüfstand zu stellen ist ja prinzipiell keine schlechte Idee, kann man aber auch ohne Schuldenbremse. Man nennt das Regierungshandeln, und das wird am Ende der Legislaturperiode mit einem Wahlergebnis bewertet.

Die Bürger erwarten in erster Linie einen handlungsfähigen Staat, der die Probleme angeht, der spürbar die nötigen Veränderungen bewerkstelligt. Die Zeitenwenderede des Kanzlers vermittelte diesen Eindruck. Das als Deutschlandtempo verkündete schnelle Verfahren für die LNG-Terminals ebenso. Doch was ist davon geblieben? Die Wahlergebnisse in den Niederlanden sollten alle seriösen Parteien auch in Deutschland alarmieren. Bei dem Chaos darf sich keiner wundern, dass die Sehnsucht nach starker Führung und den scheinbar einfachen Lösungen wächst. Die Leute sagen sich, schlimmer kann‘s nicht werden.

Oh doch, es kann, die Welt ist leider voll davon.

Herzliche Grüße

Dr. Reinhard Lüken

(VSM-Hauptgeschäftsführer)

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Aktuelles

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Veranstaltungen und Termine

 

Datum

Veranstaltung

Ort

 

05.-08.12.2023

Marintec 2023

Shanghai (China)

 

11.12.2023

VSM-Netzwerk MariLight: Arbeitskreise Brandschutz und Engineering im Leichtbau

Online

 

12.12.2023

VSM-Arbeitskreis Ausbildung

VSM, Hamburg

 

13.12.2023

VSM-Ausschuss ESG

VSM, Hamburg

 

14.12.2023

STRAAK-Forum: LCO2-Carriers and their role to achieve the 'net zero' target

Bremen

 

15.12.2023

VSM-Ausschuss Einkauf und Logistik

Online

18.01.2024

VSM-Vorstandssitzung

Berlin

 

18.01.2024

VSM Parlamentarischer Abend

Berlin

 

18.01.2024

Sitzung VSM-Ausschuss Finanzen und Steuern

Berlin

 

22.01.2024

VSM-Ausschuss Forschung & Innovation

VSM, Hamburg

 

12.-16.02.2024

BMWK-Markterschließungsprogramm Tunesien

Tunesien

 

19.-21.03.2024

DWT-Angewandte Forschung für Verteidigung und Sicherheit in Deutschland

Bonn

 

09.-11.04.2024

Seatrade Cruise Global 2024

Miami (USA)

 

03.04.2024

VSM-Ausschuss Personal

 
 

10.-12.04.2024

Sea Japan 2024

Tokio (Japan)

 

06.-09.05.2024

OTC 2024

Houston (USA)

 

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Willkommen beim VSM!

Wir freuen uns, Ihnen unser neues Mitglied vorstellen zu dürfen:

 

Eine ausführliche Übersicht aller VSM-Mitglieder finden Sie auf unserer Webseite www.vsm.de

Auf eine gute Zusammenarbeit!!

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Baubeginn für die 1. Fregatte der Klasse F126

Auf der Peene-Werft in Wolgast findet heute der offizielle Baubeginn für das größte Beschaffungsprojekt in der Geschichte der Deutschen Marine statt. Der niederländische Schiffbauer DAMEN Naval hat hierzu als Generalunternehmer im Projekt F126 gemeinsam mit seinem deutschen Partner Blohm+Voss, einem Unternehmen der NVL Group, über 200 Gäste eingeladen. Der Bau der Schiffe wird zu 100 Prozent in Deutschland stattfinden und einen wichtigen Beitrag zur Modernisierung der Deutschen Marine leisten.

Wolgast. Nur dreieinhalb Jahre nach dem entsprechenden Beschluss des Haushaltausschusses des Deutschen Bundestages und der Unterzeichnung der Verträge zwischen den deutschen Behörden und dem niederländischen Schiffbauer DAMEN Naval beginnt heute der Bau der 1. Fregatte der Klasse 126.

Damit beginnt nach der Entwicklungsphase jetzt der Bau des größten Schiffbauprojekts in der Geschichte der Deutschen Marine mit zunächst vier Fregatten der Klasse 126. Zudem haben DAMEN Naval und das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) eine Option für zwei weitere Schiffe vereinbart. Das Volumen des Projekts wird über fünf Milliarden Euro betragen.

Die Ablieferung des ersten Schiffes soll im Jahr 2028 erfolgen. Das hochkomplexe Projekt erhält und stärkt die Schlüsseltechnologie „Marine-Überwasserschiffbau“ in Deutschland, erweitert diese um zusätzliches Know-how aus den Niederlanden und sichert tausende Arbeitsplätze auf den beteiligten Werften sowie bei zahlreichen Zulieferunternehmen und Partnern in ganz Deutschland.

Der Schiffsentwurf kommt von DAMEN Naval als Generalunternehmer, der Bau der Schiffe wird zu 100 Prozent in Deutschland ausgeführt. Die Schiffbaufertigung findet in Wolgast, Kiel und Hamburg statt. Stahlarbeiten und Vorausrüstung für das Hinterschiff erfolgen auf der zur NVL Group gehörenden Peene-Werft in Wolgast. Das Vorschiff wird bei German Naval Yards in Kiel gefertigt, dort mit dem Hinterschiff verbunden und auf dem Seeweg zum NVL-Standort Blohm+Voss nach Hamburg geschleppt. Die finale Ausrüstung, Inbetriebnahme, Erprobung und Auslieferung sowie Ausrüstung der Bordsysteme finden dann bei Blohm+Voss statt. Außerdem sind die Industrie-Partner auch an der Errichtung der für Training und Ausbildung nötigen Landanlagen beteiligt.

Das Projekt bietet damit ein hervorragendes Beispiel dafür, dass die Zusammenarbeit der Industrie in Europa funktioniert. Die Partner DAMEN Naval, Blohm+Voss und Thales, Lieferant und Integrator des Führungs- und Waffeneinsatzsystems (FüWes), arbeiten seit Ausschreibungsbeginn eng zusammen. Das Projekt F126 schafft eine mustergültige Blaupause für abgestimmte bilaterale Zusammenarbeit und Beschaffung in Europa. Die Anwesenheit hochrangiger politischer, administrativer und wirtschaftlicher Repräsentanten aus den Niederlanden und Deutschland in Wolgast unterstreicht dies eindrucksvoll.

Die Fregatten F126 sind ein wichtiger Beitrag zur sicherheitspolitischen „Zeitenwende“. Die Industrie setzt um, was Marine und Politik sich wünschen. Die Fregatten erweitern Einsatzbereitschaft, Fähigkeiten und Schlagkraft der Deutschen Marine. Sie verbessern aber auch die Arbeitsbedingungen für die Soldatinnen und Soldaten, die wirksame Ausrüstung ebenso wie den nötigen Schutz und einen hochmodernen Arbeitsplatz erhalten. Das erhöht die Attraktivität von Marine und Bundeswehr als Arbeitgeber.

Die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister der Verteidigung, Siemtje Möller MdB, sagt:

„Mit der F126 wird der Marine ein modernes Asset zulaufen, mit dem sie den zukünftigen deutschen Beitrag zur Abschreckung und Verteidigung wirksam in unseren Bündnissen und für unsere eigene Sicherheit stellen kann – und das in allen maritimen Operations- und Einsatzräumen rund um den Globus. Wir beweisen damit unsere Verlässlichkeit und Professionalität, aber vor allem unsere Entschlossenheit und unseren Willen, für unsere Sicherheit und die unserer Partner einzustehen. Jetzt heißt es Kurs halten, damit die Schiffe pünktlich ausgeliefert werden.“

Dazu erklärt Roland Briene, Managing Director von DAMEN Naval:

„Das Projekt ist im Zeitplan. Wir konnten die Entwicklungsphase in Rekordzeit abschließen. Auch wegen der hervorragenden Zusammenarbeit mit dem BAAINBW, der Marine und den weiteren deutschen Behörden. Darauf sind wir sehr stolz. Das Projekt F126 ist ein wichtiger Beitrag zur technologischen Souveränität der deutschen, niederländischen und der europäischen Verteidigungsindustrie. Die Industrie erfüllt die Forderungen von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius. Die Zusammenarbeit mit unseren Partnern NVL, Blohm+Voss und Thales funktioniert ausgezeichnet. Das Projekt gilt mittlerweile auch weltweit als eines der spannendsten Fregattenbauprojekte.“

Tim Wagner, CEO der NVL Group, sagt:

„Wir freuen uns, heute in die Fertigung der F126 einzusteigen und zusammen mit dem Generalunternehmer DAMEN Naval unsere schiffbaulichen Fähigkeiten und unser Know-how in das Projekt einzubringen. Unser Standort Wolgast ist ein verlässlicher Partner für die Deutsche Marine im Bau und der Reparatur hochkomplexer Marineschiffe. Dank gezielter Fördermaßnahmen, umfassender Investitionen in die Infrastruktur und der hohen Leistungsbereitschaft unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist die Peene-Werft ein Werftstandort mit klarer Zukunftsperspektive. Der Bau der Hinterschiffe sichert Beschäftigung bis ins Jahr 2028 – mit positiven Effekten in die gesamte Region.“

 

www.damennaval.com

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MEYER WERFT liefert Carnival Jubilee ab

Erstes Schiff für Carnival Cruise Line aus Papenburg

Papenburg, 4. Dezember 2023 – Das Team der MEYER WERFT hat erneut ein Kreuzfahrtschiff fertiggestellt und heute die Carnival Jubilee in Bremerhaven zum geplanten Termin an den Kunden übergeben. Der Neubau ist das erste Schiff für die Reederei Carnival Cruise Line (Miami/USA), das in Papenburg gebaut worden ist.

In den vergangenen Wochen hat die Carnival Jubilee bei umfangreichen technischen und nautischen Probefahrten ihre Seetauglichkeit bewiesen und zahlreiche Tests erfolgreich absolviert. Gleichzeitig liefen die Arbeiten zur Fertigstellung an Bord weiter. Das Schiff ist 345,4 Meter lang, 42 Meter breit und hat Platz für 5374 Passagiere bei Doppelbelegung. Die Carnival Jubilee verfügt über ein breites Entertainment-Angebot und zahlreiche Restaurants. Das Highlight auf dem Oberdeck ist der „Ultimate Playground“ mit Wasserpark inklusive großer Rutschen und die Achterbahn „BOLT“.

„Mit einer starken Teamleistung und viel Einsatz aller Beteiligten der MEYER Gruppe und unserer Partnerfirmen haben wir es geschafft, wieder ein besonders innovatives Kreuzfahrtschiff an Carnival Cruise Line abzuliefern. Ich danke allen, die an der Fertigstellung beteiligt waren, für ihre Arbeit“, sagt Geschäftsführer Jan Meyer.

"Unser erstes in Papenburg für Carnival Cruise Line gebautes Schiff ist atemberaubend, und ich bin stolz auf die Arbeit, die unser Team und unsere Partner von der Meyer Werft gemeinsam geleistet haben, um die Carnival Jubilee zum Leben zu erwecken. Jetzt machen wir uns auf den Heimweg, damit wir sie rechtzeitig zu den Weihnachtsferien an unsere Gäste geben können", sagte Christine Duffy, Präsidentin von Carnival Cruise Line. "Die Schwestern der Carnival Jubilee in der Excel-Klasse, die Carnival Celebration und die Mardi Gras, wurden von den Gästen, die von Florida aus fahren, sehr gut angenommen, und so haben wir hohe Erwartungen an dieses Schiff, wenn es von Texas aus in See sticht."

"Die Projektteams der Werft und der Reederei, die vielen Zulieferer sowie die Klassifikationsgesellschaft haben bei der Carnival Jubilee trotz vieler Herausforderungen wieder hervorragende Arbeit geleistet", sagt Jürgen Storz, Projektleiter des Schiffs.

Das Schiff wird am 23. Dezember seine Jungfernfahrt vom Heimathafen Galveston, Texas beginnen.

 

www.meyerwerft.de

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Neue Elektro-Autofähre für Lübeck erfolgreich überführt

Stralsund, November 2023 – Nachdem in Stralsund auf dem Gelände des Maritimen Industrie- und Gewerbeparks Volkswerft die neue Elektro-Autofähre für die Hansestadt Lübeck per Schiffslift zu Wasser gelassen worden ist, erfolgte jetzt die Überführung der Doppelendfähre in die Hansestadt Lübeck. Das moderne Schiff wurde von der Ostseestaal GmbH & Co. KG und der Tochterfirma Ampereship im Auftrag der Stadtwerke Lübeck Mobil GmbH gebaut. In der großen Volkswerft-Schiffbauhalle war die Fähre auf Kiel gelegt worden. Sie wird künftig den Lübecker Stadtteil Travemünde mit der ebenfalls zur Hansestadt gehörenden Halbinsel Priwall verbinden. 

„Die Priwall-Fähre markiert einen weiteren Meilenstein in der Fertigung von Elektro-Solar-Schiffen für die Binnenschifffahrt bei Ostseestaal und Ampereship“, betont Philipp Peuß, Marketing Manager bei Ostseestaal und Ampereship. „Im Firmenverbund entsteht zum zweiten Mal eine elektrogetriebene Fähre, die neben Fahrgästen auch Fahrzeuge transportieren wird. Sie stellt für uns das bisher größte Projekt dieser Art dar.“ Der 37 Meter lange und 13,5 Meter breite Neubau kann für die 240 Meter lange Überfahrt über die Trave bis zu 300 Personen sowie 15 Fahrräder und 18 Pkw bzw. 12 Pkw plus zwei Lkw an Bord nehmen.

In Konstruktion und Schiffsbetrieb hat sich die Priwall-Fähre als ein sehr komplexes und anspruchsvolles Schiffbauprojekt erwiesen. „Für einen komplett emissionsfreien Antrieb der aus Stahl gefertigten Fähre sind bewusst unterschiedliche Optionen wie Wasserstoff oder Batterievollelektrik offengehalten worden“, betont Ingo Schillinger, verantwortlicher Business Unit Manager bei Ampereship. „Die Entscheidung, welche der Antriebsarten zukünftig genutzt werden soll, ist noch offen.“ Das neue Schiff kann im Nachgang aber mit minimalem Aufwand umgestellt werden. Vorerst benötigt es noch einen sogenannten Range Extender in Form eines Dieselgenerators, um die Reichweite zu verlängern. Dennoch wird die Fähre schon in der ersten Phase des Einsatzes auf der Trave täglich über 50 Prozent vollelektrisch und in dieser Zeit komplett emissionsfrei fahren können.“

Angetrieben von zwei 260-kW-Voith-Elektroaggregaten wird die Autofähre täglich bis zu 24 Stunden auf der Trave im Einsatz sein, verdeutlicht Manager Ingo Schillinger die besondere schiffbau- und ingenieurtechnische Herausforderung. Das Schiff verkehrt mit einer Dienstgeschwindigkeit von 6 km/h. Möglich sind maximal 14 km/h.

Die Priwall-Autofähre ist inzwischen das 17. Elektro-Solar-Schiff, das im Verbund von Ostseestaal und Ampereship gebaut wurde.

www.ostseestaal.com

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FSG und Reederei unterzeichnen Vertrag für Bunkerschiffen

Die Reederei Nordic Hamburg und die Flensburger Schiffbau-Gesellschaft (FSG) haben einen Vertrag für den Bau von zwei 110 Meter langen LNG-Bunkerschiffen unterzeichnet. Die Geschäftsführung der Werft um Investor Lars Windhorst bezeichnete dies als Meilenstein und bedeutenden Schritt für das Unternehmen, das zuletzt eher Negativschlagzeilen unter anderem wegen zu spät gezahlter Löhne machte. Die Betankungsschiffe sollen in den Jahren 2024 bis 2026 gefertigt werden, wie die Werft mitteilte. Sie sollen früheren Angaben zufolge bei der Versorgung von Schiffen in deutschen und europäischen Seehäfen mit Flüssigerdgas (LNG) zum Einsatz kommen. Die Schiffe werden nach FSG-Angaben auch für Ammoniak und Methanol ertüchtigt.

