VSM Verbandsnachrichten 61. Ausgabe

VSM Verbandsnachrichten 61. Ausgabe

Inhaltsverzeichnis

Aktuelles

Aufträge/Ablieferungen

Industrie-News

Informationen zu Mitgliedsfirmen

Forschung & Entwicklung

SMM

GeMaX

Inhaltsverzeichnis / Aktuelles
Branchentermine

Wichtige Branchentermine auf einen Blick!

11. – 13. September 2019

MARINE INTERIORS Cruise & Ferry Global Expo | Messe Hamburg

13. September 2019

VSM-Arbeitskreis Innenausbau | VSM Hamburg

23. – 24. September 2019

7th Conference on Ship Efficiency | Hotel Hafen Hamburg

24. – 25. September 2019

SHIPPING-TECHNICS-LOGISTICS-KALKAR 2019 | Kalkar

9. Oktober 2019

MHF After Work Club, Ausrichter VSM, LV BaWü

14. & 15. November 2019

2-tägige Schulung: Öffentliches Preisrecht – Maritime Industrie

5. Dezember 2019

Dos and Don’ts in internationalen Lieferverträgen

www.vsm.de

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Neue Einschränkungen für maritime Dienstleister in China

Hamburg 12.09.2019: Nach einer neuen chinesischen Verordnung dürfen Dienstleister mit Sitz außerhalb der VR China, die nicht physisch auf dem Territorium der VR China als juristische Personen registriert sind,  ab dem 1. August 2019 keine Dienstleistungen/Inspektionen an Bord von Schiffen durchführen, die sich auf dem Territorium der VR China befinden (Verordnung  (2019)172 "Management Regulations for Ship Maintenance and Testing Service Suppliers").

Diese Verpflichtung kann erhebliche Folgen für deutsche Unternehmen haben, die Dienstleistungen in China erbringen. Zusammen mit SEA Europe prüft der VSM derzeit die Folgen dieser neuen Regelung.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite von RINA.

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VSM begrüßt neue Mitglieder

Wir freuen uns, Ihnen unsere neuen Mitglieder vorstellen zu dürfen:

 

Auf eine gute Zusammenarbeit!

 

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Chancen nutzen und Türen öffnen

Hamburg 11.09.2019: B2B-Netzwerken als Schlüssel zum Erfolg: Um den Kontakt deutscher Zulieferer und Dienstleister zu Werften und Reedereien zu fördern, organisierte der Verband für Schiffbau und Meerestechnik e.V. (VSM) im Rahmen seiner German Maritime Export Initiative (GeMaX) am 10. September 2019 zum zweiten Mal das Speeddating-Event BUYBLUE. Die Veranstaltung fand im Hotel Empire Riverside in Hamburg statt. Die rund 90 Teilnehmer erwartete ein straff getacktetes Programm: Insgesamt standen rund 480 Einzelgespräche auf der Agenda. Ein intensiver Tag für alle.

Netzwerken als Schlüssel zum Erfolg

Das erfolgreiche Matchmaking-Event richtet sich an Werft- und Reedereieinkäufer, deutsche Zulieferunternehmen sowie maritime Dienstleister und bietet auch kleinen Unternehmen ideale Möglichkeiten, auf kurzem Wege ins Gespräch zu kommen, Kontakte zu knüpfen und die Entscheidungsträger von Werften und Reedereien kennenzulernen. Zehnminütige Treffen dienen dem Erstkontakt. Um bei verstärktem Interesse den Austausch zu intensivieren, bleibt ausreichend Zeit für weiterführende Gespräche in den Pausen. Ein Networking-Dinner am Vorabend rundet das Veranstaltungsprogramm ab.

Buy Blue ermöglichte den Kontakt in Serie, vor Ort und an einem Tag

GEMAX-Projektleiter ZARKO KNEZEVIC freut sich über das großartige Feedback der Teilnehmer. “Sowohl die Einkäufer als auch die Zulieferer waren von dem kompakten Veranstaltungsformat begeistert. Ganz besonders freut mich, dass 98% angegeben haben, auch beim nächsten Mal wieder dabei zu sein.”

VSM-Geschäftsführer CHRISTIAN SCHILLING erläutert: „Der VSM will den Kontakt deutscher Zulieferer und Dienstleister untereinander und zu europäischen Werften und Reedereien fördern. Aufgrund des starken internationalen Wettbewerbsdrucks muss unsere maritime Branche enger zusammenzurücken, neben dem wichtigen Export muss deshalb auch die heimische Wertschöpfungskette gestärkt werden. Durch neue Veranstaltungsformate wie BUYBLUE können wir hier effektive und zielgerichtete Unterstützung anbieten. Aufgrund des großen Erfolges planen wir eine Neuauflage im Herbst 2021.“

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Neuer Seenotrettungskreuzer für DGzRS-Station Grömitz auf Kiel gelegt

Seenotretter-Tochter legt Münze ein – Taufe zum Jahreswechsel 2020/2021 – Neubau überwiegend aus zweckgebundener Erbschaft finanziert

Merle Davids hält ein kleines Stück Metall mit großer Bedeutung für die Seenotretter in der Hand: Es ist eine Bremer Zwei-Euro-Münze, die die 19-Jährige als Glücksbringer in den Rumpf des jüngsten Seenotrettungskreuzer-Neubaus der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) einlegt. Die traditionelle Kiellegung ist für sie etwas ganz Besonderes: Auf dem für die Station Grömitz bestimmten Spezialschiff wird ihr Vater Markus im Einsatz sein – bei jedem Wetter. Und sie selbst sammelt dafür Spenden.

„Als Papa noch Fischer gewesen ist, war er einmal auf die Hilfe der Seenotretter angewiesen. Was die DGzRS macht und wie sie es macht, unabhängig und nur mit Spenden, das finde ich richtig gut“, sagt die Auszubildende zur Industriekauffrau. Merle Davids und auch ihre Mutter Christine stärken Vater und Ehemann Markus Davids nicht nur ideell den Rücken: „Ich habe am Tag der Seenotretter geholfen, mich bei Vorführungen retten lassen und begonnen, neue Förderer zu gewinnen“, berichtet die Maasholmerin. Sie und ihre Mutter sind ehrenamtliche Mitarbeiterinnen der Seenotretter an Land.

Als Merle Davids gefragt wurde, ob sie den neuen Seenotrettungskreuzers ihres Vaters auf Kiel legt, brauchte sie nicht lange zu überlegen. Denn schließlich soll die am Kollisionsschott eingelegte Münze nicht nur den Schiffbauern, sondern auch der künftigen Besatzung um ihren Vater Glück verheißen. Das Geldstück mit Bremer Rathaus und Roland wird in den rund 30 Dienstjahren des Spezialschiffes jeden Einsatz mitfahren.

Apropos Geld: Finanziert wird der neue Seenotrettungskreuzer mit der internen Bezeichnung SK 41 überwiegend aus einer Erbschaft. „Zuwendungen aus Nachlässen sind ein ganz wesentlicher Bestandteil der Finanzierung der Seenotretter und ein sehr großer Vertrauensbeweis“, sagte DGzRS-Geschäftsführer Nicolaus Stadeler bei der Kiellegung auf der Werft Fr. Fassmer in Bardenfleth an der Unterweser. „Wer seine Hochachtung vor der Selbstlosigkeit, dem Mut und der gleichzeitigen Bescheidenheit unserer Besatzungen in seinem letzten Willen Ausdruck verleiht, dem gebührt unser ganz besonderer Dank“, sagte Stadeler.

Neubau ersetzt den Seenotrettungskreuzer HANS HACKMACK

Die inzwischen fünfte Rettungseinheit der 28-Meter-Klasse soll im Rahmen der notwendigen ständigen Modernisierung der Rettungsflotte auf der Station Grömitz die HANS HACKMACK ablösen. Diese wiederum soll künftig ohne feste Station immer dort zum Einsatz kommen, wo andere Seenotrettungskreuzer vertreten werden müssen, zum Beispiel während turnusgemäßer Generalüberholungen.

Die Eckdaten des neuen Seenotrettungskreuzers

Länge über Alles: 27,90 Meter • Breite über Alles: 6,20 Meter • Tiefgang: 1,95 Meter

Geschwindigkeit: 24 Knoten (ca. 45 km/h) • Besatzung: 9/4 Pers. (Stamm/Einsatz)

Antrieb: zwei Propeller je 1.440 kW/1.958 PS = 2.880 kW/3.916 PS • Verdrängung: 120 Tonnen

Die Einheiten der jüngsten und modernsten Seenotrettungskreuzer-Klasse werden an wichtigen Küstenpunkten stationiert. Ihr Einsatzgebiet wird das Küstenvorfeld ebenso wie die hohe See sein – bei jedem Wetter und auch unter extremsten Bedingungen. Die Spezialschiffe werden vollständig aus Aluminium im bewährten Netzspantensystem als Selbstaufrichter gebaut.

Besondere Merkmale sind eine umfassende Ausrüstung zur medizinischen Erstversorgung an Bord, eine Feuerlöschpumpe mit ferngelenktem Monitor zur Bekämpfung von Bränden auf See und die Fähigkeit, sich im Falle des Durchkenterns innerhalb weniger Sekunden wieder aufzurichten. In der für Seenotrettungskreuzer typischen Heckwanne führen die 28-Meter-Einheiten jeweils ein gut acht Meter langes Tochterboot mit sich, das auf See unabhängig vom Mutterschiff agieren kann.

Genauso wie das Tochterboot den Seenotrettungskreuzer unterstützt, kann sich Markus Davids auch weiterhin der Unterstützung seiner Tochter Merle an Land sicher sein. Und für die Zukunft schließt die junge Frau sogar den eigenen Sprung an Bord eines Seenotrettungskreuzers nicht aus: „Aber erst einmal hat die Ausbildung Vorrang.“

 

www.seenotretter.de

www.fassmer.de

 

 

 

 

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MV WERFTEN beginnt Bau des zweiten Kreuzfahrtschiffes der Global Class

Genting Hong Kongs Vorstandsvorsitzender und CEO Tan Sri Lim Kok Thay gab höchstpersönlich das Startsignal für den ersten Brennschnitt. Die 342 Meter lange und 208.000 BRZ große Global 2 wird zu den größten und technologisch fortschrittlichsten Kreuzfahrtschiffen der Welt gehören.

Rostock, 10. September 2019 | Fast exakt ein Jahr nach der Kiellegung des Flaggschiffes der Global Class startete heute bei MV WERFTEN in Rostock-Warnemünde die Fertigung des zweiten Schiffes der Serie. Genting Hong Kongs Vorstandsvorsitzender und CEO Tan Sri Lim Kok Thay löste mittels Knopfdruck den ersten Brennschnitt für das 342 Meter lange, 46 Meter breite und 208.000 BRZ große Schiff aus.

„Wir freuen uns sehr, dass unsere umfassenden Investitionen an den drei Standorten Früchte tragen und wir bereits heute den Brennstart eines weiteren technologisch fortschrittlichen Kreuzfahrtschiffes für unsere Reederei Dream Cruises feiern können“, so Tan Sri Lim. „Global 2 wird, auch dank künstlicher Intelligenz, unseren Gästen ein unvergessliches, modernes und hochkomfortables Reiseerlebnis bieten.“

Global 2 ist baugleich mit ihrem Schwesterschiff Global 1, die 2021 unter dem Namen „Global Dream“ in See stechen wird. Das neue Schiff mit der Baunummer 126 wird in geteilter Weise an allen drei Standorten von MV WERFTEN produziert. So werden zum Beispiel bis zu 30 Großsektionen in Stralsund gefertigt. Die Endmontage findet in Wismar statt. Am dortigen Ausrüstungskai wird derzeit ein eigens dafür gekaufter, 125 Meter hoher Kran montiert. Die Kiellegung des Schiffes ist bereits für Dezember dieses Jahres, die Ablieferung für 2022 geplant.

MV WERFTENs CEO Peter Fetten sagte: „Der Bau dieser hoch technologisierten und anspruchsvollen Schiffe ist eine Herausforderung, vor allem aber eine riesige Chance für uns. Wir danken allen Kollegen und Partnern für ihre großartige Arbeit während der Design- und Konstruktionsphase und freuen uns, nun mit der Produktion zu starten.“

Wie schon ihr Schwesterschiff, ist auch Global 2 für den stark wachsenden asiatischen Markt konzipiert. Mit 2.500 Passagierkabinen für bis zu 9.500 Menschen sowie einer Crewstärke von 2.200 sind die „Global Dream“ und Global 2 die ersten Schiffe weltweit für über 10.000 Menschen an Bord – und damit die größten der Welt in Bezug auf die Passagierkapazität. Auch hinsichtlich der Bruttoraumzahl sind sie die größten Passagierschiffe, die jemals in Deutschland gebaut wurden. Mit ihrer hohen Ausstattung an modernster digitaler Technologie, etwa Gesichts- und Spracherkennung oder Klimaregelung und Stimmungsbeleuchtung via App, sind sie bestens auf die fortschrittlichen technischen Vorlieben des asiatischen Marktes ausgerichtet. Die Passagierkabinen sind zudem die geräumigsten der Branche: Mit 20 Quadratmetern sind sie rund 15 % größer als die Standardkabinen anderer Schiffe.

Die 2.503 Passagier- und die 836 Crewkabinen des Schiffes entstehen als komplett vorausgerüstete Module bei MV WERFTEN Fertigmodule in Wismar. Insgesamt sind über 600 Firmen am Bau der Global 2 beteiligt. Über die Hälfte der Partnerunternehmen kommt aus Deutschland, ein Fünftel aus Mecklenburg-Vorpommern.

www.mv-werften.com

 

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DGzRS vergibt Auftrag zum Bau eines eigenen Trainingsschiffes

Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) hat den Auftrag zum Bau eines eigenen Trainingsschiffes für die Seenotretter an Nord- und Ostsee vergeben. Die etwa 22 Meter lange Einheit wird ab Herbst dieses Jahres auf der Schiffswerft Hermann Barthel in Derben an der Elbe entstehen.

Die Indienststellung auf der Seenotretter-Akademie in Neustadt in Holstein ist für 2021 vorgesehen.

Das Trainingsschiff der Seenotretter wird ausdrücklich keine Rettungseinheit, sondern ein konventioneller Verdränger mit Stahlrumpf. Trainiert werden darauf künftig vorrangig Standards wie Sicherheit und Seemannschaft, Längsseitsgehen, Schleppen, Manövrieren, technische Navigation wie Radarausbildung, Kollisions-/Begegnungsfahrten, aber auch die Abbergung Verletzter aus Schiffsinnenräumen. „Wir bereiten uns damit auch darauf vor, künftig verstärkt eigenes Personal selbst auszubilden und zu trainieren, da es immer weniger deutsche Seeleute gibt“, sagt Marco Behns, Leiter des Rettungsdienstes der DGzRS.

Das voraussichtlich etwa 22 Meter lange, sechs Meter breite, 1,60 Meter tiefgehende und elf Knoten laufende Schiff wird von zwei Cummins-Motoren angetrieben. Diese Maschinen sind baugleich mit denen auf den neueren Seenotrettungsbooten der DGzRS. Das ermöglicht an Bord des Trainingsschiffes auch die technische Aus- und Fortbildung der Seenotretter.

Alle Trainings können künftig dezentral auf den Stationen der Seenotretter zwischen Borkum im Westen und Ueckermünde im Osten erfolgen, im Zusammenspiel mit den Rettungseinheiten vor Ort. Das Trainingsschiff wird von drei Besatzungsmitgliedern gefahren. Acht Trainees beziehungsweise Freiwillige können an Bord untergebracht und auch an entsprechend ausgerüsteten technischen Navigationsplätzen geschult werden.

Das Trainingsschiff der Seenotretter komplettiert die DGzRS-Trainingsflotte. Zu ihr gehören auch zwei spezielle Trainingsboote aus der 9,5-/10,1-Meter-Seenotrettungsboot-Klasse. Außerdem wird die DGzRS künftig ihren größten Seenotrettungskreuzer HERMANN MARWEDE mit seinem Raumangebot verstärkt zur Aus- und Fortbildung nutzen.

Gebaut wird das neue Trainingsschiff auf der Schiffswerft Hermann Barthel in Derben an der Elbe. Die Werft in Sachsen-Anhalt, gelegen zwischen Magdeburg und Brandenburg an der Havel, hat große Erfahrung im Bau ähnlicher Fahrzeuge.

Dem Training ihrer Besatzungen widmet sich die DGzRS seit jeher mit besonderer Aufmerksamkeit. Seit Jahresbeginn bündelt die Seenotretter-Akademie alle Maßnahmen: (erste) Ausbildung, ständige Weiterbildung, regelmäßiges Training, an Bord, an Land und virtuell, für fest angestellte wie freiwillige Besatzungsmitglieder. Zur Akademie gehören das bereits 1996 gegründete Trainingszentrum Neustadt und externe Einrichtungen, die Trainingsflotte, das Simulatorzentrum in der DGzRS-Zentrale sowie eine elektronische Lernplattform.

 

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NEPTUN WERFT liefert 3. Maschinenraum-Modul 2019

Neues Kreuzfahrtschiff Odyssey of the Seas entsteht in Papenburg

Rostock, 2. September 2019 – Bereits zum dritten Mal im Jahr 2019 liefert die NEPTUN WERFT ein Maschinenraum-Modul innerhalb der MEYER Gruppe aus. Mit Hilfe von zwei Schleppern verließ das 140 Meter lange und 42 Meter breite schwimm- fähige so genannte Floating Engine Room Unit (FERU) am vergangenen Donnerstag (29.08.19) das Schiffbauunternehmen in Warnemünde.