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hatte im vergangenen Jahr kurz vor Weihnachten drei Förderbescheide über insgesamt 62 Millionen Euro für drei Bunkerschiffe an ein Konsortium um Nordic Hamburg übergeben. Aufgrund des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine kam es nach Angaben der FSG allerdings "zu dramatischen Preissteigerungen bei Material und Energie, weshalb zwei Schiffe beauftragt wurden".

Zum Auftragsvolumen haben die Vertragsparteien Stillschweigen vereinbart. Wie immer bei umfangreichen Schiffbauverträgen sind nach Vertragsabschluss weitere Regelungen zu treffen, wie die Werft mitteilte.

www.fsg-ship.de

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MEYER WERFT: Erster Auftrag im Offshore-Markt

Grüner Strom: Stahlbau für vier Konverterplattformen in der Nordsee 

Papenburg, 22. November 2023 – Die MEYER WERFT hat einen Durchbruch beim Einstieg in das wachsende Geschäftsfeld für Offshore-Konverterplattformen erzielt. Die Papenburger Werft führt einen Großteil der Stahlarbeiten für Konverterplattformen durch, die für die Offshore-Verbindungen DolWin4 und BorWin4 sowie BalWin1 und BalWin2 bestimmt sind. Alle Verbindungen und Plattformen für grünen Strom liegen in der Nordsee. Die MEYER WERFT legt damit die technische Basis für die grüne Stromversorgung mit der Energie des Windes und somit für eine nachhaltige Zukunft.

Erstmals weltweit setzt die Papenburger Werft das Laser-Hybrid-Schweißverfahren beim Bau von Gleichspannungs-Plattformen ein. Die MEYER WERFT unterstreicht damit wie im Kreuzfahrtschiffbau ihren Anspruch auf die Technologieführerschaft für nachhaltige maritime Lösungen. Auch weitere Kompetenzen der MEYER Gruppe werden bei diesem Auftrag eingesetzt: ND Coatings wird beispielsweise die sehr anspruchsvolle Konservierung übernehmen.

„Dieser Auftrag ist für uns ein Meilenstein beim Einstieg in den Bau von Konverter-Plattformen, die wir künftig auch auf der NEPTUN WERFT in Rostock bauen werden. Diese erfolgreiche Erweiterung unseres Produktportfolios sichert Wissen und Beschäftigung auf unseren deutschen Werften und leistet gleichzeitig einen entscheidenden Beitrag zur Energiewende“, erklärt Jan Meyer. Er übernimmt als Chief Business Innovation Officer künftig unter anderem die Entwicklung neuer Geschäftsbereiche, einschließlich des neuen Geschäftsbereichs Offshore-Wind. „Wir freuen uns, mit unserem Know-how und unseren Kapazitäten neue Kunden für ein neues Produkt der MEYER Gruppe gefunden zu haben. Wir glauben fest an diesen neuen Markt“, ergänzt Geschäftsführer Thomas Weigend.

Gefertigt werden die Konverterplattformen auf der spanischen Werft Dragados, die im Auftrag des deutschen Unternehmens Amprion arbeitet. "Mit der Meyer Werft haben wir neben Dragados einen weiteren kompetenten Partner an Bord. Wir freuen uns besonders, dass der Großteil unserer Plattformen nun in Deutschland gefertigt wird", sagt Peter Barth, Geschäftsführer von Amprion Offshore. Die MEYER WERFT liefert für DolWin4 und BorWin4 Stahlblocksektionen mit einem Volumen von jeweils fast 6000 Tonnen Stahl und für BalWin1/BalWin2 jeweils rund 15.500 Tonnen Stahl. Damit entspricht das Stahlvolumen in etwa dem eines großen Kreuzfahrtschiffes. Die Auslieferung der Komponenten ist für den Zeitraum von Herbst 2024 bis Frühjahr 2027 geplant.

www.meyerwerft.de

 

 

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MINDEF has signed a contract with Fr. Fassmer GmbH & Co. KG (Fassmer) to acquire four new Offshore Patrol Vessels (OPVs) to replace the existing Sentine/-class Maritime Security and Response Vessels (MSRVs)

The ships are based on a proven OPV design operated by the German Bundespolizei (Federal Police), and are designed with high manoeuvrability to operate in Singapore's congested waters, and equipped  with a suite of Iethai and less-lethal capabilities to provide flexibility and calibrated response against a wide spectrum of maritime threats.

The four OPVs will be delivered progressively from 2028 onwards. The MSRVs will remain in operational service until the OPVs are delivered and operationalised

 

www.mindef.gov.sg

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TGE Marine lands milestone contract for new PCTC class

TGE Marine has won a contract to provide the LNG containment, fuel gas supply and its proprietary boil-off-gas (BOG) Recondenser systems for four PCTCs on order with a consortium of ship owners including Oslo’s Gram Car Carriers ASA and Reederei Laeisz in Rostock, Germany.

For the two ship owners, these PCTCs, each with a capacity of 7,000 cars, are the first to be fuelled by LNG and they also represent TGE Marine’s first contract with the companies.

The ships will be built by China Merchants Jingling Shipyard (Weihai) Co. Ltd and deliveries are expected by the end of 2025 and the end of 2026 for the first and fourth PCTCs respectively.
Key to securing the contract was the extensive BOG handling study TGE Marine conducted for the ship owners, using operational data from one of their vessels on a specific route. This highlighted the extensive benefits of using the Recondenser.

For each vessel, TGE Marine is designing and supplying two Type-C LNG fuel gas tanks, each   with a capacity of 1,675 m³, its TGE Marine Recondenser System and the fuel gas supply system for the consumption of BOG in the high-pressure main engine.

The TGE Marine Fuel Gas System is designed for maximum uptime with a high degree of redundancy as all pertinent system components are spared and all particularly susceptible parts are protected with a sophisticated filter concept. Furthermore, TGE Marine’s service team can deploy remote access tools to detect faults at an early stage and hence take action before major problems occur. In addition, TGE Marine is developing an extensive training programme for the ships’ crews and inspectors.

TGE Marine’s recently developed Recondenser System ensures full recondensation of excess BOG, which is subsequently routed to the HP fuel gas pumps before being consumed by the main HP engine. The system comes with two-stage BOG compression, enabling a recondensation rate equivalent to up to 20% of the main engine’s overall fuel consumption. The system guarantees that BOG can be used as fuel when the ship is sailing and therefore results in an optimised balance of CAPEX and OPEX while taking ship operational requirements into consideration.

Additional benefits of using the TGE Marine Recondenser System include the possibility to boost energy efficiency by using a shaft generator, thus eliminating the need to operate the auxiliary engines during the ship voyage and consequently reducing the operating hours of These engines. By this measure CO2 emissions and methane slip can be reduced considerably.

TGE Marine senior sales manager Dieter Hilmes said: “The co-operation with Gram Car Carriers and Reederei Laeisz was very constructive right from the start.
Through our extensive BOG handling studies, we have succeeded in developing a tailor-made system for the shipping companies. We are very pleased to have gained further new customers for TGE Marine through this close collaboration.”

Reederei Laeisz’ managing technical director Harald Schlotfeldt added: “We are very happy to have found an experienced and competent partner for our newbuilding program in TGE Marine. Together with the experts from TGE Marine, we have succeeded in developing a first-class fuel gas supply system that will give us many years of enjoyment with low operating costs.”

www.tge-marine.com

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Drei neue Schiffe auf Kurs: Kiellegung beim dritten HADAG-Neubau
  •  Alle drei neuen Hafenfähren auf Kiel gelegt
  • Fertigung nach Plan: Erstes Schiff bereits Anfang 2024 in Hamburg

Es  geht  voran beim  Neubau  der  drei  neuen  Hafenfähren  der  HADAG!  Gemäß Zeitplan erfolgte die dritte und damit letzte Kiellegung der drei HADAG-Neubauten für den Fährverkehr im Hamburger Hafen. Für den Montagebeginn des Herzstückes wurde bei der SET Schiffbau-  u. Entwicklungsgesellschaft  Tangermünde  mbH ein  Glückscent unter  dem Rumpf platziert. Die Kiellegung ist vergleichbar mit der Grundsteinlegung bei einem Haus. Die Tradition mit dem Platzieren des Geldstücks gilt dabei als Garant für Glück und Erfolg in der Zukunft. Insgesamt drei neue Fähren hatte die HADAG im Sommer 2022 in Auftrag gegeben. Alle drei Schiffe werden  im Laufe des kommenden  Jahres in Hamburg anlegen. Der Stapellauf des ersten ist bereits für den Anfang des Jahres vorgesehen. Im Frühjahr nächsten Jahres wird es für die Hamburgerinnen und Hamburger auf der Elbe Fahrt aufnehmen.Die neuen  Batterie-Schiffe mit Diesel-Range-Extender werden mit rund 33 Metern länger sein als die bisherigen Fähren. So werden sie jeweils Platz für bis zu 250 Fahrgäste bieten.

www.hadag.de

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Taufe des Messbootes „Stollergrund“ für die Deutsche Marine

Berne, 09.11.2023: Am 22.07.2021 wurde die Firma Fassmer mit der Herstellung und Lieferung von zwei 51,70 m langen Messbooten für die Wehrtechnische Dienststelle (WTD) 71 der Bundeswehr beauftragt. Im November fand die Taufe des zweiten Schiffes an der Werftpier in Berne / Motzen statt.

Bei herbstlichem Wetter taufte Maren Jonas, Ehefrau des Bürgermeisters Gustav Otto Jonas der Gemeinde Schwedeneck, vor rund 30 geladenen Gästen das Schiff auf den Namen „Stollergrund“. Namensgeber ist eine Untiefe in der Kieler Förde.

Der Auftraggeber für das neue Schiff (Messboot „Seeversuche Küste“, kurz SVK) ist das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw). Der Neubau wurde nach zivilen Schiffbaustandards unter Berücksichtigung der besonderen Anforderungen für wehrtechnische Erprobung und Forschung in See konstruiert.

Das von Fassmer entwickelte Konzept des Mehrzweckbootes ermöglicht eine einfache, flexible und individuelle Anpassung der Ausrüstung und Einrichtungen, um den Einsatz des Schiffes an die unterschiedlichen Aufgaben leicht anpassen zu können. Damit ist stets eine zielgerichtete Konfiguration der Fähigkeiten des Bootes gewährleistet.

Als Wehrtechnische Dienststelle für Schiffe, Marinewaffen und maritime Technologie und Forschung verfügt die WTD 71 für die Erfüllung ihrer Aufgaben über insgesamt neun Seefahrzeuge mit speziellen Fähigkeiten. Durch die Beschaffung der zwei SVK- Messboote werden die Mehrzweckboote der Klasse 745 "Breitgrund" und "Mittelgrund" nach 32 Jahren, wie auch das Sperrwaffenversuchsboot "Wilhelm Pullwer" der Klasse 741, nach 55 Jahren ersetzt.

Das neue Messboot mit Heimathafen Eckernförde wird unter anderem das Absichern und Bergen von Torpedos im Rahmen von Erprobungen, die Begleitung von U-Booten bei der Flachwassererprobung, aber auch den Einsatz autonomer Unterwasserfahrzeuge sowie Tauchereinsätze im Rahmen von wehrtechnischen Untersuchungen von Tauchgeräten und Ausstattungen sowie Forschungsvorhaben in Küstennähe unterstützen.

https://www.fassmer.de/en/

 

 

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FASSMER erhält Auftrag für neues Fischereiforschungsschiff

Berne, 02.11.2023 - Bei FASSMER in Berne wurde der Vertrag für den Bau des neuen Forschungsschiffs WALTHER HERWIG unterzeichnet. Mitte 2027 soll die Bundesregierung eins der weltweit modernsten und leistungsfähigsten Schiffe für die Fischerei- und Meeresforschung in Betrieb nehmen. Es wird interdisziplinäre Forschung erleichtern und der Flotte den Einstieg in die Nutzung von klimaneutralem Methanol eröffnen.

Am 01. November 2023 haben die Präsidentin der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE), Dr. Margareta Büning-Fesel, und der Geschäftsführer der Fr. Fassmer GmbH & Co. KG, Harald Fassmer, den Vertrag zum Bau und zur Lieferung des neuen Fischereiforschungsschiffes WALTHER HERWIG unterzeichnet. Das hochmoderne Schiff ist für die weltweite Fahrt konzipiert; Haupteinsatzgebiete werden die Nord- und Ostsee sowie der Nordatlantik von den Subtropen bis Grönland sein.

Modernste Fischereiforschung für intakte marine Ökosysteme

Das neue Schiff wird eines der weltweit modernsten und leistungsfähigsten Schiffe für die Fischereiforschung. Mit rund 85 Metern Länge und etwa 18 Metern Breite entsteht das größte Schiff in der Flotte der BLE. Es bietet Platz für ungefähr 46 Personen, bestehend aus Besatzung und Wissenschaftlerinnen sowie Wissenschaftlern. Zur Ausrüstung gehören unter anderem zehn Labore, Arbeitskräne, eine Vorrichtung für pelagische, und demersale Fischerei sowie Twin-Trawling, ein Heckkran und ein Aussetzsystem für Forschungsarbeiten in der Tiefe. Ein großes freies Arbeitsdeck und diverse Container-Stellplätze dienen als multifunktionale Auslegung mit Zukunftsreserven. So ermöglicht es dem Thünen-Institut als Nutzer des Schiffes das Monitoring wichtiger Fischbestände, meeresökologische Untersuchungen mit modernsten Methoden, aber auch meereschemische und physikalische Messungen sowie die Erforschung von Auswirkungen der Fischerei auf die Meeresumwelt. Damit schafft die Bundesregierung eine Grundlage dafür, die nachhaltige Nutzung der lebenden Meeresressourcen und den Schutz der marinen Ökosysteme in Einklang zu bringen.

Klimaneutralität dank Methanol möglich

WALTHER HERWIG bekommt einen dieselelektrischen Antrieb. Dank der Abgasnachbehandlung durch SCR-Katalysatoren und Rußpartikelfilter werden anspruchsvolle Abgasvorschriften erfüllt und damit der gesetzliche Standard übertroffen; die Grenzwerte des „Blauen Engels“ für umweltfreundliches Schiffsdesign (RAL-UZ 141) und US EPA TIER IV werden ebenfalls unterschritten. Der Antrieb kann auf die Nutzung von Methanol als Kraftstoff umgerüstet werden.

Die Projektbeteiligten

Die Konzeption und Planung des Neubaus sowie das europaweite Vergabeverfahren übernahm federführend das Referat Schiffstechnik der Bundesanstalt für Wasserbau (BAW), unterstützt von einem Projektteam, dem die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) als Auftraggeber und Reeder sowie das Thünen-Institut als künftiger Nutzer angehörten.

https://www.fassmer.de/en/

 

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Ostseestaal/Ampereship expandiert auf den italienischen Markt

Auftrag zum Bau von zwei Elektro-Personenfähren für den Iseosee

Stralsund, Oktober 2023 – Die Stralsunder Ostseestaal GmbH & Co. KG ist von der Kommunalbehörde für das Einzugsgebiet des Iseosees (Autorità di Bacino Lacuale dei Laghi d'Iseo, Endine e Moro) mit Sitz in der italienischen Gemeinde Sarnico (Provinz Bergamo) mit dem Bau von zwei Elektro-Personenfähren beauftragt worden. Ein entsprechender Vertrag wurde in diesen Tagen unterzeichnet. Die als Katamaran konzipierten Neubauten mit einer Länge von gut 26 Metern sollen künftig auf dem oberitalienischen Iseosee, der zwischen dem Comer See und dem Gardasee liegt, eingesetzt werden. Bis zu 140 Personen sowie sechs Fahrräder können an Bord der emissionsfreien Schiffe transportiert werden. Sie werden auf verschiedenen Seerouten verkehren, unter anderem zur Insel Monte Isola. Gebaut werden die Elektro-Personenfähren von Ostseestaal und Ampereship.