Nach mehrtägiger Überführung auf dem Seeweg wird das FERU am Dienstag (03.09.19) die MEYER WERFT in Papenburg erreichen. Bestimmt ist das FERU für das neue Kreuzfahrtschiff Odyssey of the Seas von Royal Caribbean International. Das Schiff ist ein Schwesterschiff der im April 2019 von der MEYER WERFT abgelieferten Spectrum of the Seas. Einmal mehr erweist sich die NEPTUN WERFT damit als wichtiger und zuverlässiger Partner innerhalb der MEYER Gruppe. Komplett ausgerüstete Maschinenraum-Module für Kreuzfahrtschiffe liefert die NEPTUN WERFT auch an die Werft MEYER TURKU in Finnland. Dorthin war im Mai 2019 das Maschinenraum-Modul für die derzeit im Bau befindliche Mardi Gras von Carnival Cruise Line geschleppt worden. Es war bereits das vierte FERU, das von der Werft in Warnemünde mit Motoren und Tanks für den Einsatz von umweltschonendem Flüssiggas (LNG) ausgerüstet wurde.

 „Künftig werden wir überwiegend FERUs bauen, die über die anspruchsvolle LNG-Technologie verfügen“, hebt Manfred Ossevorth, Geschäftsführer der NEPTUN WERFT, hervor. NEPTUN WERFT sowie MEYER WERFT und MEYER TURKU sind weltweit die ersten Schiffbauunternehmen, die den stark emissionsreduzierenden LNG-Antrieb für Kreuzfahrtschiffe realisieren. Die NEPTUN WERFT hat bisher zwölf FERUs gefertigt. Mit dem Bau eines weiteren Maschinenraum-Moduls wurde in der Produktionshalle in Warnemünde inzwischen begonnen. Vorgesehen ist es für das neue Kreuzfahrtschiff Costa Toscana der Reederei Costa Crociere, das bei MEYER TURKU entstehen wird.

Aktuell stehen 24 Kreuzfahrtschiffe im Auftragsbuch der MEYER Gruppe. Um die anspruchsvollen Aufgaben in Rostock zu bewältigen, werden dort 2019 weitere 100 Jobs geschaffen, u.a. in der Qualitätssicherung, Arbeitsvorbereitung und Fertigung sowie im Bereich Transport und Logistik.

Zum diesjährigen Ausbildungsstart begrüßte das Unternehmen in Warnemünde 18 neue Azubis, was einen Anstieg der Ausbildungsquote um 50 Prozent bedeutet.

Die NEPTUN WERFT beschäftigt 600 Mitarbeiter.   

Jobangebote unter  www.meyercareer.com

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The next milestone for Abeking & Rasmussen

On Monday (26th August 2019) the keel laying of the largest project in the history of Abeking & Rasmussen took place during a festive ceremony at Pella Sietas, Hamburg. The first milestone for the 118 m motor yacht was witnessed by numerous representatives of the owners, the designers, the shipyard and the subcontractors.

In relation to the shipbuilding, there are already numerous innovations in production. A newly

developed process of laser welding guarantees a smoother surface that reduces reworking to a minimum. This new method was developed by the Berlin company Photon in close cooperation with Abeking & Rasmussen which promises great results for the highest demands on the shell plating.

With the distinctive design of Joseph Dirand Architecture the yacht will feature numerous

tenders, water toys and a submarine. Furthermore, a Neptune Lounge and an exceptionally large pool are just some of the highlights. Cornelsen & Partner is acting as the Owner’s Representative of this project. We, together with all parties, are proud to have the opportunity to build this fantastic superyacht.

www.abeking.com

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Norwegian Encore ausgedockt

Schiff hat die Baudockhalle II  verlassen und Schwimmteil wurde eingedockt

Papenburg, August 2019 | Im August 2019 hat  die Norwegian Encore das überdachte Baudock II der MEYER WERFT verlassen. Das Schiff ist mit 169.145 BRZ vermessen, 333,46 Meter lang, 41,4 Meter breit und bietet 4004 Passagieren Platz.

Bis zur Emsüberführung Richtung Nordsee, die voraussichtlich Ende September stattfindet, liegt das Schiff im Werfthafen. Dort wird der Innenausbau fortgesetzt sowie weitere technische Erprobungen an Bord durchgeführt.

www.meyerwerft.de

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Brennstart für nächstes AIDA LNG-Kreuzfahrtschiff auf der MEYER WERFT

Papenburg, 15. August 2019 – Mit dem symbolischen Brennstart hat auf der MEYER WERFT der Bau des nächsten Kreuzfahrtschiffes für die Reederei AIDA Cruises (Rostock) begonnen. Das Schiff ist wie die Ende 2018 abgelieferte AIDAnova mit einem emissionsarmen Flüssiggas-Antrieb ausgestattet.

Den Startknopf der computergesteuerten Brennmaschine drückte Sven Fahle, Projektleiter von AIDA Cruises, gemeinsam mit dem Team der MEYER WERFT. Damit startete die Produktion des nächsten LNG-Kreuzfahrtschiffes. Die Ablieferung ist für das Frühjahr 2021 vorgesehen. 2023 liefert die MEYER WERFT ein drittes Schiff dieser Klasse an AIDA Cruises.

„Wir freuen uns, gemeinsam mit AIDA Cruises und der Carnival Corporation LNG weiter als Treibstoff zu etablieren und weitere innovative Technologien an Bord einzusetzen“, sagt Stephan Schmees, Mitglied der Geschäftsleitung Projektmanagement der MEYER WERFT. Für das umweltfreundliche Schiffsdesign wurde AIDAnova im August 2019 mit dem Blauen Engel ausgezeichnet.

Bei dieser Schiffsgeneration für AIDA Cruises werden wieder LNG-Motoren von Caterpillar / MaK eingesetzt, die die strengsten Umweltauflagen erfüllen. Bei der Entwicklung und Konstruktion dieser Schiffsklasse stand die Energieeffizienz im Fokus. Wärmerückgewinnung, innovative Elektromotoren, LED-Beleuchtung, eine Schiffsautomation und Verglasung mit der Ausrichtung auf Energieeffizienz, optimierte und biozidfreie Unterwasseranstriche zur Widerstandsreduzierung, die Gewichtsoptimierung bei der Auswahl der Materialien und viele weitere Themen wurden mit höchster Priorität bei der Planung und Konstruktion bearbeitet.

Das neue Schiff für AIDA Cruises verfügt über ca. 2.600 Kabinen bei einer Größe von 183.900 BRZ.

www.meyerwerft.de

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ARTEFACT macht sich bereit zur Ablieferung

Rendsburg, Juli 2019 | Ausgedockt: Nach Abschluss umfangreicher Ausrüstungsarbeiten hat NOBISKRUGs 80 Meter lange Hybrid-Superyacht ARTEFACT (vorher bekannt als Projekt 790) die Superyachthalle verlassen. Am Kai der Rendsburger Werft startet nun die finale Phase vor der in dieser Sommersaison geplanten Auslieferung.

Nach rund achtzehn Monaten Bauzeit in NOBISKRUGs klimatisierter Superyachthalle ist M/Y ARTEFACT erstmals öffentlich sichtbar. Sie wandelte sich

vom Rohbau zusehends zu einem Blickfang: Die Aufbauten wurden mittels GFK-Teilen fertiggestellt, der Stahlrumpf erhielt seine finale Formgebung und seinen Feinschliff durch umfangreiche Spachtel- und Farbarbeiten. Zudem wurden maßgebliche Bestandteile dieses hochtechnischen Yachtneubaus erfolgreich abgeschlossen.

Neben einer Länge von 80 Metern, einer Breite von 14,6 Metern und einer Bruttoraumzahl von 2.990 Tonnen zeichnet sich ARTEFACTs Exterieur, entworfen durch Gregory C. Marshall, durch eine Vielzahl technologischer Neuheiten und moderner technischer Komponenten aus. Zu ihnen zählen u.a.:

  • Die Verwendung von Solarzellen sowie eines großen Energiespeichersystems, wodurch die Yacht für eine begrenzte Zeit ohne Verbrennungsmotor betrieben werden kann;
  • Ein innovatives Antriebssystem bestehend aus einem DC-Bus, Batterien und einem diesel-elektrischen ABB Azipod-Antrieb, welches in der Kombination mit einem fortschrittlichen dynamischen Positionssystem dazu führt, dass ARTEFACT ihre Position halten  kann, ohne den Anker auszuwerfen. Dies dient dem Schutze des sensiblen Meeresbodens. Individuell angefertigte Sechsblattpropeller minimieren Geräusche und Vibrationen und maximieren gleichzeitig Leistung und Effizienz;
  •  Ein Abwasserrecyclingsystem dient zur Wiederverwendung des Wassers im technischen Bereich und führt u.a. dazu, dass ARTEFACT als eine der ersten Superyachten die Abgasnorm IMO Tier III erfüllt;
  • Ein einzigartiger raumhoher Mittelteil, bestehend aus ca. 740 m² maßgeschneiderten, teilweise extrem gebogenen Glasfenstern und einem Gewicht von rund 60 Tonnen
  • Weitere wesentliche Charaktermerkmale von ARTEFACT sind der Einsatz von Stabilisatoren und Bugstrahlruder zur verbesserten Manövrierfähigkeit und für hohen Komfort auf See, eine bewegliche Badeplattform für den erleichterten Zugang zum Wasser, automatische Sonnenschutzsysteme, Teakdecks und exklusives Mobiliar.

Das einzigartige, von Reymond Langton entworfene Interieur hat ebenfalls Gestalt angenommen. Möbel und Kunstwerke werden final fertiggestellt und fachmännisch installiert.

Die Inbetriebnahme einschließlich der Hafenerprobungen werden an NOBISKRUGs Pier vorgenommen, die Yacht wird für die anstehenden Seeerprobungen vorbereitet und die Endphase vor der geplanten Ablieferung von M/Y ARTEFACT wurde somit eingeläutet.

www.nobiskrug.com

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thyssenkrupp Marine Systems stellt Brennstoffzellensystem der 4. Generation vor

06.09.2019:Nach Abschluss eines umfangreichen Testprogramms mit mehr als 70.000 Betriebsstunden in der Testumgebung stellte thyssenkrupp Marine Systems auf der 7. internationalen Uboot-Fachkonferenz seine Brennstoffzelle der 4. Generation vor. Dieses neue System basiert auf den vorherigen Generationen des konkurrenzlosen und bewährten Brennstoffzellensystems von thyssenkrupp Marine Systems.

Dr. Rolf Wirtz, CEO von thyssenkrupp Marine Systems: „Bereits seit über 15 Jahren sind unsere Brennstoffzellensysteme bei Kunden im Einsatz. Mit dieser 4. Generation machen wir etwas sehr Gutes nun noch besser – mit enormen Weiterentwicklungen in Bezug auf Verfügbarkeit, Redundanz und Tarnung. Ich bin stolz darauf, dass wir erneut neue Standards setzen und so unsere Kunden voranbringen.“

Die 4. Generation ist als hochverfügbares modulares System konzipiert, das aus redundanten Komponenten besteht, um jederzeit eine maximale Leistung zu gewährleisten. In Bezug auf die Speicherung von H2 stützen sich die Systeme auf das bewährte und außergewöhnlich sichere System von Metallhydridzylindern wie bei früheren Generationen. Diese Zylinder enthalten keine aktiven Komponenten. Auf diese Weise wird ein Ausfall auf ein minimales Risiko reduziert. Die Wasserstoffmoleküle werden sicher im Kristallgitter des Hydrids gespeichert. Da dem System Wasserstoff in seiner reinsten Form zugeführt wird, ist keine chemische Umwandlung erforderlich und der Wirkungsgrad des Gesamtsystems bleibt damit sehr hoch.

Im Gegensatz dazu erzeugen Reformersysteme unweigerlich CO2 aus einem flüssigen Kraftstoff wie Dieselöl und hinterlassen eine Spur von CO2 – und möglicherweise anderen in Dieselöl enthaltenen Nebenprodukten wie Schwefel –, die durch den Betrieb elektrischer Pumpen im umgebenden Meerwasser gelöst werden müssen. Gleiches gilt für AIP-Systeme, die auf anderen Prinzipien basieren, wie etwa Stirlingmotoren, Dieselmotoren oder Dampfturbinen mit geschlossenem Kreislauf. Nicht so das System von thyssenkrupp Marine Systems. Das einzige Nebenprodukt neben elektrischer Energie ist reines Wasser, das zum Gewichtsausgleich an Bord gespeichert wird. H2 ist überall dort leicht verfügbar, wo die chemische Industrie tätig ist – im Regelfall also in jedem Kundenland. H2 kann auch durch Nutzung umweltfreundlicher Energiequellen durch Aufspaltung von Wasser in H2 und O2 hergestellt werden.

Philipp Schön, Head of Product Sales Submarines: “Aus diesen Gründen wurden bisher 38 Systeme von 7 Marinen bestellt. Über weitere 10 Systeme sprechen wir derzeit mit Kunden.“

 

Weitere Informationen unter: www.thyssenkrupp-marinesystems.com

Inhaltsverzeichnis / Industrie-News
7. internationale U-Boot-Konferenz SubCon 2019 in Kiel voller Erfolg

06.09.2019f: Unter dem Motto „one family. world wide. deep down.” fand vom 3. bis zum 5. September 2019 die 7. internationale Uboot-Fachkonferenz SubCon 2019 unter der Schirmherrschaft von Norbert Brackmann, Mitglied des Bundestages und Maritimer Koordinator der Bundesregierung, statt. Die von thyssenkrupp Marine Systems veranstaltete dreitätige Konferenz diente dem Austausch zwischen Marinen und Industrie aus der ganzen Welt über neuartige Technologien, deren Anwendungsmöglichkeiten sowie Erfahrungen im Einsatz von Ubooten.

Dr. Rolf Wirtz, CEO von thyssenkrupp Marine Systems: „Die Konferenz war ein voller Erfolg: Insbesondere der großartige Austausch zwischen den teilnehmenden Marinen aus der ganzen Welt untereinander und zusätzlich mit den Herstellern über die Anforderungen an Hard- und Software ist eine unvergleichlicher Mehrwert der SubCon – für alle Teilnehmer. Darüber hinaus bin ich besonders stolz darauf, dass wir das neue Combat System für unsere Uboote unter dem Namen ORCCA vorstellen konnten. Was wir da in 1,5 Jahren geschafft haben, ist ein klarer Beleg für unsere Stärke als Systemhaus.“

Das von dem thyssenkrupp-Kongsberg-Joint-Venture, kta naval systems, entwickelte Combat System ist aufgrund der Kombination aus maximaler Anpassungsfähigkeit und höchster IT-Sicherheit das aktuell modernste System für nicht-nukleare Uboote am Markt.

Auch thyssenkrupp Marine Systems’ Neuentwicklungen im Bereich Brennstoffzelle, Lithium-Ionen-Batterie, Additive Fertigung, Cyber Security sowie die Nutzung von Virtual/Augmented Reality zur Unterstützung von Kunden bei der Wartung von Booten auf den eigenen Werften wurden auf der Fachkonferenz vorgestellt.

Daneben standen Expertenvorträge von thyssenkrupp Marine Systems und seinen Industriepartnern unter anderem zu Ubootdesigns, Modernisierung und Instandhaltung, Schiffs- und Antriebstechnik, Ortungs- und Kommunikationssystemen, Tarneigenschaften, Torpedoentwicklungen sowie Digitalisierung auf dem Programm.

Die von thyssenKrupp Marine Systems veranstaltete SubCon findet seit 1995 alle vier Jahre in der Schleswig-Holsteinischen Landeshauptstadt statt. Dieses Jahr nahmen mehr als 350 Gäste aus dem In- und Ausland, darunter Vertreter von 20 Marinen und Beschaffungsbehörden, teil. 

 

www.thyssenkrupp-marinesystems.com

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ORCCA: Neues Combat System für thyssenkrupp Marine Systems‘ Uboote vorgestellt

06.09.2019: Auf der 7. Internationalen Uboot-Fachkonferenz SubCon 2019 stellte kta naval systems, ein Joint Venture von thyssenkrupp Marine Systems und Kongsberg, sein neues Combat System für nicht-nukleare Uboote vor. Das System mit dem Namen ORCCA vereint erstmals maximale Anpassungsfähigkeit mit höchster IT-Sicherheit und ermöglicht seinen Nutzern eine integrierte Analyse der Daten der unterschiedlichsten Systeme an Bord über eine Multifunktionskonsole – für eine fundierte und schnelle Handlungsentscheidung.

Kathrin Rohloff, CEO von kta naval systems: „ORCCA ist das modernste Combat System für nicht-nukleare Uboote am Markt. Wir haben die Expertise unserer Kollegen von ATLAS ELEKTRONIK und Kongsberg Defence & Aerospace zusammengebracht und ein einzigartiges Combat System geschaffen. Alle künftigen Uboote von thyssenkrupp werden wir mit diesem hochintegrierten System ausstatten.“

Der modulare Aufbau ermöglicht die Integration neuer Technologien und die Adaptierung an neue Einsatzszenarien über die gesamte Lebensdauer des Systems hinweg. Damit können Kunden ihre mit dem Combat System ausgestatteten Boote ständig technologisch weiterentwickeln und an neue Anforderungen anpassen. So sind sie immer auf dem neuesten technologischen Stand; auch noch in 10, 20 oder 30 Jahren. Diese Flexibilität bietet das System auch bei der ersten Installation: Subsysteme aus den jeweiligen Kundenländern können leicht integriert werden. Darüber hinaus ist das System für alle Uboot-Klassen von thyssenkrupp Marine Systems einsetzbar – ob im Neubau oder als Nachrüstung.