„Mit dem Iseo-Projekt ist uns der Einstieg in den italienischen Markt gelungen“, betont Ingo Schillinger, Vertriebsleiter von Ampereship. Damit konnten die Stralsunder Schiffbauer zum zweiten Mal bei einer europäischen Ausschreibung mit ihrer Kompetenz für elektrisch angetriebene Binnenschiffe überzeugen und einen Bauauftrag gewinnen. In den vergangenen zwei Jahren hatte Ostseestaal drei baugleiche Elektro-Personenfähren für den Einsatz auf dem Zürichsee in der Schweiz gebaut und ausgeliefert. „Europaweit besteht ein erheblicher Bedarf, die überalterte Flotte durch neue emissionsfreie und effiziente Binnenschiffe zu ersetzen“, so Ingo Schillinger mit Blick auf den internationalen Markt.

Die Iseo-Fähren verfügen über jeweils zwei elektrische Antriebe mit einer Leistung von je 100 Kilowatt (kW). Den Strom liefern zwei Batteriepacks mit einer Gesamtkapazität von ca. 800 kWh. Diese werden durch Landstrom und während der Fahrt durch Solarmodule aufgeladen. Drei Viertel der Dachfläche des Solardecks sind mit PV-Modulen belegt. Diese haben eine Gesamtleistung von ca. 11 kWp. Der Katamaran ist für eine Dienstgeschwindigkeit von 17 km/h ausgelegt, kann aber in der Spitze 19 km/h erreichen. „In die Konstruktion sind viele Erkenntnisse und Erfahrungen aus unseren bisherigen Eigenentwicklungen eingeflossen“, erklärt Dirk Zademack, verantwortlicher Business Unit Manager bei Ampereship.

Im Verbund der Stralsunder Unternehmen Ostseestaal und Ampereship wurden bisher insgesamt 17 Solarschiffe für unterschiedliche Einsatzzwecke gebaut. Der Baubeginn für die jetzt in Auftrag gegebenen Iseo-Fähren ist für Anfang 2024 terminiert. Die Auslieferung ist für Ende nächsten Jahres geplant.

www.ostseestaal.com

 

 

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Lürssen launches Project CALI

Lürssen is proud to announce the successful launch of Project CALI. Delivery is scheduled for Q1 2024.

Responsible for the concept and exterior design is Lürssen's in-house exterior designer Jim Robert Sluijter, who has given CALI a very sleek and elegant look, emphasized by the reversed bow shape.

The yacht is laid out for a family that loves outdoor activities. It is therefore not surprising that two of the yacht's main features are outdoor areas. The spacious beach club on the lower deck opens to both sides with big sea terraces and is connected to a very large swim platform aft. The 30-meter-long sun deck offers a panoramic view and has plenty of space for daytime as well as evening activities. The sun deck features a Jacuzzi, a lounge area, a bar as well as a dining area with barbeque and pizza oven and an outdoor cinema.

https://www.lurssen.com/de/

 

 

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Zehnfacher Baustart auf der Neptun Werft

Rostock-Warnemünde, 05.12.2023 – Viking und die NEPTUN WERFT haben gestern insgesamt zehn neue Flusskreuzfahrtschiffe auf Kiel gelegt. Damit geht die erfolgreiche Serie von bisher 65 Schiffen für Viking weiter. Die Reederei hat die NEPTUN WERFT nun mit dem Bau von neun weiteren innovativen Flusskreuzfahrtschiffen beauftragt. Es handelt sich bei den Flusskreuzfahrtschiffen um ein Schiff für die Seine und acht Schiffe der bekannten Longship-Serie. Ein weiteres Seine-Schiff wurde bereits im Februar 2023 beauftragt. Damit baut die NEPTUN WERFT bis 2026 insgesamt zehn Flusskreuzfahrtschiffe für Viking.

Während die Longships 135 Meter lang sind, basieren die Schiffe für die Seine auf den bereits für Viking gebauten „verkürzten“ Longships Viking Kari, Viking Radgrid, Viking Skaga und Viking Fjorgyn. Im Jahr 2025 und 2026 sollen jeweils ein Schiff für die Seine sowie vier Schiffe der Longship-Serie abgeliefert werden. Der Bau der Schiffe hat mit der Kiellegung auf der NEPTUN WERFT symbolisch begonnen.

Die neuen Schiffe werden mit einem Hybridsystem aus diesel-elektrischem Antrieb und einem Batteriesystem ausgestattet. Damit werden Lastspitzen abgefangen und erheblich Treibstoff eingespart. Die Longships werden erstmals auf der NEPTUN WERFT mit einem neuen PLM-System, einer kombinierten Software-Lösung aus Catia V6 und Cadmatic, konstruiert. Sie erhalten außerdem einige technische Neuerungen, wie eine Kompaktanlage für die Abwasserbehandlung.

„Wir freuen uns, die lange Serie der Viking-Schiffe mit diesen zehn Schiffen fortzuführen. Die Schiffe gehören mit ihrem Hybrid-System zu den umweltfreundlichsten auf Europas Flüssen. Der erfolgreiche Einsatz auf den bereits abgelieferten Schiffen war ein entscheidender Grund für Viking, beim Bau wieder auf die MEYER Gruppe zu setzen“, sagt Jan Meyer, der die NEPTUN WERFT zukünftig als Chief Business Innovation Officer leiten wird.

Die NEPTUN WERFT verfügt nun über ein gut gefülltes Auftragsbuch bis 2026 mit Aufträgen für zehn Flusskreuzfahrtschiffen, zwei Marinebetriebsstoffversorgern sowie Teilen des Forschungsschiffs METEOR IV. Zudem plant die MEYER Gruppe gemeinsam mit dem belgischen Unternehmen Smulders in Rostock den Einstieg in den Bau von Offshore-Konverterplattformen. Dazu befindet sich derzeit das Joint Venture NEPTUN SMULDERS Engineering im Aufbau. Diese Plattformen sollen künftig ebenfalls auf der NEPTUN WERFT entstehen. Für diese einzigartigen maritimen Projekte wächst das Team der Werft weiter. Stellenangebote gibt es unter https://www.neptunwerft.de/de/karriere/index.jsp

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Übergang zu klimafreundlichem, flexiblem und resilientem Transport

04.12.2023 : Um die Klimaneutralität für alle EU-Länder bis 2050 zu erreichen und damit den ehrgeizigen europäischen Green Deal zu verwirklichen, ist die Steigerung der Energieeffizienz in allen Sektoren ebenso wichtig wie der verstärkte Einsatz erneuerbarer Energien. Im Verkehrswesen bedeutet dies, dass der Anteil der Fahrzeuge, die mit Strom und nachhaltigen alternativen Kraftstoffen angetrieben werden, erhöht werden muss - einschließlich der Binnenschiffe. Außerdem soll eine umweltfreundliche Verkehrsverlagerung von den stark überlasteten Straßen auf wenig ausgelastete Binnenschifffahrtswege erreicht werden.

Die verstärkte Nutzung der Binnenschifffahrt wird jedoch schon jetzt durch Veränderungen in der Ladungsstruktur und schwankende Wasserstände aufgrund klimatischer Veränderungen behindert. Auf der anderen Seite hat eine Reihe von Studien gezeigt, dass kleine, autonome Einheiten auf dem Wasser ökonomisch und ökologisch nachhaltig neue Logistikdienstleistungen erbringen können - auch auf bisher nicht ausgelasteten Wasserstraßen. Die Wiederbelebung dieser Ressourcen durch den Einsatz emissionsfreier Binnenschiffe und deren Kombination mit Elektro-Lkw für die letzte Meile führt zu einer ganz neuen Logistikdienstleistung, die den Klimazielen von „Fit for 55“ entspricht.

Ab Januar 2024 verfolgen neun namhafte Partner aus sechs europäischen Ländern die Entwicklung eines neuen Transportsystems unabhängig von den etablierten Strukturen. Es werden neue Binnengüterschiffe entwickelt, die in kleinen Wasserstraßen, auch in engen Gewässern und bei Niedrigwasserlagen, zuverlässig Transportleistungen erbringen können. Neue Verteilerknotenpunkte werden als Schnittstellen zum Straßenverkehr konzipiert, die gleichzeitig den Güterumschlag und die emissionsfreie Energieversorgung von Schiffen und Lkw sicherstellen. Geografisch gesehen befinden sich die beiden Anwendungsfälle von AUTOFLEX in der Randstadregion um Amsterdam sowie in der ostflämischen Stadt Gent.

Die Projektpartner wollen die Machbarkeit des neu konzipierten Transportsystems durch Tests im Modellmaßstab und mit Hilfe eines Demonstrators in Originalgröße, bestehend aus einem von DFDS aus Dänemark zur Verfügung gestellten und mit Technologie von Maritime Robotics aus Norwegen ausgestatteten Demonstrationsschiffs, bewerten und nachweisen. Das Konsortium - bestehend aus Entwicklungs- und Anwendungspartnern aus Industrie, Forschung und Wissenschaft - plant, Folgendes im Detail zu demonstrieren:

1) Wettbewerbsfähige emissionsfreie Binnenschiffe, die auf kleinen Wasserstraßen autonom und ohne Besatzung an Bord fahren können und gegenüber extremen Niedrigwasserperioden widerstandsfähig sind.

2) Entwicklung einer Verkehrssystemarchitektur und ihrer Komponenten für die städtische Verteilung auf dem Wasser, die eine wirksame Alternative zum Straßenverkehr darstellt und den Umschlag zwischen verschiedenen Verkehrsträgern ermöglicht.

3) Entwicklung eines kombinierten Lade- und Energieknotens (stow&charge) für die zuverlässige Bereitstellung von elektrischer Energie für das neue Verkehrssystem.

4) Entwicklung tragfähiger Geschäftsmodelle für den neuen wassergestützten Transportdienst.

5) Demonstration und Validierung des auf der autonomen Binnenschifffahrt basierenden Verkehrssystems und der zugehörigen Schiffskonzepte - durch quantitative Analyse, Computersimulation, Tests und Demonstration im Modellmaßstab sowie durch eine Demonstration in großem Maßstab.

6) Ausarbeitung von Empfehlungen für Politik und Industrie, Vorschlag von Schnittstellennormen, z.B. für die ISO, und Erstellung eines Fahrplans für die Realisierung.

 

Die Entwicklung von AUTOFLEX hat das Potenzial, nicht nur entscheidende Impulse für die Umstellung des europäischen Verkehrssystems auf ein klimaneutrales Modell zu geben, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Forschung und Industrie zu stärken.

In AUTOFLEX bündelt das Fraunhofer CML seine logistische und technische Expertise für autonome Schiffe, indem es für die Neugestaltung des Transportsystems verantwortlich ist und sich an der Entwicklung und Bewertung von Methoden zur Validierung der Sicherheit autonomer Navigationssysteme sowie an der Bewertung des Sicherheitszustands autonom betriebener Schiffe beteiligt.

Insgesamt neun Partner aus Belgien, Dänemark, Deutschland, Griechenland, Norwegen und den Niederlanden - unter der Koordination der norwegischen Forschungs- und Technologieorganisation SINTEF Ocean - werden mit 4,5 Millionen Euro über einen Zeitraum von drei Jahren von der Europäischen Kommission im Rahmen des Programms Horizont Europa unter der Finanzhilfevereinbarung Nr. 101136257 gefördert.

Liste der Partner:

- SINTEF Ozean AS

- DFDS AS

- NTUA (Ethnicon Metsovion Polytechnion)

- ISE Institut für Strukturleichtbau und Energieeffizienz gGmbH

- Maritime Robotik AS

- Fraunhofer-Center für Maritime Logistik und Dienstleistungen CML

- DST Entwicklungszentrum für Schiffstechnik und Transportsysteme e.V.

- Zero Emission Dienstleistungen BV

https://www.cml.fraunhofer.de/

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Analyse zur COP28 zukunftsweisend bis ins Jahr 2050

MAN Energy Solutions bewertet energiesparende Technologien hinsichtlich Einhaltung von GHG-Zielen und Antriebstechnologien hinsichtlich ihres Potenzials zur Reduzierung von Emissionen und ihrer Kosten

Kopenhagen, 30.11.2023 Rechtzeitig zur COP28, der Klimakonferenz der Vereinten Nationen, die 2023 in der Expo City in Dubai stattfindet, hat MAN eine neue Studie veröffentlicht: "Decarbonization technologies in merchant shipping" (Technologien zur Dekarbonisierung der Handelsschifffahrt). Diese Abhandlung bewertet energiesparende Technologien hinsichtlich Einhaltung von GHG-Zielen sowie Antriebstechnologien im Hinblick auf ihr Potenzial zur Minderung von Emissionen und ihre Kosten.

Uwe Lauber, CEO von MAN Energy Solutions, sagt: „Wir setzen uns schon seit mehreren Jahren für strengere Vorschriften ein und haben die IMO dazu gedrängt, einen sinnvollen Vorschlag zu unterbreiten. Dies haben sie jetzt auf der jüngsten Sitzung des Marine Environment Protection Committee (MEPC) getan. Die verschärften Vorschriften orientieren sich nun an Artikel 2 des Pariser Klimaabkommens mit dem erklärten Ziel einer klimaneutralen Schifffahrt, was uns zuverlässige Parameter liefert, innerhalb derer wir arbeiten können."

 

Lauber fährt fort: „Jetzt können wir uns auf die Umsetzung der Technologien zur Dekarbonisierung konzentrieren. Die Energiewende in der Schifffahrt ist bereits in vollem Gange, und die ganze Branche ist derzeit dabei, den Einsatz von Technologien zur Dekarbonisierung zu skalieren und umzusetzen. Mit unserer Analyse zeigen wir auf, wie kosteneffizient verschiedene Antriebstechnologien in Schiffen eingesetzt werden können, um die neuen Vorschriften zu erfüllen."

 

Die wichtigsten Erkenntnisse daraus sind:

•            Ammoniak- und Methanolmotoren gehören zu den kosteneffizientesten Optionen für die Dekarbonisierung.

•            Brennstoffzellen besitzen ein hohes Potenzial zur Verringerung von Treibhausgasemissionen, sind jedoch teurer und die Technologie ist für den Einsatz auf Handelsschiffen noch nicht ausgereift.

•            Die CO2-Abscheidung an Bord könnte eine vorübergehende Maßnahme zur Einhaltung der Vorschriften sein, reicht als solche jedoch nicht aus, um bis 2050 das Netto-Null-Ziel zu erreichen.

•            Dual-Fuel-Motoren in Kombination mit energiesparenden Technologien sollten ab sofort für Neubauten in Betracht gezogen werden.

•            Vorhandene Schiffe müssen je nach Alter und Betriebsmuster mit Dual-Fuel-Motoren, fortschrittlichen Biokraftstoffen mit niedrigen Well-to-Wake-Emissionen oder energieeffizienten Nachrüstungen umgerüstet werden.