ORCCA ermöglicht seinen Nutzern das interaktive Agieren als Teil eines Verbundes in internationalen Einsätzen wie etwa NATO- oder EU-Missionen. Dabei ist die Kommunikation zwischen den Systemen an Bord sowie zu den nationalen und zusätzlich zu den internationalen Systemmodulen über eine besondere IT-Infrastruktur voneinander getrennt. ORCCA garantiert so ungehinderte Geschwindigkeit und höchste Sicherheit über die verschiedenen Kommunikationskanäle hinweg.

 

Weitere Informationen unter: www.thyssenkrupp-marinesystems.com

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LNG-Brenngassystem mit vertikalen Tanks für norwegisches Mehrzweckkühlschiff

 Kopenhagen 10.09.2019: MAN Cryo, eine Tochtergesellschaft von MAN Energy Solutions und Hersteller von maritimen LNG-Brenngassystemen, hat angekündigt, dass das Unternehmen ein LNG-Brenngasversorgungssystem an den norwegischen Reeder Egil Ulvan Rederi für den Neubau eines Mehrzweck-Paletten-/Kühl-Lolo-Schiffs (Lift-on/Lift-off) liefern wird.

Der Entwurf stammt von dem Schiffdesigner Multi Maritime im norwegischen Førde, der bereits eine Reihe von LNG-gesteuerten Schiffen entworfen hat. Das MM85CC-Design wird auf der Tersan-Werft in der Türkei gebaut. Die Tersan-Werft hat in den vergangenen Jahren eine ganze Reihe von LNG-angetriebenen Schiffen gebaut. Der Neubau ist seit dem Jahr 2016 das sechste Schiff, das mit einem von MAN Cryo gelieferten Brenngassystem ausgerüstet wird. Er soll Ende 2020 fertiggestellt werden.

Arild Hoff, CEO von Egil Ulvan Rederi, erklärte: „MAN Cryo wurde als Lieferant für das LNG-Brennstoffgassystem ausgewählt, da das Unternehmen bereits erfolgreich komplexe LNG-Lösungen realisiert hat. Wir konnten uns bereits in einem frühen Planungsstadium für MAN Cryo als Lieferant entscheiden, da wir davon überzeugt waren, dass das Unternehmen mit seinem umfassenden Fachwissen und Know-how unsere Anforderungen erfüllen kann.“

Louise Andersson, Leiterin MAN Cryo, fügte hinzu: „Bei diesem spezialisierten Schiffstyp bestehen besondere Anforderungen an Zuverlässigkeit und Redundanz. Wir stellen uns gerne der Herausforderung eine innovative Lösung anzubieten, die einen vertikalen Kraftstofftank beinhaltet. Das Interesse der Reederei Ulvan an sauberer Technologie passt hervorragend zu unserem Bestreben, ein führender Anbieter von LNG-Lösungen zu werden. Wir sind auch sehr dankbar, wieder mit einem so geschätzten Kunden wie der Tersan-Werft zusammenarbeiten zu können und freuen uns darauf, unsere Geschäftsbeziehung in Zukunft noch weiter auszubauen.“

Der Lieferumfang von MAN Cryo umfasst:

  • Einen vertikalen, vakuumisolierten 364-m3-LNG-Tank,
  • einen komplexen Tankverbindungsbereich mit zwei redundanten LNG-Versorgungszügen, basierend sowohl auf einer Pumpe als auch auf einer Druckaufbaueinheit,
  • einen LNG-Kaltrerückgewinnungsverdampfer,
  • eine integrierte Bunkerstation (BS100-GR).
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Das 3.500-DWT-Schiff wird nach dem Bau eine Länge von 86 m und eine Breite von 19,5 m haben und zwischen Tromsø in Nordnorwegen und Østfold im Südosten des Landes pendeln. Es handelt sich um ein Mehrzweckkonzept mit Kühlraum für Kühlcontainer, gekühlten Laderäumen und Aufzügen für palettierte Güter sowie der Möglichkeit, entlang der Route Fischfutter an Fischfarmen abzugeben.

 Vertikaler IMO-LNG-Tank Typ C

Weltweit sind nur wenige vertikale LNG-Tanks in Betrieb, die für Schiffsanwendungen klassifiziert sind. MAN Cryo stellt seit 2011 vertikale LNG-Tanks für Schiffsbrenngassysteme her und kann auf Referenzprojekte mit einem Bruttovolumen von 89 bis 400 m3 verweisen.

Vertikale Tanks stellen eine Alternative zu horizontalen Tanks dar und bieten viele Vorteile:

  • Geringere Beeinträchtigung der Stabilität durch eine kleinere Flüssigkeitsoberfläche,
  • reduziertes Hin- und Herschwappen,
  • erhöhter hydrostatischer Druck, der den Kraftstofffluss erleichtert.

 

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MAN Energy Solutions, DSME und HSD Engine: Zusammenarbeit bei der Digitalisierung von Schiffsmotoren

Strategische Kooperation soll Rahmenbedingungen für künftige Zusammenarbeit festlegen

Augsburg, 15. Juli 2019 | MAN Energy Solutions, Daewoo Shipbuilding & Marine Engineering (DSME) und HSD Engine (HSD) haben am 11. Juli 2019 eine strategische Vereinbarung zur Zusammenarbeit im Bereich der Digitalisierung von Schiffsmotorsystemen unterzeichnet. Die Unterzeichnung fand in Kopenhagen statt. In Fortführung ihrer langjährigen Zusammenarbeit wollen die Unternehmen den Rahmen für eine künftige, langfristige, strategisch ausgerichtete Zusammenarbeit im Bereich digitaler Technologien für Schiffsantriebe festlegen.

„MAN Energy Solutions ist entschlossen, den digitalen Wandel in der Schifffahrtsbranche voranzutreiben“, erklärt Brian Østergaard Sørensen, Leiter F&E für das Zweitaktgeschäft bei MAN Energy Solutions. „Wir sind fest davon überzeugt, dass die enge Zusammenarbeit mit Kunden und Anbietern aus der gesamten Branche eine wichtige Voraussetzung ist, um diesen Wandel erfolgreich zu meistern. Die vorliegende Vereinbarung ist ein Schritt in diese Richtung. Sie bündelt marktführendes Know-how in den Bereichen Schiffbau sowie in der Entwicklung, der Fertigung und dem Service von Motoren. Wir wollen die Möglichkeiten für eine gemeinsame digitale Entwicklung in einem wichtigen Segment des maritimen Marktes sondieren.“

D. K. Choi, Leiter des DSME R&D Institute, ergänzt: „DSME führt Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten durch, um digitale Technologien für verschiedene Bereiche des Schiffbaus zu kombinieren, einschließlich der Zusammenarbeit mit Schiffsmotorenherstellern.“ Kontinuierliche Innovation sei notwendig, um den hervorragenden Ruf von DSME als Technologieführer zu stärken.

D. W. Park, Leiter Design & R&D bei HSD: „Im Rahmen dieser strategischen Kooperationsvereinbarung wird HSD seine Erfahrungen bei der Motorenwartung an DSME und MAN Energy Solution weitergeben. Darüber hinaus werden wir auch weiterhin unsere Rolle als Pionier in der Motorenentwicklung im Bereich Smart-Ship-Technologie wahrnehmen, um unseren Kunden durch eine fortschrittliche Diagnosetechnologie eine Echtzeit-Überwachung mit Fernunterstützung zu bieten.“

Die drei Unternehmen streben eine Zusammenarbeit in mehreren Bereichen an, darunter die Digitalisierung der Daten von Schiffsmotorenlösungen und Hilfssystemen sowie die Erfassung und Analyse dieser Daten und die Integration in Smart-Ship-Plattformen und intelligente Diagnoselösungen.

MAN CEON
MAN Energy Solutions hat den digitalen Wandel zu einem Eckpfeiler seiner Unternehmensstrategie gemacht und Anfang des Jahres die digitale Plattform MAN CEON vorgestellt. MAN CEON sammelt Betriebs- und Sensordaten, wertet diese aus und ermöglicht eine Echtzeitüberwachung von Schiffs- oder Kraftwerksmotoren, Turbinen oder Kompressoren.

„MAN CEON ist das neue Rückgrat unseres sich entwickelnden Digital-Service-Geschäfts“, erklärt Per Hansson, Head of Digital and Strategy bei MAN Energy Solutions. „Die Digitalisierung wird oft auf eine technische Ebene reduziert. Im Kern geht es aber darum, diese Technologien zu nutzen, um unseren Kunden werthaltigere Dienstleistungen anzubieten. Mit MAN CEON können wir unsere Kunden noch besser und zeitnaher bei der täglichen Arbeit unterstützen und die Verfügbarkeit und Effizienz von Anlagen optimieren.“

Die Plattform integriert Daten und Informationen von MAN Maschinen und deren Betriebsumgebung und nutzt intelligente Analysetools für Auswertung und Prognose. Die Betriebsdaten der an CEON angeschlossenen Systeme und Schiffe können in Echtzeit an Kundenstandorte sowie MAN Servicezentren übertragen werden. Von dort aus unterstützen die MAN Experten die Kunden proaktiv bei der Problemlösung und Wartung.

www.man-es.com

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MAN Energy Solutions, Hydrogenious LOHC, Frames: Kooperation beim Bau von Wasserstoffspeichersystemen

Augsburg, 25. Juli 2019 | MAN Energy Solutions, Hydrogenious LOHC Technologies und die Frames Group B.V. wollen gemeinsam große Wasserstoffspeichersysteme auf Basis der LOHC-Technologie (Liquid Organic Hydrogen Carrier) entwickeln und bauen. Die Unternehmen haben im Juli eine entsprechende Kooperationsvereinbarung unterzeichnet.

Die von Hydrogenious LOHC entwickelte Technologie nutzt Wärmeträgeröl zur Bindung von Wasserstoff und ermöglicht so die drucklose Lagerung bei Umgebungstemperatur. Darüber hinaus wird ein gegenüber herkömmlichen Druckbehältern um das Dreifache erhöhtes Ladevolumen ermöglicht. Die LOHC-Technologie bietet so eine sichere und effiziente Lösung für die großtechnische Speicherung und Verteilung von Wasserstoff.

Die Partner zielen mit Ihrem Angebot auf einen sich entwickelnden industriellen Bedarf an großen Mengen vor allem grün erzeugten Wasserstoffs und haben in einem ersten Schritt Anlagenkonzepte mit einer Kapazität von täglich fünf und 12 Tonnen Wasserstoff entwickelt. Industriell skalierte Kapazitäten für die Verarbeitung von Wasserstoff werden auch bei der Dekarbonisierung des europäischen Energiebedarfs eine zentrale Rolle spielen.

„Wir sind fest davon überzeugt, dass eine zukünftige, klimaneutrale Weltwirtschaft maßgeblich auf der Nutzung von grünem Wasserstoff und anderen Gasen aus erneuerbaren Energien basieren wird“, erklärt Dr. Uwe Lauber, CEO von MAN Energy Solutions. „Wasserstoff wird eine entscheidende Rolle bei der Dekarbonisierung all jener Sektoren spielen, die nicht direkt elektrifiziert werden können, wie etwa die Schifffahrt. Die LOHC-Technologie ist eine wegweisende und leistungsstarke Innovation und diese Partnerschaft ein wichtiger weiterer Baustein in unserer Wasserstoff-Wertschöpfungskette.“

„Wir freuen uns sehr, dass wir für diese Zusammenarbeit so bedeutende Akteure aus dem Anlagenbau gewinnen konnten“, ergänzt Daniel Teichmann, CEO von Hydrogenious LOHC Technologies. „Da unsere Technologie die vorhandene Infrastruktur für konventionelle Kraftstoffe nutzt, macht sie den Import und Transport großer Mengen an grünen Wasserstoffs möglich, beispielsweise aus skandinavischen Windparks. Diese Partnerschaft kann dazu beitragen, ein effizientes Transportnetz für grüne Energie auf europäischer und globaler Ebene zu schaffen.“

„Wir erwarten einen wachsenden Bedarf an grünen Kraftstoffen und investieren daher in die Entwicklung von Wasserstofflösungen. Wasserstoff wird sich zu einer der Gelenkstellen der Energiewende entwickeln“, kommentiert Frans Roozendaal,

CEO von Frames. „Bei Frames setzen wir Prozess- und Steuerungskonzepte in mobile Lösungen um. Wir kommen aus der Öl- und Gasindustrie, bauen aber unser Geschäft mit erneuerbaren Energien stetig aus.“

Als Entwickler der LOHC-Technologie bringt Hydrogenious LOHC Technologies sein Know-how dieses Kernprozesses in die Partnerschaft ein. Frames Energy Systems baut erneuerbare Energie, Öl- und Gasverarbeitungsanlagen und ist für die Realisierung der Wasserstoff-Hydrierungsanlage verantwortlich. MAN ES komplettiert das Konsortium mit seiner Erfahrung in der Entwicklung und Fertigung von Reaktorsystemen für chemische und petrochemische Anwendungen. Das Unternehmen wird den Reaktor und die dazugehörige Dampferzeugeranlage für die Projekte liefern.

Auf Kurs: Umsetzung der Unternehmensstrategie
Die neue Partnerschaft ist Teil strategischen und technologischen Transformation von MAN Energy Solutions. Bereits 2017 hat das Unternehmen mit der Umsetzung einer neuen Zukunftsstrategie begonnen mit dem Ziel, das Geschäft mit nachhaltigen Technologien und Lösungen bis 2030 zur zentralen Umsatzsäule auszubauen. Diese strategische Neuausrichtung wird getragen von der Erweiterung des Portfolios um Hybrid-, Speicher- und digitale Servicetechnologien. Die Erzeugung von synthetischen Kraftstoffen und Gasen aus erneuerbaren Energien über die Power-to-X-Technologie spielt zudem eine entscheidende Rolle für die Umsetzung der maritimen Energiewende, dem Konzept des Unternehmens zur Dekarbonisierung der globalen maritimen Logistik.

Bereits im März 2019 hat MAN Energy Solutions 40 % der Anteile an dem Elektrolysetechnikunternehmen H-TEC SYSTEMS erworben. H-TEC SYSTEMS entwickelt und produziert Elektrolyse-Stacks und Elektrolyseure zur Herstellung von Wasserstoff mit Strom.

www.man-es.de

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Siemens: 1. HGÜ-Verbindung zwischen Großbritannien und Dänemark
  • Viking Link erhöht Versorgungssicherheit und fördert Integration von erneuerbaren Energien
  • Siemens liefert beide HGÜ-Konverterstationen 

26.08.2019: Siemens hat den Auftrag über die zwei Konverterstationen für die erste Hochspannungsgleichstromübertragungs(HGÜ)-Verbindung zwischen Großbritannien und Dänemark gewonnen. Viking Link wird den Austausch von elektrischer Energie bis zu 1.400 Megawatt (MW) ermöglichen und damit die Sicherheit und die Zuverlässigkeit der Stromversorgung für die Verbraucher in beiden Ländern erhöhen. Da die Übertragung in beide Richtungen möglich ist, unterstützt Viking Link die Integration erneuerbarer Energien in das Stromnetz. Der Interkonnektor wird gemeinsam von den Übertragungsnetzbetreibern National Grid Ventures (Großbritannien) und Energinet (Dänemark) via National Grid Viking Link Ltd. und Energinet Eltransmission A/S entwickelt. Viking Link soll planmäßig Ende 2023 den kommerziellen Betrieb aufnehmen.

Grenzüberschreitende Interkonnektoren im Vereinigten Königreich und in Dänemark

Viking Link ist die erste Hochspannungsgleichstromübertragungs-Verbindung zwischen Großbritannien und Dänemark. Der Interkonnektor wird den Austausch von elektrischer Energie bis zu 1.400 Megawatt (MW) ermöglichen.

Der Lieferumfang umfasst ein 1.400 MW Konverter-System für eine Gleichspannung von ± 525 Kilovolt (kV), welches die HGÜ PLUS-Technologie nutzt. Die zwei Konverterstationen, eine in Bicker Fen in Lincolnshire (Großbritannien), die andere in Revising im südlichen Jütland (Dänemark), werden mit einem 767 Kilometer langen Gleichstromkabel, welches durch die Nordsee verläuft, verbunden. Viking Link wird damit eine der weltweit längsten HGÜ-Verbindungen sein. Siemens ist für das Systemdesign sowie die Lieferung, die Installation und die Inbetriebnahme der Konverterstationen verantwortlich.

"Wir freuen uns sehr, dass Siemens mit jedem neuen Interkonnektor die Entwicklung eines integrierten europäischen Energiemarktes vorantreibt. Mit Viking Link arbeiten wir an einem weiteren grundlegenden HGÜ-Projekt, welches den Weg zu einer sicheren, bezahlbaren und nachhaltigen Energieversorgung bahnt", sagt Tim Dawidowsky, CEO EPC Projects bei Siemens Gas and Power.

Die HGÜ PLUS-Technik der beiden Stromrichterstationen basiert auf selbstgeführten Stromrichtern (VSC) in modularer Multilevel-Converter-Bauweise (MMC). Diese vereinen die Vorteile der HGÜ mit zusätzlichen Vorzügen wie Wechselstrom-Spannungsregelung, Schwarzstartfähigkeit und weiteren Funktionen, welche die Leistung und Netzstabilität der beiden verbundenen Wechselstromnetze verbessern. 

Viking Link wird Energie, die den aktuellen Bedarf übersteigt, dorthin übertragen, wo die Nachfrage höher ist. Da es unwahrscheinlich ist, dass hohe Produktionsstöße in der Windkrafterzeugung und Verbrauchsspitzen in Großbritannien und Dänemark zeitgleich auftreten, führt der Interkonnektor zu niedrigeren Preisen in Spitzenverbrauchszeiten. Gleichzeitig ermöglicht er den effizienteren Nutzen von erneuerbaren Energien. Viking Link wird den Verbrauchern in beiden Ländern Zugang zu einem breiteren Energiemix ermöglichen.

Als grundlegendes Infrastrukturprojekt zur Schaffung eines integrierten Energiemarktes in der Europäischen Union, gehört Viking Link zu den "Projekten von gemeinsamem Interesse" der Europäischen Kommission. Diese Projekte sollen der EU helfen ihre Energiepolitik und Klimaziele, wie etwa die langfristige Dekarbonisierung der Wirtschaft nach dem Pariser Abkommen, umzusetzen.


www.siemens.de/energy

 

 

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Brennstoffzellenmodule: Siemens stellt neue Serie für Unterwasseranwendungen vor
  • Steigerung der Leistungsdichte und Benutzerfreundlichkeit durch einfache Handhabung
  • Plug and Play Installation und schnellerer Wechsel der einzelnen Module
  • Erhöhung des Redundanz- und Degradationsvermögens der BZ-Anlagen

22. August 2019: Ausgehend von den bisher eingesetzten Brennstoffzellenmodulen, BZM34 und BZM120, wird Siemens mit seinem neuen Brennstoffzellenmodul BZM evo die Leistungsdichte und die Benutzerfreundlichkeit von Brennstoffzellenanlagen an Bord von außenluftunabhängigen Unterwasserfahrzeugen optimieren. Ein einzelnes BZM evo besitzt eine nominelle Leistung von 40 kW. Zukünftige Anlagen können je nach Ausführung und Anzahl der BZM eine Maximalleistung zwischen 320 – 480 kW bereitstellen, wobei diese den Footprint einer bestehenden BZM34 oder BZM120 Anlage nicht überschreiten sollen.

Mit dem kompakten BZM evo gelingt Siemens die Integration von Brennstoffzellenmodulen in unbemannten Unterwasserfahrzeugen.

In diesen Brennstoffzellenanlagen werden die BZM evo einzeln über DCDC-Gleichspannungswandler energetisch an das Bordnetz angebunden. Diese Art der Anbindung, die eine individuelle Zu- und Abschaltung einzelner Module erlaubt und zugleich für ein höheres Degradationsvermögen der BZ-Anlage sorgt, ermöglicht im Vergleich zu den bestehenden Vorläufersystemen eine flexiblere Einspeisung der elektrischen Energie ins Bordnetz. Zusätzlich erhöht eine optionale Integration von Ersatzmodulen die Redundanz innerhalb der Anlage und damit ebenfalls die Anlagenverfügbarkeit.

Das evolutionär innovative Konzept der BZM evo-Serie lässt sich in verschiedene Anwendungen integrieren. Neben dem klassischen Einsatz in AIP-U-Booten erlaubt das kompakte Moduldesign auch eine Integration von einzelnen BZM evo in unbemannte Unterwasserfahrzeuge (UUV – unmanned underwater vehicles). Mit dieser Anwendung, in der Leistungsbereiche von 10 bis zu 60 kW erwartet werden, kann Siemens nun ein komplettes Energiesystem bestehend aus Batterie, BZM, Medienspeicher sowie Regelung bereitstellen. Erste Systemtests mit einem BZM 34 aus der Serienfertigung wurden im letzten Jahr in den USA erfolgreich an Land absolviert.

Das BZM evo ist ein weiter optimiertes System der SINAVY Fuel Cells Reihe, die ursprünglich in enger Zusammenarbeit mit der Deutschen Marine und HDW vor mehr als 20 Jahren entworfen wurde. Ständige Feedbacks von den Crews der operierenden AIP-U-Boote, in denen die BZM34 und BZM 120 betrieben werden, sind bei der Optimierung der Anlage äußerst hilfreich gewesen.

Durch eine deutliche Gewichtsreduzierung lässt sich die neue Modul-Serie einfacher handhaben und im Innern eines U-Bootes schneller transportieren. Der optimierte Modulwechsel erfolgt nun innerhalb weniger Stunden und sorgt für einen unkomplizierten und schnellen Einbau, eine Plug and Play-Installation unterstützt die vereinfachte Inbetriebnahme der Module.

Die neue BZM evo-Serie ist sowohl für neue Anlagen als auch für den Refit von älteren AIP-Anlagen erhältlich und soll ab 2023 auf dem Markt verfügbar sein, für eine UUV-Integration bereits ein Jahr früher.

Weitere Informationen zum Thema Marine Solutions unter 


www.siemens.com/marine

 

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DNV GL awards thyssenkrupp first Additive Manufacturing Approval

Hamburg, 27 August 2019: The shipping industry is looking to take advantage of additive manufacturing (AM), also known as 3D printing, to print spare parts, thereby reducing lead times, costs, stock requirements, and environmental impacts. Certification ensures that AM part users can have the same confidence in an additive manufactured product as a conventionally produced one.

The newly issued certificate makes the thyssenkrupp TechCenter Additive Manufacturing the world’s first producer of 3D printed parts for maritime applications to obtain manufacturer approval from DNV GL. This means that thyssenkrupp TechCenter Additive Manufacturing is an DNV GL approved supplier for maritime and general industrial applications. Certification was important for thyssenkrupp Marine Systems as the company is working closely with international customers on the integration of additive manufactured parts on ships and submarines.

“Additive manufacturing will have a significant impact on the future maritime value chain. Producing components that have the same level of quality as conventionally manufactured parts and fulfil class requirements is key. At DNV GL, we are very pleased to certify that the thyssenkrupp TechCenter Additive Manufacturing has demonstrated its ability to reliably produce metallic materials using additive manufacturing. This is the first time DNV GL has awarded its Approval of Manufacturer certificate, and I would like to congratulate thyssenkrupp on this achievement,” says Geir Dugstad, Director of Ship Classification & Technical Director of DNV GL – Maritime.

The approval covers the 3D printing and processing of austenitic stainless steel parts. Certification was also awarded for the acceptance process in accordance with EN 10204 and the associated product information, particularly the chemical and physical material characteristics. Approvals for individual special components are also being prepared.

“We are delighted that with thyssenkrupp TechCenter Additive Manufacturing we now have a certified partner who can supply thyssenkrupp Marine Systems with additive manufactured parts that meet both our own and our customers’ high expectations. Together we are putting innovative solutions into our submarines and ships, setting new standards for the navy of the future,” says Dr Luis Alejandro Orellano, Chief Operating Officer of thyssenkrupp Marine Systems.

DNV GL experts from multiple units coordinated to examine whether the TechCenter's processes were reliable and ensured consistent quality. "A team effort was particularly important here, as the certification required us to rethink traditional methods for quality evaluation and certification. I would like to thank everybody involved for their support and collaboration,” says Eva Junghans, Senior Principal Engineer, Materials & Welding at DNV GL – Maritime.

Caption: A probehead for taking gas samples in hot gas atmosphere, produced at the thyssenkrupp TechCenter Additive Manufacturing. It is additive manufactured from austenitic heat resistant steel, and has a longer service life due to integrated cooling channels (image courtesy of thyssenkrupp).

www.dnvgl.de

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Radargeräte der neuesten Generation von FURUNO

Rellingen, 04. Juli 2019 | FURUNO, weltweit bekannt als Hersteller von innovativer Elektronik, Schiffsnavigation und -Kommunikation stellt die neue Serie FAR-22x8 und FAR-23x8 von Radargeräten vor. Sicherheit, Zuverlässigkeit und ein Maximum an Benutzerfreundlichkeit stehen bei den Charakteristika für die FURUNO Radargeräte ganz weit oben. Dazu ein überarbeitetes modernes Design und eine noch einmal optimierte Signalverarbeitungstechnologie. Beide neuen Serien der Radargeräte unterscheiden sich lediglich in der Größe der Bildschirme.

Die neue Funktion „Automatic Clutter Elimination (ACE) ermöglicht es dem Benutzer Radarziele sehr schnell durch einen einzigen Knopfdruck einzustellen. Ist ACE aktiviert, wird das System automatisch gestartet und Filter werden zur Störungsreduzierung entsprechend der See- und Wetterbedingungen angepasst. Ebenfalls neu ist die „Fast Target Tracking™“-Funktion zur Vermeidung von Kollisionen in einem frühen Stadium. Wichtige Informationen wie Geschwindigkeit- und Kursvektoren werden sekundenschnell angezeigt, um unverzüglich reagieren zu können. Auf der Benutzeroberfläche bietet die InstantAccess bar™ sofortigen Zugriff auf alle wichtigen und häufig verwendeten Funktionen/Aufgaben. Viele Neuerungen für noch mehr Sicherheit und Bedienkomfort.

Eine Verbesserung gab es auch für die Antenneneinheit mit einem aerodynamischen Design mit verbessertem Luftwiderstand und einer verbesserten Funktionalität. Die Bildqualität konnte noch einmal gesteigert werden, Signale werden direkt im Signalprozessor von analog in digital konvertiert, bevor diese an den Hauptprozessor gesendet werden. Alle Komponenten des Getriebes sind jetzt zusammen in nur einem Block integriert, was die Wartung stark vereinfacht.

„Durch die neue FURUNO Modellreihe FAR-22x8 und FAR-23x8 hält die Solid-State-Technologie Einzug in die kommerzielle Schifffahrt. S-Band Anlagen können nun als traditionelles Magnetron-Radar wie auch als Solid-State bestellt werden,“ sagt Claus B. Frederiksen, Geschäftsführer der FURUNO Deutschland GmbH.

Das FURUNO Radar kann über die Schnittstelle (61162-450) problemlos in das Navigationsnetzwerk für den Datenaustausch mit anderen Systemen wie VDR oder ECDIS integriert werden. Bei einem Refit einer vorhandenen FAR-2xx7 auf die neue Radarserie können vorhandene 19“ und 23“ Monitore weiterverwendet werden.

Verkaufspreis für die FURUNO Radargeräte der Modellreihe FAR-22x8 und Far-23x8 auf Anfrage gemäß Konfiguration.

www.furuno.de

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Investition in die Zukunft: WISKA baut neue Firmenzentrale

Kaltenkirchen, 2. September 2019 – Gemeinsam mit Projektpartnern, Vertretern der Stadt Kaltenkirchen und Bürgermeister Hanno Krause setzt WISKA-Geschäftsführer Ronald Hoppmann am Montag feierlich den symbolischen ersten Spatenstich zum Anfang der Bauarbeiten für die neue Firmenzentrale des Unternehmens. Die Fertigstellung des ersten Bauabschnittes ist für Ende 2020 geplant.

„Mit diesem Neubau setzen wir den Grundstein für die Zukunft, für Weiterentwicklung und langfristiges Wachstum. Es freut mich besonders, dass wir diesen Meilenstein im Jahr unseres 100-jährigen Jubiläums feiern können.“, sagt Ronald Hoppmann, der das Unternehmen mit seiner Schwester Tanja Hoppmann in dritter Generation führt.

Auf dem 36.500 Quadratmeter großen Areal an der Grashofstraße entstehen modernste Logistik- und Produktionsflächen, Büroräume und Qualitätssicherungsflächen. Im ersten Bauabschnitt wird es hauptsächlich um die Errichtung der Logistik- und Produktionsstätten gehen, die bereits Anfang 2021 in Betrieb genommen werden sollen und mit denen WISKA seine Kapazitäten in diesem Bereich um fünfzig Prozent erweitert.

„Es ist gut für Kaltenkirchen und die Region, dass das familiengeführte Unternehmen WISKA auch nach 50 Jahren am Standort Kaltenkirchen weiterhin in die Zukunft investiert. Mit diesem über 36.000 Quadratmeter großen Grundstück in unserem B-Plan Nr. 74 wurde die passende Fläche für die Erweiterung der Produktion und Logistik gefunden. Das Beispiel WISKA zeigt, wie wichtig die Bereitstellung von Gewerbeflächen durch die Stadt ist.“, sagt Hanno Krause, Bürgermeister von Kaltenkirchen.

Der Neubau ist unter optimalen Materialflussgesichtspunkten geplant und gestaltet. Er besticht durch einen deutlich höheren Automatisierungs- und Digitalisierungsgrad, sowohl in der Logistik als auch in der Fertigung. Damit kann WISKA komplett neue Prozesse abbilden und den Servicegrad für seine Kunden deutlich erhöhen.

„Durch die Vernetzung von Lager- und Produktionsflächen mit modernsten Softwarelösungen und mit Hilfe automatisierter Vorgänge können wir künftig auch individuelle Kundenaufträge noch am selben Tag fertigen und versenden. Damit untermauern wir unseren Anspruch, unseren Kunden in der Breite unseres Sortiments eine stets hohe Verfügbarkeit unserer Produkte zu gewährleisten. Was den Versandstatus unserer Waren betrifft werden wir deutlich transparenter. Ähnlich, wie man es aus dem E-Commerce-Bereich kennt. So gesehen bauen wir das Haus für unsere Kunden.“, wie Björn Heyna, Leiter Supply Chain Management und Projektleiter Neubau bei WISKA erklärt.

Der Bau ist auf einen Planungshorizont von 30 Jahren angelegt. Das Gesamtkonzept sieht vor, dass die heute noch getrennten WISKA-Standorte, die zwei Kilometer Luftlinie voneinander entfernt liegen, zu einer Deutschlandzentrale am neuen Standort zusammenwachsen. Dies wird in weiteren Bauabschnitten in den kommenden Jahren umgesetzt.

„WISKA wird sich mit dem Neubau absolut zukunftsfähig aufstellen. Das Konzept sieht genügend Spielraum, um sich auch später mit dem Markt zu entwickeln und immer wieder Anpassungen vorzunehmen, sobald wir auf veränderte Rahmenbedingungen stoßen. Der Bau „atmet“ mit den Kundenanforderungen, egal ob ein noch breiteres Produktportfolio, noch höhere Losgrößen oder geschäftspartnerübergreifende Prozesse gebraucht werden. Insgesamt werden wir schneller, flexibler und qualitativ noch besser.“, sagt Heyna. 

 

www.wiska.de

 

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Mitarbeiter für Lernerfolg ausgezeichnet

Bildungsschraube der MEYER WERFT und Ausbildungszeugnisse verliehen

Papenburg, 6. September 2019 -  Bereits zum 17. Mal fand auf der MEYER WERFT die feierliche Verleihung der „Bildungsschraube“ statt. Die Bildungsschraube ist als werftinterne Auszeichnung ein Symbol für Fortbewegung und Antrieb und steht für die enorme Bedeutung der Weiterbildung der Mitarbeiter für die MEYER WERFT.

Thomas Weigend, Geschäftsführer, Anna Blumenberg, Mitglied der Geschäftsleitung Personal und Betriebsratsvorsitzender Nico Bloem zeichneten 31 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Werft aus, die sich durch unterschiedlichste Qualifikationsmaßnahmen, auch berufsbegleitend, weitergebildet haben. Zudem erhielten die Auszubildenden, die im Sommer 2019 ihre Abschlussprüfung bestanden haben, ihre Ausbildungszeugnisse.

Die gute Ausbildung und stete Weiterbildung der Mitarbeiter sichern der MEYER WERFT das erforderliche hohe Wissens- und Qualitätsniveau, das für die immer weiter steigenden technischen und wirtschaftlichen Anforderungen beim Bau moderner und hochkomplexer Kreuzfahrtschiffe unerlässlich ist.

„Unsere sehr gut qualifizierten Mitarbeiter sind für die MEYER WERFT ein großer Erfolgsfaktor. Mit ihren Qualifikationen aus exzellenter Erstausbildung und kontinuierlicher beruflicher Weiterbildung bringen unsere Mitarbeiter das Familienunternehmen stetig nach vorne, um im anspruchsvollen Kreuzfahrtmarkt zu bestehen. Gegen unsere Mitbewerber können wir uns mit immer neuen Technologien und Innovationen behaupten. Deshalb unterstützen wir unsere Mitarbeiter mit einem großen Angebot an Qualifizierungsmaßnahmen für die persönliche und berufliche Entwicklung“, so Thomas Weigend anlässlich der feierlichen Verleihung.

„Im Namen des Betriebsrats gratuliere ich Euch, Kolleginnen und Kollegen, ganz herzlich und spreche auch einen Dank aus. Ich will deutlich sagen, dass mit jeder zusätzlichen Qualifikation und Weiterbildung unsere Belegschaft weiter gestärkt wird“, sagte der Betriebsratsvorsitzende Nico Bloem.