 

Die neue Analyse bewertet energiesparende Technologien hinsichtlich Einhaltung von GHG-Zielen und Antriebstechnologien hinsichtlich ihres Potenzials zur Reduzierung von Emissionen und ihrer Kosten.

 http://www.man-es.com/de/unternehmen/pressemitteilungen

 

 

 

 

 

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REINTJES entwickelt mit Partnern 3-D-Drucker im XXL-Format

Die deutsche Wirtschaft – und damit auch die heimischen Unternehmen im Weserbergland – steht vor großen Herausforderungen. Fachkräfte werden dringend gesucht, die Preise für Energie und Material steigen. Um diesen Schwierigkeiten auf Augenhöhe zu begegnen, braucht es kreative Lösungen.

Die Hamelner Firma REINTJES hat in den vergangenen vier Jahren gemeinsam mit vier Partnern an einer solchen Lösung geforscht. Entstanden ist im Rahmen eines vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz geförderten Projekts ein 3-D-Drucker im XXL-Format. Was der genau kann, erfuhren zahlreiche Interessierte – darunter auch Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies – bei einer Infotagung auf dem REINTJES-Gelände. Inklusive einer spannenden Livevorführung.

Ein echtes Mutmacherprojekt

Bevor es aber so weit war, berichteten REINTJES-Geschäftsführer Klaus Deleroi, Projektleiterin Daniela Haubold und Prof. Dr. Stefan Kaierle (Laserzentrum Hannover) über den entwickelten 3-D-Drucker allgemein und den 3-D-Druck für Schiffsgetriebegehäuse im Besonderen.

Und selbstverständlich ließ es sich Olaf Lies nicht nehmen, einige Worte zu sprechen. „Wir brauchen diese Mutmachertage, an denen wir sehen, dass sich Unternehmen aufmachen und den Weg nach vorne gehen. Die maritime Wirtschaft ist eines unserer Zukunftsfelder. Wir sind das Tor zur Welt und Niedersachsen hat hier mit seinen Häfen und Werften eine herausragende Rolle“, sagte Olaf Lies. Und der Minister unterstrich, „dass das ein Projekt ist, das zeigt, dass Prozesse denkbar und umsetzbar sind“. Olaf Lies war gewissermaßen auch der Wegbereiter für den 3- D-Drucker, der nun dauerhaft als Forschungsobjekt in Halle 2 auf dem REINTJES-Firmengelände stehen wird. Das machte Klaus Deleroi deutlich. „2015 habe ich bei einer Veranstaltung mit Olaf Lies einen kleinen 3-D-Drucker präsentiert und etwas darüber erzählt. Unser niedersächsischer Wirtschaftsminister hat mir dann gesagt, dass ich größer denken müsse. Das habe ich gemacht – und bin stolz darauf, was aus diesem Impuls geworden ist“, bilanzierte der REINTJES-Chef.

Einblicke in die Praxis

Daniela Haubold, die das Projekt seit Mitte 2022 geleitet hat, tauchte tiefer in die Materie ein. „Der 3-D-Druck bietet gewaltige Vorteile. Die Wertschöpfung bleibt im eigenen Haus und wir sind nicht auf externe Lieferanten angewiesen. In Summe sinkt zudem der Bedarf an Material und Energie – und das führt natürlich zu deutlich geringeren Kosten“, hielt sie fest. Und Haubold fügte an: „Wir tun so ganz bewusst etwas für mehr Klimaschutz und Nachhaltigkeit.“ Bei einem beispielhaft zu Beginn dieses Jahres hergestellten Getriebegehäuseteil habe es eine Energieersparnis von 41

Prozent gegeben. Zudem sei das Gesamtgewicht um rund 36 Prozent reduziert worden.

Vor allem für Sonderanfertigungen sei es lohnenswert, sich genauer mit der additiven Fertigung zu beschäftigen – da waren sich Klaus Deleroi und Daniela Haubold einig. Im konkreten Fall von REINTJES betreffe das etwa individuelle Gehäuse von Schiffsgetrieben, aber nicht die Serienfertigung. Da das Projekt nun aber beendet ist, stellt sich die Frage: Wie geht es mit dem 3-D-Druck und REINTJES weiter? Der Drucker darf ausschließlich zu Forschungszwecken genutzt werden – und nicht kommerziell.  „Es gibt noch weiteren Entwicklungsbedarf. Wir arbeiten gerade daran, ein Folgeprojekt zu realisieren“, so Daniela Haubold.

https://www.reintjes-gears.de/

 

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Fluorfrei in die Zukunft – umweltfreundliche Antihaftbeschichtung ersetzt per- und polyfluorierte Chemikalien (PFAS)

Ob Pfannen, Schneidwaren oder Verpackung – per- und polyfluorierte Chemikalien (PFAS) werden seit Jahren in verschiedensten Alltagsprodukten und Prozessen zur Beschichtung eingesetzt. Aufgrund bekannter Risiken dieser Substanzen für Mensch und Umwelt wird ein zumindest teilweises Verbot für die Herstellung und Verwendung von PFAS in naher Zukunft erwartet. Der Einsatz vergleichbarer Alternativen ist deshalb für zahlreiche Unternehmen essenziell. Das Fraunhofer IFAM ist spezialisiert auf fluorfreie Beschichtungen und hat mit der PLASLON®-Technologie eine PFAS-freie Antihaftbeschichtung entwickelt, die das geforderte Eigenschaftsprofil erfüllt und sofort einsetzbar ist.

Unter PFAS versteht man eine Gruppe von mehreren tausend einzelnen Chemikalien. Sie kommen in der Natur ursprünglich nicht vor, sind äußerst stabil und reichern sich dadurch stetig in der Umwelt an. Die auch als »Ewigkeitschemikalien« bekannten Fluor- Verbindungen können im Blutserum vom Menschen vorkommen und zu gesundheitlichen Effekten führen [1]. Aus diesem Grund erwägt die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) ein Verbot der Herstellung, Verwendung und des Inverkehrbringens von PFAS. Eine Entscheidung der Europäischen Kommission darüber ist laut Umweltbundesamt voraussichtlich 2025 zu erwarten.

Unternehmen, die PFAS verwenden, werden durch ein Verbot vor größere Herausforderungen gestellt. Um Prozesse und Produktion aufrechtzuerhalten, müssen alternative Lösungen gefunden werden. Die Plasmatechnik bietet hierfür ideale Voraussetzungen. Die Plasmaschichten, die am Fraunhofer IFAM entwickelt wurden, sind nicht nur fluorfrei (Zero-F), sondern auch frei von Additiven. Sie lassen sich auf nahezu allen Werkstoffen aufbringen. Einige der Schichten eignen sich aufgrund ihres Eigenschaftsprofils besonders gut als PFAS-freie Antihaftbeschichtung, Gleitbeschichtung und hydrophobe Ausrüstung.

Die Forscherinnen und Forscher am Fraunhofer IFAM haben mit der PLASLON®- Beschichtung eine PFAS-freie Alternative entwickelt, die sich durch hervorragende Antihafteigenschaften in Kombination mit hoher mechanischer Beständigkeit auszeichnet. Die mittels Plasmatechnik hergestellte Beschichtung ist als Gradientenschicht ausgeführt, um einerseits eine exzellente Haftung zum Produktkörper zu ermöglichen und andererseits optimale Antihafteigenschaften auszuprägen. Die Schicht zeichnet sich weiterhin durch eine gute Easy-to-clean-Eigenschaft aus und ist schneid- und abriebfest. Sie ist porenfrei und lebensmittelecht. Zudem zeigt sie ein oleophiles Verhalten in Bezug auf Speiseöle und -fette.

Ein Alleinstellungsmerkmal der PLASLON®-Beschichtung liegt darin, dass sie – im Gegensatz zu anderen Antihaftbeschichtungen – aufgrund ihrer guten Haftung und ihrer herausragenden Härte auch für Emaille, Glas, Steinzeug und Porzellan geeignet ist. Gerade Produkte aus diesen Werkstoffen sind zwar sehr kratzfest, weisen aber eine schlechte Antihaftwirkung auf.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts verfügen zudem über das notwendige Know-how entsprechender Fertigungsprozesse, um Produkte in großen Stückzahlen wirtschaftlich veredeln zu können. Dafür bieten sich je nach Kundenbedarf unterschiedliche Konzepte, wie XXL-Anlagen oder insbesondere auch Durchlaufanlagen, an. Verbunden mit einem geringen Energieverbrauch bei der Herstellung, einer ungehemmten Wärmeübertragung beim Gebrauch und einer langen Lebensdauer der Beschichtung ist PLASLON® besonders nachhaltig und somit richtungsweisend.

www.ifam.fraunhofer.de

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Interdisziplinäres Team möchte Korrosionsschutz für Offshore-Windparks entwickeln

Mikrobiell beeinflusste Eisenkorrosion im maritimen Industriesektor verursacht nach neuesten Schätzungen allein in Deutschland jährlich Schäden in Milliardenhöhe. Expert*innen erwarten, dass die Zahl solcher Schäden durch die globale Erwärmung noch deutlich zunehmen wird. Besonders betroffen sind Offshore-Windparks, und bislang ist kein wirkungsvoller und zugleich umweltverträglicher Schutz bekannt. Die Fachhochschule (FH) Kiel und das GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel wollen mit Industriepartnern einen wirksamen Schutz gegen mikrobielle Eisenkorrosion im Offshore-Bereich entwickeln. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz fördert das auf drei Jahre ausgelegte Verbundprojekt „MiCorFe“ mit mehr als 1.000.000 Euro.

Mikrobiell beeinflusste Eisenkorrosion (kurz MIC, engl. Microbiologically Influenced Corrosion) ist in der maritimen Wirtschaft ein weit verbreitetes und bekanntes Problem. Sie betrifft insbesondere Gründungsstrukturen von Windkraftanlagen. Diese Gründungsstrukturen, auch Monopiles genannt, sind hohle zylindrische Pfähle aus Stahl, die in den Meeresboden gerammt werden. Das dabei im Monopile verbleibende Meerwasser steht nach der Gründung nur noch eingeschränkt im Austausch mit der Umgebung. Dieser Einschluss hat Folgen für die biochemische Zusammensetzung des Wassers: Durch mikrobielle Aktivitäten können sich im unteren Bereich sauerstofffreie Zonen ausdehnen und giftiger Schwefelwasserstoff entsteht. Dies sind ideale Bedingungen für säurebildende, sulfat- und metall-reduzierende Bakterien, die die Biokorrosion beschleunigen können. Ein probates Gegenmittel gibt es auf hoher See nicht: Trocknungsverfahren und regelmäßige mechanische Reinigungen sind nicht praktikabel, der Einsatz von Bioziden würde die Meeresfauna schädigen.

Beteiligte Mikroorganismen müssen zunächst identifiziert werden

Deswegen sucht das interdisziplinäre Projektteam „MiCorFe“ einen anderen Ansatz, erklärt Prof. Dr. Mirjam Perner. Die Geomikrobiologin vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel möchte die speziell an dieser Biokorrosion beteiligten Mikroorganismen identifizieren und neue, praktikable und umweltverträgliche Strategien für deren Hemmung entwickeln. „Mit dem Wissen um die geochemische Dynamik im Inneren eines Monopiles und über die Aktivitäten der an der MIC beteiligten Organismen können wir die Auswahl neuer Werkstoffmodifikationen und Beschichtungen unterstützen. Durch vergleichende Untersuchungen wollen wir Möglichkeiten zur Hemmung der MIC bewerten“, erläutert Perner.

Forschungsplattform vor Sylt dient als Reallabor

Für Untersuchungen unter realen Bedingungen nutzt das Forschungsteam die 80 Kilometer vor Sylt gelegene Forschungsplattform FINO3. Sie wurde 2009 als Monopile auf einer Wassertiefe von 22 Metern in feinem Sand gegründet. „Die Korrosions-Situation im Inneren des Monopiles ist bisher nahezu unbekannt, da keine Tauchgänge in seinem Inneren möglich sind“, erklärt Projektleiterin Prof. Dr.-Ing. Jana Schloesser von der FH Kiel. „Daher werden wir als erstes die Bedingungen vor Ort analysieren, indem wir Wasserproben in unterschiedlicher Tiefe nehmen, spezielle Sensorik nutzen und Korrosionsversuche im Inneren der Gründungsstruktur durchführen.“

Schloessers Hauptaugenmerk liegt auf der Korrosionsanalyse und möglichen elektrochemischen Schutzmaßnahmen wie Beschichtungen. Sie wird zunächst die Anfälligkeit des üblicherweise verwendeten Monopile-Stahls untersuchen. Hierfür nutzt sie Langzeitversuche mit Baustahl in verschiedenen Tiefenhorizonten innerhalb des Monopiles und unter simulierten Laborbedingungen. Darüber hinaus wird die Expertin für Werkstoffe und Oberflächen optimierte Stähle und unterschiedliche Beschichtungen erproben.

Interdisziplinarität als Erfolgsfaktor

Die Prüfkörper stellt der Projektpartner Krebs Korrosionsschutz GmbH zur Verfügung. Das Unternehmen mit Sitz in Rostock bringt seine Erfahrung im Bereich des Korrosionsschutzes ein. Von der interdisziplinären Zusammenarbeit erhofft sich Entwicklungsingenieur Christian Niepel Erkenntnisse für die Entwicklung neuer Beschichtungswerkstoffe und -methoden. „Die im Projekt gewonnenen Ergebnisse werden wir innerhalb der Abteilung ‚Forschung & Entwicklung‘ analysieren, interpretieren und in die laufende Produktion übertragen. Unser Ziel ist, die Lebensdauer von Monopiles zu verlängern und somit nachhaltigere Energie im Offshore-Bereich zu produzieren.“

Der vierte Projektpartner, die Jörss – Blunck – Ordemann GmbH (JBO), steuert seine Expertise in der Planung und Instandhaltung von Windenergieparks bei. Das Hamburger Planungs- und Ingenieurbüro verantwortet die rechnerische Simulation der Lebensdauer korrodierter Stähle, erklärt Gerrit Haake, Forschungs-und Entwicklungsleiter bei JBO. „Durch Lochfraß unter Beschichtungsschäden kann es zu einer Schwächung der Struktur und in der Folge zu Rissbildung kommen. Von der FH Kiel erhalten wir die genaue Geometrie der korrodierten Proben. Am PC berechnen wir damit den Rissfortschritt mit bruchmechanischen Rechenmodellen und wie sich die Korrosion auf die Lebensdauer auswirkt.“

FH Kiel und GEOMAR ergänzen sich ideal

„Eine Besonderheit unseres Konzepts“, betont Projektleiterin Schloesser, „ist die interdisziplinäre enge Zusammenarbeit von Mikrobiologinnen, Geochemikern, Materialwissenschaftlerinnen und Ingenieuren sowie deren unterschiedliche Expertise. Ich bin zuversichtlich, dass es uns gelingen wird, neue Beschichtungswerkstoffe und -methoden zu entwickeln, die die Betriebs- und Lebensdauer von Offshore-Windenenergieanlagen verlängern. Dadurch können zukünftig Ressourcen eingespart und die Stromversorgung nachhaltiger gestaltet werden.“

Für die Fachhochschule Kiel und das GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel ist es nicht die erste Zusammenarbeit. In der Vergangenheit haben die beiden Wissenschaftseinrichtungen beispielsweise gemeinsam an Tauchrobotern gearbeitet und portable Fischobservatorien entwickelt. „Wir ergänzen uns in vielerlei Hinsicht ideal“, erklärt FH-Kiel-Präsident Prof. Dr. Björn Christensen. „Vor allem unsere anwendungs- und transferorientierte ingenieurwissenschaftliche Forschung kann dazu beitragen, das GEOMAR bei der Umsetzung seiner Forschungsprojekte zu unterstützen.“

„Die Expertise der Fachhochschule ist eine Bereicherung für die Forschung des GEOMAR“, bestätigt Prof. Dr. Katja Matthes, Direktorin des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel. „Durch den vollständigen Umzug des GEOMAR auf den Seefischmarkt können unsere Institutionen zukünftig noch enger im Wissenschaftsquartier Schwentinemündung zusammenrücken. Das verbessert die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit nochmals.“ 

www.fh-kiel.de

 

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DNV and partners conclude phase 1 of EMRED JIP - new framework for GHG reduction on offshore vessels

Oslo, Norway, 16 November 2023. DNV and 14 partners have concluded phase 1 of the Emission Reduction (EMRED) Joint Industry Project (JIP), developing a monitoring and reporting framework to quantitively assess greenhouse emissions (GHG) from the offshore wind segment. In November, phase 2 of the project will entail testing the framework by including more offshore vessel types and gathering more data.