Die Bildungsmaßnahmen, wie Master- und Bachelorstudiengänge, Meister- und Technikerkurse wurden zusammen mit den Industrie- und Handwerkskammern, Berufsschulen, Hochschulen/Fachhochschulen und anderen Bildungsträgern in der Region und überregional durchgeführt.

 

www. meyerwerft.de

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Landtagsabgeordneter Reuter besucht VSM-Mitglieder

Der Sprecher für Binnenschifffahrt der FDP Landtagsfraktion, Ulrich Reuter, hat am 20. August zusammen mit dem zuständigen Referenten der Fraktion die VSM Mitglieder KSD Werft in Köln, Exomission in Troisdorf und die Lux-Werft in Niederkassel besucht.

In Köln erläuterte der Geschäftsführer Herr Sander die Problematik vor der die Binnenschifffahrt und Werften im zunehmenden Maße stehen, wenn die Wohnbebauung immer näher an die Gewerbe- und Industrieflächen heranrückt. Am Rhein sind bereits Dutzende Liegestellen für die Binnenschifffahrt weggefallen und auch die KSD Werft sieht sich massiv in ihren Entwicklungschancen eingeengt.

Beim Hersteller von KWE Anlagen, Exomission, erläuterte Geschäftsführer Stefan Fischer die preisgekrönte Abgasminderungstechnik durch Kraftstoff-Wasser-Emulsion. Neben einer Kraftstoffersparnis von mindestens 2 - 8% können mit dieser Technik  Feinstaubemissionen um 80-100% und die NOx-Emissionen um 30-70% reduziert werden. Durch eine Weiterentwicklung ist künftig sogar noch eine weitere deutliche NOx-Reduktion möglich. Herr Fischer betonte, dass die öffentliche Hand nicht nur immer von der Wirtschaft mehr Engagement in Sachen Luftreinhaltung verlangen dürfe, sondern auch selbst mit gutem Beispiel vorangehen müsse. So betreibe auch das Land NRW einige Schiffe, wie z. B die der Wasserschutzpolizei. Auch hier könne das Land einen eigenen Beitrag zur mehr Luftreinhaltung leisten.

Die Brüder Miebach von der Lux-Werft zeigten dem Abgeordneten ihre neue Schiffbauhalle und die neuen Produktionsanlagen. Sie betonten, dass sie mit viel Aufwand bei der technischen Entwicklung die Nase vorn behalten müssen. Sie betonten, dass mit mehr Engagement aller Beteiligten r der Weg in die Elektromobilität auf dem Wasser beschritten schneller werden könnte. Allerdings sei am Anfang mehr Hilfe seitens der öffentlichen Hand erforderlich. Neben dem Förderprogramm des Bundes, das insbesondere im Hinblick auf elektrische Antriebe verbessert werden müsse, könne auch das Land einen Beitrag leisten.

Der Abgeordnete Reuter zeigte sich von der Leistungsfähigkeit der besuchten Betriebe beeindruckt und versprach, die gewonnen Erkenntnisse, Anregungen und Wünsche mit in den Landtag zu nehmen, um sie in die Politik der Regierungskoalition einfließen zu lassen. Er sagte zu, die Themen in den Gesprächen mit dem Vorsitzenden des Verkehrsausschusses des Landtags in NRW auf der Messe in Kalkar weiter zu vertiefen.

 

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Zeppelin Power Systems lädt zum Workshop in Kalkar ein

Am 24. und 25. September 2019 präsentiert Zeppelin Power Systems auf der Messe Shipping Technics Logistics in Kalkar Produkte und Lösungen für die Binnenschifffahrt in Halle D, Stand 100. Im Fokus steht das Thema Digitalisierung, zu dem das Unternehmen am ersten Messetag auch einen Workshop anbietet.

Auf dem Messestand demonstriert Zeppelin Power Systems, wie es Betriebswerte von Schiffen auslesen, verarbeiten und somit für Kunden sicht- und auswertbar machen kann. Anhand der Daten kann das Unternehmen Abweichungen erkennen und gemeinsam mit dem Kunden für einen zuverlässigen Betrieb der Anlagen sorgen.

Der Workshop findet am 24. September um 14:00 Uhr statt. Unter dem Titel „Digitalisierung in der Binnenschifffahrt – Schlagwort oder Mehrwert?“ möchte Zeppelin Power Systems vor allem mit Schiffseignern und -betreibern in Austausch treten, um ihnen Möglichkeiten und Einsatzgebiete digitaler Produkte vorzustellen und diese zu diskutieren. Ziel ist es, Lösungen mit individuellem Mehrwert zu bieten und dafür das gegenseitige Verständnis zu schärfen. Das Augenmerk liegt dabei sowohl auf den Herausforderungen, vor denen Binnenschiffer im Alltag stehen, als auch auf den Anforderungen, denen digitale Produkte in der Binnenschifffahrt gewachsen sein müssen.

 

www. zeppelin-powersystem.com

 

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Petram-Familie verkauft ihr Werftgeschäft

Rönner-Gruppe ist ab sofort alleiniger Gesellschafter

Bremerhaven, Juli 2019 | Die Bremerhavener Unternehmerfamilie Petram hat ihre Werftbetriebsgesellschaften in Bremerhaven an die ebenfalls als Familienunternehmen geführte Rönner-Gruppe verkauft. „Nachdem wir seit Jahren bereits eng zusammengearbeitet haben, setzen wir mit diesem Schritt die strategische Zukunftssicherung des Schiffbaus und der Schiffsreparatur an der Wesermündung fort“, teilten beide Familien mit. Petram bleibt den Werftbetrieben als Vermieter und Verpächter der Firmengelände eng verbunden und will sich weiter für den Standort engagieren. Unmittelbar nach dem Vertragsabschluss informierten die Familien ihre Belegschaften. Die Veränderung der Gesellschafterstrukturen hat keine negativen Auswirkung auf die Zahl der Beschäftigten.

Die neue gesellschaftsrechtliche Konstellation hat eine lange Vorgeschichte. In den vergangenen Jahren hatten Nadine und Dieter Petram die Firmen bereits organisatorisch enger zusammenrücken lassen und so die Auslastung der insgesamt acht Docks erheblich optimiert. In verschiedenen Schritten bündelten sie die Kräfte im Bereich Schiffsreparatur und Umbau sowie das Servicegeschäft für Reeder und Charterer und erhöhten so die Schlagkraft der Unternehmen an der Weser und in Cuxhaven. Mit dieser Strategie wurde der Werftenstandort Bremerhaven gestärkt und international wettbewerbsfähig gehalten.

„Der Verkauf der Gesellschaftsanteile war die logische Konsequenz und spiegelt unsere gemeinsame Verantwortung für den Standort wider“, unterstreichen beide Familien. Rönner verfügt wie Petram über jahrzehntelange Erfahrung im Schiff- und Stahlbau. Die Rönner-Gruppe hat auch international einen guten Ruf im Neu- und Umbau, im Reparaturbereich sowie im Rohr- und Maschinenbau. Großes Renommee erwarb das Familienunternehmen unter anderem mit dem  Neubau des Spezialtransporters „Kugelbake“ sowie der Bark „Alexander von Humboldt II“.

Der Verkauf der Betriebsgesellschaften betrifft die Bremerhavener Dockgesellschaft Bredo (Bredo Dry Docks), German Dry Docks (GDD) und die German Ship Repair (GSR) mit mehr als 400 Beschäftigten. Größtes Einzelunternehmen in der Gruppe ist die Bredo mit mehr als 250 Beschäftigten. „Im Interesse der Mitarbeiter und der Zukunft aller Unternehmen haben wir uns bewusst entschieden, unsere bisherigen Anteile in eine uns vertraute Hand zu geben und nicht etwa an Kapitalgesellschaften zu veräußern“, teilte die Familie Petram mit. Bei den meisten ihrer Firmen handelt es sich um „echte“ Familienunternehmen, in denen die Beschäftigten bereits in der zweiten und dritten Generation arbeiten.

Beide Familien arbeiten seit Jahren eng zusammen und sind zudem durch eine ähnliche Entstehungsgeschichte verbunden. Unabhängig voneinander hatten Heinrich Rönner und Dieter Petram mit kleinen Stahlbaufirmen als Subunternehmer für die Werften an der Weser begonnen. Schritt für Schritt bauten sie in den folgenden Jahren parallel zueinander schlagkräftige Firmengruppen auf, die sie sicher auch durch die großen Schiffbaukrisen steuerten. Nach dem Zusammenbruch des Bremer Vulkan Verbundes Mitte der 1990er Jahre schufen beide Unternehmer als Partner die Basis für den heutigen Reparatur- und Umbaustandort Bremerhaven, indem sie den Reparaturbetrieb der damaligen Schichau Seebeckwerft im Fischereihafen als Gesellschafter der Bremerhavener Dockgesellschaft übernahmen und absicherten.

Den Grundstein für die jetzt verkaufte Unternehmensgruppe legte Dieter Petram, als er 1994 das Werftgelände Kaiserhafen II übernahm. Künftig will sich Familie Petram auf ihre Geschäftszweige Projektentwicklung, dem Bau von Häusern wie z.B. Port Marina 26, Golfplatz, An der Geeste, Werftquartier sowie die Vermietung und Verpachtung von Gewerbe- und Pieranlagen, Docks und Maschinen konzentrieren.

www.rönner.de

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Prinvest: Personalveränderung in der Unternehmensführung

Rendsburg,  Juli 2019 | Holger Kahl wird seine Position als Geschäftsführer des deutschen Werftenverbunds der Privinvest-Gruppe mit Wirkung zum 31. Juli 2019 beenden. Er wird der Holding jedoch weiterhin beratend zur Seite stehen.

Holger Kahl legt seine Mandate des operativen Geschäfts bei NOBISKRUG, GERMAN NAVAL YARDS KIEL und der LINDENAU Werft nieder, um konkrete Projekte für verschiedene Tochtergesellschaften der Holding zu verfolgen.

Der Rechtsanwalt und Schiffbauingenieur Holger Kahl ist bereits seit 2005 auf der NOBISKRUG Werft, welche bis 2008 noch Teil der tkMS war, tätig. Seit 2011 ist er zudem Co-Geschäftsführer der GERMAN NAVAL YARDS KIEL.

„Nach mehr als 10 Jahren an der Spitze Privinvests deutscher Werftengruppe freue ich mich, mich verstärkt auf andere Geschäftsfelder innerhalb der Privinvest-Gruppe zu konzentrieren sowie eigene Projekte verfolgen zu können", kommentiert Holger Kahl seinen Abschied.

Dieter Rottsieper, COO von Privinvest, fügt ergänzend hinzu: „Unsere Zusammenarbeit mit Holger Kahl entwickelt sich weiter. Wir freuen uns diese erfolgreiche Kooperation in den kommenden Jahren fortzusetzen.“

Herrn Kahls Aufgaben bei der LINDENAU Werft übernehmen künftig Dr. Bertram C. Liebler und Jörg Herwig. Die Geschäfte der GERMAN NAVAL YARDS KIEL werden von Jörg Herwig und Philipp Maracke fortgeführt. NOBISKRUGs Geschäftsführung, bestehend aus Dr. Bertram C. Liebler und Johan Valentijn, wird auch weiterhin das Yachtgeschäft mit vollem Engagement leiten.

www.NOBISKRUG.com

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Lürssen überdacht Dock 10 bei Blohm+Voss

Großinvestition auf Hamburger Werft

Hamburg / Bremen, Juli.2019 | Seit 2016 gehört Blohm+Voss zum norddeutschen Familienunternehmen Lürssen; seitdem hat der neue Eigentümer bereits rund 20 Millionen Euro in die Hamburger Werft investiert. Nun folgt die nächste Großinvestition: die Überdachung des gegenüber der Landungsbrücken liegenden 287 Meter langen und 44 Meter breiten „Dock 10“ auf einer Länge von mindestens 200 Metern.

Die Unternehmensgruppe Lürssen investiert erneut in Blohm+Voss. Der rund 15 Millionen Euro umfassende und etwa sechs Monate andauernde Umbau von Dock 10 startet im Laufe des Jahres 2020. Für die Arbeiten wird das Dock voraussichtlich nach Bremen geschleppt und erhält dort ein riesiges Dach. Grund für die Großinvestition ist ein Neuauftrag der Lürssen-Werft für eine Yacht, deren Bau bei Blohm+Voss in Hamburg begonnen und auf Kundenwunsch auf der Fr. Lürssen Werft in Bremen zu Ende geführt wird.

Peter Lürßen, Geschäftsführender Gesellschafter der Unternehmensgruppe Lürssen, erklärt: „Wir freuen uns, durch die Investition in Dock 10 den Standort Hamburg zu stärken und den ersten Teil des Neubaus, wie geplant, bei Blohm+Voss durchführen zu können. Das neu überdachte Dock versetzt uns in die Lage, das umfangreiche Yacht-Projekt effizient auf mehrere Standorte zu verteilen und bietet unseren Mitarbeitern zudem deutlich verbesserte Arbeitsbedingungen.“

Dr. Klaus Borgschulte, Aufsichtsratsratsvorsitzender von Blohm+Voss ergänzt: „Durch den Umbau erhält Blohm+Voss eines der größten überdachten Schwimmdocks Europas. Das gewährt zum einen neue Möglichkeiten für bestehende und potenzielle Kunden im Bereich der Reparaturen und Refits von Yachten, Marine- und Kreuzfahrtschiffen; zum anderen schafft es eine noch bessere Infrastruktur für potenzielle Marine-Neubau-Aufträge, insbesondere das Projekt MKS 180.“

www.luerssen.de

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Sieben Azubis starten ihre Berufsausbildung bei Ostseestaal

Eigene Fachkräfte entscheidend für die Unternehmensentwicklung

Stralsund, 02.09.2019 – Im Stralsunder Unternehmen Ostseestaal GmbH & Co. KG sind am Montag, dem 2. September 2019, sieben neue Auszubildende begrüßt worden. Die jungen Leute kommen aus der Stralsunder Region sowie aus Greifswald und Grimmen. Sie absolvieren in den nächsten drei Jahren eine Ausbildung zum Fertigungsmechaniker. Damit sind aktuell bei Ostseestaal insgesamt 17 Azubis unter Vertrag. „Seit dem Jahr 2000 bilden wir kontinuierlich aus“, sagt Torsten Koppe, Produktionsleiter im Stralsunder Spezialunternehmen, der die „Neuen“ willkommen hieß. „Damit sichern wir die fachliche Basis, um auch künftig unsere anspruchsvollen Aufgaben bewältigen und das Unternehmen weiterentwickeln zu können.“ Den Fachkräften in spe eröffnen sich im Betrieb zudem sehr gute Perspektiven für die eigene berufliche Karriere. Zahlreiche der gut 150 bei Ostseestaal seit der Unter-nehmensgründung ausgebildeten Fachkräfte sind heute in leitenden Funktionen in Produktion und Forschung des Unternehmens beschäftigt.

In den letzten Jahren hat Ostseestaal das Produkt- und Dienstleistungsportfolio innovativ erweitert und flexibel auf wechselnde Anforderungen des internationalen Marktes reagiert. Dabei wandelte sich das Unternehmen, das der niederländischen Investorengruppe Nimbus gehört, von einem reinen Schiffbauzulieferer hin zum Systemlieferanten. Es gelang, neben dem traditionellen Kerngeschäft, der 3D-Kaltverformung von Blechen für die maritime Industrie, weitere Geschäftsfelder zu erschließen. So werden für die Windenergie sowie Luft- und Raumfahrt komplett ausgerüstete Fertigungssysteme entwickelt und gebaut. In diesem Prozess wachsen auch die Anforderungen an die Beschäftigten. Beispielweise werden zunehmend schlüsselfertige Systeme von Ostseestaal-Mitarbeitern und in Kooperation mit internationalen Partnerfirmen bei den Kunden vor Ort installiert und in Betrieb genommen. Ostseestaal liefert europaweit sowie in die USA, nach Indien und China. Der unternehmerische Erfolg auf dem internationalen Markt strahlt auf die heimische Region aus und macht das Spezialunternehmen zu einem attraktiven Arbeitgeber. In einer eigenen Engineering-Abteilung arbeiten gegenwärtig acht Ingenieure an neuen Produkten und innovativen Fertigungslösungen. Um diesen Bereich auszubauen, sollen weitere Ingenieure eingestellt werden.

www.ostseestaal.com

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75 neue Auszubildende auf der MEYER WERFT begrüßt

Papenburg, 5. August 2019 | Die MEYER WERFT verstärkt ihr Team mit insgesamt 75 neuen Auszubildenden und dualen Studenten. Sie haben am 1. August ihre Ausbildung in 15 unterschiedlichen Berufen bei der MEYER WERFT sowie EMS PreCab, ND Coatings, RE Interior und MAC Hamburg begonnen.

Die MEYER WERFT ist traditionell einer der größten Ausbildungsbetriebe in der Region. 38 der neuen Mitarbeiter kommen aus Ostfriesland, 26 aus dem Emsland aus sowie 11 aus Niedersachsen und den benachbarten Bundesländern. Auch aus dem nordrhein-westfälischen Wuppertal stammt ein neuer dualer Student der MEYER WERFT.

Gerade im Hinblick auf den harten globalen Wettkampf im Schiffbau ist es wichtig, hervorragende Spezialisten auszubilden, um auch in der Zukunft konkurrenzfähig zu bleiben.