As the offshore industry is looking to decarbonize, DNV and partners including RWE, Vattenfall, Ørsted, Scottish Power Renewables, DEME, Cadeler, Jan De Nul Group, Ziton, Van Oord, Heerema, GustoMSC, Maersk Supply Service, Atheloen and Fred. Olsen Windcarrier have, in phase 1, agreed on a framework for foundation installation, wind turbine installation, and cable laying vessels. With clearly defined operational modes and reporting parameters, the EMRED JIP aims to standardize decarbonization reporting and increase transparency within the industry.

The framework will now be tested through phase 2, expanding the project to include various vessel types related to the offshore segment. Phase 2 invites companies involved with platform supply vessels (PSV), anchor handling tug supply vessels (AHTS), standby vessels, service operation vessels, crew service operation vessels (SOV/CSOV), and subsea support vessels to participate.

Arnstein Eknes, Segment Director for Special Ships, DNV said: “Partners of the EMRED JIP are collaborating to improve transparency, defining how emissions and associated service work can be reported for offshore vessels. To decarbonize the offshore segment, we as an industry, need deeper insight of operational modes and where measures will have the highest impact for a field developer or field operator. The inclusion of these diverse vessel types will provide a broader representation of the offshore sector and contribute to standardizing data reporting. As the industry faces a need to decarbonize in alignment with multiple stakeholder ambitions, we aim to make emissions reporting more accessible and transparent which also stimulate our industry efficiency.” 

Peter Staal, Lead PL QHSE Manager, Østed said: “Ørsted is thrilled to be an active participant in our joint industry partnership dedicated to creating an emission baseline for the logistical industry. It's inspiring to witness the collaboration and commitment from diverse stakeholders working towards a sustainable future. By collectively establishing these crucial benchmarks, we are not only fostering transparency but also paving the way for innovative solutions that will undoubtedly drive positive change in our industry.”

Jan Schanke-Jørgensen, COO, Fred. Olsen Windcarrier said: “It is positive and inspiring that the offshore industry takes the challenges in GHG emission recording and establishment of baseline activities into a forum where not only the industry itself can benefit but also the authorities like IMO and EU can be guided on the framework needed in the future to reduce GHG emission. Rules like CII is expected to be introduced to the offshore segment, and we might just be at the helm of the process, getting a system that works for the industry.”

https://www.dnv.com/maritime

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Neues Projekt zielt auf signifikante Reduzierung des Methanschlupfs bei Viertakt-Motoren

IMOKAT II-Oxidationskatalysator-Projekt soll den Methanschlupf um 70 % reduzieren

Kopenhagen, 20.11.2023 MAN Energy Solutions hat die Entwicklung eines Oxidationskatalysators für Viertakt-Motoren bekannt gegeben, der den Methanschlupf drastisch verringern wird. Das Forschungsprojekt mit dem Namen „IMOKAT II", das am Hauptsitz von MAN Energy Solutions in Augsburg entwickelt wurde, wird derzeit in der dänischen Niederlassung in Frederikshavn getestet.

Im Rahmen des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz geförderten Projekts werden die anwendungstechnischen Erfahrungen mit einem dem Turbolader vorgeschalteten Methan-Oxidationskatalysator untersucht, mit dem eine Reduzierung der Methanemissionen um 70 % bei 100 % Last erreicht werden soll.

Während beim Vorgängerprojekt „IMOKAT I“ verschiedene Katalysatormaterialien untersucht wurden und ein schwefelbeständiges Material ohne Edelmetalle gefunden wurde, das eine hohe Methanumwandlung ermöglicht, handelt es sich bei IMOKAT II um einen Prototyp und Technologiedemonstrator. In diesem Kontext untersucht das Unternehmen derzeit das Potenzial des Materials in einem Testmotor mit dem vorrangigen Ziel, eine Katalysatorlösung zu entwickeln, die in einem Vollmotor eingebaut werden kann, um die Methanemissionen in diesem Bereich zu senken. Die Feldversuche auf einem Schiff sind für das erste Quartal 2024 geplant.

Hans-Philipp Walther, Head of Exhaust Gas Aftertreatment, MAN Energy Solutions, sagt: „Ein Teil des Projekts bestand darin, verschiedene Ansätze zur Methanreduzierung zu untersuchen. Frühere Versuche, edelmetallhaltige Katalysatoren zu verwenden, haben dazu geführt, dass die Katalysatorelemente selbst sehr teuer wurden. Darüber hinaus muss man aufgrund der Vergiftung entweder eine große Menge dieses Materials verwenden oder zusätzliche Technologien zu dessen Schutz installieren. IMOKAT II ist damit nicht nur robuster, sondern auch wirtschaftlicher und benötigt weniger Platz. Da es auf dem Markt noch keine kommerziell verfügbare Technologie gibt, wird es das erste Mal sein, dass ein Schiff mit einem Methankatalysator fährt.“

Das gewählte edelmetallfreie Katalysatormaterial ist schwefelbeständig, was ein wichtiger Gesichtspunkt bei der Konstruktion ist, da Pilot- und Schmieröle - auch im Gasbetrieb - Spuren von Schwefel enthalten. Das bedeutet außerdem, dass der Katalysator im Dieselbetrieb vorgewärmt werden kann, bevor auf Gasbetrieb umgeschaltet wird, bei dem ein kalter Katalysator nicht optimal arbeiten kann und Methanschlupf auftreten würde.

MAN Energy Solutions berichtet, dass der Einbau des Katalysators vor dem Turbolader wegen des dort herrschenden Abgasdruck- und Temperaturniveaus notwendig ist. Die Installation ist hier wesentlich komplexer als bei einer Installation nach dem Turbolader, wie sie bei SCR (Selective Catalytic Reduction) zu finden ist.

Walther ergänzt: „Die größte Herausforderung bei der Entwicklung dieses Katalysators besteht darin, die höchsten Umwandlungsraten zu erreichen, da Motor und Katalysator gemeinsam optimiert werden müssen.  Eine weitere große Herausforderung stellt die Optimierung des dynamischen Verhaltens des Motors mit Katalysator dar, insbesondere wenn der Katalysator kalt ist. Aus diesem Grund sind eine Bypass-Klappe und weitere Software-Funktionen erforderlich. Als Teil der Dekarbonisierungsstrategie von MAN Energy Solutions sind wir jedoch zuversichtlich, dass wir diese Herausforderungen meistern werden und der Katalysator in absehbarer Zeit für Nachrüstungen und Neubauten verfügbar sein wird."

 

https://www.man-es.com

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SCHOTTEL Dynamic RudderPropeller meistert Worst-Case-Failure-Szenario

SCHOTTEL Dynamic RudderPropeller meistert Worst-Case-Failure-Szenario

Spay, 5. Dezember 2023 – Der Einsatz des neuen SCHOTTEL Dynamic RudderPropeller (SRP-D) mit schnellen Reaktionszeiten zur dynamischen Positionierung wurde kürzlich von Navis Engineering Oy, dem finnischen Hersteller von dynamischen Positionierungssteuerungssystemen, empfohlen. Eine gemeinsame Untersuchung konzentrierte sich auf die mechanischen Fähigkeiten des neuen Antriebs und darauf, wie gut das NavDP4000-Steuerungssystem von Navis darauf angepasst werden kann.

Hohe Positionsgenauigkeit in herausfordernden Situationen

Frühere Untersuchungen des SRP-D mit DNV und MARIN haben gezeigt, dass die Wirkung seiner hochdynamischen Schubverteilung bei rauen Wetterbedingungen am deutlichsten ist. Diese Studien offenbarten zudem, dass der neue Antrieb die Betriebsleistung eines Schiffs erheblich verbessert. Darüber hinaus wurde in der jüngsten Untersuchung von Navis ein Worst-Case-Failure-Szenario (WCF) simuliert, um zu prüfen, wie gut der neue Antrieb solch schwierige Situationen bewältigen kann.

Erhebliche Verbesserungen in der Positionsgenauigkeit

Andrey Loginov, Senior DP Engineer bei Navis, betont: "Gerade bei transienten Vorgängen, wie dem plötzlichen Ausfall eines Antriebs, ist es wichtig, dass der verbleibende Schub so schnell wie möglich umverteilt wird. In dem simulierten WCF-Szenario haben die schnell reagierenden Antriebe die Fähigkeit zur Positionsgenauigkeit und damit die Betriebssicherheit des Schiffs erheblich verbessert."

Keine Softwareanpassung erforderlich

Zur Durchführung der Analyse wurde ein Zeitbereich-Simulator verwendet. Dynamische Level-3-Simulationen der Positionsgenauigkeit für ein DPII-Schiff bestätigten, dass das NavDP4000-Steuerungssystem die schnellen Steuergeschwindigkeiten und kurzen Anlaufzeiten des SRP-D nutzen kann. Dies beweist, dass ein derzeit verfügbares DP-Steuerungssystem ohne jegliche Softwareänderung mit dem neuen Antrieb sofort bessere Ergebnisse erzielen kann.

Sofortige Nutzung der physikalischen Vorteile

„Es ist wichtig, dass am Ende ein echter Gewinn steht. Die physikalischen Vorteile des SRP-D liegen auf der Hand und es wurden umfangreiche Simulationen durchgeführt, um das Potenzial seines Einsatzes unter realistischen Umweltbedingungen auszuschöpfen. Letztlich müssen wir aber sicher sein, dass dieses Potenzial auch in modernster DP-Software genutzt werden kann", erklärt Jan Glas, Leiter des Produktmanagements bei SCHOTTEL.

Schnell wachsendes Interesse im CSOV-Markt

Da der SRP-D besonders für den Einsatz in Offshore-Schiffen geeignet ist, hat er schnell das Interesse der Offshore-Industrie und ihrer Partner geweckt. Die norwegische VARD-Gruppe baut derzeit vier CSOVs für Edda Wind mit dem SCHOTTEL Dynamic RudderPropeller Typ SRP 460 D. Windcat Offshore hat den SRP-D Typ 430 D für 5 CSOVs beauftragt, die von der niederländischen DAMEN-Gruppe gebaut werden. Der Vertrag enthält die Option auf ein weiteres Schiff. Die Projekte etablieren den Einsatz des SRP-D in verschiedenen bewährten CSOV-Designs mit einer Gesamtzahl von derzeit 28 bestellten Einheiten. Der Stapellauf des ersten Schiffes mit dem neuen SRP-D von SCHOTTEL ist für 2025 geplant.

www.schottel.de

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Deutscher Nachhaltigkeitspreis für MAN Energy Solutions

MAN Energy Solutions wird als „Vorreiter der Transformation in der deutschen Wirtschaft“ mit dem renommierten Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet

Augsburg, 27.11.2023 MAN Energy Solutions wurde bei einer Preisverleihung am 23. November mit dem 16. Deutschen Nachhaltigkeitspreis geehrt und wurde als einer der Gewinner in der Unternehmenskategorie „Maschinen- und Anlagenbau“ ausgezeichnet. In ihrer Begründung hebt die Fachjury hervor, das Unternehmen habe „besonders wirksame, beispielhafte Beiträge zur Transformation geleistet, damit Vorbildcharakter erworben und richtige Signale in seine Branche und darüber hinaus gesendet“.

MAN Energy Solutions bietet Technologien zur Eliminierung sogenannter ‚unvermeidbarer Restemissionen‘ an, also solcher CO2-Emissionen, die sich nicht ohne Weiteres einsparen oder ersetzen lassen. So wird beispielsweise bei der Herstellung von Zement eine große Menge Kohlendioxid freigesetzt, allein diese Branche ist daher für rund acht Prozent der weltweiten Emissionen verantwortlich. Technologien von MAN Energy Solutions erlauben es, dieses CO2 im Prozess aufzufangen und abzuscheiden, so dass es nicht in die Atmosphäre entweicht. Auch bei der Dekarbonisierung der Schifffahrt, der Energie- und Wärmeerzeugung sowie in der Chemischen Industrie kommen MAN-Technologien zum Einsatz.

Martin Oetjen, Chief Operating Officer bei MAN Energy Solutions, der den Preis entgegennahm, sagt: „Wir sind für weltwirtschaftliche Schlüsselindustrien tätig, die maßgeblich zu den weltweiten CO2 Emissionen beitragen, welche sich aber nur schwer dekarbonisieren lassen. Unser Produktportfolio und davon abgeleitet unsere neuen Lösungen ermöglichen es uns und unseren Kunden, einen maßgeblichen Einfluss auf die globale Energiewende und damit die Dekarbonisierung der Welt zu nehmen.“

Technologien für eine klimaneutrale Zukunft 

Eine der weltweit viel beachteten Anwendungen des Unternehmens sind industrielle Großwärmepumpen zur Dekarbonisierung der Wärmeversorgung, mit deren Hilfe sich Industrieanlagen oder gar ganze Städte klimaneutral mit Wärme und Kälte versorgt werden können. In der dänischen Stadt Esbjerg nimmt MAN Energy Solutions derzeit zwei Wärmepumpen in Betrieb, die 25.000 Haushalte mit grüner Heizenergie versorgen werden. Die Anlage wird ein Kohlekraftwerk ersetzen und 120.000 Tonnen CO2 im Jahr einsparen.

Weiter entwickelt MAN Energy Solutions Großmotoren für Schiffe und Kraftwerke, die mit synthetischen Kraftstoffe wie Methanol, Ammoniak oder synthetischem Erdgas (SNG) betrieben werden können. Die dänische Reederei A.P. Møller-Maersk hat jüngst das weltweit erste mit synthetischem Methanol angetriebene Containerschiff in Dienst genommen, das mit MAN Motoren betrieben wird. Aktuell sind bei MAN Energy Solutions mehr als 150 Methanolmotoren in Bestellung. Werden alle diese Motoren mit grünem Methanol betrieben, haben sie das Potential, insgesamt knapp 12 Millionen Tonnen CO2 im Jahr einzusparen.

Auch in der Zementindustrie setzt das Augsburger Unternehmen wichtige Meilensteine für den Klimaschutz: 2024 wird im norwegischen Brevik die weltweit erste Anlage zur CO2-Abscheidung in der Zementproduktion den Betrieb aufnehmen. Der Betreiber, Heidelberg Materials, kann auf diese Weise die Emissionen seines Werks um über 400.000 Tonnen CO2 pro Jahr reduzieren. Das entspricht den jährlichen CO2-Emissionen von über 200.000 Pkw.

Der deutsche Nachhaltigkeitspreis 

Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis wird von der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V. in Zusammenarbeit mit der DIHK, dem Bundesumweltministerium und weiteren Partnern vergeben.

Der Preis ist der umfangreichste nationale Nachhaltigkeitswettbewerb: Über 5.000 Unternehmen wurden recherchiert und bewertet. 150 Jurorinnen und Juroren aus Forschung, Verbänden, Beratung und Zivilgesellschaft kürten aus diesem Pool die „Vorreiter der Nachhaltigkeit“ in 100 Branchen der deutschen Wirtschaft. Diese Unternehmen sind aus Sicht der Expertinnen und Experten in ihren Sektoren Vorreiter der nachhaltigen Transformation in der deutschen Wirtschaft.

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SCHOTTEL ControllablePropeller: 60 Jahre Expertise

Spay, 23. November 2023 – Der SCHOTTEL ControllablePropeller (SCP) ist ein Hochleistungsantriebssystem für Anwendungen mit besonders hohen Anforderungen an Schiffsgeschwindigkeit, Leistungsdichte und Schallsignatur. Seine Vielseitigkeit hat ihn unter anderem zu einem beliebten Antrieb für Trawler, Fähren und Kreuzfahrtschiffe sowie Bundes- und Marineschiffe gemacht.

Vor 60 Jahren wurde am Standort Wismar, der heute zu SCHOTTEL gehört, die erste Serie von Verstellpropellern gebaut. Nach sechs Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit erwarb SCHOTTEL 1998 das Unternehmen, das damals unter dem Namen Wismarer Propeller- und Maschinenbau GmbH firmierte. Der deutsche Antriebsexperte aus Spay übernahm die Mitarbeiter und ihre jahrzehntelange Fachkenntnis. Große Investitionen und eine umfassende Modernisierung machten das Werk zu einem hochmodernen Produktionsstandort für Antriebssysteme. Seitdem hat die gebündelte Ingenieurskompetenz zu vielen Weiterentwicklungen des bereits bewährten und zuverlässigen Designs des Verstellpropellers geführt.

Auf die Anforderungen der Kunden zugeschnitten

„Jeder einzelne SCP wird auf die Anforderungen des Kunden zugeschnitten. Mit jedem Auftrag stellen wir uns der Herausforderung, das zuverlässigste und effektivste System sicherzustellen. Umfangreiche Analysen des Antriebssystems und des Schiffs sowie moderne Designmethoden wie CFD sorgen für eine fundierte Hydrodynamik und höchste Gesamteffizienz“, sagt Dr. Michael Potts, Niederlassungsleiter von SCHOTTEL Wismar.

Optimierte Naben für verschiedene Anforderungen

Heute ist der SCP mit einer Auswahl unterschiedlicher Naben erhältlich, die den Anforderungen verschiedener Einsatzbereiche gerecht werden. Während für Dredger sowie Fischerei- oder Frachtschiffe kein genereller Bedarf an hohen Geschwindigkeiten oder niedrigen Geräuschpegeln im Betrieb besteht, ist dies für die spezifischen Herausforderungen, denen sich Marine- und Forschungsschiffe sowie Yachten stellen, fast immer entscheidend. Für diese Anwendungsbereiche ist der SCP daher auch wahlweise mit einer strömungsoptimierten Nabe erhältlich. Beide Varianten sind mit einem vier- oder fünfflügeligen CPP-System erhältlich. Die strömungsoptimierte Fünf-Blatt-Variante stellt das System mit den geringsten Schallemissionen in der Produktpalette dar und eignet sich für Hochlastanwendungen in schnelleren Schiffstypen.

Modulares System, anpassbar an spezifische Anforderungen

Der SCHOTTEL ControllablePropeller ist ein modulares System, das an die spezifischen Anforderungen jedes Schiffs angepasst werden kann. Eine spezielle Nabenvariante für Dredger verhindert beispielsweise, dass während des Betriebs aufgewirbelte Sedimente in die Nabe gelangen, indem die Verbindung zwischen Propellerblättern und Nabe zusätzlich abgedichtet ist. Alle Varianten des SCP sind EAL-zugelassen und wartungsfreundlich. Sie können optional den Full-Feathering-Modus unterstützen und mit SCHOTTELs neuester Fernsteuerungstechnologie PropControl bedient werden.

Bewährt und getestet in tausenden praktischen Anwendungen

Ganz gleich, ob es sich um ein Fischereischiff handelt, das hoher See und starkem Wind ausgesetzt ist, oder um ein Regierungsschiff auf einer wichtigen Mission: Die wesentlichste Anforderung an ein Antriebssystem ist Zuverlässigkeit. Mit seiner robusten Konstruktion, die auf 60 Jahren Erfahrung im Ingenieurwesen basiert, ist der SCP ein in tausenden praktischen Anwendungen bewährtes und getestetes Design. Der SCP wird in einem Leistungsbereich von 600 Kilowatt bis 30 Megawatt und Propellerdurchmessern bis acht Metern produziert. Es können Einzelwellenlängen bis zu 20 Metern hergestellt werden. Der After Sales Service von SCHOTTEL begleitet mit seinem weltweiten Servicenetzwerk den gesamten Lebenszyklus der Antriebssysteme und stellt die Inbetriebnahme eines Schiffes, den technischen Support, Servicepakete in Notfällen und eine vorbeugende Wartung bis hin zur Produktion von Ersatzteilen sicher.

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SCHOTTEL Propulsion: Erster Schlepper mit Hybridantrieb an Südamerikas Westküste vor Indienststellung

Spay, 7. November 2023 – Der ASD-Schlepper PSA Wayra wird in Kürze als erster Schlepper mit Hybridantrieb an der Westküste Südamerikas in Dienst gestellt. Mit dieser jüngsten Flottenergänzung unterstreicht PSA Marine Peru, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von PSA Marine (Pte) Ltd, ihr Engagement für die Förderung der Nachhaltigkeit im Bereich der Hafenschlepper in Peru.

Die in Hongkong ansässige Werft Cheoy Lee Shipyards baute die PSA Wayra im RAmparts-2400W-Design. Angetrieben wird der Schlepper von SCHOTTEL Ruderpropellern mit der patentierten SYDRIVE-M-Technologie. Diese mechanische Hybridlösung ohne die kostspielige Komplexität herkömmlicher Hybridtechnik senkt sowohl die Wartungskosten des Schiffs als auch den Kraftstoffverbrauch. Sie wirkt sich besonders effizient und nachhaltig auf das Einsatzprofil von Hafenschleppern aus, die regelmäßig zwischen Schlepp- und Transitbetrieb wechseln.

Pfahlzug von mehr als 70 Tonnen

Der Hauptantrieb des ASD-Schleppers besteht aus zwei dieselbetriebenen SCHOTTEL RudderPropeller Typ SRP 460 (mit je 2.240 kW), die mit Festpropellern mit einem Durchmesser von 2,6 Metern ausgestattet sind. Mit dieser Antriebskonfiguration verfügt der 24,4 Meter lange und 11,25 Meter breite Schlepper über mehr als 70 Tonnen Pfahlzug.

Darüber hinaus sind die Ruderpropeller mit dem zertifizierten Dichtungsüberwachungssystem SCHOTTEL LeaCon ausgestattet, das sicher und zuverlässig vor Verunreinigungen des Seewassers durch Betriebsstoffe schützt.

Geringere Instandhaltungskosten, geringerer Kraftstoffverbrauch

SCHOTTEL SYDRIVE-M verbindet ein Backbord- und ein Steuerbord-Azimutantrieb in einem Schiff, sodass beide Antriebe gemeinsam von nur einem Hauptmotor angetrieben werden können. Dies führt zu einer Reduzierung der Betriebsstunden der Motoren, was zu geringeren Wartungskosten sowie einem geringeren Kraftstoffverbrauch und geringeren Emissionen beiträgt.

Das System benötigt keine zusätzlichen elektronischen Komponenten, was viele Vorteile bietet, wie die drei Hauptbetriebsarten zeigen: Teillastbetrieb bzw. Freifahrtmodus, Volllastbetrieb und Feuerlöschmodus (FiFi-Mode).

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Wallenius Wilhelmsen bestellt mehrere Methanol-betriebene Dual-Fuel-Autotransportschiffe

Der in Oslo gelistete RoRo-Betreiber schließt einen Vertrag über den Kauf von vier LGIM-Motoren vom Typ MAN B&W ME ab

Kopenhagen, 07.11.2023 Im Zusammenhang mit dem Bau von vier PCTCs (Pure Car/Truck Carrier) hat Wallenius Wilhelmsen, das weltweit tätige RoRo-Schifffahrts- und Fahrzeuglogistikunternehmen, vier LGIM-Dual-Fuel-Motoren (Liquid Gas Injection Methanol) vom Typ MAN B&W 7S60ME-C10.5 bestellt, die mit grünem Methanol betrieben werden können. Die 9.300 CEU-Schiffe (Car Equivalent Unit) werden in China auf der Jinling-Werft (Jiangsu) gebaut und sollen ab Mitte 2026 ausgeliefert werden; der Auftrag enthält Optionen für weitere acht solcher Schiffe.

Xavier Leroi, EVP & COO Shipping Services, Wallenius Wilhelmsen, sagt: „Wir festigen unsere Position als bevorzugte Wahl unserer Kunden in der Schifffahrt und setzen unsere Strategie, bis 2027 einen emissionsfreien, durchgängigen Service anzubieten, konsequent um. Wir glauben, dass Methanol der schnellste Weg zur Erreichung von Netto-Null ist.“

Bjarne Foldager, Head of Two-Stroke Business bei MAN Energy Solutions, ergänzt: „Methanol gewinnt im PCTC-Segment aufgrund der starken Zahlen der chinesischen Automobilhersteller und der Einführung neuer Emissionsvorschriften an Dynamik. In diesem Segment ist Wallenius Wilhelmsen ein wichtiger Akteur und einer der ersten Anbieter, die aufgrund ihrer Bemühungen in Richtung Netto-Null auf Methanol umgestiegen sind. Wir gehen fest davon aus, dass Methanol in Zukunft eine wichtige Rolle als Kraftstoff für alle Fahrzeugträger und schließlich für alle Schiffssegmente spielen wird.“

Thomas S. Hansen, Head of Promotion and Customer Support, MAN Energy Solutions, fährt fort: „Dies ist das zweite Neubauprojekt im PCTC-Segment, das mit unserem S60-LGIM-Motor ausgestattet ist. Die Schifffahrtsindustrie bekundet ein zunehmendes Interesse an der Dekarbonisierung, indem sie ihre Schiffe mit grünem Methanol betreibt. Solche Motoren werden zu einer erheblichen Reduzierung von Emissionen führen. Das ME-LGIM-Konzept hat sich bewährt und ist nach wie vor das einzige Konzept dieser Art, das bereits kommerziell genutzt wird. Derzeit belaufen sich unsere Gesamtaufträge für ME-LGIM auf über 150 Motoren. Darunter sind mehr als 23 bereits in Betrieb und haben seit ihrer Inbetriebnahme im Jahr 2016 mehr als 500.000 Betriebsstunden erreicht.“

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Auftrag für weltweit ersten mit Methanol betriebenen Motor für VLCC-Segment

CMES unterstreicht seine Führungsrolle mit der Einführung des Dual-Fuel-Methanol-Antriebs

Kopenhagen, 22.11.2023 China Merchants Energy Shipping (CMES), ein in Shanghai börsennotierter Schifffahrtskonzern und Tochtergesellschaft von China Merchants Heavy Industry (CMHI), hat für den Bau eines VLCC (Very Large Crude Carrier) einen MAN B&W 7G80ME-LGIM (-Liquid Gas Injection Methanol) als Hauptmotor bestellt. Die Dalian Shipbuilding Industry Co (DSIC) wird das Schiff als ersten Auftrag dieser Bauart für den Einsatz von Dual-Fuel-Methanol bauen und bis April 2026 ausliefern.

CSE (China Shipbuilding Industry Corporation Diesel Engine Co., Ltd.) wird den Motor bauen, der mit der von MAN Energy Solutions entwickelten Abgasrückführung (EGR) ausgestattet wird.

Der neue Auftrag folgt auf die jüngste Bestellung von CMES über sechs methanolbetriebene Siebenzylinder-GenSets mit kleinem Hubraum vom Typ 21/31DF-M für den Bau von zwei PCTCs mit einer Kapazität von jeweils 9.300 CEU (Car Equivalent Units), die wiederum an einen Auftrag über zwei MAN B&W ME-LGIM-Hauptmotoren für die gleichen Schiffe anknüpfte.

Bjarne Foldager, Head of Two-Stroke Business bei MAN Energy Solutions, ergänzt: „Bei diesem einzigartigen Projekt handelt es sich um den ersten methanolbetriebenen Motor für dieses spezielle Marinesegment, das von einer führenden VLCC-Reederei in Auftrag gegeben wurde. Angesichts dieser Tatsache und auch der jüngsten Dual-Fuel-Aufträge gehört CMES ganz klar zu den Vorreitern bei der Umstellung auf Methanol, von dem wir erwarten, dass es als künftiger Kraftstoff in allen Schiffssegmenten eine wichtige Rolle spielen wird.“

Thomas S. Hansen, Head of Promotion and Customer Support, MAN Energy Solutions, fährt fort: „Die Umstellung auf kohlenstoffarme Kraftstoffe ist der effektivste Weg, um den CO2-Ausstoß der bestehenden Schiffsflotte zu verringern, und wir erleben derzeit ein wachsendes Interesse an mit Methanol betriebenen Motoren. Dementsprechend haben wir vor kurzem unser Methanol-Portfolio erweitert, so dass der Leistungsbereich nun alle großen Handelsschiffe, einschließlich VLCCs, abdeckt. Mit über 150 bestellten ME-LGIM-Motoren und mehr als 450.000 absolvierten Betriebsstunden mit Methanol auf See stellen wir die Leistungsfähigkeit unseres Konzepts unter Beweis.“

für große Handelsschiffe. Derzeit sind mehr als 150 ME-LGIM-Motoren bestellt oder in Betrieb, wovon es sich bei mehr als 70 um die Variante G95ME-LGIM Mk 10.5 handelt. Methanoltanker sind bereits seit vielen Jahren mit diesem Motor auf See unterwegs. Der ME-LGIM-Motor hat sich in der Praxis bewährt, da er eine hohe Zuverlässigkeit und eine hohe Kraftstoffeffizienz bietet.

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Holst leitet Nachfolge bei Weselmann ein

Das Hamburger Ingenieurbüro Weselmann stellt die Weichen für die Nachfolge in der Unternehmensleitung.

Seit dem 01. Dezember verstärkt Klaus Dammann, zuvor Vertriebsleiter bei Zeppelin Power Systems, die Geschäftsführung bei Weselmann.

Der Maschinenbautechniker und Betriebswirt bildet ab sofort eine Doppelspitze mit Inhaber und Geschäftsführer Bernd Holst und soll diesen auf lange Sicht ablösen. Mit 65 Jahren wolle er sich »peu à peu aus der vordersten Reihe zurückziehen« und das Unternehmen aber in guten Händen wissen, erklärte Holst gegenüber der HANSA.

Mit Dammann habe er einen Experten als Geschäftsführer gewonnen, der »ein tiefgreifendes Verständnis für die Zusammenhänge in der Branche und sehr gute Führungsqualitäten mitbringt«. Der 55-Jährige bildete sich nach der Ausbildung und einigen Jahren Tätigkeit als Maschinenschlosser bei der Sietas-Werft zum Maschinenbautechniker fort. Anschließend zog es ihn in den Vertrieb, zuerst für Linde Gabelstapler und MAN Wolffkran und später für Caterpillar Motoren/MaK.

Dammann kommt zu Weselmann

Nach Übernahme durch Zeppelin Power Systems arbeitete er sich zum Vertriebsleiter der Marken MaK, CAT, Berg Propulsion und Optimarin hoch. Dammann findet die »große Bandbreite von Bereichen und Dienstleistungen« bei Weselmann spannend. »Das ist schon ein Alleinstellungsmerkmal. Entsprechend gibt es eine sehr interessante Mischung von kompetenten Experten im Team«, sagte er.

Das Ingenieurbüro Weselmann begann bei Gründung 1947 als Konstruktionsbüro und wandelte sich über die Jahrzehnte in ein Sachverständigenbüro mit breitem Dienstleistungsspektrum für Reedereien, Banken und Versicherer. Nach Angaben von Bernd Holst, der als Schiffsmaschinenbau-Ingenieur 1987 bei dem Unternehmen anheuerte und es 2005 übernahm, werden pro Jahr rund 7.500 Schiffsbewertungen durchgeführt.