„Die MEYER WERFT bietet nicht nur in der Ausbildung spannende berufliche Herausforderungen. Der Bau moderner Kreuzfahrtschiffe ist eine Teamleistung, für die wir gut ausgebildete Spezialisten brauchen. Dafür setzen wir auch auf unsere Auszubildenden“, sagte Tim Meyer, Geschäftsführer der MEYER WERFT, bei der Begrüßung der künftigen Fachkräfte.

Die Qualifikation sowie Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter nimmt auf der MEYER WERFT einen großen Stellenwert ein. Aktuell sind mehr als 220 Auszubildende und duale Studenten auf der MEYER WERFT tätig.

Auch 2020 wird die MEYER WERFT mit der Iona (P&O Cruises), der Spirit of Adventure (Saga Cruises) und der Odyssey of the Seas (Royal Caribbean International) wieder drei Kreuzfahrtschiffe fertigstellen. Zuvor wird im Herbst 2019 die Norwegian Encore abgeliefert.

Die MEYER WERFT hat zurzeit ein langfristiges Auftragsbuch bis Ende 2023. Dafür sucht die MEYER WERFT auch weiterhin Fachkräfte in allen Bereichen.

 

www.meyercareer.com

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Rolls-Royce-Power Systems ordnet seine Marken neu

Bisherige MTU-Gesellschaften tragen künftig Rolls-Royce im Namen // MTU bleibt Marke für Produkte und Lösungen

06. August 2019 | Der Rolls-Royce-Geschäftsbereich Power Systems mit seiner Kernmarke MTU wird künftig stärker als bisher als integraler Bestandteil des britischen Technologiekonzerns Rolls-Royce auftreten. Derzeit entsteht eine neue Markenarchitektur, die ab Herbst mit dem Start des neuen MTU-Internetauftritts sichtbar umgesetzt wird. Die neue, klare Markenstruktur unterstützt die Strategie PS 2030 des Geschäftsbereichs Power Systems und den globalen Wachstumskurs. Rolls-Royce wird die Unternehmensmarke und die Arbeitgebermarke sein. Folglich werden die Unternehmen des Geschäftsbereichs, die MTU im Namen tragen, eine neue Bezeichnung erhalten. MTU, als die bei den Kunden bekannte Marke, bezeichnet weiterhin die Produkte und Lösungen. Die bisherige Marke MTU Onsite Energy für die dezentrale Energieversorgung wird in MTU integriert.

Ein erster sichtbarer Schritt wird die Umbenennung von vier operativen Gesellschaften sein, die als produzierende Werke Produkte und Lösungen (Englisch: Solutions) herstellen: Aus der MTU Friedrichshafen GmbH wird im Herbst 2019 die Rolls-Royce Solutions GmbH. Ihrem Beispiel folgt MTU America Inc., das künftig Rolls-Royce Solutions America Inc. heißen wird. Aus der heutigen MTU Onsite Energy GmbH in Augsburg wird die Rolls-Royce Solutions Augsburg GmbH und aus der MTU Onsite Energy Systems GmbH in Ruhstorf die Rolls-Royce Solutions Ruhstorf GmbH. Die weiteren Tochtergesellschaften werden Zug um Zug neue Bezeichnungen nach diesem Vorbild erhalten. Auch die Produkte von Bergen Engines werden Teil der neuen Markenarchitektur.

„Die neue Markenarchitektur schafft klare Verhältnisse und eine bessere Sichtbarkeit unseres Unternehmens und seiner Produkte“, sagt Andreas Schell, Vorstandsvorsitzender von Rolls-Royce Power Systems. „Unser neuer Auftritt ist ein klares Bekenntnis zum Rolls-Royce-Konzern, dessen zweitgrößter Geschäftsbereich wir sind. Gleichzeitig bekennt sich Rolls-Royce zu unserer Marke MTU, was uns stolz macht“, so Schell weiter.

Sichtbar wird der neue Markenauftritt mit dem Start des neuen Internetauftritts der Marke MTU im Herbst dieses Jahres. Zudem erhalten die Mitarbeiter E-Mail-Adressen mit der Domainendung @rolls-royce.com sowie neue Arbeitskleidung, die die Zugehörigkeit der Marke MTU zu Rolls-Royce verdeutlicht.

www.rrpowersystems.com

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Rolls-Royce-Power Systems steigert Umsatz und Gewinn

Sechs Prozent höherer bereinigter Umsatz // Energieerzeugung für Datencenter bleibt Wachstumsgeschäft // Neuer Markenauftritt zeigt Power Systems als integralen Teil von Rolls-Royce

06. August 2019 | Der Rolls-Royce-Geschäftsbereich Power Systems hat in der ersten Hälfte des Jahres 2019 Umsatz und Gewinn gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum trotz unsicherer Lage der Weltwirtschaft deutlich gesteigert. Der bereinigte Umsatz stieg um 6 Prozent auf 1,553 Mrd. £ (umgerechnet 1,778 Mrd. Euro). Der bereinigte Betriebsgewinn wuchs um 20 Prozent auf 96 Mio. £ (109 Mio. Euro). Wirtschaftlich und strategisch bedeutende Projekte und Aufträge kennzeichneten die erste Hälfte des Jahres 2019, die auch von der weiteren Umsetzung der Zukunftsstrategie PS 2030 geprägt war. Ab Herbst wird der Geschäftsbereich Power Systems mit seinem Markenauftritt die Zugehörigkeit zum britischen Rolls-Royce-Konzern deutlicher als bisher hervorheben.

Plus in schwierigem Markt
„Wir haben uns ordentlich geschlagen, obwohl wir uns in einer herausfordernden Gemengelage befinden“, sagt Vorstandsvorsitzender Andreas Schell. Das klassische Geschäft mit Motoren und Systemen ist durch eine gute Auftragslage und weiterhin guten Auftragseingang gekennzeichnet, wobei auch neue Märkte erschlossen werden. So ist Power Systems mit XCMG, einem chinesischen Hersteller von Bergbaufahrzeugen und -ausrüstung, eine vertiefte Partnerschaft eingegangen, was die Position im chinesischen Markt weiter verbessern wird.

Das Geschäftsfeld Energieerzeugung trug zum Neugeschäft im ersten Halbjahr 2019 besonders stark bei. Vor allem die Notstromversorgung für missionskritische Anlagen wie beispielsweise Datencenter, wird weiterhin stark nachgefragt. Das glich den erwarteten Umsatzrückgang bei Antrieben für die Bau- und Landwirtschaft mehr als aus. Dieses Geschäftsfeld hatte im Vergleichszeitraum des Vorjahres hohe Umsätze verzeichnet, da Kunden vor Inkrafttreten neuer Emissionsregeln mehr Motoren als üblich auf Vorrat geordert hatten. „Diese Mischung aus unterschiedlichen Märkten gibt uns Stabilität“, analysiert Finanzvorstand Wolfgang Widlewski. „Mit dem um 15 Prozent gestiegenen Auftragsbestand von 3,335 Mrd. £ (3,818 Mrd. €) haben wir ein ordentliches Polster, um zu einem guten Gesamtjahresergebnis zu kommen“, so Widlewski weiter.

Serviceanteil wird größer
Noch stärker als das klassische Geschäft mit Motoren wuchs der Serviceumsatz (plus 7 Prozent). Dazu trugen vor allem der um 27 Prozent gesteigerte Abschluss von Langzeitwartungsverträgen sowie die verstärkte Nachfrage von Ersatzteilen bei. „Unsere Kunden kaufen also nicht mehr nur einen Motor oder ein Antriebssystem, sondern mehr und mehr ein Gesamtpaket inklusive Wartung, das Zuverlässigkeit und Ausfallsicherheit bei kalkulierbaren Kosten bietet“, sagt Vorstandsvorsitzender Andreas Schell. Für die Verbesserung der Servicedienstleistungen treibt Power Systems die Digitalisierung voran. Mittlerweile sind über 3.000 Datenlogger an MTU-Motoren verbaut, die Daten zur digitalen Auswertung erfassen, um beispielsweise durch frühzeitige Wartung Schäden zu vermeiden.

Klassisches Geschäft stützt Transformation
„Unser klassisches Geschäft mit vor allem dieselbasierten Antrieben ist nicht nur unsere derzeitige Ertragsquelle Nummer Eins: Es ist die finanzielle Basis für unsere Transformation vom Motorenhersteller zum Anbieter integrierter Lösungen und damit für unseren Zukunftskurs mit unserer Strategie PS 2030“, betont Andreas Schell. Investitionen in die Elektrifizierungs- und Hybrid-Strategie sowie in neue Motoren sorgten deshalb für um 8 Mio. £ (9 Mio. €) höhere Ausgaben für Forschung und Entwicklung, was einer Steigerung von 10 Prozent entspricht.

Mit neuen Produkten für integrierte Lösungen feiert der Rolls-Royce-Geschäftsbereich erste Erfolge: „Bestellungen von 13 MTU-Hybridantrieben für Bahn-Triebwagen aus dem Vereinigten Königreich und Irland zeigen, dass es wichtig und richtig ist, in Zukunftstechnologien zu investieren und dabei einen langen Atem zu haben“, so Schell. Für das baden-württembergische Verkehrsministerium arbeitet Rolls-Royce Power Systems derzeit an einer Machbarkeitsstudie zum Einsatz des MTU-Bahn-Hybridantriebs in Deutschlands Südwesten.

Eigenes Microgrid ab Herbst
„Einen weiteren großen Schritt zum Lösungsanbieter haben wir mit der Inbetriebnahme des ersten Microgrids beim Automobilzulieferer Winkelmann in Ahlen gemacht“, erklärt Schell. Die Kombination aus MTU-Blockheizkraftwerken zur Produktion von Strom und Wärme, Batteriecontainer und demnächst auch einer Solaranlage ist das erste Microgrid, an dem Power Systems über die Komponentenlieferung hinaus beteiligt ist. Das erste eigene Microgrid entsteht derzeit auf dem Werksgelände in Friedrichshafen und wird im Herbst eingeweiht. Im dazugehörigen Validierungs-Center werden den Kunden individuelle Kombinationen von unterschiedlichen Energiequellen und deren gemeinsame Steuerung demonstriert. Ein zweites unternehmenseigenes Microgrid wird derzeit im MTU-Werk in Aiken (USA) gebaut.

„Unsere Microgrid- Entwicklungen sind auf dem Weltmarkt auf großes Interesse gestoßen“, freut sich Schell. Allein für den im Frühjahr vorgestellten MTU-Batteriecontainer arbeitet das Unternehmen an mehreren Dutzend Angeboten für potenzielle Kunden. Darüber hinaus wird Rolls-Royce in Zusammenarbeit mit seinem Partner Qinous unter der Marke MTU künftig Batteriecontainer mit Kapazitäten von 30 bis 2500 kVA anbieten und damit neue Märkte erschließen.

Neben Elektrifizierung und Digitalisierung arbeitet Power Systems auch am Einsatz alternativer Kraftstoffe, beispielsweise Gase und flüssige Kraftstoffe, die mit Hilfe erneuerbarer Energiequellen hergestellt sind und somit CO2-neutral eingesetzt werden können.

Der Diesel bleibt unverzichtbar
„Wir verabschieden uns nicht vom Diesel, sondern sind überzeugt, dass er auch in Zukunft ein wesentlicher Bestandteil unseres Produktprogramms sein wird – mittelfristig allerdings nicht mehr mit so hohem Anteil wie heute. Weil es zu ihm oft keine Alternative gibt, entwickeln wir ihn immer weiter und haben gerade erst die fünfte Generation unserer MTU-Baureihe 4000 vorgestellt“, erklärt Schell. Hybridantriebe, Gasmotoren, alternative Kraftstoffe, eventuell auch Brennstoffzellen, werden teilweise an dessen Stelle treten. „Wir wollen unseren Kunden jedenfalls die passende Lösung bieten – oft mit, immer öfter ohne Diesel. Deshalb wandeln wir uns, werden neue Lösungen und Produkte bieten, die wir heute noch nicht haben. Das sichert unsere Zukunft“, so Schell.

Mit Selbsthilfe zu neuen Fachkräften
Weil die dazu notwendigen Fachkräfte aber schwer zu bekommen sind, bildet das Unternehmen etwa 100 Motoreningenieure zu Elektrotechnikfachleuten weiter und bündelt so Knowhow für neue Produkte im eigenen Haus. Auch die Ausbildungsabteilung, die in diesem Jahr ihr 100jähriges Bestehen feiert, ist auf Zukunftskurs. Die neue Ausbildungswerkstatt, die im November eröffnet wird, verfügt nun über einen industriellen 3D-Drucker, damit der Berufsnachwuchs von Anfang an mit neuen Fertigungstechniken vertraut ist. Rund eine Million Euro investiert das Unternehmen in die Zukunft seiner traditionsreichen Ausbildung.

Neuer Markenauftritt: MTU als Teil von Rolls-Royce
„In den fünf Jahren, in denen wir zu 100 Prozent zu Rolls-Royce gehören, haben wir uns eine starke Position im Konzern erarbeitet“, betont Andreas Schell. „Wir sind nicht nur der zweitgrößte Geschäftsbereich, sondern gelten auch mit unserer Transformation, mit unserer agilen Unternehmenskultur und mit dem Tempo, in dem wir die Veränderungen hervorbringen, als Vorbild. Ab Herbst präsentiert sich der Geschäftsbereich mit einem überarbeiteten Markenauftritt – einer ausgewogenen Kombination der Marken Rolls-Royce und MTU. Rolls-Royce steht dabei als Unternehmens- und Arbeitgebermarke im Mittelpunkt, MTU wird klar als Marke der Produkte und integrierten Lösungen positioniert. „Alle unsere Tochterunternehmen werden künftig Rolls-Royce im Namen tragen. Folgerichtig werden wir im Herbst die größte Tochtergesellschaft, MTU Friedrichshafen GmbH, in Rolls-Royce Solutions GmbH umbenennen. Unsere Produkte und Lösungen werden weiterhin MTU heißen und das MTU-Logo in Verbindung mit dem Zusatz „A Rolls-Royce solution“ tragen. Denn MTU ist die Marke, die unsere Kunden mit uns verbinden“, erläutert Schell den Schritt. Die Marke MTU Onsite Energy für Energielösungen wird in MTU integriert. Neue Beschriftungen an den Gebäuden, neue Arbeitskleidung und ab Herbst ein neuer Internetauftritt sind die ersten sichtbaren Zeichen des neuen Markenauftritts.

www.rrpowersystems.com

 

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MV WERFTEN eröffnet Park Inn by Radisson Hotel in Wismar

Der Neubau am Alten Holzhafen in Wismar wurde am 19. August offiziell eröffnet. Das Park Inn by Radisson wird von der Radisson Hospitality AB im Rahmen eines Franchisevertrages betrieben. Es verfügt über 98 Zimmer, ein Restaurant und eine Bar. Das Besondere: die Zimmer wurden als Schiffskabinen von MV WERFTEN Fertigmodule in Wismar gefertigt.

Wismar, den 19. August 2019 | Das Hotel von MV WERFTEN am Alten Holzhafen in Wismar eröffnete heute offiziell. Tan Sri Lim Kok Thay, Vorstandsvorsitzender und CEO von Genting Hong Kong, Geschäftsführer Oliver Behrendt und Wismars Bürgermeister Thomas Beyer schnitten vor rund 150 geladenen Gästen symbolisch das blaue Band vor dem Hoteleingang durch. „Dieses Neubauprojekt ist ein ganz besonderes für uns“, sagte Tan Sri Lim während der Veranstaltung. „Als Hotel mit Zimmern, die Schiffskabinen sind, vereint es zwei unserer bedeutendsten Geschäftsfelder: Tourismus und Kreuzfahrten. Es ist zudem Teil unseres nachhaltigen Engagements und umfassenden Investments in Mecklenburg-Vorpommern.“

Das Hotel firmiert als Park Inn by Radisson Wismar, eine Hotelmarke der gehobenen Mittelklasse, und wird im Rahmen eines Franchisevertrages betrieben. Es verfügt über 98 Zimmer und Suiten zwischen 19 und 35 Quadratmetern. Die Gäste erwartet zudem ein Restaurant mit einem gesunden und regionalen Küchenkonzept, zwei Konferenzräume, eine Bar sowie eine Lounge mit Blick auf den Wismarer Hafen. Besonderer Clou des Hotels: Die Zimmer wurden in der werfteigenen Kabinenfertigung, der Schwesterfirma MV WERTEN Fertigmodule GmbH, in Wismar hergestellt – als Schiffskabinen, wie sie derzeit auch für die Kreuzfahrtschiffe der Global Class produziert werden.

„Wir freuen uns sehr über die Eröffnung unseres Hotels“, berichtete Oliver Behrendt, Geschäftsführer der MV WERFTEN Alter Holzhafen Beherbergungsstätte GmbH. „Dank der unmittelbaren Nähe zur Werft und der historischen Altstadt ist es nicht nur für Partner, Berater und Gäste der Werft, sondern auch für Geschäftsreisende, Individualtouristen und Familien die ideale Unterkunft. Und nur bei uns kann man an Land im Ambiente eines Kreuzfahrtschiffes übernachten.“

Yilmaz Yildirimlar, Area Senior Vice President Radisson Hotel Group, sagte: „Wir sind begeistert von der gemeinsamen Projektumsetzung mit MV WERFTEN. Das neue Park Inn by Radisson in Wismar komplettiert unsere Präsenz an der Ostsee, die sich von Lübeck über Rostock und Swinemünde bis nach Danzig erstreckt.“

www.mv-werften.com

 

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VSM organisiert Besuch der Hegemann-Werft und der SVA Potsdam

Am 27. August besuchten Mitarbeiter der Sprecher der Parlamentariergruppe Binnenschifffahrt im Bundestag und ein Vertreter des für die Vorschriften des Binnenschiffsbaus zuständigen Referats des Bundesverkehrsministeriums die Hegemann-Werft in Berlin-Spandau und die Schiffbauversuchsanstalt Potsdam. An dem Gespräch auf der Werft nahm auch der Geschäftsführer von Berlins größter Reederei teil, Stern und Kreis.

Die Vertreter der Binnenschiffsfachgruppe aus dem Bundestag wollten sich ein Bild von der Arbeit und den Herausforderungen einer Binnenschiffswerft machen und der Geschäftsführer Herr Felkel konnte mit Stolz die nahezu abgeschlossenen Sanierungsarbeiten an der Werft präsentieren, die 2011 begonnen haben. Mit über 160 aus dem Wasser gehobenen und gezogenen Schiffseinheiten pro Jahr ist die Werft ausgelastet und schafft darüber hinaus auch noch ein bis zwei Neubauten pro Jahr. Der Geschäftsführer von Stern und Kreis, Herr Behrens, erklärte, dass seine Flotte ein umfangreiches Flottenerneuerungsprogramm starten würde.

In den Diskussionen wurde betont, dass der Weg in alternative Antriebe verstärkt werden müsse und auch die öffentliche Hand hierzu noch mehr Anstrengungen aufbieten müsse.

Anschließend begab sich die Gruppe nach Potsdam zur SVA, wo Dr. Masilge uns die Geschichte der SVA nahe brachte und zeigte, wie die Modelle für die Schleppversuche entstehen. Wir konnten ausnahmsweise sogar einem Schleppversuch beiwohnen, da die asiatischen Auftraggeber keine Bedenken hatten. Dr. Masilge betonte, dass die Schiffbauversuchsanstalten, so wie viele andere kleinere wissenschaftliche Einrichtungen die sich in der Zuse-Gemeinschaft zusammengeschlossen haben, gegenüber der öffentlichen Förderung z.B. der Fraunhofer-Einrichtungen stark benachteiligt würden.

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Finanzierungspaket zur Umsetzung des MV-WERFTEN-Bauprogrammes steht

Wismar, 16. August 2019 | Nach den Zusagen von Bund und Land hat ein internationales Konsortium unter der Führung der KfW IPEX-Bank ein Finanzierungspaket für zwei Kreuzfahrtschiffe der Global Class in Höhe von 2,6 Milliarden Euro strukturiert. Damit werden die nachhaltige Entwicklung der MV-WERFTEN-Gruppe in Mecklenburg-Vorpommern und der Standort Deutschland als Schiffbaunation gestärkt. 

In den letzten drei Jahren hat MV WERFTEN die Zahl seiner Beschäftigten auf knapp 3.000 mehr als verdoppelt, über 1.600 zusätzliche Industriearbeitsplätze geschaffen und über 300 Auszubildende neu eingestellt. Die weitere Entwicklung sowie die nationale Wertschöpfung sind mit der Finanzierung langfristig gesichert.

Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe sagte: „Die Genting-Gruppe setzt den eingeschlagenen Weg konsequent um und erweist sich als verlässlicher Partner. Versprochenes wird aktiv in die Tat umgesetzt. Mit den Global-Schiffen und weiteren Schiffsneubauprojekten der Genting-Gruppe wird die Arbeit bei MV WERFTEN weit in das nächste Jahrzehnt abgesichert. Neue Arbeitsplätze können entstehen und bestehende Jobs vor Ort gesichert werden. Die Wertschöpfung an den Standorten wird weiter erhöht. MV WERFTEN ist einer der bedeutendsten Arbeitgeber in der Region.“ Land und Bund unterstützen die Bauzeitfinanzierung der ersten zwei Global-Class-Schiffe mit Bürgschaften in Höhe von 750 Millionen Euro.

Um die Werftengruppe langfristig zu einem der modernsten und effizientesten Kreuzfahrtschiffbauer der Welt zu machen, hat Genting Hong Kong über 300 Millionen Euro investiert. Das umfassende Modernisierungs- und Sanierungsprogramm an allen drei Standorten wurde größtenteils bereits umgesetzt. Inklusive des Kaufpreises sowie der Anlaufverluste während der dreijährigen Planungs- und Entwicklungsphase hat Genting insgesamt 840 Millionen Euro in MV WERFTEN investiert.

„Aufgrund fehlender Bauplätze für Kreuzfahrtschiffe in den nächsten zehn Jahren haben wir uns bewusst dafür entschieden, in MV WERFTEN zu investieren, um rechtzeitig Schiffe für unsere drei Kreuzfahrtreedereien zu bekommen“, sagte Tan Sri Lim, Vorstandsvorsitzender und Chief Executive Officer von Genting Hong Kong. „Wir waren beeindruckt von der Qualität der Arbeit der Werften und ihrem Netzwerk von Tausenden erfahrener Lieferanten, Subunternehmern und Arbeitern."

Die KfW IPEX-Bank arbeitet seit rund 20 Jahren mit der Genting-Gruppe zusammen. Seit dem Kauf von MV WERFTEN vor drei Jahren hat die KfW IPEX-Bank in enger Kooperation mit Genting die Gesamt-finanzierung für die ersten beiden Kreuzfahrtschiffe der Global Class entwickelt. „Die Kompetenz der KfW IPEX-Bank hat sich auch bei dieser Transaktion als äußerst wertvoll erwiesen. Die Finanzierung bedeutet einen zusätzlichen Impuls für MV WERFTEN und für die Fertigstellung der Schiffe“, so Chairman Tan Sri Lim Kok Thay weiter.

Der Bau des ersten Global-Class-Schiffes ist bereits weit fortgeschritten. „Wir danken dem Bund, dem Land und nicht zuletzt der KfW IPEX-Bank für das Vertrauen und die Unterstützung. Wir arbeiten hochmotiviert an der Umsetzung der Projekte", berichtete Peter Fetten, Geschäftsführer von MV WERFTEN.

Über das Finanzierungspaket

Das Finanzierungspaket umfasst rund 2,6 Milliarden Euro bei einem Gesamtinvestitionsvolumen von knapp 3,1 Milliarden Euro. Die Finanzierung soll sowohl mit Exportkreditgarantien des Bundes und der finnischen Finnvera als auch mit einer Bürgschaft des Landes Mecklenburg-Vorpommern versehen werden. Darüber hinaus nutzt sie den von der OECD festgesetzten Schiffs-CIRR (Commercial Interest Reference Rate). Neben der KfW IPEX-Bank umfasst das Bankenkonsortium BNP Paribas, Citibank, Crédit Agricole, Credit Suisse und DNB. Im Anschluss wird ein erheblicher Teil der Kreditsumme an mehr als zehn weitere deutsche und internationale Banken syndiziert.

www.mv-werften.com

 

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Zwillingsschiffe erreichen Meilenstein im Dual-Fuel-Betrieb mit Methanol

Zwillingstanker absolvieren mit sauberem Methanol 10.000 Betriebsstunden und die ME-LGI-Flotte erreicht 50.000 kumulierte Betriebsstunden

Kopenhagen, 30.07.2019 | Das schwedische Schiffsmanagementunternehmen Marinvest hat bekannt gegeben, dass die beiden Tanker „Mari Jone“ und „Mari Boyle“, zwei der ersten Schiffe, die mit ME-LGI-Dual-Fuel-Motoren (Liquid Gas Injection Methanol) und mit Methanol betrieben werden, jeweils 10.000 Betriebsstunden mit dem alternativen Kraftstoff erreicht haben. Darüber hinaus berichtet das Unternehmen, dass seine mit ME-LGI-Motoren ausgerüstete Flotte insgesamt 50.000 Betriebsstunden im Methanolbetrieb absolviert hat.

Die beiden Methanoltanker werden mit einem Zeitchartervertrag für die Reederei Waterfront Shipping betrieben. Sie operieren weltweit und sorgen für einen lückenlosen Methanoltransport von den Lagerterminals zu den Kundenanlagen.

Bjarne Foldager, Senior Vice President und Leiter des Zweitaktbereichs bei MAN Energy Solutions, erklärte: „Das erfolgreiche Erreichen dieses wichtigen Meilensteins zeigt die Leistungsfähigkeit des ME-LGI-Konzepts und macht darüber hinaus die Vorteile unseres Dual-Fuel-Portfolios deutlich. Seit ihrer Markteinführung wurden weit über 250 langsam laufende Dual-Fuel-Motoren aus dem Portfolio von MAN Energy Solutions verkauft, die alle mit sauberen Kraftstoffen wie Methanol, Flüssiggas oder LNG betrieben werden können. Mit diesem Erfolg können wir unsere führende Position in einem kritischen Marktsegment unter Beweis stellen.“

René Sejer Laursen, Sales and Promotion Manager bei MAN Energy Solutions, ergänzte: „Bei der Einführung von Methanol als Brennstoff für Zweitakt-Schiffsmotoren mussten wir die üblichen Anlaufschwierigkeiten überwinden. Dazu gehörten auch Probleme mit der Laufbuchsenschmierung aufgrund des potenziell korrosiven Verhaltens von Methanol. Mit den in insgesamt 50.000 Betriebsstunden gesammelten Erfahrungen in der Motorenwartung konnten diese Probleme gelöst werden. Die ME-LGI-Motoren laufen nun reibungslos und verursachen keinen ungewöhnlichen Wartungsaufwand. Wir können mit ihnen sogar eine Verbesserung der Kraftstoffeffizienz erzielen.“

Die MAN B&W ME-LGIM-Motoren
MAN Energy Solutions entwickelte den ME-LGIM-Dual-Fuel-Motor für den Betrieb mit Methanol, Schweröl (HFO), Marinedieselöl (MDO) oder Marinegasöl (MGO). Der Motor basiert auf der bewährten ME-Baureihe des Unternehmens, von der rund 5.000 Motoren in Betrieb sind. Er arbeitet nach dem Dieselprinzip, da es sich bei Methanol um einen flüssigen Kraftstoff mit niedrigem Flammpunkt handelt. Beim Betrieb mit Methanol verwendet der ME-LGI-Motor HFO, MDO oder MGO als Pilotkraftstoff. Er reduziert deutlich die Emissionen von CO2, NOx und SOx undeliminiert Methanolschlupf. Der Wechsel zwischen Methanol und anderen Kraftstoffen erfolgt unterbrechungsfrei im laufenden Betrieb. Messungen, die an Motoren im Methanolbetrieb durchgeführt wurden, haben den gleichen oder einen etwas besseren Wirkungsgrad als bei herkömmlichen HFO-Verbrennungsmotoren ergeben.

MAN entwickelte den ME-LGI-Motor als Reaktion auf das wachsende Interesse der Schifffahrtbranche an Alternativen zum Schweröl. Methanoltanker sind seit vielen Jahren auf See im Einsatz. Da bereits ein einsatzbereiter, bequemer und wirtschaftlicher Kraftstoff an Bord ist, lohnt es sich, einen Bruchteil der Ladung für den Antrieb des Schiffes zu nutzen. Ein weiterer wichtiger Faktor ist der Nutzen für die Umwelt.

Hintergrund
Im Jahr 2013 begannen die Verkaufsverhandlungen mit Marinvest im Namen von Skagerack Invest und Waterfront Shipping, dem globalen Seetransportunternehmen und hundertprozentige Tochtergesellschaft der Methanex Corporation, über zwei 50.000-dwt-Tanker für den Öl- und Chemikalientransport. Beide Schiffe sollten mit Dual-Fuel-Methanolmotoren ausgerüstet werden. Die „Mari Jone“ und die „Mari Boyle“ wurden daraufhin im Jahr 2016 geliefert.

Die beiden mittelgroßen, methanolverbrennenden Dual-Fuel-Schiffe gehören zu den weltweit ersten Seeschiffen, die mit Methanol betrieben wurden. Mit der wachsenden Nachfrage nach sauberem Schiffskraftstoff zur Erfüllung von Umweltauflagen wurde Methanol zu einem wichtigen alternativen Brennstoff, da mit ihm die immer strenger werdenden Emissionsvorschriften der Branche eingehalten werden können. Methanol ist ein kostengünstiger, biologisch abbaubarer, sauber verbrennender Schiffskraftstoff, der smogverursachende Emissionen wie Partikel, Schwefeloxide und Stickoxide deutlich reduziert und auch für geringere Treibhausgasemissionen sorgt. Methanol ist eine der meisthergestellten organischen Chemikalien und weltweit verfügbar.

www.man-es.com

Inhaltsverzeichnis / Forschung & Entwicklung
Projektstart Bau des weltweit ersten emissionsfreien Schubbootes

Die BEHALA – Berliner Hafen‐ und Lagerhausgesellschaft mbH gibt den Bau des weltweit ersten emissionsfreien Schubbootes mit dem Namen ELEKTRA bekannt

Die Energiebereitstellung auf dem Kanalschubboot wird erstmalig alleine mittels gasförmigen Wasserstoff, Brennstoffzellen und Akkumulatoren erfolgen. Der Baubeginn ist für Oktober 2019 angesetzt und die Fertigstellung durch die Werft soll im 4. Quartal 2020 erfolgen. Die ELEKTRA soll vorrangig im Gütertransport auf der Relation Berlin – Hamburg und im innerstädtischen Verkehr in Berlin eingesetzt werden.

Unter der Projektleitung des Fachgebietes Entwurf und Betrieb Maritimer Systeme (Prof. Gerd Holbach) der TU Berlin sind die Unternehmen BEHALA (Hafen und Logistikdienstleister), Schiffswerft Herrmann Barthel, BALLARD Power Systems (Brennstoffzellen), Anleg (Wasserstofftanks), Schiffselektronik Rostock, EST‐Floattech (Akkumulatoren) und Imperial logistics (Reederei) an der Entwicklung und am Bau der ELEKTRA als Partner beteiligt.

Mit dem Projekt beteiligen sich die genannten Partner unmittelbar an den klimapolitischen Zielen der Bundesrepublik Deutschland in der Binnenschifffahrt.

Die ELEKTRA wird eine Vorbildfunktion als emissionsfreies Schiff hinsichtlich ökologischer Anforderungen insbesondere innerhalb sensibler Regionen (z.B. Ballungszentren wie Berlin/Brandenburg, Hamburg, Rhein‐Ruhr‐Region) einnehmen.

Parallel zum Bau und der Erprobung der ELEKTRA werden begleitende infrastrukturelle Maßnahmen im Bereich der Strom‐ und Wasserstoffversorgung im Fahrgebiet der ELEKTRA für die Binnenschifffahrt durchgeführt.

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gefördert und vom Projektträger Jülich (PTJ) und der Nationalen Organisation für Wasserstoff‐ und Brennstoffzellentechnologie (NOW) betreut.

Ansprechpartner:

Prof. Dr.‐Ing Gerd Holbach

gerd.holbach@tu‐berlin.de

Dipl.‐Ing. Klaus‐G. Lichtfuß

k.lichtfuss@behala.de

 

Inhaltsverzeichnis / SMM
Weltleitmesse: SMM 2020 veröffentlicht Leitmotiv und Maritime Industry Report

„Driving the maritime transition“ – in Zeiten globaler Klimadebatten und Digitaler Transformation wird die SMM 2020 erneut zum Hotspot für Entscheider in der maritimen Wirtschaft. Welche Themen die Branche aktuell besonders umtreiben, zeigt die neue Ausgabe des SMM Maritime Industry Report: Alternative Antriebe und attraktive Nischenmärkte stehen bei Schifffahrt, Schiffbau und Zulieferern stark im Fokus.

Hamburg, 3. September 2019 - Das Jahr 2020 markiert einen entscheidenden Wendepunkt in der internationalen Schifffahrt: Von Jahresbeginn an gilt weltweit ein niedrigerer Grenzwert für den Schwefelanteil im Schiffsbrennstoff: Statt bisher 3,5 Prozent werden nur noch 0,5 Prozent erlaubt sein. Jahrzehntelang war Schweröl für Reeder die erste Wahl – mit Inkrafttreten des „Sulphur Caps“ darf es nur noch verwendet werden, wenn auf dem Schiff aufwendige Abgasreinigungssysteme (Scrubber) installiert sind. Ein weiterer Meilenstein der International Maritime Organization (IMO) ist die Halbierung der CO2-Emissionen bis 2050. Mit ihrem Leitmotiv „SMM 2020 – Driving the maritime transition“ spannt die Weltleitmesse den Bogen weiter: Gezeigt werden sämtliche Trends und Innovationen der Branche im Kontext von Digitalisierung und Umweltschutz.

Maritime Industry Report bestätigt technologisches Wettrennen

LNG-Antrieb, Batterietechnik, Brennstoffzelle, synthetische Kraftstoffe, Power-to-X-Technologie: Zahlreiche vielversprechende Lösungen sind bereits auf dem Markt oder in einem fortgeschrittenen Entwicklungsstadium. „Der Wettbewerb um die besten Konzepte hat gerade erst begonnen“, sagt Dr. Uwe Lauber, Chef von MAN Energy Solutions und Vorstandsvorsitzender VDMA Motoren und Systeme.