Darüber hinaus übernimmt die Firma Prüfungen (Due Diligence) von Reedereien und Werften für Investoren, technische Abnahmen für Werften und Lieferanten genauso wie Schadengutachten für Versicherungen. Neben dem Hauptsitz in Hamburg hat Weselmann zwei weitere Büros in Kopenhagen und in Hongkong. Das Unternehmen beschäftigt insgesamt 16 Mitarbeiter zuzüglich Freelancer.   

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MEYER RE unter neuer Leitung

Papenburg, 30. November 2023 – Bertram Koch übernimmt ab dem 01. Dezember die Leitung von MEYER RE, dem Unternehmen der MEYER Grupp, das die After Sales Services als nachhaltige Ergänzung zum Neubau von Kreuzfahrtschiffen bündelt. Er wird die leitende Tätigkeit bei MEYER RE zusätzlich zu seiner Funktion als Geschäftsführer bei der ND Coatings GmbH ausführen.

Seit 2006 ist Bertram Koch in verschiedenen Positionen innerhalb der MEYER Gruppe tätig. Seit 2018 leitet er erfolgreich die ND Coatings GmbH, dem Spezialisten für Konservierung und Isolierung in der Unternehmensgruppe. „In den letzten Jahren hat Bertram Koch mit ND Coatings erfolgreich ein Drittkundengeschäft aufgebaut und hier weitreichende Erfahrungen gesammelt. Er ist für uns daher die ideale Besetzung, um die Synergien beider Unternehmen zu nutzen und MEYER RE weiter auszubauen.“, sagt Thomas Weigend, Geschäftsführer der MEYER WERFT und von MEYER RE.

„Ich freue mich auf die neue Herausforderung und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Ich möchte die Chance nutzen, mit MEYER RE die Stärken aller Spezialisten der MEYER Gruppe zu vereinen und für unsere Kunden dafür zu sorgen, dass unsere Schiffe auch lange nach Ablieferung auf einem modernen, effizienten und neuwertigen Stand gehalten werden können. Das ist auch eine Form der Nachhaltigkeit.“, so Bertram Koch.

"Wir danken Alexander Höfling, dass er die Gründung und Entwicklung von MEYER RE maßgeblich vorangetrieben hat. Mit seinem Auge für Business Development hat er das Profil von MEYER RE entwickelt und die Bereiche ReThink, ReValue und Care geschaffen. Mit seiner langjährigen Erfahrung als Interims Manager in verschiedenen Projekten hat er MEYER RE entscheidende Schritte vorangebracht, ein starkes MEYER RE Team aufgebaut und so eine gute Grundlage für die nächste Entwicklungsphase von MEYER RE gelegt.“, so MEYER WERFT Geschäftsführer Jan Meyer. Alexander Höfling, der 2022 zur MEYER WERFT kam und zunächst als Interim Chief Procurement Officer und später als Geschäftsführer den Aufbau des neuen Unternehmens für After Sales Services übernahm, wird sich neuen Projekten außerhalb der MEYER Gruppe zuwenden.

MEYER RE wurde im April 2022 mit dem Ziel gegründet, Kreuzfahrtschiffe während ihrer gesamten Lebensdauer zu warten, mit nachhaltigen Lösungen zu modernisieren und einen optimierten Schiffsbetrieb zu sichern. Die Kunden der MEYER Gruppe können so das umfangreiche MEYER-Know-how und die MEYER-Services während der gesamten Lebenszeit eines Schiffes nutzen. Diese kontinuierliche Werterhaltung verlängert nicht nur die Lebenszeit der Schiffe, sondern leistet auch einen wesentlichen Beitrag zur Nachhaltigkeit.

www.meyerwerft.de

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NEPTUN WERFT und Smulders treiben grüne Transformation in Rostock voran

Kurzfristig bis zu 100 neue Arbeitsplätze in der Region

Rostock-Warnemünde, 15. November 2023 – Die MEYER Gruppe, zu der auch die NEPTUN WERFT in Warnemünde gehört, tritt gemeinsam mit dem belgischen Unternehmen Smulders in den Bau von Offshore-Konverterplattformen am Standort Warnemünde ein. Zunächst beabsichtigen beide Unternehmen die Gründung von NEPTUN SMULDERS Engineering, das die Entwicklung und Konstruktion von Konverterplattformen mit zwei Gigawatt Leistung übernimmt. Im ersten Schritt schafft das neue Unternehmen in den kommenden Monaten bis zu 100 Arbeitsplätze in Mecklenburg-Vorpommern. Das geplante Joint Venture muss derzeit noch von den Wettbewerbsbehörden genehmigt werden und wird voraussichtlich im ersten Quartal 2024 den Betrieb aufnehmen.

Sowohl NEPTUN WERFT als auch Smulders werden anschließend den Bau der Plattformen übernehmen. Am Standort Warnemünde entstehen nach derzeitiger Planung die sogenannten Topsides, also der obere Teil der Plattform mit allen Bauteilen der Elektrik, während bei Smulders im niederländischen Vlissingen die sogenannten Jackets, also der stählerne Unterbau, gefertigt wird.

Durch die Zusammenarbeit zwischen NEPTUN WERFT und Smulders gelingt es, in Mecklenburg-Vorpommern einen wesentlichen Beitrag zur grünen Energieversorgung Deutschlands und Europas zu leisten. Gleichzeitig wird durch den Bau dieser kritischen Infrastruktur in Deutschland Unabhängigkeit im Energiesektor geschaffen. Um die ehrgeizigen Ausbauziele der Bundesregierung für die Offshore-Windenergie zu erreichen, ist ein Größen- und Technologiesprung bei den Konverterplattformen erforderlich: auf 2 GW Leistung und auf Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungstechnik (HGÜ). „Wir kombinieren hier in einzigartiger Art und Weise die Expertise der MEYER Gruppe im schlanken Schiffbau mit der Offshore-Erfahrung von Smulders. Gemeinsam schaffen wir die notwendigen Kapazitäten, um die für die Energiewende notwendigen Konverterplattformen in Deutschland fertigen zu können“, beschreibt Jan Meyer. Neben der schlagkräftigen Mannschaft der NEPTUN WERFT werden zunächst bis zu 100 weitere Teammitglieder für die Konstruktion der Plattformen gesucht: „Wir wissen, dass es in Mecklenburg-Vorpommern viele leidenschaftliche Ingenieure und Konstrukteure gibt. Mit ihnen und vielen weiteren Experten wollen wir dieses neue Geschäftsfeld erschließen. Bewerbungen sind ab sofort möglich“, so Meyer. 

NEPTUN WERFT wächst für Konverterplattformen

Auch die Produktionsflächen der NEPTUN WERFT werden an das neue Geschäftsfeld angepasst. Dazu hat das Unternehmen einen Kaufvertrag zum Erwerb des ehemaligen Geländes des Motorenherstellers Caterpillar geschlossen, das direkt an das Areal der NEPTUN WERFT angrenzt. Der Kauf soll nach derzeitigem Stand bis Ende November abgeschlossen werden. Zudem wird ein Teil des benachbarten Marinearsenals künftig von zum Bau der Plattformen genutzt. „Wir werden auch weiter in den Standort Warnemünde investieren und die Werftanlagen an die Anforderungen des Konverterplattformbaus anpassen, beispielsweise die Kaianlagen und Krankapazitäten“, so Jan Meyer weiter.

Raf Iemants, Geschäftsführer von Smulders, sagt: "Der heutige Tag markiert den Beginn einer transformativen Partnerschaft im Offshore-Windsektor. Vereint durch eine gemeinsame Vision und angetrieben durch die dringende Notwendigkeit, den Klimawandel zu bekämpfen, wurde unsere Zusammenarbeit durch die Überzeugung beschleunigt, dass wir gemeinsam einen bedeutenden Einfluss auf die Zukunft der sauberen Energie haben können. Unsere Unternehmensziele stimmen nahtlos überein, geleitet von unserem Engagement für Nachhaltigkeit und Innovation und unserer gemeinsamen Mission, die Kraft des Windes nutzbar zu machen. Wir sind entschlossen, ein robustes und effizientes Offshore-Netz zu schaffen, das nicht nur Privathaushalte und Industrieunternehmen mit Strom versorgt, sondern auch den Traum von einer saubereren, grüneren Zukunft verwirklicht."

„NEPTUN ist die Traditionsmarke für innovativen und verlässlichen Schiffbau in Mecklenburg-Vorpommern. Daher sind wir sehr glücklich und auch stolz, dass die NEPTUN WERFT gemeinsam mit Smulders nun ein weiteres Kapitel in der Schiffbaugeschichte von MV zu beginnen“, erklärt Bernard Meyer. „Perspektivisch wollen wir sogar noch weitergehen und beispielsweise überschüssige Energie von Windparks in Wasserstoff oder andere e-Fuels umwandeln. Damit kann die Industrie an Land und die Schifffahrt mit klimaneutralen Energieträgern versorgt werden. Die notwendigen Tankschiffe kann die MEYER Gruppe mit ihren Partnern ebenfalls entwickeln und bauen“, erklärt Malte Poelmann, Chief Technology Officer der MEYER Gruppe.

 

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Friesland-Kabel GmbH wächst und erschließt internationale Märkte

Friesland-Kabel wird zukünftig mit einem noch umfangreicheren Produktporfolio in den Kernsegmenten Schiffskabel zivil und militärisch und On-/Offshore Kabel verstärkt auch den internationalen Markt adressieren.

Mit Yvonne Kroscky konnte das Unternehmen eine neue Mitarbeiterin gewinnen, die über langjährige internationale Vertriebserfahrung bei einer deutschen Werft , der Zulieferindustrie und einem Kabelhersteller verfügt und bestens vernetzt ist.

„Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung bei Friesland-Kabel und bin überzeugt davon, dass wir mit der vorhandenen Expertise im Team und dem hohen verfügbaren Lagerbestand nahezu alle internationalen maritimen Projekte und Bedarfe mit der größtmöglichen Flexibilität bedienen können. Mein Herz schlägt für die maritime Branche und ich freue mich auf die Rückkehr in meine „Heimat“, so Yvonne Kroscky, International Sales Director der Friesland-Kabel GmbH.

Um die Bedarfe der Kundinnen und Kunden noch besser bedienen zu können, hat die Friesland-Kabel GmbH ihr Produktportfolio an zivilen Schiffskabeln aus dem Hause Helkama auf zivile Schiffskabel der Prysmian Group ausgeweitet, welche ab Lager zur Verfügung stehen. Darüber hinaus verfügt das Unternehmen über ein umfassendes Lagersortiment an militärischen Schiffskabeln nach VG-Norm der Bundeswehr (VG 95218). Individuelle Services wie Schneiden, Tapen und Labeln runden das Angebot ab.

„Wir arbeiten seit Langem sehr intensiv und erfolgreich mit Werften und Elektroinstallationsbetrieben im deutschen Raum zusammen – diese Zusammenarbeit bauen wir kontinuierlich aus. Um unser erfolgreiches Konzept weiter skalieren zu können, konzentrieren wir uns zukün  ig vermehrt auf den internationalen Markt. Wir sind überzeugt davon, dass unsere jahrzehntelange Erfahrung in der maritimen Branche in Deutschland auch über die Ländergrenzen hinaus gewinnbringend für unsere Partner eingesetzt werden kann. Zusätzlich wird uns die Expertise von Frau Kroscky im internationalen maritimen Marktumfeld bereichern und ich freue mich auf die Zusammenarbeit“, so Malte Witowski, Geschäftsführer der Friesland-Kabel GmbH.

www.friesland-kabel.de

 

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SCHOTTEL baut neues Logistikzentrum in Dörth

Spay/Dörth, 10. Oktober 2023 – Die SCHOTTEL GmbH wird ihre Ruderpropellerfabrik in Dörth um ein rund 4.000 m2 großes Logistikzentrum erweitern. Langjährigen Planungen folgte nun die Vertragsunterzeichnung mit dem Koblenzer Generalunternehmer Goldbeck. Der Neubau schließt sich an das Bestandsgebäude an und wird 2.634 m2 gewerbliche Nutzfläche sowie 1.326 m2 Bürofläche bereitstellen. Ende dieses Jahres soll der Spatenstich für das 7,5 Millionen Euro teure Gebäude erfolgen, Anfang 2025 der Bezug. Für die Einrichtung mit Krananlagen und einem vollautomatisierten Lager sind weitere betriebliche Investitionen in Höhe von zwei Millionen Euro eingeplant.

Lagerlogistik aus zwei Standorten wird zusammengeführt
Die Investitionssumme für den Anbau wird von der Industriebeteiligungsgesellschaft SCHOTTEL Industries GmbH getragen, die bereits im Jahr 2013 das neue Fabrikgebäude finanzierte. „Die Ruderpropellerfabrik in Dörth wurde ausschließlich für das Neubaugeschäft realisiert“, erläutert Andreas Block, Geschäftsführer der SCHOTTEL Industries. „Damals ließen sich die Anforderungen an eine kombinierte Lagerlogistik der Produktion mit den Warenflüssen des After-Sales-Service-Geschäfts nicht zufriedenstellend abbilden. Diese Situation hat sich inzwischen geändert, so dass wir mit dem Logistikzentrum jetzt baulich nachziehen können.“

Bislang werden die Waren für den Neubau von Schiffsantrieben und dessen Ersatzteilgeschäft in Dörth und Spay, die rund 30 km voneinander entfernt liegen, parallel gehandhabt. „Mit der Abschaffung dieser doppelten Lagerhaltung lassen sich die Schnittstellen der internen Logistik enorm reduzieren. Wareneingang, Kommissionierung und Vorratslagerung werden sich spürbar effizienter gestalten“, nennt SCHOTTEL-Geschäftsführer Stefan Kaul die unmittelbaren Vorteile. Der Zeitpunkt passe außerdem aus einem anderen Blickwinkel perfekt: „Unser Servicegeschäft und damit der Ersatzteilbedarf wächst beständig. Zukünftig werden unsere internationalen Kunden von einer spürbar höheren Teileverfügbarkeit profitieren, auch bei instabilen Lieferketten andernorts“, ergänzt er.  

„Ich freue mich sehr über das entgegengebrachte Vertrauen, erneut für SCHOTTEL tätig werden zu dürfen“, so Marco Bayer, Leiter der Goldbeck-Niederlassung Koblenz, bei der Vertragsunterzeichnung in Spay. „Dies zeigt unter anderem die Zufriedenheit über die Qualität der bestehenden Gebäude und über die bisherige Zusammenarbeit. Besonders freue ich mich darüber, dass der Neubau sehr hohe Kriterien an nachhaltiges Bauen nach ESG-Vorgaben erfüllen wird.“ Darunter versteht man Anforderungen an die Umwelt, Soziales und an eine verantwortungsvolle Unternehmensführung (Environment, Social, Governance).

Nachhaltigkeit in Gebäudehülle, Haustechnik und Energieerzeugung
Mit Blick auf Gebäudehülle und Haustechnik unterstützen Industriedämmung, Wärmepumpentechnik und Wärmerückgewinnung das hochwertige Nachhaltigkeitskonzept. Das neue Dach wird statisch für die Aufnahme einer Photovoltaikanlage vorbereitet sein. Sie wird das Volumen der auf dem Bestandsgebäude erzeugten Energie von jährlich 700.000 kWh weiter steigern. Bei dem Baugrund handelt es sich um eine bereits versiegelte Lager- und Verkehrsfläche, die mit dem neuen Logistikzentrum umgenutzt wird. Es schließt ebenerdig an die bestehende Produktionshalle an. Hier wird insbesondere die Warenanlieferung zukünftig bedeutend effizienter gestaltet werden können, wenn LKWs über die so genannte Überladebrücke niveaugleich mit Staplern befahren und entladen werden. Eine bekrante Entladehalle wird die Warenannahme von schweren Gütern zudem vereinfachen und beschleunigen.