Welche Technik liegt in der Gunst der Reeder vorn? Auf welche Brennstoffe bauen sie? Wie steht es um die Investitionsbereitschaft? Um das herauszufinden, hat die Hamburg Messe und Congress GmbH (HMC) zum zweiten Mal Verantwortliche in Reedereien, Schiffbauunternehmen und Zuliefererbetrieben aus aller Welt nach ihren Einschätzungen zur wirtschaftlichen und technologischen Entwicklung gefragt. Am SMM Maritime Industry Report (MIR) nahmen insgesamt mehr als 1.400 Akteure teil – der Großteil bekleidet führende Positionen in den Unternehmen. Damit ist der SMM MIR 2019 eine der umfassendsten maritimen Branchenbefragungen weltweit.

Retrofit statt Neubau

Eines der Ergebnisse: Beim Brennstoff favorisieren die Reeder LNG (45 Prozent). Eine Vorreiterrolle nehmen hier die Kreuzfahrtreedereien ein, die sich damit ihrer Verantwortung für die Umwelt stellen. Laut Kreuzfahrtverband CLIA stehen derzeit 26 Schiffe mit LNG-Antrieb in den Auftragsbüchern.

Auch Hybridlösungen kommen für immer mehr Reeder infrage – insbesondere Batterietechnik in Kombination mit Marinediesel (48 Prozent) und LNG (39 Prozent). Beides sind geeignete Optionen, um den immer strengeren Umweltauflagen gerecht zu werden. Insgesamt gaben über zwei Drittel der Reeder an, ihre bestehende Flotte entsprechend umrüsten zu müssen. Lediglich 29 Prozent haben vor, die Schiffe durch Neubauten zu ersetzen. Generell ist die Baubereitschaft der Reeder eher gering: So plant weniger als ein Drittel bis zum Ende des nächsten Jahres neue Schiffe zu ordern. Auf der Einkaufsliste ganz oben stehen LNG-Tanker (15 Prozent).

Boom-Branchen sorgen für Auftragsplus

Scrubber, Ballastwassermanagement, Antriebstechnik: Laut SMM MIR sind die Werften in der Handelsschifffahrt vor allem mit umfangreichen Schiffsüberholungen, Reparaturen, Nachrüstungen oder Umbauten erfolgreich. Bis Ende 2020 rechnen 53 Prozent der Werft-Betreiber bei Tankern mit einem höheren Instandsetzungsbedarf, bei Containerschiffen sind es 48 Prozent. Der Markt für Neubauten wächst hingegen an anderer Stelle: So glauben 64 Prozent der Schiffbauer bei RoPax-Fähren und Expeditionscruisern an ein Auftragsplus, bei Marineschiffen erwarten 59 Prozent mehr Aufträge. Von den vollen Orderbüchern profitierten auch die Zulieferer. Sie blicken von allen Teilnehmergruppen am positivsten in die Zukunft: Über ein Drittel der Lieferanten sieht sehr gute Absatzmöglichkeiten. 74 Prozent geben an, ihre Innovationen zumindest gelegentlich verkaufen zu können. Das beeinflusst auch den Maritime Industry Score: Die gegenüber 2017 verbesserte Stimmung der Branche (56,8 zu 54,6 Zähler) fußt vor allem auf den guten Geschäftserwartungen der Zulieferer.

Innovationsplattform SMM

In Zeiten von globalem Umweltschutz und digitaler Transformation ist die maritime Industrie besonders gefordert, der Strukturwandel gewaltig. Die Weltleitmesse SMM zeigt vom 8. bis 11. September 2020 was technologisch alles möglich ist, um langfristig erfolgreich und ressourcenschonend zu wirtschaften. Ob Hardware oder Software: Mehr als 2.200 Aussteller aus allen Bereichen der maritimen Wirtschaft werden dem Fachpublikum ihre zukunftsweisenden Technologien und Dienstleistungen präsentieren. Über 90.000 Quadratmeter Fläche stehen Weltmarktführern, Start-ups und Hidden Champions dafür zur Verfügung. Das Thema Green Shipping spiele dabei bereits seit Jahren eine besonders große Rolle, sagt Claus Ulrich Selbach, Geschäftsbereichsleiter Maritime und Technologiemessen bei der HMC: „Ob gmec, grüne Themenroute oder die Sonder-Halle A5 zum Thema nachhaltige Antriebstechnologien – als Weltleitmesse der maritimen Wirtschaft liefern wir der Branche alle zwei Jahre die wichtigsten Impulse und präsentieren sämtliche State-of-the Art-Lösungen für eine grünere Schifffahrt.“

Eigene Messe zum Megathema Kreuzfahrt

Ihr Gespür für aktuelle Trends beweist die Hamburg Messe auch beim neuen SMM-Ableger MARINE INTERIORS Cruise & Ferry Global Expo. Die auf die Inneneinrichtung von Kreuzfahrtschiffen spezialisierte Messe findet parallel zur Seatrade Europe vom 11. bis zum 13. September 2019 statt. Damit reagiert die SMM auf den boomenden Markt und das große  Interesse an den darauf spezialisierten Zulieferern, die 2018 bereits Teil der neuen Cruise & Ferry Route auf der SMM waren. Die große Nachfrage spiegelt sich zudem in den Ergebnissen des SMM MIR, der erstmals um das Themenfeld Interieur erweitert wurde: So gab mehr als ein Drittel der Befragten an, Bedarf an Produkten und Dienstleistungen für die Schiffsinnenausstattung zu haben. Schlüsselfertige Angebote liegen dabei besonders hoch im Kurs. „Mit der MARINE INTERIORS haben wir eine neue Messe, die hervorragend in das Profil der Hamburg Messe und Congress passt. In Kombination mit der SMM 2020 stehen der Schifffahrtsmetropole Hamburg spannende und aufschlussreiche zwölf Monate bevor. Ich bin mir sicher, dass viele Marktteilnehmer enorm davon profitieren werden – gerade auch in Hinblick auf den Weg in eine klimaneutrale Schifffahrt“, so Selbach.

Nach der MARINE INTERIORS ist vor der SMM: Die 29. Auflage der Weltleitmesse der maritimen Wirtschaft findet vom 8. bis 11. September 2020 in den Hamburger Messehallen statt.

Über den SMM Maritime Industry Report

Der SMM Maritime Industry Report (MIR) ist eine groß angelegte Studie, die die Hamburg Messe & Congress GmbH (HMC) als Veranstalter der SMM gemeinsam mit dem Marktforschungsunternehmen mindline GmbH  durchführt. Dabei werden Austeller und Besucher der SMM nach ihrer Einschätzung der wirtschaftlichen und technologischen Entwicklung gefragt. Die ökonomischen Erwartungen fasst der Maritime Industry Score zusammen. Der SMM MIR wurde 2017 erstmals durchgeführt. Auch in diesem Jahr repräsentiert das Profil der Teilnehmer die Vielfalt der Branche: 62 Prozent arbeiten als Entscheider bei Zulieferern, 18 Prozent bei Reedereien, 13 Prozent bei Werftbetrieben und 7 Prozent bei Interior Designern. Knapp ein Drittel der Studienteilnehmer sind Aussteller, gut zwei Drittel sind Besucher der SMM.  Hier geht es zum SMM MIR.

Über die SMM

Die Weltleitmesse der maritimen Wirtschaft findet alle zwei Jahre in Hamburg statt. Vom 8. bis 11. September 2020 werden mehr als 2.200 Aussteller und rund 50.000 Besucher in der Hansestadt erwartet. Die SMM bildet auf über 90.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche die gesamte Wertschöpfungskette der Branche ab. Vor Ort treffen sich Entscheider, Experten und Multiplikatoren aus allen Teilen der Welt. Die SMM ist damit die Plattform für Innovationen in der maritimen Branche.

Pressekontakt: Nora Hirschfeld, Tel: +49 40 3569 2445;

E-mail: nora.hirschfeld@hamburg-messe.de

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Mehr als 5000 Vertreter der Kreuzfahrtbranche treffen sich in Hamburg

London/Hamburg, 12 August 2019 | Tausende Experten und Führungspersönlichkeiten aus der Kreuzfahrtbranche werden sich anlässlich der zehnten Seatrade Europe Cruise & River Cruise Convention im September wieder in Hamburg treffen. Die Seatrade Europe ist die führende Kongressmesse für den europäischen Kreuzfahrtmarkt. Sie bringt Vertreter der Kreuzfahrtreedereien, der regionalen und weltweiten Kreuzfahrt-Destinationen und der Zulieferer aus allen Sparten der See- und Flusskreuzfahrt zusammen.

Als drittgrößter Kreuzfahrtmarkt der Welt begrüßte Deutschland 2018 2,19 Millionen Kreuzfahrtpassagiere*.

Mit einem um 11 Prozent gestiegenen Passagieraufkommen und 8 Prozent mehr Schiffsanläufen im Jahr 2018** gehört der Hamburger Hafen zu den führenden Kreuzfahrtzentren.

Die Branche wächst stetig weiter, und Deutschland, weiterhin wichtiger Innovationsstandort und führend in der Umsetzung der technologischen und ökologischen Neuausrichtung der Kreuzfahrt, ist das ideale Gastland für die Seatrade Europe. Vom 13. bis 15. September, unmittelbar im Anschluss an den Kongress, veranstaltet die Stadt zudem die Hamburg Cruise Days mit einem vielseitigen Tages- und Nachtprogramm. In der „Cruise Days Parade“ am 14. September laufen prachtvoll illuminierte Schiffe in Reih‘ und Glied elbabwärts Richtung Nordsee aus. Zugleich wird die wunderschöne Hafenkante Hamburgs in blaues Licht getaucht: im siebten Jahr in Folge wird die spektakuläre Lichtinstallation „Blue Port Hamburg“ des international preisgekrönten Lichtkünstlers Michael Batz den Strom und seine Ufer erleuchten. In diesem Jahr ergänzt die neue Fachmesse MARINE INTERIORS Cruise & Ferry Global Expo den Kreuzfahrtkongress in der Hamburger Messe. Die Aussteller sind Unternehmen, die sich der Innenausstattung von Kreuzfahrtschiffen widmen – von der Innenarchitektur über die technische Ausrüstung bis zur Ausstattung von Kombüsen, Restaurants und Bars an Bord. Für die parallel in der Hamburger Messe stattfindenden Veranstaltungen Seatrade Europe und Marine Interiors werden in den umliegenden Straßen lange Banner werben. Sie schaffen eine einzigartige und inspirierende Atmosphäre, die die herausragende Rolle der Stadt für die europäische Kreuzfahrtindustrie betont.

https://www.seatrade-europe.com/

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Licht und Ton perfekt in Szene gesetzt

Hamburg, 08. August 2019 | Beliebte Musicals, aufregende Tanzshows, exklusive Kinovorstellungen: Das Unterhaltungsprogramm auf Kreuzfahrtschiffen ist vielseitig. Dass die aufwändigen Shows auf hoher See überhaupt stattfinden können, liegt auch an der ausgefeilten Technik hinter den Kulissen. Die speziellen Rahmenbedingungen an Bord erfordern leistungsstarke Software und passgenaue Konstruktionen. In puncto Akustik verlangt die materielle Beschaffenheit der Schiffe den Technikern und Designern einiges ab.

Wie sich die Herausforderungen technisch meistern und die Anwendungen gekonnt in das Raumdesign einbetten lassen, wissen die renommierten Unternehmen auf der MARINE INTERIORS Cruise & Ferry Global Expo, powered by SMM. Die neue Messe findet vom 11. bis 13. September 2019 parallel zur Seatrade Europe, Cruise and River Cruise Convention auf dem Gelände der Hamburg Messe statt. Erwartet werden über 100 Unternehmen aus 20 Ländern.

Der richtige Klang

Einer der Aussteller auf der MARINE INTERIORS ist der Schiffsausbauer Kaefer. Die Bremer Spezialisten waren im vergangenen Jahr an der Fertigstellung des Kreuzfahrtschiffes „Norwegian Bliss“ beteiligt. Dort leisteten sie u.a. den komplexen Innenausbau des Bliss Theaters. Kaefer stattete den 1000 Personen fassenden Theatersaal mit Wänden, Decken, gepolsterten Sitzgelegenheiten und Teppichböden aus – alles essenzielle Faktoren für eine gelungene Akustik. Ein Hörerlebnis der besonderen Art bietet auch das traditionsreiche Unternehmen Steinway & Sons mit ihren feinen Flügeln und Klavieren.

Doch nicht nur auf den richtigen Klang kommt es an. Auch die Lichttechnik spielt eine wichtige Rolle. Damit im Theatrium an Bord der „AIDAnova“ auch jeder Lichtstrahl „sitzt“, wird die komplette Lichttechnik über ein spezielles Pult von MA Lightning gesteuert. Der Hamburger Medientechnik-Dienstleister Amptown System Company hat zusammen mit AIDA Cruises ein maßgeschneidertes Technikkonzept für das jüngste Kussmund-Schiff entwickelt. In Zusammenarbeit mit der Papenburger Meyer Werft wurde außerdem ein 160 Kilometer langes Glasfasernetzwerk auf der „AIDAnova“ verlegt. Die Highspeedleitungen gewährleisten eine reibungslose Datenübertragung bei Entertainmentangeboten, Telekommunikation, Sicherheitssystemen und IT-Netzwerken.

Mehr Komfort

Kabinen und öffentliche Bereiche: Auch abseits der großen Showbühne ist die passende Beleuchtung elementar. Der Ausssteller Hera kann hier auf einen großen Erfahrungsschatz zurückgreifen, liefert das Familienunternehmen pro Kreuzfahrtschiff doch zwischen 4000 und 8000 Leuchten. Dazu zählen Wandeinbauleuchten, um die Wege zu beleuchten ebenso wie LED-Panel für die Hinterleuchtung von Fotos und Wegweisern als auch schwenkbare LED-Einbauleuchten für den Deckenbereich. Auf der MARINE INTERIORS präsentiert Hera außerdem eine Produktneuheit: das Sky Window, eine Beleuchtungslösung, die Tageslicht simuliert.

Für innovative und hochwertige Lösungen im Suitenbereich steht der Premium-Anbieter JUNG. „Wir liefern den Rundum-Sorglos-Kabinenkomfort für den Passagier. Vorhänge öffnen, Nachttischleuchte einschalten, Belüftung regeln: Auf Knopfdruck kann der Gast verschiedene Funktionen im Zimmer steuern. Je nach Stimmung stehen verschiedene Szenen zur Verfügung“, sagt Axel Klaukin, Key Account Manager bei JUNG.

Know-how teilen

Ein besonderer Hingucker sind die feurigen Lichtlösungen von The Flame aus Österreich. „Unsere Effektkamine sind sicherheitstechnisch absolut unproblematisch“, sagt Vertriebsleiter Wolfgang Deisenberger. „Der authentische Feuereffekt wird durch Vernebelung von Wasser in Kombination mit speziellen Leuchtmitteln erzeugt. Es handelt sich also nicht um echte Flammen.“

Wo solche Einrichtungs-Accessoires an Bord besonders gut wirken, weiß Fredrik Johansson, Partner und Projektleiter bei Tillberg Design. Wichtige Tipps und Tricks in Sachen Design wird er im MARINE INTERIORS-Panel „How design helps to convey, define or create brand identity“ verraten, das im MARINE INTERIORS Forum in Halle A3 stattfinden wird. Weitere Programm-Informationen gibt es hier. Medienvertreter können sich online akkreditieren.

Über die MARINE INTERIORS Cruise & Ferry Global Expo, powered by SMM

Die MARINE INTERIORS Cruise & Ferry Global Expo, powered by SMM, findet künftig jeweils in ungeraden Jahren statt. Erwartet werden zur ersten Veranstaltung vom 11. bis 13. September 2019 Aussteller aus allen Bereichen des Schiffsinnenausbaus, die auf zahlreiche hochkarätige Besucher treffen, darunter Entscheider von Reedereien, Werften und Designbüros. Die neue Messe läuft parallel zur Seatrade Europe – Cruise and River Cruise Convention. Besucher erhalten kostenlosen Eintritt zu beiden Veranstaltungen.

www.marineinteriors-expo.com

Inhaltsverzeichnis / GeMaX
GeMaX member KfW IPEX-Bank plays a key role in financing new product tankers with large German/European share

Hafnia, member of BW Group, and CSSC have formed a joint venture named Vista Shipping to finance and operate product tankers. A term loan facility of USD 111 million is intended to be used to finance four LR1 newbuildings. A banking consortium consisting of KfW IPEX, Societe Generale and OCBC Singapore participate with 33% each as lenders at the term loan facility and have reached financial close. KfW IPEX acts as Facility Agent, Sinosure and Security Agent. The 12-year post-delivery financing profits from Sinosure cover and is secured by first- ranking ship mortgages over the vessels as well as joint and several guarantees from Hafnia and CSSC.

The product tankers are being built at Guangzhou Shipyard International Co., Ltd. PRC. The European content of German and European suppliers, amounting to approx. USD 30 million, consists of highly efficient main engines, main electronic components and high-capacity pumping systems.

The Export Initiative GeMaX, of which KfW IPEX is a member, is an alliance of leading German maritime companies with the goal of promoting the export of German shipbuilding suppliers. 

This is achieved by bundling an export volume for a shipbuilding or offshore project and linking it to long-term project financing through a German financing institution. 

 

www.german-maritime-export.de