Rund die Hälfte der Zulieferer für den Neubau wird aus der Region kommen, dies stärkt die hiesige Wirtschaft. In eine höhere Nachhaltigkeit zahlt darüber hinaus der zukünftige Verkehrsfluss ein: Lieferanten transportieren Waren zurzeit sowohl nach Spay als auch nach Dörth. Dieser Lieferverkehr steuert zukünftig ausschließlich das Dörther Industriegebiet nahe der A61 an. In der Folge wird sich das gewerbliche Verkehrsaufkommen in Spay, wo sich das Lager am historischen Standort inmitten des Wohngebiets befindet, reduzieren.

Vielseitige Nutzung des neuen Bürogebäudes
Das dreigeschossige Bürogebäude wird Raum für die Mitarbeitenden aller versandnahen Abteilungen bieten. Außerdem werden hierhin PC-Arbeitsplätze aus dem bestehenden Dörther Bürokomplex verlagert, um die dortige Raumsituation zu entlasten. Das Nutzungskonzept eines weiteren Teilbereichs wird mit New-Work-Arbeitsplätzen flexible Formen der Büroorganisation berücksichtigen.

Die Mitarbeiter des nach Dörth umziehenden Servicelagers werden im neuen Logistikzentrum sehr modern ausgestattete Arbeitsplätze vorfinden. In Spay verbleiben rund 300 Mitarbeitende, die in kaufmännischen, technischen und gewerblichen Abteilungen sowie im administrativen After-Sales-Bereich tätig sind. Die Flächen mit den überholungsbedürftigen Hallen werden einer noch nicht abschließend diskutierten Verwendung zugeführt.

Neues Wegekonzept für 250 Schiffsantriebe und hunderte Container  
SCHOTTEL produziert in der Ruderpropellerfabrik in Dörth jährlich rund 250 Schiffsantriebe, die das Werk per LKW mit Überbreiten bis zu vier Metern verlassen. Schon jetzt liegt ein detailliertes Wegekonzept vor, das den termingerechten Abtransport dieser Neuanlagen sowie hunderter weiterer Container mit Zubehör während der Bauphase sichert.

Drei bauliche Großprojekte innerhalb der SCHOTTEL GmbH
Der Logistikneubau in Dörth ist das derzeit dritte bauliche Großprojekt innerhalb der SCHOTTEL GmbH, die in Deutschland drei und international 14 Standorte führt. Während im brasilianischen Itajaí ein großer Hallen- und Bürokomplex kurz vor der Fertigstellung steht, erfolgte der symbolische Spatenstich in Cartagena/Kolumbien auf dem erworbenen Grundstück Anfang September.

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NEPTUN WERFT: Beschäftigungs- und Standortsicherung bis Ende 2029

Wegweisender Zukunftssicherungstarifvertrag abgeschlossen

Rostock-Warnemünde, 13. Oktober 2023 – IG Metall, Betriebsrat und Geschäftsleitung haben sich auf einen Tarifvertrag verständigt, der die Standorte von NEPTUN WERFT und NEPTUN Logistik in Warnemünde sowie die Beschäftigung in den Unternehmen bis Ende 2029 sichert.

Die NEPTUN WERFT hat in den vergangenen Jahren eine breite Produktpalette aufgebaut: Neben Flusskreuzfahrtschiffen und schwimmenden Maschinenraummodulen für die Kreuzfahrtschiffe der MEYER WERFT und von MEYER TURKU, entstehen auf der NEPTUN WERFT Marinebetriebsstoffversorger für die Deutsche Marine und das Forschungsschiff METEOR IV für das Bundesministerium für Forschung und Bildung. Zudem laufen Überlegungen zum Einstieg in den Bau von Konverterplattformen für die Offshore-Industrie.

Daraus resultiert eine gute Auslastung, die jedoch Schwankungen in Form von Phasen der Überlast als auch der Unterlast mit sich bringt. Das vereinbarte Zukunftspaket beinhaltet daher ein flexibles Arbeitszeitsystem, mit dem auf diese Schwankungen reagiert werden kann. Ab 2024 wird eine 35-Stunden-Woche eingeführt. Die Werft kann sich mit dieser reduzierten und flexibleren Arbeitszeitgestaltung als attraktiver Arbeitgeber in Mecklenburg-Vorpommern präsentieren. Mit Einführung der 35-Stunden-Woche wird im Gegenzug eine gewisse Flexibilität der Mitarbeiter:innen sowie eine Erhöhung der Produktivität erwartet.

Betriebsrat, IG Metall und Geschäftsleitung haben außerdem festgeschrieben, dass die Ausbildung weiterhin ein wichtiges Instrument zum Aufbau zukünftiger Fachkräfte bleibt. Jährlich bietet die Werft mindestens zwölf jungen Menschen eine Ausbildung an.

„Mit unserem neuen und vielfältigen Produktportfolio lasten wir die NEPTUN WERFT für die nächsten Jahre aus. Mit dem Zukunftssicherungstarifvertrag schaffen wir sowohl für Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber eine gute Grundlage für die kommenden Jahre und können mit den zu erwartenden Auslastungsschwankungen umgehen“, sagt Jan Meyer, zukünftig als Chief Business Innovation Officer für die NEPTUN WERFT und neue Geschäftsbereiche verantwortlich.

„Ich freue mich, dass wir die Auswirkungen der Corona-Pandemie hinter uns gelassen haben und unserer Belegschaft ein attraktives Auftragsbuch mit ebenso attraktiven Arbeitsbedingungen bieten können. Das macht uns in Mecklenburg-Vorpommern einzigartig“, ergänzt Betriebsleiter Lars-Gunar Klasen.

„Mit diesem Tarifvertrag steigern wir die Attraktivität der NEPTUN WERFT als Arbeitgeber und beenden mittelfristig die Ungleichheit zwischen den Tarifverträgen Ost und West. Wir sind sehr froh, dass wir als Vorreiter in Mecklenburg-Vorpommern den Schritt zur 35- Stundenwoche mit dem Arbeitgeber vereinbaren konnten “, so Thomas Behrens, Betriebsratsvorsitzender.

„Die NEPTUN WERFT ist damit der erste Industriebetrieb in Mecklenburg-Vorpommern, der die 35-Stunden-Woche einführt. Eine Beschäftigungszusage bis Ende 2029 und eine umfassende Altersteilzeitregelung, das geht nur mit Tarifvertrag“, konstatiert Stefan Schad, Geschäftsführer der IG Metall Rostock-Schwerin.

www.neptunwerft.de

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Mari4_YARD zu Gast in Hamburg

Vom 07. bis zum 09. November 2023 trafen sich alle Projektpartner des im Rahmen des EU-Programms Horizon 2020 geförderten Vorhabens Mari4_YARD in Hamburg. Gastgeber waren als ortsansässige Projektpartner die Technische Universität Hamburg (TU HH) und die CMT gGmbH.

Mari4_YARD entwickelt mithilfe von Industrie-4.0-Technologien, wie Drohnen, Robotik​, AR/MR Tools, Projektionssystemen und Exoskeletten, nutzerzentrierte Lösungen für eine flexible und modulare Fertigung.

Auf dem sechsten Verbundtreffen, das am 08. November in den Räumlichkeiten des VSM abgehalten wurde, fand ein produktiver Austausch aller Projektpartner statt, der unter anderem die Implementierungsaktivitäten und die abschließende Demonstration der Projektentwicklungen bei den Endnutzern thematisierte.

Am zweiten Tag hatten alle Interessierten die Möglichkeit, sich die im Rahmen des Projekts entwickelten nutzerzentrierten Technologien beim dritten öffentlichen Workshop des Mari4_YARD-Projektes bei der TU HH live anzusehen und auszuprobieren, wie z.B. Exoskelette zur Unterstützung von Schulter und Rücken, Mixed Reality mit AR-Brille und Headsets und Augmented Reality mit Handheld-Geräten.

Ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm, das auch eine gemeinsame Besichtigung der Elbphilharmonie beinhaltete, bot den Projektpartnern aus unterschiedlichen Teilen Europas ein Eindruck von der Heimatstadt der gastgebenden Projektpartner und schuf auch weitere Gelegenheiten zu fachlichem Austausch. 

 

Informationen zum Mari4_YARD-Projekt hier

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SMM 2024: MS&D mit neuem Partner

Die internationale Konferenz für  maritime Sicherheit und  Verteidigung MS&D versammelt am 5. und 6. September  2024 wieder  hochrangige Marinedelegationen in  den  Hamburger Messehallen. Inhaltlich gestaltet wird die Konferenz im Rahmen der Weltleitmesse in diesem Jahr erstmals vom Deutschen Maritimen Institut (DMI). Im Fokus stehen die aktuellen geopolitischen Herausforderungen und die passenden maritimen Technologien.

Hamburg, 30.11.2023 – Frischer Wind bei der internationalen maritimen Konferenz für Sicherheit und Verteidigung MS&D: Im kommenden Jahr wird erstmals das Deutsche Maritime Institut (DMI) die Sicherheitskonferenz mitveranstalten. „Wir freuen uns sehr, dass wir einen so kompetenten und angesehenen Partner gewinnen konnten“, sagt Claus Ulrich Selbach, Geschäftsbereichsleiter Maritime und Technologiemessen bei Hamburg Messe und Congress. Das Deutsche Maritime Institut vertritt seit 50 Jahren maritime Themen in der Öffentlichkeit. Die Medienkooperation für die MS&D übernimmt der Mittler-Report-Verlag bzw. die Tamm-Media Gruppe in Hamburg. „Die MS&D ist eine international renommierte Veranstaltung. Dass sie im Rahmen der SMM stattfindet. macht sie einzigartig: Marinedelegationen können hier direkt mit Werften und Zulieferern ins Gespräch kommen“, sagt der DMI-Vorsitzende, Flottillenadmiral Christian Bock.  Inhaltlich soll es auf der MS&D vor allem um neueste maritime Technologien gehen – auch wirksame Methoden zur Cybersicherheit stehen auf der Agenda.

Erhöhte  Nachfrage  von Marinen und Küstenwachen

Der Krieg in der Ukraine, die Spannungen zwischen China und Taiwan, der eskalierende Nahostkonflikt: Vor dem Hintergrund wachsender geopolitischer Herausforderungen besinnen sich zahlreiche Staaten in aller Welt auf ihre militärische Stärke und investieren in Ausrüstung. Beispiel Deutschland: Im Rahmen des 2022 ausgerufenen „Zeitenwende“-Budgets stehen in den nächsten Jahren knapp 20 Milliarden Euro zusätzlich für die Marine zur Verfügung. Ob U-Boote, Fregatten oder Minenräumer: Marineschiffe sind komplexe Systeme, die enormes Know-how erfordern. Auf der Weltleitmesse der maritimen Industrie, der SMM, sind die führenden internationalen Player vertreten und stellen ihre Innovationen vor. Insgesamt werden mehr als 2.000 Aussteller erwartet. Darunter etwa die U-Boot-Spezialisten von thyssenkrupp Marine Systems, die Marine-Werft NVL Group oder das dänische Unternehmen SH Defence. Diese und weitere Unternehmen aus dem Marine-Segment sind entlang der Security & Defence Route zu finden – eine der sechs Themenrouten auf der SMM.

Viele SMM-Aussteller bieten dabei moderne Dual-Use-Technology an, also Produkte, die im militärischen und zivilen Schiffbau eingesetzt werden können. Die beiden Segmente befruchten sich gegenseitig, wenn es um Innovationen geht: „Auch hier bewährt es sich wieder, dass wir als maritime Weltleitmesse die komplette Wertschöpfungskette abdecken“, so Claus Ulrich Selbach.

https://www.smm-hamburg.de/

 

 

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INMEX SMM India 2023: Indiens maritime Wirtschaft in Aufbruchstimmung

Vom 04. bis 06. Oktober 2023 fand die INMEX SMM India in Mumbai statt, die größte und bedeutendste maritime Fachmesse mit begleitender Konferenz in Südasien. Die Verschiebung der weltweiten Lieferketten und die hohe Nachfrage seitens der indischen Marine und Küstenwache beflügeln die indische Schiffbauindustrie. Mumbai, 12.10.2023 – Sehr gut besuchte Ausstellerstände, intensive Gespräche, interessante Konferenzen, zahlreiche neue Business-Kontakte: Die INMEX SMM India 2023 ist am Freitag, den 06. Oktober, erfolgreich zu Ende gegangen. Drei Tage lang tauschten sich rund 8300 Fachbesucher und etwa 250 Aussteller auf mehr als 4600 Quadratmetern zu den Top-Themen der maritimen Branche aus – sowohl an den Ständen im Exhibition Centre als auch bei den Fachkonferenzen.

Bestimmendes Thema war auch hier die Dekarbonisierung der Schifffahrt. Darüber hinaus wurden die Erfolgsaussichten auf dem indischen Markt diskutiert. Die sind glänzend: Prognosen gehen von einem Wachstum von 25 Prozent innerhalb der nächsten fünf Jahre aus. Die indische Regierung unterstützt die Werften bei ihrem Expansionskurs. Entsprechend positiv war die Resonanz bei Ausstellern und Besuchern: „Die INMEX SMM India 2023 hat ihre Erwartungen und damit auch unsere als Veranstalter klar übertroffen. Ich habe bisher noch nie so eine so hohe Zufriedenheit bei den Teilnehmenden erlebt. Größe, Qualität, Angebot und Besucheraufkommen: Alles hat gepasst“, sagt Claus Ulrich Selbach, Geschäftsbereichsleiter Maritime und Technologiemessen bei der Hamburg Messe und Congress, der als Mitveranstalter vor Ort war. Die INMEX SMM India ist eine Kooperation der weltweit führenden Messe der maritimem Wirtschaft SMM Hamburg und Informa Markets India. Internationale Aussteller Im Exhibition Centre zeigten auch die verschiedenen Länder-Pavillons Präsenz. So war die deutsche Delegation etwa mit 15 Ausstellern vor Ort – deutlich mehr als 2019. Mitgereist waren u.a. etwa Propeller-Produzent Mecklenburger Metallguss, die Schiffstechnikspezialisten SKF Marine sowie JOWO Systemtechnik. „Die INMEX SMM India 2023 war für uns mit Abstand die beste maritime Messe in Indien seit unserer ersten Teilnahme vor 14 Jahren. Sie hat das richtige Publikum und wird jedes Mal besser“, sagt Ronald Hoppmann, Geschäftsführer beim Elektro- Experten Wiska.

Auch am griechischen Gemeinschaftsstand war die Stimmung hervorragend. "Die INMEX SMM India war eine hervorragende Veranstaltung für HEMEXPO und unsere ausstellenden Mitgliedsunternehmen. Wir waren sehr zufrieden mit der Veranstaltung und hoffen, 2025 mit mehr 2 Ausstellern wieder dabei zu sein", sagt Christos Papakis, Geschäftsführer des griechischen Zuliefererverbandes HEMEXPO. So viel positives Feedback macht Lust auf mehr. So planen die Veranstalter für 2025 eine noch größere internationale Beteiligung mit weiteren Nationenpavillons – etwa aus den Niederlanden, Dänemark und Norwegen. Claus Ulrich Selbach hat vor allem die Dynamik des indischen Markts beeindruckt. Er ist sich sicher: „Den Aufstieg Indiens in der globalen maritimen Wirtschaft werden wir auch auf der SMM im September 2024 spüren.“

https://www.smm-hamburg.de/